Tim und Struppi

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Tim und Struppi (im französischsprachigen Original Les aventures de Tintin) ist eine der bekanntesten und bedeutendsten europäischen Comicserien. Der Belgier Hergé (1907–1983) schrieb und zeichnete die humoristischen Abenteuercomics von 1929 bis zum Ende seines Lebens. Der Held der Geschichten ist der junge belgische Reporter Tim, der um die ganze Welt reist und in Abenteuergeschichten verwickelt wird. Die Comicfigur wurde am 10. Januar 1929 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Insgesamt entstanden 24 Comic-Alben. Den geplanten 25. Band mit dem Titel Tim und die Alphakunst konnte Hergé bis zu seinem Tod nicht mehr fertigstellen. Die Serie inspirierte viele Künstler, darunter den Regisseur Steven Spielberg und den Maler Andy Warhol. Fachleute, die sich ausführlich mit diesem Thema beschäftigen, werden nach dem belgischen Originaltitel der Serie Tintinologen genannt.[1][2]

Tintin-Laden in Stockholm, auf der Flagge Tim und Struppi
Tim als Graffiti in Bonn

Merkmale der Serie[Bearbeiten]

Die Geschichten sind hauptsächlich Abenteuergeschichten, manche haben Fantasy- und Science-Fiction-Elemente, andere sind politische Kommentare. Die frühen Episoden haben selbstironischen, phantasievollen Charakter, während der Witz der späteren Abenteuer leichter zugänglich ist und die Geschichten deutlich an Realismus gewinnen. Ab Mitte der 1930er zeigten sie die jeweilige Mode und Technik sehr detailgetreu. Alle Geschichten enthalten zahlreiche witzige Situationen und viele visuelle Gags, die an den Slapstick der Stummfilme aus den 1920er Jahren erinnern. Die Serie wird für ihre Zeichnungen geschätzt, die klar, durchkomponiert und in Bezug auf Objekte wie Fahrzeuge, Maschinen oder Gebäude sehr vorbildgetreu sind. Hergés zeichnerische Handschrift, die Ligne claire, mit ihren klar begrenzten, schattenlosen Figuren, war stilbildend und wurde oft kopiert. Bei der minimalistischen Gestaltung von Tims Gesichtszügen orientierte sich Hergé angeblich am noch älteren Vorbild der Bécassine.

Nach Georg Seeßlens Analyse der Comics bezeichnet der Begriff Ligne claire nicht allein einen Zeichenstil, sondern ebenso „die Raum-Aufteilung, die Handlung, die Personen-Charakterisierung“: „Tintin sieht seine Welt als eine vollkommene, reine und manchmal beinahe abstrakte Ordnung […]. Sie mag nicht vollständig aufgeklärt sein, diese Welt, doch sie ist geklärt. Es gibt keinen Raum für Zweideutigkeiten […].“[3] Auch der Hergé-Biograf Benoît Peeters sah in der Ligne claire den Ausdruck einer „manchmal bis zur Besessenheit gehenden Suche nach Klarheit.“[4]

Umfeld und Zeitgeist[Bearbeiten]

Das Frühwerk Hergés wurde für seine Verwendung rassistischer, kolonialistischer und antikommunistischer Stereotype vielfach kritisiert.

Der erste Band Tim im Lande der Sowjets ist in eindeutig propagandistischer Absicht verfasst und bedient sich der damals verbreiteten Klischees über „Bolschewiken“, die als zugleich böse und dumme Unterdrücker dargestellt werden: „Die Sowjets sehen in diesem allerersten Abenteuer aus wie halbe Tiere, sie lügen und betrügen, morden und sengen und trachten Tim natürlich nach dem Leben.“[5] Hergé distanzierte sich später von dem Werk, das nie in die offizielle Reihe aufgenommen wurde.[6]

Die offizielle erste Episode Tim im Kongo stellt die belgische Kolonialherrschaft, die faktisch eine der brutalsten überhaupt war, als einen Segen für die Ureinwohner dar. Dabei ist der Band unverhohlen rassistisch. Die Schwarzen werden als dumme und faule Kinder dargestellt, die der Führung, Aufsicht und Belehrung von Weißen bedürfen.[7] Tintin gibt als strenger Lehrer und Kolonialherr jungen Kongolesen Schulunterricht und belehrt sie in der ersten Fassung, Belgien als ihr Vaterland zu betrachten. Auch ein missionarisch-evangelikaler Unterton ist spürbar.[8] Daneben wird Tim im Kongo auch für seine Verherrlichung der Großwildjagd und für seine exzessive und sadistische Darstellung von Tierquälereien kritisiert.[9]

Im August 2007 reichte ein kongolesischer Student in Brüssel Klage gegen die weitere Verbreitung des Bandes Tim im Kongo ein.[10] Die Klage wurde 2012 abgewiesen.[11] Der Band darf in einigen Ländern (unter anderem Südafrika) nicht verkauft werden. In Großbritannien und den USA nahmen die Verlage beziehungsweise Buchhandlungen den Band von sich aus aus dem Sortiment.[12]

Hergé stellte sich später als „Kind seiner Zeit“ dar, das naiv Klischees verarbeitet habe, die damals im Umlauf waren.[9] Diese Argumentation wurde später von der Hergé Foundation und von anderen Verteidigern des Autors im Wesentlichen übernommen – demnach habe Hergé lediglich zur Entstehungszeit geltende gesellschaftliche Werte und Normen in sein Werk einfließen lassen und diese Positionen später revidiert. Tatsächlich ist ab dem Band Der Blaue Lotos eine größere Differenziertheit bei der Darstellung anderer Kulturen festzustellen.

Kritiker des Autors leiten sein Weltbild hingegen deutlicher aus dem rechtskatholischen, belgisch-nationalistischen Milieu her, aus dem Hergé stammt. Georg Seeßlen hinterfragt in seiner kritischen Analyse, ob Hergé sich von diesem in seiner Jugend geprägten Weltbild jemals ganz lösen konnte oder ob bei allen einkehrenden Ambivalenzen nicht ein „unterschwelliges Weiterwirken“ zu konstatieren sei.[13]

Dem Zeichner Hergé wurde oft vorgeworfen, sich mit der Nazi-Herrschaft im besetzten Belgien arrangiert zu haben – ein Vorwurf, den er stets zurückwies.

Für die Neuauflagen der Comic-Alben wurden die Geschichten von Hergé jeweils überarbeitet und die Zeichnungen von ihm und E. P. Jacobs und anderen der Zeit angepasst. So trägt Tim ab den 1970er Jahren (Tim und die Picaros) anstatt der klassischen Knickerbocker eine modischer geschnittene Hose. Zu beachten ist auch die kitschige Kluft von Tims Gegenspieler Rastapopoulos in dem Science-Fiction-Abenteuer Flug 714 nach Sydney.

Originalveröffentlichungen[Bearbeiten]

Die ersten Abenteuer von Tim erschienen in der Jugendbeilage Le Petit Vingtième der katholischen Tageszeitung XXième Siècle. Die Erstveröffentlichung war am 10. Januar 1929. Erst 1934 wurde der Verlag Casterman Herausgeber der Alben. Während der Besatzung Belgiens durch deutsche Truppen kamen weitere Comics als tägliche Strips in der Abendzeitung Le Soir heraus. Ab 1946 erschien Tim in seinem eigenen Magazin Tintin.

Die frühen Geschichten waren schwarzweiß und hatten einen Umfang von bis zu 124 Seiten. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Seitenanzahl wegen der Papierknappheit auf 62 Seiten begrenzt, dafür wurden die Geschichten farbig. Hergé begegnete dem geringeren Seitenumfang, indem er vier statt bisher drei Bildstreifen pro Seite unterbrachte.

Die Zeitschriftenfassung von Der Sonnentempel musste bei der Umarbeitung zur Albenversion ummontiert werden. Zudem war die bisherige Version zu lang für ein 62 Seiten langes Album, weswegen Hergé insgesamt 333 Bilder herauskürzte. Hingegen war Der geheimnisvolle Stern für die Albenausgabe zu kurz. Im Zuge der Umarbeitung und Ummontierung vergrößerte respektive erweiterte Hergé einige Bilder und fügte neue hinzu.[14]

Alle vor dem Krieg in schwarzweiß erschienenen Alben (bis auf Tim im Lande der Sowjets) wurden für die Farbversion teilweise oder komplett neu gezeichnet. Je drei Versionen existieren zum Beispiel von Die Schwarze Insel (1937, 1943 und 1965) und Im Reiche des Schwarzen Goldes (erster Teil 1939/40, als abgeschlossene Geschichte neu gezeichnet und in Farbe 1948, komplett überarbeitet 1971).

Die vorgenommenen Änderungen in Im Reiche des Schwarzen Goldes nahm Hergé auf Betreiben seines englischen Verlags Methuen vor: danach wird Tim unter anderem von arabischen statt zuvor britischen MPs festgenommen, es fehlen hebräische Schriftzüge in den Straßen der Phantasiestadt Kemkhâh (zuvor: Caiffa, nach der ersten Überarbeitung von 1948 dann Haifa) und eine Entführungsszene, in der Tim mit einem Finkelstein (Fassung von 1948: Salomon Goldstein) verwechselt wurde.

Auf Druck der US-amerikanischen Verleger nahm Hergé 1973 zudem geringfügige Änderungen an der Farbfassung von Tim in Amerika vor. In drei Bildern wurden Schwarze entfernt und teilweise durch Personen hellerer Hautfarbe ersetzt, da die amerikanischen Verleger keine Vermischung von Schwarzen und Weißen in einem Jugendbuch sehen wollten. Hergé nutzte die Gelegenheit weiterhin, um den Text leicht zu überarbeiten. Dieser Fassung entspricht auch die deutsche Farbversion.

Auch bei der deutschen Fassung der Farbausgabe von Tim im Kongo ist eine abgeänderte Version zum Abdruck gekommen. Die Szene, in welcher Tim ein Nashorn mit Hilfe einer Stange Dynamit in die Luft jagt, war den skandinavischen Verlegern zu brutal. Hergé zeichnete daraufhin das gesamte Blatt neu. So kommt in den skandinavischen und eben auch der deutschen Druckfassung das Nashorn mit einem Schrecken davon.

Seit Oktober 2008 bringt der Carlsen Verlag eine neue Hardcover-Ausgabe der Alben heraus, die erstmals in deutscher Sprache die ab 1942 erschienenen ersten farbigen Albenversionen der Tim und Struppi-Abenteuer in Form von Farbfaksimiles präsentiert. Gerade die frühen Bände bis einschließlich Im Reiche des Schwarzen Goldes weisen teilweise erhebliche Unterschiede zu den heute verbreiteten Endversionen auf.

Chronologie der verschiedenen Fassungen
(Die Jahreszahlen beziehen sich meist auf die Erstveröffentlichungen als Alben, welche sich ab 1934 mit nur geringfügigem, zeitlichen Abstand an die Zeitungs- bzw. Zeitschriftenveröffentlichungen anschlossen. Bei abweichenden Fassungen, die nicht als Alben veröffentlicht wurden, sind die Jahreszahlen der Zeitungs- bzw. Zeitschriftenveröffentlichungen angegeben.)

Deutschsprachige Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Einem deutschsprachigen Publikum wurden Tim und Struppi erstmals am 9. Februar 1952 im Hamburger Abendblatt mit Tim auf der Jagd nach dem geheimnisvollen Zepter vorgestellt. In dieser Zeitung erschienen bis 1971 insgesamt sechzehn der Abenteuer, einige als deutsche Erstveröffentlichung. Ebenfalls ab 1952 brachte der belgische Originalverlag Casterman die ersten deutschsprachigen Tim-und-Struppi-Alben auf den Markt: die Tim, der pfiffige Reporter betitelte Hardcover-Reihe erschien bis 1963; seit 1967 erscheinen die Softcover-Alben des Carlsen Verlags.

Weitere bekannte Veröffentlichungen in Zeitungen, Magazinen und gesonderten Alben:

  • Dalla (Waso Verlag, 1954/55): Die schwarze Insel (zweite Fassung), wegen Einstellung des Magazins unvollständig
  • Deutscher Hausfreund (1955–64): Die Krabbe mit den goldenen Scheren, Der geheimnisvolle Stern, Das Geheimnis der „Einhorn“, …, Der Sonnentempel, Die schwarze Insel (zweite Fassung), Reiseziel Mond (beide Mond-Abenteuer zusammengefasst und stark gekürzt)
  • Die Woche im Bild (1956/57, 1961): Die 7 Kristallkugeln, Das gespaltene Ohr (=Arumbaya-Fetisch)
  • Pony (Bastei, 1959/60): Die sieben Kristall-Kugeln, Der Sonnentempel
  • Tim (Atar Verlag, 1959–76): König Ottokars Zepter, Das Geheimnis der „Einhorn“, Der Schatz Rackhams des Roten, Der geheimnisvolle Stern, Schritte auf dem Mond, Die sieben Kristallkugeln, Der Sonnentempel, Tim und der Haifischsee, Tim in Tibet und Im Reiche des schwarzen Goldes kamen im Schweizer Apotheken-Magazin zum Abdruck, davon die drei erstgenannten zweimal.
  • Der Sonntag (1961/62): Das gespaltene Ohr
  • Berliner Morgenpost (1963–66): Der geheimnisvolle Stern, Im geheimnisvollen Tibet
  • Brigitte (1971–73): Der Fall Bienlein in monatlichen Fortsetzungen
  • Zack (1973/75): Tim und der Haifischsee (Comicversion), Flug 714 nach Sydney
  • MS Ramona funkt SOS (Kohle an Bord) (Koralle, 1975): Album des Zack-Verlags
  • Abendpost Nachtausgabe (1974): Tim und der Haifischsee in der Zack-Version
  • tz Fernsehmagazin (1976/77): Das Geheimnis der „Einhorn“
  • Fix und Foxi (1976–78): Der geheimnisvolle Stern, Der Fall Bienlein, Die schwarze Insel, Die Zigarren des Pharao, König Ottokars Zepter, Die sieben Kristallkugeln, Der Schatz Rackhams des Roten, Das Geheimnis der „Einhorn“, Der Sonnentempel, Tim und Struppi in Tibet, Flug 714 nach Sydney, bis auf die erste Geschichte alle auf fünf Reihen ummontiert.
  • Siehste (1979): Das Geheimnis der „Einhorn“, wegen Einstellung des Magazins gegen Ende stark gekürzt
  • Tim und Struppi de Luxe (1982, Bertelsmann/Carlsen): vereint Das Geheimnis der „Einhorn“ und Der Schatz Rackhams des Roten

  • Bild Comic-Bibliothek 8 – Tim und Struppi (Weltbild, 2005): Die sieben Kristallkugeln, Der Sonnentempel, Der Fall Bienlein

Mundart[Bearbeiten]

Im September 2013 erschien das Album Tim un die Picaros (ursprünglich vorgesehener Titel: Tim un die hessischen Messerstescher), eine Übertragung des Original-Albums Tim und die Picaros von Jürgen Leber auf Hessisch. In dieser Geschichte trinkt u. a. Kapitän Haddock Ebbelwoi aus einem Gerippten.[15][16]

Eine wenig bekannte Episode[Bearbeiten]

Im Jahr 1960 beschäftigte sich Hergé mit einem Tim-Abenteuer nach einem Szenario von Greg – Le Thermozéro. Schon nach kurzer Zeit brach er allerdings die Arbeit daran ab, und so blieb der Comic ein Fragment von acht mit Bleistift vorgezeichneten Seiten: Tim und Haddock sind Zeugen eines Autounfalls und kommen dem Fahrer zu Hilfe, der aus seinem VW Käfer geschleudert wurde. Mit demselben Mann hatte Haddock kurz zuvor an einer Tankstelle noch eine Diskussion wegen dessen rasanten Fahrstils gehabt. Bis der Krankenwagen eintrifft, bedeckt Tim das Unfallopfer mit seinem Regenmantel. Mehrere Personen tauchen am Ort des Geschehens auf (später u. a. auch Fridolin Kiesewetter). Darunter befinden sich auch zwei teilweise deutsch sprechende, bedrohliche Männer, vor denen das Opfer offensichtlich Angst hat. Als Tim seinen Mantel zurücknimmt, bemerkt er nicht, dass der Mann, anscheinend Mitglied einer Geheimorganisation, ihm ein mysteriöses Objekt untergeschoben hat – im weiteren Verlauf der Geschichte hätte es Tim dann nach Berlin verschlagen sollen. Vermutlich gab Hergé das Projekt auf, weil er auch weiterhin der alleinige Autor der Serie sein wollte. Es ist nicht auszuschließen, dass Greg kurze Zeit später einige Ideen für die Spirou-Geschichte QRN sur Bretzelburg wieder aufgriff. Hergé wandte sich stattdessen der Geschichte Die Juwelen der Sängerin zu. Auch ein späterer Plan, aus Le Thermozéro ein Jo, Jette und Jocko-Abenteuer zu machen, kam über Scribbles von Bob de Moor nicht hinaus.

Parodien, Persiflagen und Band 24[Bearbeiten]

1995 erschien eine von Yves Rodier erarbeitete Reinzeichnung von „Tim und die Alpha-Kunst“, dem unvollendeten Band 24. Da die Skizzen von Hergé auf S. 42 abbrechen, ist das Ende der Geschichte eine reine Erfindung Rodiers.

Nicht verwunderlich ist, dass ein derart erfolgreiches Phänomen wie „Tintin“ die Phantasie zahlreicher Zeichner und Fans anspornt. So gibt es auch von „Tim und Struppi“ eine ganze Anzahl von (unautorisierten und z. T. durch Gerichtsurteile auch verbotenen) Parodien und Persiflagen. Am bekanntesten dürften die beiden Abenteuer „Tim in der Schweiz“ und „La vie sexuelle de Tintin“ sein. Gegen alle diese Parodien ging Hergé vor, z. T. mit gerichtlichen Mitteln, nicht zuletzt deswegen, weil z. B. die deutlich ausgearbeiteten erotischen Zeichnungen seiner Meinung nach dem Image der Originalserie schaden könnten.

Eine liebevolle Parodie zeichnete Albert Uderzo in den letzten beiden Panels auf Seite 31 des 24. Asterix-Bandes Asterix bei den Belgiern. Dort haben Schulze und Schultze einen Auftritt als belgische Boten in keltischen Gewändern im Stile ihrer Anzüge und Melonen, das Ganze gezeichnet im Stil Hergés und mit Sprechblasen im Stile der Hergé-Comics. Die Sprechblasen enthalten in der deutschen Übersetzung mit „Culius Jäsar ist in Gelbien angekommen“ einen typischen Versprecher. Auch der belgische Legionär Mannekenpix im Band Asterix als Legionär ist durch seine einmal zu sehende Haartolle eine Anspielung auf Tim.

In der albenlangen Asterix-Persiflage mit dem Titel Falsches Spiel mit Alcolix, gestaltet vom Berliner Zeichner und Cartoonisten Jens Jeddeloh und erschienen 1989 bei Saga, haben neben den Galliern und Charakteren aus etlichen anderen Comicserien in einer abgesonderten, im Hergé-Stil gehaltenen „Film“-Sequenz auch Tim und Struppi einen längeren Auftritt. Tim, wird in diesem „Film“ Timtim im Morgenland mit seinem Hund Strapsi in den Nahen Osten entsandt und in die Bürgerkriegswirren des Libanon verwickelt. Der amerikanische Vizepräsident George Bush bekommt von Ronald Reagan den Befehl Beirut mit einer mit einem Atomsprengkopf bestückten Cruise Missile zu vernichten. Tim bekommt die Ehre den Starthebel zu betätigen. Tim bewirbt sich mit diesem Film als Referenz bei einem als Spielberg-Karikatur angelegten Regisseur (somit dem, der ab 2009 dann Tintin als Realfilm verwirklicht hat) auf die Rolle des wegen einer Depression und Alkoholproblemen ausfallenden Asterix-Epigonen Alcolix.

Eine Anspielung auf Tim findet sich auch in „Franka“, der Comicserie des Holländers Henk Kuijpers. Im letzten Panel von „Das Kriminalmuseum“ (Original: Het Misdaadmuseum) sieht man den Protagonisten „Jarko“ mit der typischen Knickerbocker und Tims blauem Oberteil. Damit aber nicht genug, einige Panels vorher erfahren wir, ein belgisches Boot mit dem Namen „Sirius“ (so der Name des Schiffs aus „Der Schatz Rackhams des Roten“), habe ihn aus dem Hafenbecken gefischt.

Der US-amerikanische Autor Frederic Tuten veröffentlichte 1993 den Roman Tim und Struppi in der neuen Welt (Tintin in the New World), der als Hommage an Tutens Freund Hergé gedacht ist, und in dem der Autor Tim und die Personen aus Thomas Manns Zauberberg einander begegnen lässt.

Der Comic „Tintín y el loto rosa“ („Der rosarote Lotus“) des spanischen Autors Antonio Altarriba (und der Zeichner Ricard Castells und Javier Hernández Landazábal) wurde am 17. November 2007 in Spanien anlässlich des 100. Geburtstags Hergés veröffentlicht. Als Hergés Verlag davon erfuhr, wurde die weitere Publikation des Werks verboten – mit der Begründung im Buch werde „die Personalität Tims pervertiert“. Autor Altarriba zum Verbot: „I am totally against plagiarism, but the use of personalities which are already in existence is common. […] I have used many characters from the past in my books and I have never had a problem. But after this, I will never write again about Tintin.“[17]

In der Simpsons-Episode „Es war einmal in Springfield“ (Once Upon a Time in Springfield) aus dem Jahr 2010 liegen sich Tim und Haddock, gerührt von einem Lied, weinend in den Armen. In der Episode „Szenen einer Ehe“ (Husbands and Knives) von 2007 sieht man einen kurzen Clip, der sich in der Fantasie von Lisa abspielt, als diese in einem Comicheft blättert. Hier sind Motive aus „Die schwarze Insel“ und „Reiseziel Mond“ enthalten. Diese Szenen in beiden Episoden spielen in Paris. In der Episode „Im Namen des Großvaters“ (In the Name of the Grandfather) (2009) lästert Bart über Belgien, woraufhin seine Mutter ihm mit dem Entzug seiner Tim-und-Struppi-Hefte droht. Bart hält dabei den Band Die Krabbe mit den goldenen Scheren in der Hand. Im Vorspann der Folge „Im Rausch der Macht“ (Politically Inept, with Homer Simpson) (2012) muss Bart den Satz „Tintin did not sucksuck“ (in etwa: TinTin hat nicht geNervtNervt) an die Tafel schreiben.

Figuren[Bearbeiten]

Hauptfiguren[Bearbeiten]

Tim[Bearbeiten]

Der junge Reporter Tim ist der Held der Serie. Sein französischer Name Tintin scheint eher ein Familien- als ein Vorname zu sein. Tim scheint keine Familie und in den frühen Abenteuern auch keine menschlichen Freunde zu haben. Er wohnt zunächst allein in einem Apartment in der „Labradorstraße Nr. 26“ im ersten Stock, später mit den Freunden Haddock und Bienlein auf Schloss Mühlenhof. Frauen kommen in Tims Leben kaum vor, und wenn, dann bestenfalls als Karikatur wie Bianca Castafiore. Er arbeitet als Reporter für die belgische Zeitung „Petit XXième“, doch sieht man ihn seinen Beruf, außer im ersten Band, Im Lande der Sowjets, kaum ausüben. Im zweiten Band, Tim im Kongo, ist nur noch andeutungsweise der Reisezweck einer Reportage zu sehen. In der verfilmten Fassung von „Tim in Amerika“ reist er aufgrund einer Reportage nach Chicago. Ansonsten ist er vollauf damit beschäftigt, gegen das Böse zu kämpfen, auch wenn er überall als „der berühmte Reporter“ vorgestellt wird und er manchmal angebliche Reportagen oder Umfragen als Tarnung für Recherchen einsetzt („Tim und die Alpha-Kunst“).

Struppi[Bearbeiten]

Weißhaariger Foxterrier

Struppi (französisch Milou) ist Tims treuer Drahthaar-Foxterrier. In den frühen Alben spricht er mit Tim, später hat er nur noch ab und zu Sprechblasen, die seine Gedanken lesbar machen. Für viele Leser war Struppi von Anfang an der heimliche Star der Serie, bis er später in puncto Beliebtheit von Kapitän Haddock abgelöst wurde. Die Genese seines Namens geht auf die erste Liebe Hergés mit 18 Jahren zurück. Sie hieß Marie-Louise Van Cutsem, hatte aber den Spitznamen Milou.

Kapitän Haddock[Bearbeiten]

Kapitän Archibald Haddock (französisch Capitaine Haddock; haddock ist die englische Bezeichnung für Schellfisch) ist Seefahrer, häufig schlecht gelaunt, cholerisch und dabei tollpatschig. Er raucht Pfeife und liebt Whisky (Lieblingsmarke Loch Lomond). Seine Alkoholkrankheit wird u. a. in Die Krabbe mit den goldenen Scheren und Der Schatz Rackhams des Roten deutlich herausgearbeitet; sie dient auch sonst allenthalben als humoristische Triebfeder. Haddock taucht erstmals im Band Die Krabbe mit den goldenen Scheren auf und entwickelt sich in den weiteren Bänden zum treuen Gefährten Tims. Am bekanntesten ist Haddock für seine Flüche, sowohl für seine markantesten Beschimpfungen - „Hunderttausend heulende und jaulende Höllenhunde!“ (frz.: „Mille millions de mille sabords“) sowie „Hagel und Granaten!“ (frz.: „Tonnerre de Brest!“) – als auch für die farbenfrohen Termini, die er anstelle von direkt anstößigen Worten verwendet. Diese Eigenart kam durch einen Protest eines Händlers in Zusammenhang mit dem Viermächtepakt von 1933 zustande, den Herge einmal gehört hatte und der trotz seiner an sich harmlosen Bedeutung einen sehr offensiven Klang hatte.[18]

Anders als Tim sieht man den Kapitän öfters bei der Ausübung seines Berufes. Als Tim ihn in Die Krabbe mit den goldenen Scheren kennenlernt, ist er offiziell Kapitän der Karaboudjan, jedoch hat sein erster Offizier Allan das Kommando an sich gerissen, da Haddock permanent betrunken ist. In Der geheimnisvolle Stern führt er dann aber das Expeditionsschiff zum Meteoriten ins Nordpolarmeer und in Der Schatz Rackhams des Roten die Sirius in die Karibik. Danach lebt er finanziell unabhängig auf seinem Schloss Mühlenhof (franz.: Moulinsart). In Im Reiche des Schwarzen Goldes wird er in einer Krisenlage zur Marine einberufen, um schließlich in Kohle an Bord für den entscheidenden Teil der Geschichte ein letztes Mal das Kommando eines Schiffes zu übernehmen.

Der Vorname Kapitän Haddocks (Archibald) wird erst im letzten Band von Tim und Struppi (Tim und die Picaros, S. 33) genannt – und das auch nur nebenbei. Zuvor wurde er von allen Figuren meist nur mit „Kapitän“ angesprochen. Im unvollendeten Band Tim und die Alpha-Kunst wird der Vorname erneut erwähnt.

Professor Bienlein[Bearbeiten]

Professor Balduin Bienlein (französisch Professeur Tryphon Tournesol; tournesol: „Sonnenblume“) trat erstmals in Der Schatz Rackhams des Roten auf. Zu den Errungenschaften des schwerhörigen, aber genialen Erfinders gehören eine atomgetriebene Mondrakete, ein Mini-U-Boot, ein Farbfernseher (mit kleinen Schwächen), aber auch eine unheilbringende Ultraschallwaffe. Seine Motorrollschuhe, die er selber testete, konnten sich nicht durchsetzen. Kapitän Haddock steht den Erfindungen des Professors in der Regel sehr kritisch gegenüber, vor allem einer Tablette, nach deren Einnahme Alkohol ungenießbar ist.

Zur Ausstattung Bienleins gehört neben Brille, Hut und Schirm auch meist sein Pendel, dem er fasziniert „nach Westen“ folgt. Eigentlich die Liebenswürdigkeit in Person, sollte man ihn jedoch nicht reizen oder sich über ihn lustig machen, da er zu Wutanfällen fähig ist, bei denen sogar Haddock die Spucke wegbleibt. Bienleins Schwerhörigkeit ist ein Quell beständiger Missverständnisse und Wortspiele, er selbst bezeichnet sich lediglich als „ein klein wenig harthörig“. In Reiseziel Mond benutzt er vorübergehend ein Hörrohr; später im selben Band sowie in der Fortsetzung Schritte auf dem Mond trägt er sogar ein Hörgerät im Ohr, um den Funkverkehr besser verfolgen zu können. In späteren Comics findet nur noch das Hörrohr eine kurze Anwendung (Die Juwelen der Sängerin, S. 33).

Am Ende von Der Schatz Rackhams des Roten steuert Bienlein, nachdem er das Patent für das im selben Band getestete Mini-U-Boot gewinnbringend an die Regierung hat verkaufen können, das Geld zum Kauf von Mühlenhof bei, das er seitdem zusammen mit Kapitän Haddock bewohnt. Hier betreibt er ein kleines Labor, welches sich im Schlosspark befindet. Hergé selbst äußerte in einem Interview, von Auguste Piccard zur Figur Bienleins inspiriert worden zu sein. Auch gewisse Menschlichkeiten von Norbert Wiener oder Albert Einstein könnten dem „zerstreuten Professor“ als Vorbild gedient haben.

Schulze und Schultze[Bearbeiten]

Schulze und Schultze (französisch Dupont et Dupond) sind zwei ungeschickte Detektive, die wie Zwillinge aussehen und für viele komische Einlagen in den Geschichten verantwortlich sind. Sie sind sehr misstrauisch und halten sich für genial. Zu unterscheiden sind sie allein an der Form ihres Schnurrbartes, welchen sie nach eigener Aussage bereits seit früher Kindheit tragen: Der von Schulze ist bei genauerem Hinsehen schmaler als der seines Kollegen Schultze, dessen Schnurrbart an den äußeren Enden ein wenig geschweift ist. Für ihre geheimen Auslandsmissionen werfen sie sich zu Tarnzwecken stets in „landestypische Tracht“, womit sie bei Freund wie Feind stets für großes Aufsehen und Gelächter sorgen. Oft geraten sie dann an die örtliche Polizei bzw. an die lokalen Sicherheitskräfte (siehe Reiseziel Mond), können sich aber nicht ausweisen, da ihre Dienstausweise ihnen stets abhandenzukommen scheinen.

Schulze und Schultze tauchten zuerst in der Urversion von Die Zigarren des Pharaos auf, ihr Cameo im früheren Abenteuer Tim im Kongo ist nur in der später neu gezeichneten, farbigen Fassung des Bandes enthalten. Hergé soll unter anderem durch seinen Vater und dessen Zwillingsbruder zu den Figuren der beiden Detektive inspiriert worden sein.

Schulze und Schultze heißen in der niederländischen Version "Jansen en Janssen" und in der englischen Version „Thomson and Thompson“. Daraus abgeleitet hat die New-Wave-Band Thompson Twins ihren Bandnamen.

Nebenfiguren[Bearbeiten]

  • Nestor ist Diener auf Schloss Mühlenhof, der schon den vorherigen Besitzern, den Gebrüdern Vogel-Faull (Das Geheimnis der Einhorn, erstes Auftreten) gedient hatte, ohne allerdings von deren kriminellen Machenschaften zu wissen. Nestor besitzt eigentlich alle Qualitäten eines guten Butlers, hat jedoch einen Hang zum Lauschen. Wenn ungebetene Gäste wie Bianca Castafiore, Fridolin Kiesewetter oder Abdallah auftreten und Haddock entsprechend gereizt reagiert, entgleitet ihm die Situation regelmäßig. Bei langanhaltendem und übermäßigen Stress neigt er zur immensen Gewichtsabnahme. (Kohle an Bord)
  • Bianca Castafiore (oftmals von den Figuren als „die Castafiore“ bezeichnet) ist eine berühmte Opernsängerin der Mailänder Scala. Die kapriziöse Diva trägt ihr Bravourstück, die Juwelenarie (|: Haaa, welch Glück mich zu sehn’ so schön :|, bist du es, Margarethe?) aus Gounods Faust (dt. Titel „Margarete“), zu jeder Gelegenheit vor, nicht immer zur Freude ihrer Zuhörer. Ihr ergebenes Personal besteht aus Zofe Luise (Irma) und aus Igor Wagner, der sie am Klavier begleitet. Kapitän Haddock, dessen Namen sich die Castafiore nicht korrekt merken kann und ihn deswegen in unendlich vielen Variationen abändert, wie z. B. in „Kapitän Bardock“ oder „Kapitän Harrock“, ist zu allem bereit, um ihrer Gegenwart zu entgehen. Dies liegt unzweifelhaft nicht nur an ihrer durchdringenden Stimme, sondern auch an ihrer lebhaften Persönlichkeit. Der Kapitän scheint sie nicht besonders zu mögen, was im Film „Tim und der Haifischsee“ veranschaulicht wird, als er ihr auf einem Plakat einen Schnauzer malt. Erstmals tritt sie in König Ottokars Zepter auf. Castafiore besitzt eine wertvolle Kollektion an Juwelen, unter denen ein berühmter Smaragd besonders hervorragt, den ihr ein Bewunderer, der Maharadscha von Gopal (aus Hergés Serie Jo, Jette und Jocko) zum Geschenk machte.
  • Fridolin Kiesewetter (französisch Séraphin Lampion) ist ein von Zeit zu Zeit auftauchender, penetranter Vertreter der Versicherungsgesellschaft „Weitblick“. Er redet, insbesondere zu Kapitän Haddocks Verdruss, fortwährend und hält sich dabei für unwiderstehlich; gern lädt er sich und seine große Familie selbst ein und ist dann nur schwer wieder loszuwerden. Mit dieser Figur nahm Hergé die etwas „spießbürgerlichen“ Landsleute seiner Zeit, sein eigentliches Publikum, aufs Korn: „Kiesewetter ist ein typischer Belgier, der zu einem Gürtel immer noch einen Hosenträger benutzt.“ (Hergé)
  • Roberto Rastapopoulos, ein offenbar millionenschwerer, international tätiger Verbrecher, der sich in einem Band auch Marquis di Gorgonzola nennt, ist einer von Tims besonders hartnäckigen Gegenspielern. Nachdem er Tims Weg zunächst recht harmlos als Filmproduzent kreuzt, wird bald klar, dass dies nur Tarnung für seine Aktivitäten als König des internationalen Rauschgifthandels ist. Aber auch Menschen- und Waffenhandel, Entführung und Erpressung gehören zu seinem Metier, dem er mit Hilfe verschiedener mediokrer Gestalten nachgeht, u. a. Allan Thompson, dem früheren Ersten Offizier von Kapitän Haddock.
    Rastapopoulos ist das Klischee des tot geglaubten Gangsterbosses, der dann später zur Überraschung aller wieder in Erscheinung tritt. Er taucht in den Bänden Die Zigarren des Pharaos, Der Blaue Lotos, Kohle an Bord, Flug 714 nach Sydney und schließlich im Film Tim und der Haifischsee auf. Das Geheimnis, ob sich womöglich auch der zwielichtige Endaddin Akass aus Tim und die Alphakunst schlussendlich als Rastapopoulos entpuppt hätte, nahm Hergé mit ins Grab. Das Körper- und Nasenvolumen des Magiers sowie Tims Äußerung, dass ihm die Stimme bekannt vorkomme, sind allerdings Indizien dafür.
  • Allan Thompson ist der ehemalige Erste Offizier von Kapitän Haddock auf dessen früherem Schiff, der „Karaboudjan“. Der stets in kriminelle Machenschaften verstrickte Gegenspieler von Tim und Haddock debütierte als Rauschgiftschmuggler in Die Krabbe mit den Goldenen Scheren. In dieser Eigenschaft ist er auch im früheren Abenteuer Die Zigarren des Pharaos zu sehen, allerdings nur in der neugezeichneten Version von 1955. In Kohle an Bord und Flug 714 nach Sydney ist Allan der Handlanger von Rastapopoulos, dem er beim Sklavenhandel und bei der Entführung von Millionär Laszlo Carreidas assistiert.
    Allan ist einer der wenigen Comiccharaktere, die „normal“ altern durften: Hat er bei seinem ersten Auftritt noch volles lockiges Haar, sieht man am Ende von Flug 714 nach Sydney, dass die Kapitänsmütze, die er stets trägt, eine deutlich kahle Stelle im schütteren Haar am Hinterkopf verdeckt. Auch trägt Allan zu dem Zeitpunkt ein künstliches Gebiss (es ist allerdings nicht klar, ob er das nicht auch schon vorher getan hat).
  • Senhor Oliveira de Figueira ist ein portugiesischer Händler, der in der Gegend von Khemed tätig ist. Er verkauft alles Mögliche und Unmögliche an die Araber. Der Freund Tims ist sehr geschickt im Überreden (man könnte sagen: Übertölpeln) von Leuten und im Geschichtenerzählen. Er tritt in den Bänden Die Zigarren des Pharaos, Im Reiche des Schwarzen Goldes und Kohle an Bord auf.
  • Tschang lernt Tim in Der Blaue Lotos bei seinem Abstecher nach China kennen, als er den jungen Chinesen vorm Ertrinken rettet. In Tim in Tibet wird Tschang nach einem Flugzeugabsturz im Himalaya-Gebirge vermisst und vom Yeti gerettet. Tim gelingt es, ihn ausfindig zu machen und zurück in die Zivilisation zu bringen. In Die Juwelen der Sängerin erhält Tim einen Brief von Tschang, der mittlerweile in London lebt. In der Figur des Tschang erweist Hergé seinem Freund Tschang Tschong-Jen die Ehre, der ihm 1936 zahlreiche Details für die China-Abenteuer Tims lieferte.
Flagge von San Theodoros
  • General Alcazar ist Diktator in der fiktiven südamerikanischen Bananenrepublik San Theodoros. Tim kennt ihn aus dem Band Der Arumbaya-Fetisch, wo er vorübergehend dessen Adjutant ist. General Alcazars Gegenspieler ist General Tapioca, der von Bordurien unterstützt wird. Beide südamerikanische Diktatoren putschen regelmäßig gegeneinander. In dem Band Die Sieben Kristallkugeln regiert gerade General Tapioca, so dass General Alcazar gezwungen ist, als Messerwerfer „Ramon Zarate“ durch europäische Varietés zu tingeln. Ebenso verhält es sich im Band Kohle an Bord, in dem anfangs erzählt wird, wie er von Waffenhändlern Kampfflugzeuge kauft und am Ende des Bandes seinen Rivalen stürzt. In Tim und die Picaros verhilft Tim General Alcazar zurück ins Amt, aus dem ihn General Tapioca zuvor wieder einmal vertrieben hatte. Das Wort „Alcazar“ kommt über Spanisch aus dem Arabischen und bedeutet so viel wie Festung, „Tapioca“ (beziehungsweise Tapioka) ist eine aus einer Wurzel hergestellte Speisezutat – weshalb der schwerhörige Bienlein ab und zu nachfragt „Und wieso Grießbrei?“.
  • Dr. J.W. Müller ist ein weiterer wiederkehrender Gegenspieler von Tim – dem Namen nach und einigen anderen Indizien zufolge ein Deutscher. Er tritt zum ersten Mal in Die schwarze Insel als Chefarzt einer psychiatrischen Klinik auf, hinter dessen ehrenwerter Fassade sich ein gerissener Geldfälscher und Schmuggler verbirgt. Später trifft Tim ihn in Im Reiche des schwarzen Goldes wieder, wo er unter dem Decknamen „Professor Smith“ zunächst nur den Eindruck erweckt, mit unlauteren Mitteln die Interessen der Skoil Petroleum zu verfolgen, dann aber gar als Kriegstreiber im Auftrag einer fremden Macht (Deutschland?) enttarnt wird. Unter dem Pseudonym „Muell Pascha“ hat er in Kohle an Bord zudem ein Cameo als militärischer Anführer der Revolution gegen Ben Kalisch Ezab.
  • Emir Ben Kalisch Ezab, das Oberhaupt des fiktiven Landes Khemed, ist ein Freund Tims. Der emotionale Emir hat sich stets der Machtübernahmeversuche seines Todfeinds Scheich Bab El Ehr zu erwehren. Trost spendet ihm sein Goldstück von Sohn, der kleine Abdallah. Die Figur hat Auftritte in Im Reiche des Schwarzen Goldes, Kohle an Bord und Tim und die Alphakunst. Vorbild der Figur des Emirs war der Gründer Saudi-Arabiens Abd al-Aziz ibn Saud (1880–1953). Der Name ist eine Lautspielerei mit dem Brüsseler kalische zap, einem Lakritzsaft.
  • Abdallah ist der verwöhnte und verzogene Sohn von Emir Ben Kalisch Ezab, der mit seinen Streichen seine ganze Umgebung in den Wahnsinn treibt – mit Ausnahme seines Vaters, der ihn vergöttert. Er tritt in Im Reiche des Schwarzen Goldes, Kohle an Bord und Tim und die Alphakunst auf. Eine Abbildung von Faisal II. (1935–1958) diente Hergé als Inspiration zur Figur Abdallah.
  • Metzgerei Schnitzel (französisch Boucherie Sanzot von sans os: „ohne Knochen“) ist der Name der Metzgerei in Mühlenhof. Wenn im Schloss das Telefon (Nummer 421) klingelt und Kapitän Haddock oder der Diener Nestor abnimmt, hat sich der Anrufer oft verwählt und möchte eigentlich die Metzgerei (Nummer 431) anrufen. Umgekehrt verwählt sich Kapitän Haddock häufig, wenn er das Telefon benutzt (zum Beispiel wenn er die Polizei (Nummer 413) anrufen möchte), und landet so bei der Metzgerei. In beiden Situationen brüllt Kapitän Haddock derbe Beschimpfungen ins Telefon, während er Nestor dieses untersagt. Der in späteren Bänden unverzichtbare Running Gag mit der Metzgerei hat seinen Ursprung in Der Fall Bienlein.
  • Pjotr Klap (französisch: Piotr Szut) ist ein aus Estland stammender einäugiger Pilot. Er tritt zum ersten mal in Kohle an Bord auf, wo er zunächst als Söldner im Dienste „Muell Paschas“ mit seinem Mosquito-FB-Mk.VI-Jagdbomber das Schiff von Tim und Haddock versenkt. Dabei wird er von Tim abgeschossen und von diesem und Haddock anschließend aus dem Roten Meer gerettet. Im weiteren Verlauf wechselt er die Seiten und rettet durch die Reparatur eines Funkgerätes die Lage. Er bleibt Tim und Haddock freundschaftlich verbunden und tritt in Flug 714 nach Sydney als angestellter Zivilpilot wieder auf.

Weitere Gegenspieler und Bösewichte[Bearbeiten]

  • Al Capone tritt in Tim im Kongo und Tim in Amerika als Gegenspieler auf. Man sieht ihn jedoch nur kurz am Anfang des Amerika-Bandes. In den Tim-und-Struppi-Comics ist er die einzige Figur, die auch real existierte.
  • Bobby Smiles ist ein amerikanischer Gangster, mit dem es Tim im Album Tim in Amerika zu tun bekommt und den er von Chicago bis in den Wilden Westen verfolgen muss.
  • Mitsuhirato, ein Japaner, macht Tim während seines China-Aufenthalts in Der Blaue Lotos im Auftrag des japanischen Geheimdienstes das Leben schwer. Er gilt als eine der radikalsten Figuren der Serie, da er am Ende des Bandes Harakiri begeht.
  • Dawson ist der korrupte Polizeichef der internationalen Niederlassung in Shanghai, der Tim in Der Blaue Lotos den Japanern ausliefert. Später, in Kohle an Bord, ist er in Tims Metropole ansässig, wo er in Kooperation mit Rastapopoulos unter dem Pseudonym Dubreuil ausgediente Militärflugzeuge und sonstige Waffen aus dem 2. Weltkrieg gewinnbringend an Kriegsherren wie Scheich Bab El Ehr oder General Alcazar liefert.
  • Ramon und Alonzo sind zwei Mexikaner, die, ebenso wie Tim, allerdings mit kriminellen Absichten und Methoden, auf der Jagd nach dem Arumbaya-Fetisch sind, in dem sich Diamanten befinden. Die beiden ertrinken am Ende des Bandes im Meer.
  • Ivan und Puschov sind Dr. Müllers Schmuggelpartner in Die schwarze Insel.
  • Oberst Boris, ein Militär des fiktiven Landes Syldavien, ist Tims Gegenspieler in König Ottokars Zepter. Dort versucht er, seinen König zu stürzen und Syldavien dem Nachbarland Bordurien anzugliedern. Nach seiner Niederlage trifft Tim ihn im Band Schritte auf dem Mond wieder, wo Boris als blinder Passagier mit auf den Mond reist, um die Rakete auf dem Rückweg nach Bordurien zu lenken. Während eines Kampfes in der Mondrakete wird er angeschossen und stirbt. Sein richtiger Name lautet Oberst Jorgen.
  • Omar Ben Salaad, ein marokkanischer Kaufmann, ist in Die Krabbe mit den goldenen Scheren der Boss einer weltweiten Opiumschmuggler-Gesellschaft. Er wird am Ende des Bandes verhaftet.
  • Mr. Bohlwinkel, ein reicher Bankier aus São Rico, versucht in Der geheimnisvolle Stern die Expedition Tims und Haddocks zu sabotieren und wird dafür am Ende vor Gericht gestellt. In der ersten Fassung hieß er noch Blumenstein und kam aus den USA.
  • Die Gebrüder Vogel-Faull sind die ursprünglichen Herren von Nestor, zwei reiche Brüder, die in Das Geheimnis der Einhorn auf Schloss Mühlenhof wohnen und dort Antiquitäten sammeln. Auf der Suche nach dem Geheimnis Rackhams des Roten kämpfen sie mit kriminellen Methoden gegen Tim und Kapitän Haddock.
  • Oberst Sponsz ist ein bordurischer Geheimdienstoffizier, dem Tim und Haddock in Der Fall Bienlein die Entlassungspapiere für den entführten Bienlein entwenden. Im letzten Band Tim und die Picaros, in dem der bordurische Geheimdienst die Aufrüstung von General Tapioca in San Theodoros unterstützt, versucht Sponsz – hier nennt er sich Esponja (Spanisch für Schwamm) – sich an Tim und dessen Freunden zu rächen.
  • Der Yeti scheint in Tim in Tibet zunächst die Rolle des Gegenspielers einzunehmen. Im Verlaufe der Geschichte stellt sich jedoch heraus, dass sich hinter dem monströsen Äußeren des geheimnisvollen Schneemenschen ein liebevolles Wesen verbirgt.

Schauplätze[Bearbeiten]

China[Bearbeiten]

Der Band Der Blaue Lotos führt Tim ins reale China, vorrangig in die Umgebung von Shanghai und in ein Überschwemmungsgebiet am Jangtsekiang. Hergé stellte das zeitgenössische China mit recht detaillierten Landschaften und Bauten dar, mit den späten Folgen des Opiumhandels, verarbeitete Ereignisse der Mandschurei-Krise, nahm visionär Ereignisse am Anfang des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges vorweg und setzte sich mit der Rolle der westlichen Machthaber in Shanghai auseinander. Den zur Zeit der angesiedelten Handlung tobenden chinesischen Bürgerkrieg zwischen Kommunisten und Kuomintang blendete er jedoch völlig aus und wies den Chinesen abgesehen von einigen Kriminellen und Mitläufern lediglich eine passive Opferrolle fremder Mächte zu.

Königreich Syldavien[Bearbeiten]

Das Königreich Syldavien ist ein fiktiver osteuropäischer Staat, in dem König Muskar XII. regiert. Der Landesname ist ein Kofferwort aus Transsilvanien und Moldawien. Das Land liegt auf dem Balkan und hat 642.000 Einwohner (Stand 1938). Die Hauptstadt des Landes ist Klow. Die Stadt hat ungefähr 122.000 Einwohner und liegt am Zusammenfluss von Moltus und Wladir. Syldavien wird auch „Land des schwarzen Pelikans“ genannt. Seine Landesfahne zeigt einen schwarzen Pelikan auf gelbem Grund. Eines der Nachbarländer ist das faschistisch/stalinistisch regierte Bordurien (frz. bordure: Kante, Rahmen, Einfassung, Rand). In Syldavien wurden große Uranvorkommen gefunden, daraufhin wurde das Kernforschungszentrum Sbrodj mit internationalem Personal eingerichtet.

Die Abenteuer König Ottokars Zepter, Reiseziel Mond, Schritte auf dem Mond und Tim und der Haifischsee spielen zu großen Teilen in Syldavien.

Bordurien[Bearbeiten]

Flagge von Bordurien

Ein Nachbarland Syldaviens ist die fiktive osteuropäische Diktatur Bordurien, unter dem Staatschef General Plekszy-Gladz (französisch Général Plekszy-Gladz). Bordurien ist eine Art Karikatur des „Dritten Reiches“ und später einer stalinistischen Diktatur, in der ständig finstere Ränke geschmiedet werden. In König Ottokars Zepter vereitelt Tim eine Verschwörung zum Sturz des Königs des (ebenfalls fiktiven) Nachbarlandes Syldavien und dessen Besetzung, und in Der Fall Bienlein rettet Tim Professor Bienlein aus bordurischer Gefangenschaft. „Plekszy-Gladz“ ist eine Verballhornung von Plexiglas, „Bordurien“ leitet sich vom französischen „bordure“ für „Rand“ ab. Plekszy-Gladz tritt niemals persönlich auf, sondern nur seine Schergen, darunter Oberst Sponsz, einer von Tims Dauer-Gegenspielern.

Markantestes Merkmal Plekszy-Gladz’ ist sein schwarzer Schnurrbart, der Staatssymbol ist, auf allen öffentlichen Gebäuden und Denkmälern prangt und sich sogar in der Stoßstangenform bordurischer Autos wiederfindet. Das Schnurrbartsymbol findet sich auch in der Sprache: Der Zirkumflex-Akzent z. B. in Szohôd (der Hauptstadt Borduriens) nimmt öfter die gleiche Form an. Von seinen Untergebenen wird das Schnurrbartsymbol auf einer roten Armbinde getragen. Der schwarze Schnurrbart befindet sich im Innern eines weißen Kreises, eine offensichtliche Anspielung auf die schwarz-weiß-rote Hakenkreuzflagge der Nationalsozialisten, zumal die Anhänger Plekszy-Gladz’ als „Mustaschisten“ (von frz. moustache: „Schnurrbart“) bezeichnet werden. Der militärische Gruß „Amaih Plekszy-Gladz!“ kann in diesem Zusammenhang als Zitat der Formel „Heil Hitler“ gedeutet werden. Demgegenüber erinnert die ausschwenkende Form des Schnurrbartes an die Barttracht Stalins.

Schloss Mühlenhof[Bearbeiten]

Das bei der gleichnamigen Kleinstadt mit Bahnanschluss gelegene barocke Schloss Mühlenhof (französisch Moulinsart) gehörte ursprünglich Haddocks Vorfahren Frantz, Ritter von Hadoque. Zwischenzeitlich war es in den Besitz der kriminellen Brüder Vogel-Faull gelangt und stand nach deren Scheitern am Ende des Bandes Der Schatz Rackhams des Roten zum Verkauf. Da die familiäre Beziehung Haddocks zu der Immobilie inzwischen bekannt war, kaufte Haddock das Schloss mit Geld, das Bienlein durch die Einnahmen aus dem Lizenzverkauf für sein Mini-U-Boot an die Regierung aufbringen konnte. In einem Geheimversteck im Schloss fanden Tim und Haddock schließlich den Schatz Rackhams, der dort offenbar von Haddocks Ahnherr eingelagert worden war und die Zwischenzeit unberührt überstanden hatte. Der materiell nun gesicherte Haddock machte das Schloss in der Folge zu seinem Wohnsitz, auf dem sich allerdings auch Tim ab sofort regelmäßig für längere Zeit aufhielt. Das Gleiche gilt für Bienlein, der von Zeit zu Zeit sogar ein Labor in einem Gartenhaus im Park des Schlosses betreibt. Das Schloss, der Park und die umgebenden Ländereien wurden üblicherweise Ausgangs- und Endpunkt der Handlungen der folgenden Geschichten und in Die Juwelen der Sängerin sogar Hauptschauplatz. Bemerkenswerteste Räumlichkeit des Schlosses ist der Marinesaal, in dem Haddock verschiedene Devotionalien um seinen Vorfahren und die Einhorn ausstellt. Das Schloss ist bis auf die beiden äußeren Flügel von Hergé dem echten Château de Cheverny nachempfunden worden.

Khemed[Bearbeiten]

Flagge von Khemed

Khemed ist ein territorial nicht exakt definiertes, fiktives Emirat auf der arabischen Halbinsel. Die Hauptstadt ist Watisdah und verfügt über einen Feldflugplatz. Das Hauptexportgut der khemedischen Wirtschaft ist Rohöl. Khemed hat eine Küste am Roten Meer. Es gibt den Dschebel, eine in den Felsen einer Schlucht gehauene Stadt, die Hergé nach dem Vorbild des realen Petra in Jordanien gestaltete.

Erschienene Titel[Bearbeiten]

Übersicht der Comic-Alben[Bearbeiten]

Alle 25 Tim-und-Struppi-Alben mit deutschem Titel, Jahr der Erstveröffentlichung und Originaltitel:

Hergé verfügte in seinem Testament, dass niemand nach ihm Tim und Struppi weiterführen sollte. So wurde auch sein unvollendetes Abenteuer Tim und die Alphakunst nur als eine Serie von Skizzen und Notizen veröffentlicht. 1987 schloss Fanny Vlaminck, Hergés 2. Ehefrau, die Hergé-Studios und gründete die Hergé-Stiftung. 1988 stellte das Magazin Tintin sein Erscheinen ein.

Die Hergé-Stiftung, die den Nachlass und die Rechte an den Comics verwaltet, verhinderte 2001, dass der Band Tim in Tibet in China unter dem Titel Tim und Struppi im chinesischen Tibet erscheint. Von der International Campaign for Tibet (ITC) wurde der Hergé-Stiftung im Mai 2006 der „Light of Truth Award“ durch den Dalai Lama verliehen (weiterer Preisträger war Desmond Tutu).[19]

Die schwarzweißen Originalfassungen der Bände 0−8 wurden 1992−1996 vom Carlsen-Verlag als Faksimile unter dem Titel „Die Abenteuer von Tim und Struppi“ neu aufgelegt. Diese Bände sind mittlerweile gefragte Sammlerobjekte.[20]

Übersetzungen auf Luxemburgisch[Bearbeiten]

7 Episoden sind auf Lëtzebuergesch erschienen, zwischen 1987 und 1994. Übersetzer war Lex Roth. In Reihenfolge des Erscheinens der Originale:

  • Dem Pharao seng Zigaren (1992)
  • De Bloe Lotus (1994)
  • D'Ouer mam Krack (1989) (L'oreille cassée – Der Arumbaya-Fetisch)
  • D'Schwaarz Insel (1988)
  • Den Onheemleche Stär (1988) (Der geheimnisvolle Stern)
  • D'Affaire Ditchen (1987) (Der Fall Bienlein)
  • Der Castafiore hir Bijouen (1991) (Die Juwelen der Sängerin)

Während Tim und Struppi hier original Tintin und Milou bleiben und der Kapitän Kapitän Haddock, wird aus Bienlein/Tournesol Ditchen und aus den Schultzes Biwer a Biver.

Übersetzungen auf Berndeutsch[Bearbeiten]

Einige Alben wurden auf Berndeutsch übersetzt. Die Serie heißt Täntän’s Abetüür und die Figuren heißen:

  • Täntän (Tim)
  • Milou (Struppi)
  • Käpten Haddock (Kapitän Haddock)
  • Theo Tolpell (Professor Bienlein)
  • Hueber u Grueber (Schultze & Schulze)

Die Alben sind (Liste eventuell nicht abgeschlossen):

  • Em Pharao siner Cigare (Die Zigarren des Pharaos)
  • Dr Blau Lotos (Der Blaue Lotos)
  • Täntän u d Guldchrabbe (Die Krabbe mit den goldenen Scheren)
  • Täntän z Tibet (Tim in Tibet)
  • Flug 714 uf Sydney (Flug 714 nach Sydney)

Übersetzungen auf Elsässisch[Bearbeiten]

Bisher sind drei Alben ins Elsässische übertragen worden: Der Fall Bienlein als „D’Affair mit’m Tournesol“, Die Juwelen der Sängerin als „De Castafiore ihre Schmuck“ und „König Ottokars Zepter“ als „Im Ottokar sinner Zepter“. Während die wichtigsten Hauptfiguren hier ihre französischen Originalnamen beibehalten (Titel: „De Tintin un de Milou“) geben andere Figuren Gelegenheit zu den üblichen Wortspielen: Fridolin Kiesewetter beispielsweise heißt Jules Vumgas („vom Gas“), zwei Reporter Franz Eesch (franzeesch = französisch) und Germain Nischt (elsässische Aussprache von germaniste = Germanist).

Veröffentlichungen auf anderen Medien[Bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten]

Insgesamt wurden zwei verschiedene Hörspielfassungen veröffentlicht. Zwischen 1972 und 1975 vertonte Kurt Vethake fünf Geschichten für die Hörzu. Diese hatten keine festen Folgennummerierungen.

Aufgrund der großen Beliebtheit der Comics und der Zeichentrickserie entschied sich das Hörspiellabel Maritim 1984 dazu, die Serie erneut als Hörspielreihe zu veröffentlichen. Diese unterschied sich aber von den Hörspielen aus den 1970er Jahren. In einer veränderten Reihenfolge erschienen zunächst zwölf Folgen, die von Hans-Joachim Herwald und Michael Weckler in den „Rabbit Studios“ produziert wurden.

Nach der Übernahme des Labels durch die Ariola wurden die ersten zwölf Folgen unter dem Labelnamen „Ariola Express“ wieder veröffentlicht, wobei das Cover-Layout verändert wurde, der Inhalt jedoch identisch blieb. Die übrigen acht Folgen (Folgen 13 – 20) wurden 1986/1987 unter der Regie von Hans-Joachim Herwald und Wolfgang Buresch produziert.

Hörspielindex[Bearbeiten]
Folge Titel Produktionsjahr Verlag / Label
0 Der Fall Bienlein 1972 Hörzu
0 Der Sonnentempel 1972 Hörzu
0 Der Blaue Lotos 1975 Hörzu
0 Flug 714 nach Sydney 1975 Hörzu
0 Das Geheimnis der Einhorn 1975 Hörzu
1 Die Krabbe mit den goldenen Scheren 1984 Maritim / Ariola Express
2 Das Geheimnis der Einhorn 1984 Maritim / Ariola Express
3 Der Schatz Rackhams des Roten 1984 Maritim / Ariola Express
4 Reiseziel Mond 1984 Maritim / Ariola Express
5 Der Fall Bienlein 1984 Maritim / Ariola Express
6 Die Juwelen der Sängerin 1984 Maritim / Ariola Express
7 Die sieben Kristallkugeln 1984 Maritim / Ariola Express
8 Flug 714 nach Sydney 1984 Maritim / Ariola Express
9 Kohle an Bord 1984 Maritim / Ariola Express
10 Tim und die Picaros 1984 Maritim / Ariola Express
11 Tim in Tibet 1984 Maritim / Ariola Express
12 Der geheimnisvolle Stern 1984 Maritim / Ariola Express
13 Die Zigarren des Pharao 1986 Ariola Express
14 Der Blaue Lotos 1986 Ariola Express
15 König Ottokars Zepter 1986 Ariola Express
16 Im Reiche des schwarzen Goldes 1986 Ariola Express
17 Tim im Kongo 1987 Ariola Express
18 Tim in Amerika 1987 Ariola Express
19 Der Arumbaya-Fetisch 1987 Ariola Express
20 Die schwarze Insel 1987 Ariola Express

Die Hörspielfolgen sind überwiegend auf Hörspielkassetten (MCs) und teilweise auf Langspielplatten (LPs) erschienen.

Die Sprecher der Hauptrollen sind Lutz Schnell als Tim (auch bei der Fernsehserie), Gottfried Kramer als Kapitän Haddock, Joachim Wolff als Professor Bienlein und Günter Lüdke sowie Klaus Wagener als Schulze und Schultze. Eine besondere Rolle nimmt Wolfgang Buresch als Struppi ein, der den Part des Erzählers spricht.

Erste Filmversionen[Bearbeiten]

In den dreißiger Jahren wurde eine Bilderserie auf Filmstreifen zur Vorführung in speziellen Projektoren veröffentlicht. Die einzelnen Bilder enthielten Sprechblasen mit Text.

1947 entstand in Belgien ein Puppen- Animationsfilm mit dem Titel „Le Crabe aux pinces d´or“ von Claude Misonne und Wilfried Bouchery. Der Film hat eine Länge von 59 Minuten. Er ist in Frankreich als DVD erhältlich.

8-mm-, Super-8-mm- und VHS-Filme[Bearbeiten]

Das Filmunternehmen UFA ATB veröffentlichte 1975 von Tim und Struppi vor der Verbreitung von Videos auch Super-8-Schmalfilme mit Ton (wählbar in Schwarzweiß oder Farbe). Es handelte sich hierbei um Zusammenschnitte des Kinofilms „Tim und Struppi im Sonnentempel“ (Le temple du soleil) von 1969.

Veröffentlicht wurden drei 80 m lange Filme:

  • 1. Teil Im Sonnentempel (341–1)
  • 2. Teil Im Lande der Inkas (342–1)
  • 3. Teil Die Sonnenfinsternis (343–1)

Ebenso erschienen mehrere VHS-Videos (alle inhaltlich leicht bis deutlich abgeändert) von UFA/Belvision über die folgenden Alben (Liste eventuell nicht abgeschlossen):

  • 1. Reiseziel Mond – Spionage (der Film konzentriert sich allerdings eher auf „Schritte auf dem Mond“)
  • 2. Die Krabbe mit den goldenen Scheren
  • 3. Der geheimnisvolle Stern
  • 4. „Das Geheimnis der Einhorn“ (Cover) (Der Film selbst allerdings heißt und konzentriert sich vor allem auf „Der Schatz Rackhams des Roten“.)
  • 5. Die sieben Kristallkugeln (Cover) (Der Film heißt dann aber „Die sieben Kristallkugeln und der Sonnentempel“ und konzentriert sich eher auf den Sonnentempel.)
  • 6. Der Fall Bienlein
  • 7. Die schwarze Insel

Zeichentrickserie[Bearbeiten]

1991 bis 1993 wurde in französisch-kanadischer Koproduktion eine Zeichentrickserie unter der Regie von Stéphane Bernasconi und mit der Musik von Ray Parker Jr. und Tom Szeczseniak produziert. CITEL Video veröffentlichte ab 1992 alle Folgen auch auf Video (VHS), in Deutschland erfolgte der Vertrieb durch ATLAS Film.

Von 1991 bis 1993 erschienen 39 Folgen.

Die Folgen „Im Lande der Sowjets“ von 1929 und „Tim in Kongo“ von 1930 wurden nicht für die Fernsehserie umgesetzt. Die letzte Folge „Tim und die Alphakunst“ von 1983 war als Comic nicht vollendet worden.

Einige der Folgen, die auf den VHS-Kassetten erschienen sind, wurden ab 1995 auch digitalisiert auf Video-CD veröffentlicht, allerdings in der Qualität der VHS-Kassetten. Produziert wurden die Video-CDs von Ellipse Programme, Nelvana Limited in Zusammenarbeit mit den Fernsehsendern France 3, M6 und The Family Channel. Der Vertrieb mit der Altersbeschränkung FSK ab 6 Jahren erfolgte in Deutschland durch Philips Media (nur Tim in Tibet) oder Schneider & Partner (Dortmund).

Folgen auf Video-CD in deutscher Sprache:

  • Tim in Tibet
  • Der Fall Bienlein
  • Der Blaue Lotos
  • Die schwarze Insel

In Kanada wurden zudem drei Sets mit jeweils sieben Folgen in englischer Sprache auf Video-CD von Gipsy Video veröffentlicht. In Asien wurden 21 Video-CDs ab 1997 unter dem Label Tora Entertainment veröffentlicht.

Kinofilme[Bearbeiten]

Die zwei längeren Zeichentrickfilme fürs Kino und Fernseh-Abendprogramm sind:

Beide sind in Deutschland seit November 2006 auf DVD erhältlich.

Die zwei Spielfilme fürs Kino sind:

Die beiden Filme wurden im November 2009 erstmals mit deutscher Synchronisation auf DVD veröffentlicht.

Seit 2009 arbeiten Steven Spielberg und Peter Jackson an einer dreiteiligen computeranimierten Tim-und-Struppi-Verfilmung in 3D. Der erste Teil mit dem Namen Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn ist am 27. Oktober 2011 ins Kino gekommen.[21] In den Hauptrollen sind Jamie Bell als Tim und Andy Serkis als Kapitän Haddock in Form von Motion Capture zu sehen. Das Drehbuch stammt von Steven Moffat, Edgar Wright und Joe Cornish. Der Film wurde von Paramount Pictures, Columbia Pictures und Nickelodeon Movies produziert und ist im Motion Capture-Verfahren gedreht.[22]

Filme auf DVD[Bearbeiten]

Zum 75. Jubiläum 2004 und 2005 wurde in zwei Sammelboxen auf DVD die 1991 bis 1993 produzierte 39-teilige französisch-kanadische Fernsehserie verkauft, wobei die 18 Doppelfolgen jeweils zu einer einzelnen langen Folge zusammengeschnitten wurden, so dass es insgesamt 21 Folgen gibt. Die DVDs sind auch einzeln erhältlich. Regie führte Stéphane Bernasconi und die Musik wurde von Ray Parker Jr. und Tom Szeczseniak zusammengestellt.

Die Collection 1[Bearbeiten]

Die Episoden:

  • DVD 1: Die Zigarren des Pharaos, König Ottokars Zepter, Die schwarze Insel
  • DVD 2: Der Arumbaya-Fetisch, Der Fall Bienlein
  • DVD 3: Der geheimnisvolle Stern, Tim in Tibet, Tim und die Picaros
  • DVD 4: Im Reich des schwarzen Goldes, Kohle an Bord

Veröffentlichung in Deutschland am 29. November 2004.

Die Collection 2[Bearbeiten]

Die Episoden:

  • DVD 1: Die Krabbe mit den goldenen Scheren, Das Geheimnis der „Einhorn“, Der Schatz Rackhams des Roten
  • DVD 2: Der Blaue Lotos, Flug 714 nach Sydney
  • DVD 3: Die sieben Kristallkugeln, Der Sonnentempel, Die Juwelen der Sängerin
  • DVD 4: Reiseziel Mond, Schritte auf dem Mond, Tim in Amerika

Veröffentlichung in Deutschland am 24. Januar 2005.

Bei Der geheimnisvolle Stern, Der Schatz Rackhams des Roten und Tim in Amerika handelt es sich um Einzelfolgen, der Rest sind Doppelfolgen.

Tim & Struppi – Spielfilm Box (3 DVDs)[Bearbeiten]

Die Zeichentrick-Kinofilme „Tim und Struppi im Sonnentempel“ (Le temple du soleil) von 1969 und „Tim und Struppi und der Haifischsee“ (Le lac aux requins) von 1972 sind zusammen mit dem Fernsehfilm „Der Fall Bienlein“ von 1964 als „Tim & Struppi – Spielfilm Box“ am 20. November 2006 auf DVD in Deutschland veröffentlicht worden.

Tim & Struppi – Jubiläums-Sonderedition (8 DVDs)[Bearbeiten]
  • DVD 1: Die Zigarren des Pharao, König Ottokars Zepter, Die schwarze Insel
  • DVD 2: Der Arumbaya-Fetisch, Der Fall Bienlein
  • DVD 3: Der geheimnisvolle Stern, Tim in Tibet, Tim und die Picaros
  • DVD 4: Im Reich des schwarzen Goldes, Kohle an Bord
  • DVD 5: Die Krabbe mit den goldenen Scheren, Das Geheimnis der Einhorn, Der Schatz „Rackhams“ des Roten
  • DVD 6: Der Blaue Lotos, Flug 714 nach Sydney
  • DVD 7: Die sieben Kristallkugeln, Der Sonnentempel, Die Juwelen der Sängerin
  • DVD 8: Reiseziel Mond, Schritte auf dem Mond, Tim in Amerika

Extras: Jubiläums-Sticker und zwei Sammlerpostkarten

Video- und Computerspiele, Kartenspiel[Bearbeiten]

Tim und Struppi wurde auf den Video- und Computerspielmarkt eingeführt. Das Software-Unternehmen Infogrames veröffentlichte 1988 in Frankreich auf einer 5¼″-Diskette das PC-Spiel „Tintin Sur La Lune“. Im folgenden Jahr erschienen Versionen für die Spielkonsole Atari 2600 und für den Heimcomputer C64 auf Datasette. Für den Commodore Amiga und den Atari ST erschien das Spiel auf 3,5″-Diskette.

Es folgten von Infogrames 1995 für den Super-Nintendo und den GameBoy zwei Spiele mit den Titeln Tim in Tibet und Tim und der Sonnentempel und 1998 nur in Frankreich ein Druckstudio mit Bildschirmschoner und Desktopicons für den PC. Für die Sony PlayStation in der PAL-Version erschien 2001 Tim und Struppis Abenteuerreisen.

Ein Quartettspiel „Tintin et les voitures“ folgte 2007, in dem die Autos aus allen Geschichten abgebildet waren.

Seit dem 25. Oktober 2011 bietet iTunes das Adventure-Spiel „Die Abenteuer von Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn“ der Firma Gameloft an.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Farr: Auf den Spuren von Tim und Struppi, Carlsen Verlag, Hamburg 2006, ISBN 978-3-551-77110-0
  • Michael Farr: Tim & Co., Carlsen Verlag, Hamburg 2009, ISBN 978-3-551-77135-3
  • Museum für Kunst und Gewerbe [Hamburg] (Hrsg.): Tim und Struppi – 60 Jahre Abenteuer, Katalog zur Ausstellung vom 22. März bis 20. Mai 1990, Hamburg 1990, ISBN 3-551-72280-3
  • Benoit Peeters / Jens Peder Agger: Hergé – Ein Leben für die Comics, Carlsen Verlag, Hamburg 1983, ISBN 3-551-02819-2
  • Georg Seeßlen: Tintin, und wie er die Welt sah. Fast alles über Tim, Struppi, Mühlenhof & den Rest des Universums, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86505-711-2

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tim und Struppi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Christoph Dallach: Ein toller Langweiler. In: Der Spiegel. Nr. 18, 2007, S. 182 (30. April 2007, online).
  2. Zum 100. Geburtstag von Hergé. faz.net. 22. Mai 2007. Abgerufen am 17. Juli 2009.
  3. Georg Seeßlen: Tintin, und wie er die Welt sah. Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86505-711-2, S. 153.
  4. Benoît Peters: Hergé – Ein Leben für die Comics. Carlsen Verlag, Reinbek 1983. Zitiert nach: Georg Seeßlen: Tintin, und wie er die Welt sah. Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2011, S. 153.
  5. Christian Malzahn: Tim bei den Faschisten. In: die tageszeitung, 16. Juli 1992.
  6. SZ vom 17. Dezember 1993, vgl. auch Zur Geschichte der Zensur – Entwicklungen und ausgewählte Beispiele, in Roland Seim, Josef Spiegel (Hrsg.): „Ab 18“ – zensiert, diskutiert, unterschlagen. Beispiele aus der Kulturgeschichte der Bundesrepublik Deutschland, Telos Verlag, Münster 2002, ISBN 3-933060-01-X, S. 55 ff.
  7. Georg Seeßlen: Tintin, und wie er die Welt sah. Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2011, S. 80–81.
  8. Jean-Marie Apostolidès, The Metamorphoses of Tintin, or Tintin for Adults, Stanford University Press 2010, ISBN 978-0-8047-6031-7, S. 15-16.
  9. a b Georg Seeßlen: Tintin, und wie er die Welt sah. Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2011, S. 81.
  10. Welt Online: Student aus Kongo verklagt Tim und Struppi
  11. NZZ-Online: «Tim und Struppi im Kongo» nicht rassistisch
  12. Inou: „Tim im Kongo“ verboten in mehreren Ländern: Großbritannien, USA und Südafrika. afrikanet.info, 12. August 2007, archiviert vom Original am 24. November 2007, abgerufen am 25. November 2013 (englisch).
  13. Georg Seeßlen: Tintin, und wie er die Welt sah. Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2011, S. 47.
  14. Michael Farr: Auf den Spuren von Tim und Struppi, Carlsen Verlag, Hamburg 2006
  15. Yvonne Koch: Tim und Struppi babbeln Hessisch - Labbischer Labbe ruft babbischer Babba, Artikel auf hr-online vom 9. September 2013, abgerufen am: 10. September 2013
  16. Jasmin Schülke: Tim und Struppi auf Hessisch, Artikel auf fr-online vom 4. September 2013, abgerufen am: 10. September 2013
  17. Nachricht vom 19. August 2008
  18. Harry Thompson: Tintin: Hergé and his creation, First, Hodder & Stoughton, 1991, ISBN 0-340-52393-X.
  19. Süddeutsche Zeitung, 23. Mai 2006, auch SZ-Online
  20. Die Abenteuer von Tim und Struppi beim Deutschen Comic Guide
  21. Tim und Struppi – Das Geheimnis der 'Einhorn' auf imdb.de
  22. Rheinische Post: Spielberg entzaubert „Tim und Struppi“