Timecop

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Filmdaten
Deutscher Titel Timecop
Originaltitel Timecop
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1994
Länge 98 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Peter Hyams
Drehbuch Mike Richardson,
Mark Verheiden
Produktion Moshe Diamant,
Sam Raimi,
Mike Richardson,
Robert G. Tapert
Musik Mark Isham,
Robert Lamm
Kamera Peter Hyams
Schnitt Steven Kemper
Besetzung

Timecop ist ein US-amerikanischer Action-Thriller mit Science-Fiction-Anleihen aus dem Jahr 1994 unter der Regie von Peter Hyams mit Jean-Claude Van Damme in der Hauptrolle. Er behandelt das Thema Zeitreisen und basiert auf einer populären Comic-Serie.

Handlung[Bearbeiten]

Zu Beginn des Films wird ein einzelner Mann gezeigt, der im Jahr 1863 einen Goldtransport der Konföderierten Armee ausraubt. Da er den Raub mit Maschinenpistolen vollzieht, ist davon auszugehen, dass es sich um einen Zeitreisenden handelt. Zum Zeitpunkt des Filmdrehs war das Jahr 2004 die nicht allzu ferne Zukunft, in der Zeitreisen durch moderne Technik machbar geworden sind. Dies lockt neben Touristen und Wissenschaftlern auch Kriminelle an, die sich durch Eingriffe in Geschehnisse der Vergangenheit materielle Vorteile in der Gegenwart erwirtschaften wollen. Um solchem Tun Einhalt zu gebieten, wurde von der Regierung die so genannte „Time Enforcement Commission“ (TEC) gegründet, die Delinquenten aufspürt, ihre Handlungen rückgängig macht und die normalen Zeitlinien wiederherstellt. Einer dieser TEC-Agenten ist der ehemalige Polizist Max Walker.

Dieser verlor einst seine Frau Melissa durch einen Bombenanschlag auf sein Haus. Durch seinen Beruf hat Walker zwar die Chance, das Ereignis ungeschehen zu machen, würde damit aber gleichzeitig das Gesetz brechen, das er durchsetzen soll.

Ein Auftrag führt Max in die Zeit während der Weltwirtschaftskrise, wo er den TEC-Kollegen Lyle Atwood aufspüren kann. Dieser versucht Geld zu erlangen, indem er billige Aktien von zukünftig erfolgreichen Firmen kauft. Atwood gesteht gegenüber Walker, dass dies im Auftrag des mächtigen US-Senators Aaron McComb geschieht, der auf diese Weise den Wahlkampf für seine Präsidentschafts-Kandidatur finanziert. Anschließend gelingt es Atwood in Selbstmord-Absicht aus dem Fenster des Hochhauses zu springen, da er um seine Familie zu schützen nicht gegen McComb aussagen will, Walker schafft es jedoch, ihn im Sturz zu fangen und zurück in das Jahr 2004 vor Gericht zu bringen.

Walker drängt Atwood, dass er Senator McComb vor Gericht belastet und die wahren Hintergründe nennt, hat damit jedoch keinen Erfolg, das heißt Atwood nimmt die Tat auf sich. Die Richterin verurteilt Atwood. Er wird zurück in das Jahr 1929 geschickt, sein Sturz aus dem Hochhaus geht an dieser Stelle weiter und endet tödlich.

Dadurch, dass Walker die Finanztransaktionen von Atwood vereitelt hat, fehlen Senator McComb nun fest eingeplante Geldmittel und er geht selbst auf Zeitreise, um im Jahr 1994 eine seiner geschäftlichen Fehlentscheidungen zu korrigieren, das heißt McComb hätte im Jahr 2004 über die notwendigen Geldmittel verfügt, wenn er nicht bereits 1994 aus einer (in der Zukunft extrem wertvollen) Chipfabrik ausgestiegen und die Anteile an einen damaligen Geschäftspartner verkauft hätte.

Bei der geplanten Vertragsunterzeichnung hält er sein jüngeres Ich vom Verkauf der Anteile ab (letztlich erschießt er sogar den Geschäftspartner) und klärt ihn über die Zukunft auf. Dies geschieht vor den Augen von Walker und seiner Partnerin Sarah Fielding, da diese ebenfalls ins Jahr 1994 gereist sind, um McComb aufzuhalten. Zunächst gelingt es den beiden, McComb in Gewahrsam zu nehmen. Da Walker von der ebenfalls korrupten Sarah hintergangen wird wendet sich das Blatt. Walker kann jedoch fliehen.

Zurück im Jahr 2004 hat sich durch die Ereignisse der Vergangenheit alles geändert, die TEC wurde nie gegründet. Walker schafft es trotzdem, seinen ehemaligen Chef zu überzeugen, der ihn mittels einer Zeitmaschine zurückschickt. 1994 versucht er, die verletzte Sarah zu retten und sie zur Aussage gegen McComb zu überreden. Diese ist bereit auszusagen, wird aber wenig später ermordet. Bei dieser Gelegenheit findet Max heraus, dass Melissa nicht nur am Leben ist sondern auch schwanger. Mit dem Wissen der Vater zu sein bricht er mit dem TEC-Kodex und will Melissa nun retten. Max kann seine Frau von der Wahrheit überzeugen und sie ist bereit, ihm zu helfen.

Im Haus von Walker hat dieser eine Falle parat gestellt. McComb will Melissa mittels seiner Handlanger gefangen nehmen und als Druckmittel nutzen. Doch die beiden Max Walker haben sich verbündet und schalten McCombs Truppe aus, wobei der 1994er anscheinend den Tod findet. McComb legt eine Bombe und nimmt Melissa als Geisel und will nach Rückkehr in die 2004er Zukunft alle TEC-Agenten umbringen, damit er ungehindert in der Vergangenheit wildern kann. Doch Walker hat insgeheim dem 1994er McComb eine Nachricht gesandt, der eintrifft und um Erklärung bittet. In einem günstigen Moment stößt Walker den jüngeren gegen den älteren McComb und bestätigt das Leitmotiv des Filmes und der temporalen Physik: „Die gleiche Materie kann nicht zur selben Zeit denselben Raum einnehmen“. Die beiden McCombs verschmelzen und werden schließlich in einer Detonation aus Blut zerstört. Bevor das Haus explodiert können Melissa und Max entkommen.

Zurück in der Zukunft ist alles wieder normal, lediglich Senator McComb ist seit zehn Jahren spurlos verschwunden und Sarah ist quicklebendig, kann sich jedoch an nichts erinnern. Walker kehrt schließlich heim, wo Melissa auf ihn wartet – mit seinem Sohn.

Dadurch, dass Melissas Tod im Jahr 1994 durch eine Manipulation aus der Zukunft herbeigeführt wurde, hat Max Walker letztendlich auch nicht den Ehrenkodex der TEC gebrochen, da er ja lediglich die ursprüngliche Ordnung wiederhergestellt hat.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film war 1995 von der Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films für den Saturn Award in den Kategorien „Bester Science Fiction Film“, „Beste Nebendarstellerin“, „Beste Spezialeffekte“ und „Bestes Drehbuch“ nominiert. Mia Sara erhielt die Auszeichnung als „Beste Nebendarstellerin“.[1]

Trivia[Bearbeiten]

  • Der Film entstand auf der Basis der „Dark Horse“-Comicbuchreihe „Timecop“.
  • Auf Basis des Films wurde 1997 vom US-amerikanischen Sender ABC die neunteilige Science-Fiction-Kurzserie Timecop produziert. In ihr spielt der Schauspieler Ted King den Titelhelden Officer Jack Logan.
  • Im Jahr 2003 erschien die Fortsetzung Timecop 2 – Entscheidung in Berlin, die direkt auf DVD veröffentlicht wurde. Die Hauptrolle in der Fortsetzung spielte Jason Scott Lee.
  • Regisseur Peter Hyams hat wie in nahezu allen seinen Filmen einer Filmfigur den Namen Spota gegeben.
  • Während der Zeitreise-Fahrt kaut Van Damme Kaugummi der japanischen Marke „Black Black“. Dafür machte er 1994 auch Werbung und trat in einigen Werbespots im japanischen Fernsehen auf.
  • Für den Showdown verwendete man Van Dammes Stuntdouble, um die Illusion des jüngeren Max Walker neben Van Damme zu realisieren. In gleicher Weise tat man es mit den beiden Versionen von Ron Silver als Senator McComb.
  • Jean-Claude Van Damme und Ron Silver saßen bei den Autoszenen vor einer Blue Screen-Wand, auf die man die Silhouette von Washington, D.C. projizierte.
  • Max Walkers Armbanduhr ist eine Casio DW-400.
  • In der Rolle eines Botenjungen ist Nick, der Sohn von Regisseur Peter Hyams zu sehen.

Kritiken[Bearbeiten]

Die Kritik bei moviejones.de rät: "Pfeift auf die Logik. Zeitreise-Filme verheddern sich oft und gerne und werden häufig bis auf die kleinste Ungereimtheit auseinandergenommen." Aber die Story wird absolut für gut befunden und es wird für "100 Minuten gute Unterhaltung geboten," mit einer Spannung, die zum Ende stetig ansteigt und mit einem "explosiven Showdown" endet. Auch wenn einige Szenen mitunter "Comichaft und nicht allzu ernst gemeint" sind, so gelingt es "Peter Hyams (End of Days, Relict, Sudden Death) und seine(r) Crew das sie es drauf haben Filme optisch gut aussehen zu lassen. Die Kulissen, wie z.B. das TEC-Büro fügen sich gut ins Bild ein und wirken passend. Der Score von Mark Isham untermalt das Ganze dann stimmig dazu." Bemängelt wird allerdings, dass "das Potenzial der Zeitreise-Thematik nicht voll aus(ge)nutzt" wird und der Film "nur zwischen den Jahren 1994 und 2004 herumspring"(t).[2]

„Ein spannendes und packendes Abenteuer, das selbst mit Hau-Drauf-Jean-Claude Van Damme gut besetzt wurde. Er passt in die Geschichte und ist in den Actionsequenzen exzellent.“

Thomas Ays: moviesection.de[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] Timecop (1994) Awards, auf imdb.com, abgerufen am 17. November 2013.
  2. Timecop-Filmkritik, auf moviejones.de, abgerufen am 17. November 2013.
  3. Filmkritik, abgerufen 17. November 2013.