Tim Raue

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Tim Raue (* 31. März 1974 in Berlin) ist ein deutscher Sterne-Koch.

Biografie[Bearbeiten]

Raue wuchs in einfachen Verhältnissen im Kreuzberger Wrangelkiez auf und war in seiner Jugendzeit Mitglied der Jugendbande 36 Boys. Im zweiten Lehrjahr seiner Ausbildung im Restaurant Châlet Suisse im Grunewald lernte er seine heutige Frau Marie-Anne kennen. Es folgten Stationen im First Floor und, gerade 23-jährig, als Küchenchef im heute nicht mehr bestehenden Rosenbaum in dem Eckhaus an der Oderberger Straße und anschließend in den Kaiserstuben ebenfalls als Küchenchef. 1998 wurde er zum Aufsteiger des Jahres (Der Feinschmecker) gewählt.

2002 wechselte er als Küchenchef zum Restaurant 44 im Berliner Swissôtel, mit seiner Frau als Restaurantleiterin.[1] 2007 kürte ihn der Gault-Millau zum Koch des Jahres. Seine Küche im 44 war mit einem Michelin-Stern und 18 Punkten im Gault-Millau ausgezeichnet. Ein Kochbuch mit dem Titel Aromen(r)evolution veröffentlichte Raue im Jahr 2008.[2] Ebenfalls 2008 wechselte Raue als Kulinarischer Direktor zu der zur Fundus-Gruppe gehörenden Adlon-Collection, die auf der Rückseite des Pariser Platzes im Hotel Adlon fünf Restaurants betrieb.[3] Dort eröffnete er die Restaurants Ma Tim Raue (chinesisch inspirierte Küche), Uma (japanisch inspiriert) und die Shochu Bar in Berlin. Nach wenigen Monaten bekam er für das Ma Tim Raue einen Michelin-Stern verliehen. Der Gault Millau zeichnete das Ma Tim Raue mit 18 Punkten und das Uma mit 17 Punkten aus. Da die Restaurants defizitär waren, wurde im Juli 2010 das Ma Tim Raue geschlossen. [4] [5] Das Uma wird hingegen unter der Leitung von Stephan Zuber weitergeführt, der dort bereits seit September 2009 Küchenchef ist.

Im September 2010 eröffnete Raue in Berlin-Kreuzberg das Restaurant Tim Raue. Im selben Jahr saß er in der Jury der Fernsehsendung Deutschlands Meisterkoch. Seit Dezember 2011 macht Tim Raue Werbung für ein Gewichtsreduktionsunternehmen. 2012 wurde dem Tim Raue. vom Guide Michelin zwei Sterne verliehen.[6]

Am 16. Mai 2013 eröffnete Tim Raue, der neben dem Tim Raue auch noch das Sra Bua by Tim Raue führt, das „La Soupe Populaire“ (Suppe für alle) als drittes Restaurant in Berlin. Es befindet sich in der ehemaligen Bötzow-Brauerei an der Prenzlauer Allee. Das Soupe Populaire wurde 2013 vom Guide Michelin mit einem Bib Gourmand und vom Gault-Millau mit 13 Punkten bewertet.[7]

Im April 2014 schaffte Raues Restaurant Tim Raue den Einzug in die britische The World's 50 Best Restaurants auf Platz 78. Obwohl die Liste sich "Beste 50" nennt, werden 100 Restaurants von 900 Wahlmännern weltweit ausgewählt. [8]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2005: Aufsteiger des Jahres im Gault Millau
  • 2007: Ein Stern im Guide Michelin für das Restaurant 44/Swissôtel Berlin
  • 2007: 18 Punkte im Gault Millau für das Restaurant 44/Swissôtel Berlin
  • 2007: Koch des Jahres im Gault Millau
  • 2008: Ein Stern im Guide Michelin für das Restaurant MA /Hotel Adlon Berlin
  • 2008: 18 Punkte im Gault-Millau für das Restaurant MA /Hotel Adlon Berlin
  • 2010: Ein Stern im Guide Michelin für das Restaurant Tim Raue
  • 2010: 18 Punkte im Gault-Millau für das Restaurant Tim Raue
  • 2011: 19 Punkte im Gault-Millau für das Restaurant Tim Raue
  • 2012: Zwei Sterne im Guide Michelin für das Restaurant Tim Raue
  • 2013: BibGourmand im Guide Michelin und 13 Punkte im Gault-Millau für das Soupe populaire
  • 2014: Platz 78 der The World's 50 Best Restaurants des britischen Restaurant Magazine [9]

Publikationen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mathias Stengel: Tim Raue: Meine harte Jugend in Kreuzberg in der Berliner Morgenpost, 6. Mai 2007
  2. Die Aromen(R)Evolution von Sterne-Koch Tim Raue: Sturm im Wasserglas oder Revolution auf leisen Sohlen?
  3. Jörn Kabisch: "Ich weiß, was Hunger ist" in die Tageszeitung, 26. Mai 2008
  4. http://www.morgenpost.de/berlin/article1296862/Tschuess-Adlon-Tim-Raue-geht-nach-Kreuzberg.html
  5. http://www.performance-online.de/fundus-fonds-31..html
  6. Zwei Sterne
  7. Allgemeine Hotel- und Gastronomiezeitung vom 16. November 2013: Tim Raue räumt wieder ab. Online abgerufen am 15.November 2013
  8. [1]
  9. [2]