Time Bandits

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Dieser Artikel beschreibt den Film Time Bandits. Zu Informationen über die gleichnamige niederländische Musikgruppe siehe Time Bandits (Band).
Filmdaten
Deutscher Titel Time Bandits
Originaltitel Time Bandits
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1981
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Terry Gilliam
Drehbuch Terry Gilliam
Michael Palin
Produktion Terry Gilliam
George Harrison
Denis O'Brien
Musik Mike Moran
Kamera Peter Biziou
Schnitt Julian Doyle
Besetzung
Synchronisation

Time Bandits ist ein Fantasyfilm aus dem Jahr 1981 und einer der ersten großen Erfolge der britischen Produktionsfirma HandMade Films, die zuvor auch schon in Zusammenarbeit mit Monty Python den Film Das Leben des Brian produziert hat.

Handlung[Bearbeiten]

Der elfjährige Kevin, der sich für Geschichte interessiert, träumt eines Nachts davon, wie ein Ritter mitsamt Pferd aus seinem Kleiderschrank gesprungen kommt. In der folgenden Nacht wartet er wieder darauf und legt sich mit einer Polaroid-Kamera und einer Taschenlampe ins Bett. In dieser Nacht kommt kein Ritter, dafür aber sechs Zwerge, denen er sich anschließt. Die Zwerge haben von dem Obersten Wesen eine Karte gestohlen, auf der alle noch bestehenden Löcher im Universum verzeichnet sind. Durch diese Löcher ist es möglich, in verschiedene Zeitalter zu reisen. Die Zwerge wollen das ausnutzen, um sich dadurch zu bereichern.

Das erste Zeitloch führt die Zwerge und auch Kevin in die Schlacht von Castiglione. Napoleon, der es mag, wenn kleine Leute sich auf der Bühne gegenseitig schlagen, ernennt die Zwerge nach einer Theateraufführung zu Generälen. Prompt wird er ausgeraubt. Die zweite Reise führt die Gruppe, der Kevin sich inzwischen angeschlossen hat, ins Mittelalter, wo sie auf Robin Hood treffen. Verfolgt von dem Obersten Wesen, das seine Karte zurückhaben möchte, flüchtet Kevin in ein Zeitloch, das ihn ins antike Griechenland führt. Dort trifft er auf den König Agamemnon und rettet ihm das Leben in einem Zweikampf mit einem Minotauros. Als Gegenleistung nimmt Agamemnon den Jungen als seinen Sohn auf.

Kurze Zeit später tauchen die Zwerge jedoch wieder auf und nehmen Kevin auf die Titanic mit. Nachdem diese sinkt, entscheiden sich die Zwerge dafür, in das Zeitalter der Legenden zu reisen. Dort treffen sie schließlich auf einen Oger mit Rückenproblemen, einen Riesen und auf das personifizierte Böse, das ebenfalls die Karte in seinen Besitz bringen möchte.

Von diesem werden sie in eine Falle gelockt und in einen Käfig gesperrt. Nachdem sie sich aus diesem befreien konnten, versuchen sie dem Bösen die Karte wieder zu entreißen, was sich aber als unmöglich erweist. Selbst mit Hilfsmitteln aus verschiedensten Zeitaltern – Ritter, Bogenschützen, Cowboys, Panzer und Raumschiff – gelingt es ihnen nicht, das Böse zu besiegen.

Als alles vergeblich erscheint, taucht das Oberste Wesen auf, beendet den Spuk, und erklärt, dass alles nur ein Test gewesen sei, um seine Schöpfung und das darin mit inbegriffene Böse zu testen. Die Zwerge räumen fast alles auf, und der Junge wird sich selbst überlassen, um, nachdem er von einer Rauchwolke des Bösen eingenebelt wurde, in seinem Bett aufzuwachen und von der Feuerwehr aus dem brennenden Haus gerettet zu werden. Seine Eltern kommen um, nachdem sie ein Stück des Bösen berühren, das bei der Aufräumaktion vergessen wurde und König Agamemnon taucht als Feuerwehrmann auf.

Kritik[Bearbeiten]

„Ein fantastischer Abenteuerfilm, angesiedelt zwischen Parodie und vertracktem Traummärchen, gewürzt mit viel britischem Humor. Eine aufwendige und effektreiche, trotz einiger formaler Unstimmigkeiten amüsante und bisweilen sogar tiefsinnige Unterhaltung. Die vielschichtige Handlung und die parodistischen Feinheiten dürften sich erst dem erwachsenen Zuschauer ganz eröffnen.“

Lexikon des internationalen Films [1]

„Gags und Einfälle satt: Regisseur Gilliam schrieb das Drehbuch mit Monty-Python-Kumpel Michael Palin. Ex-Beatle George Harrison co-produzierte. Fazit: Dafür muss Zeit sein: genialer Märchenspaß!“

Cinema [2]

Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle Darsteller Synchronstimme [3]
Kevin Craig Warnock Carlo Beddies
Randall David Rappaport Günter Pfitzmann
Wally Jack Purvis Jürgen Kluckert
Fidgit Kenny Baker Hugo Schrader
Strutter Malcom Dixon Hans Hessling
Og Mike Edmonds Otto Czarski
Vermin Tiny Ross Herbert Weißbach
Das Böse David Warner Klaus Miedel
Napoléon Sir Ian Holm Rolf Schult
Robin Hood John Cleese Wolfgang Pampel
Agamemnon Sir Sean Connery Gert Günther Hoffmann
Pansy Shelley Duvall Renate Danz
Vincent Michael Palin Jürgen Thormann
Winston der Oger Peter Vaughan Arnold Marquis
Frau Oger Katherine Helmond Edith Hancke
Oberstes Wesen Sir Ralph Richardson Wolfgang Büttner

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Soundtrack[Bearbeiten]

Der Soundtrack wurde nie veröffentlicht. Der im Abspann zu hörende Titel „Dream away“ wurde komponiert und gesungen von George Harrison und ist auf dessen Album „Gone Troppo“ aus dem Jahre 1982 enthalten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rezension des Filmlexikons
  2. Rezension auf Cinema
  3. Eintrag in der Synchronkartei

Weblinks[Bearbeiten]