Tita von Hardenberg

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Tita von Hardenberg (2004)

Tita von Hardenberg (* 21. April 1968 in Hamburg; eigentlich Katharina Isabel Habsburg-Lothringen-Kyburg, gebürtig Katharina Isabel Gräfin von Hardenberg) ist eine deutsche Fernsehjournalistin, Fernsehmoderatorin und Produzentin, die mit der Moderation des Magazins Polylux auch überregionale Bekanntheit erlangte. 2011 moderierte sie im Wechsel mit anderen Moderatoren die Talkshow Talk im Hangar-7 des österreichischen Fernsehsenders ServusTV.

Inhaltsverzeichnis

Kindheit und Ausbildung [Bearbeiten]

Tita von Hardenberg stammt aus dem niedersächsischen Adelsgeschlecht derer von Hardenberg und ist die Tochter von Isa Gräfin von Hardenberg, geborene Freiin von Hahn, und dem Bankier Andreas Graf von Hardenberg. Sie wuchs in Lüneburg und Isernhagen bei Hannover auf und legte 1987 ihr Abitur an der Berliner Rudolf-Steiner-Schule ab. Anschließend studierte sie zunächst in München Geschichte und Politikwissenschaft. Später machte sie an der London School of Economics and Political Science (LSE) den Master of Science.

Wirken [Bearbeiten]

Ersten Kontakt mit dem Fernsehen knüpfte sie 1991 bei dem Berliner Regionalsender FAB. Hier volontierte sie und arbeitete anschließend als Redakteurin für die tägliche Sendung Fenster aus Berlin. Im Anschluss baute sie von 1992 bis 1994 das ORB-Magazin TIP TV mit auf und hatte von 1995 bis 1997 die Redaktionsleitung inne.

1997 gründete sie mit Stefan Mathieu (Produktion) und Michael Khano (Kamera) die Medienfirma Kobalt Produktions Film- und Fernseh GmbH[1] und produzierte seit April 1997 das Magazin Polylux für den RBB. Neben der Moderation realisierte sie hierbei auch eigene Beiträge. Ab 2001 wurde Polylux im bundesweiten ARD-Programm ausgestrahlt, womit ihre Bekanntheit deutlich zunahm. 2001 schrieb sie für etwa zwei Jahre eine wöchentliche Kolumne Schöner leben für die Wochenzeitung Die Zeit.

Das Online-Videoportal Polylog.tv zur Sendung Polylux wurde 2007 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.

Am 21. Mai 2008 gab der RBB bekannt, die Sendung zum 31. Dezember 2008 einzustellen. Grund sei die finanzielle Situation wegen fehlender Gebühreneinnahmen.

Tita von Hardenbergs Firma entwickelte außerdem 1997 für ARTE das Politmagazin Absolut. (1997–2009) und das Musikmagazin Tracks, das sie bis heute produziert. Ebenfalls für ARTE verantwortet sie seit 2010 das Europamagazin Yourope. 2011 entwickelte Tita von Hardenberg mit ihrer Firma die junge Kultursendung zdf.kulturpalast mit Nina Sonnenberg und Pegah Ferydoni für den Sender ZDFkultur, die sie seither wöchentlich produziert. Seit 2012 werden verschiedene Ausgaben der Kultursendung Metropolis auf ARTE von Kobalt Productions produziert und zu besonderen Anlässen wie Filmfestivals von Tita von Hardenberg moderiert.

Seit 2005 ist Hardenberg Schirmherrin des Berliner Umweltpreises des BUND und seit Januar 2010 offizielle Patin des Kinderhospizes Bethel für sterbende Kinder.[2] Darüber hinaus engagiert sie sich seit 2006 als Botschafterin für den Berliner Kinderschutzbund.

Hardenberg unterstützte als Testimonial die Berliner Pro-Reli-Volksentscheid-Kampagne, die den in Berlin freiwilligen Religionsunterricht zum Wahlpflichtfach machen wollte, was aber nur 14,1 % der Stimmberechtigten wollten; auch wurde das Zustimmungsquorum von 25 % nicht erreicht.

2011/2012 entwickelte und produzierte Tita von Hardenberg die Doku-Reihe "Kulturkrieger"[3][4] mit Katrin Sandmann auf ZDFkultur und 3sat. Ebenfalls 2012 produzierte von Hardenberg zwei neue Live-Musik-Reihen: Introducing für RBB/ARTE und Berlin Live auf ZDFkultur.

Am 20. Oktober 2012 moderierte Hardenberg das Festkonzert anlässlich des 100. Geburtstags der Deutschen Oper Berlin, was insbesondere vom Stammpublikum der Deutschen Oper kontrovers aufgenommen wurde. [5][6][7]

Im November 2012 feierte sie mit Kobalt Production das fünfzehnjährige Bestehen.[8]

Im Februar 2013 wurde ihre Produktion zdf.kulturpalast für den Grimme-Preis nominiert.[9]

Privatleben [Bearbeiten]

Sie lebt in Berlin und ist seit 1999 mit Ferdinand Habsburg-Lothringen-Kyburg (* 1965 in Zürich) verheiratet. Mit dem Medienunternehmer[10] hat sie drei Kinder (* 2002, * 2004 und * 2007). Nach der Hochzeit behielt Hardenberg ihren alten Familiennamen aus Gründen des persönlichen Marketings als Künstlernamen bei.

Siehe auch [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Kobalt Productions GmbH. Abgerufen am 11. September 2012..
  2. Kinderhospiz Bethel - Tita von Hardenberg. Abgerufen am 23. März 2010..
  3. Barbara Möller: Kulturkrieger. In: Die Welt (online). 8. Februar 2013, abgerufen am 19. Februar 2013.
  4. Simon Broll: Doku-Reihe "Kulturkrieger": Die Guerilla fürs Gute. In: Der Spiegel(online). 1. Februar 2013, abgerufen am 19. Februar 2013.
  5. Volker Blech: 100 Jahre. Die Deutsche Oper feiert – Tita von Hardenberg floppt. In: Berliner Morgenpost (online). 20. Oktober 2012, abgerufen am 20. Januar 2013.
  6. Die Deutsche Oper. Das Bollwerk im Westen. In: Die Welt Online. 25. Oktober 2012, abgerufen am 20. Januar 2013.
  7. Peter Uehling: 100 Jahre Oper Berlin. Kitschbilder der Andachtsindustrie. In: Frankfurter Rundschau Online. 22. Oktober 2012, abgerufen am 20. Januar 2013.
  8. Thomas Lückerath: Kontinuierlich kultiviert: Kobalt feiert 15. Geburtstag. In: DWDL. 30. November 2012, abgerufen am 19. Februar 2013.
  9. Grimme-Preis 2013 – "zdf.kulturpalast". In: Süddeutsche ZeitungOnline. 29. Januar 2013, abgerufen am 19. Februar 2013.
  10. Da Vinci Learning. Abgerufen am 13. März 2012..