Tinga

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Tinga

Tinga bei Borussia Dortmund (Sommer 2006)

Spielerinformationen
Voller Name Paulo César Fonseca do Nascimento
Geburtstag 13. Januar 1978
Geburtsort Porto AlegreBrasilien
Größe 170 cm
Position Mittelfeldspieler
Vereine in der Jugend
0000–1996 Grêmio Porto Alegre
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1996–2003
1999–2000
2000
2003–2004
2004–2006
2006–2010
2010–2012
2012–
Grêmio Porto Alegre
Kawasaki Frontale (Leihe)
Botafogo FR (Leihe)
Sporting Lissabon
SC Internacional
Borussia Dortmund
SC Internacional
Cruzeiro EC
91 (7)
24 (8)
18 (1)
20 (0)
42 (6)
98 (9)
75 (6)
48 (2)
Nationalmannschaft2
2001–2007 Brasilien 4 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 25. Juni 2013
2 Stand: 30. Juni 2010

Paulo César Fonseca do Nascimento, genannt Tinga, (* 13. Januar 1978 in Brasilien) ist ein brasilianischer Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

Sein Spitzname „Tinga“ bezieht sich auf den Namen des Viertels „Restinga“ in Porto Alegre, in dem er aufgewachsen ist. Er ist 1,70 m groß und wiegt 65 kg. Er gilt als ein vielseitig einsetzbarer Mittelfeldspieler, der immer auch Torgefahr ausstrahlt. Laut dem Sportmagazin kicker ist Tinga „immer anspielbar, ball- und passsicher sowie lauf- und zweikampfstark“. Er selbst sagt von sich: „Wenn es gut läuft, bin ich nicht der Beste. Und wenn es Schwierigkeiten gibt, nicht der Schlechteste.“

Verein[Bearbeiten]

Sein Wechsel zur Saison 2006/07 von SC Internacional zu Borussia Dortmund wurde am 17. August 2006 bekannt gegeben. Beide Vereine und der Spieler waren sich bereits Wochen zuvor einig. Der Wechsel konnte jedoch erst nach der Teilnahme vom Sport Club Internacional am Copa Libertadores offiziell vollzogen werden. Tinga unterschrieb einen 3-Jahresvertrag bis zum 30. Juni 2009 bei der Borussia und lief dort ebenso wie zuvor bei Internacional mit der Rückennummer 7 auf. Mit Borussia Dortmund stand er am 19. April 2008 im DFB-Pokal-Finale in Berlin, welches die Mannschaft mit 1:2 gegen den FC Bayern München verlor.

Am 16. August 2006 wurde Tinga mit seinem Verein Sport Club Internacional durch ein 2:2 im Rückspiel (nach einem 2:1 Auswärtssieg im Hinspiel) gegen den São Paulo FC Sieger der Copa Libertadores 2006. In diesem Spiel erzielte er das zwischenzeitliche 2:1 (Endstand 2:2) und erhielt unmittelbar im Anschluss daran die Gelb-Rote-Karte, weil er sich das Trikot beim Torjubel über den Kopf zog, wo auf einem T-Shirt „Obrigado Jesus“ („Danke Jesus“) zu lesen war. Am Ende der Saison 2009/10 verließ Tinga den BVB und kehrte zu seinem alten Verein SC Internacional zurück.[1] [2]

Im Mai 2012 wechselte Tinga zum Cruzeiro EC.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Tinga bestritt bisher vier Länderspiele für Brasilien. Nach zwei Partien im Jahr 2001 kam er im November 2006 nach fünf Jahren Unterbrechung wieder zu einem Einsatz in der 'Seleção'.

Erfolge[Bearbeiten]

SC Internacional
Cruzeiro EC

Sonstiges[Bearbeiten]

Privat ist Tinga mit dem zwei Jahre jüngeren Ronaldinho, dem Weltstar von Atletico Mineiro, befreundet. Sechs Jahre spielten sie in Porto Alegre zusammen und telefonieren noch heute häufig miteinander. Tinga wohnte in Herdecke, als er noch bei Borussia Dortmund spielte.

Diskriminierung[Bearbeiten]

Im Februar 2014 wurde Tinga im Zuge eines Gruppenspiels bei der Copa Libertadores gegen Real Garcilaso diskriminiert. Bei jeder seiner Ballberührungen immitierten die Fans von Real Affenlaute. Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff veröffentliche hierzu über Twitter eine Kritik.[3] Sie, wie auch Joseph Blatter stuften den Vorgang als Rassismus ein. Der peruanische Präsident Ollanta Humala entschuldigte sich hierzu im Fernsehen. [4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aus nach vier Jahren: Tinga packt die Koffer
  2. Brasilien-Duo verlässt Bundesliga
  3. Rassismusvorfall in Peru
  4. Perus Präsident entschuldigt sich