Tintin (Magazin)
Tintin war ein traditionsreiches, belgisches Comic-Magazin, in dem neben der titelgebenden Serie viele klassische franco-belgische Serien erschienen sind. Ein Großteil dieser Serien sind eigens für das Magazin entstanden.
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Veröffentlichungsgeschichte[Bearbeiten]
Die Anfänge[Bearbeiten]
Der Erfolg von Hergés Comicserie Tintin legte die Idee nahe, der Serie mit einem Magazin eine eigene Veröffentlichungsplattform zu geben. Initiator war der Publizist und Résistance-Kämpfer Raymond Leblanc, der zusammen mit Hergé ein solches Magazin startete. Die erste Ausgabe von Tintin erschien am 26. September 1946 in einer Auflage von 40.000 Exemplaren. Unter dem Titel Kuifje gab es von Beginn an eine niederländische Version für den flämischen Teil Belgiens (Auflage der #1: 20.000 Exemplare). Das Heft bestand zu Beginn aus 12 Seiten, davon 5 Comicseiten (Bereits mit Ausgabe 13 vom 19. Dezember 1946 wurde der Umfang auf 16 Seiten erweitert).
Tintin wurde wöchentlich herausgegeben, mit jeweils zwei Seiten Tim und Struppi, anderen Comics und ausgewählten Reportagen. 1946 erschienen 13 weitere Hefte. Anfang 1947 wurde die Nummerierung derart umgestellt, dass mit jedem neuen Jahr neu mit Nummer 1 zu zählen begonnen wurde, so dass auf die 1947 erschienenen Nummern 15 und 16, die noch die Zählung der ersten 14 Ausgaben des Vorjahres fortsetzten, die Nummer 3/1947 folgte.
Am 28. Oktober 1948 startete parallel zur belgischen Ausgabe eine französische Edition, die im Unterschied zur 'Originalausgabe' fortlaufend nummeriert wurde. Diese französische Ausgabe vollzog einige Wandlungen, Titeländerungen und Neunummerierungen, welche das Bestreben dokumentierten, ein gegenüber der belgischen Ausgabe eigenständiges Magazin zu formen. So erschienen zunächst bis zum 4. Januar 1973 1262 Ausgaben der Edition Française, gefolgt von 140 Ausgaben Tintin L'Hebdoptimiste.
Die Hochzeit des Magazins[Bearbeiten]
Am 16. September 1975 startete dann unter dem Titel Nouveau Tintin erneut eine 'neue' französische Ausgabe, die sowohl mit Nummer 1 bezeichnet wurde als auch mit Nummer 141 die Nummerierung der früheren Ausgabe fortsetze. Am 30. Mai 1978 erschien mit der Nummer 142 (Nummer 282 der alten Zählweise) die letzte, eigenständige französische Tintin-Ausgabe: Ab Nummer 143 - auch die belgische Edition hatte mittlerweile auf fortlaufende Zählung umgestellt - gab es nur noch ein französischsprachiges Tintin, welches noch bis zum 29. November 1988 (Nummer 690) erschien.
Der Niedergang[Bearbeiten]
Mit Tintin Reporter startete am 9. Dezember 1988 der kurzlebige Nachfolger (34 Ausgaben bis 28. Juli 1989), der von Hello Bédé (197 Ausgaben von September 1989 bis Juni 1993) abgelöst wurde. Nachdem Pilote bereits 1989 eingestellt wurde, blieb nach der letzten Nummer von Hello Bédé allein Spirou als letztes der drei großen franco-belgischen Comic-Magazine übrig.
Serien und ihre Autoren (Auswahl)[Bearbeiten]
- Tim und Struppi von Hergé
- Blake und Mortimer von Edgar P. Jacobs
- Corentin von Paul Cuvelier
- Alix von Jacques Martin
- Barelli von Bob de Moor
- Cori, der Schiffsjunge von Bob de Moor
- Dan Cooper von Albert Weinberg
- Chick Bill von Tibet
- Umpah-Pah von René Goscinny (Text) und Albert Uderzo (Zeichnungen)
- Michel Vaillant von Jean Graton
- Percy Pickwick von Raymond Macherot u. a.
- Rick Master von André-Paul Duchâteau (Text) und Tibet (Zeichnungen)
- Tunga von Edouard Aidans
- Luc Orient von Greg (Text) und Eddy Paape (Zeichnungen)
- Buddy Longway von Derib
- Simon Zeuge der Zukunft von Claude Auclair
- Andy Morgan von Greg (Text) und Hermann (Zeichnungen)
- Comanche von Greg (Text) und Hermann (Zeichnungen)
- Jonathan von Cosey
- Jugurtha von Jean-Luc Vernal (Text), Hermann (Zeichnungen) und Franz (Zeichnungen)
- Jhen von Jacques Martin (Text) und Jean Pleyers (Zeichnungen)
- Thorgal von Jean Van Hamme (Text) und Grzegorz Rosiński (Zeichnungen)
- Aria von Michel Weyland
- Martin Milan von Christian Godard
- Vasco von Gilles Chaillet
- Cubitus von Dupa
- Robin Ausdemwald von Turk (Text) und Bob de Groot (Zeichnungen)
- Bruno Brazil von Greg (Text) und William Vance (Zeichnungen)
- Roland, Ritter Ungestüm von François Craenhals
- Anatol von Raymond Macherot
- Suske und Wiske von Willy Vandersteen
- Mausi und Paul von André Franquin u. a.