Titta Ruffo

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Ruffo 1906

Titta Ruffo (* 9. Juni 1877 in Pisa; † 5. Juli 1953 in Florenz), eigentlich Ruffo Titta Cafiero, war ein italienischer Opernsänger (Bariton). Laut Goruma[1] wird er zusammen mit Enrico Caruso und Rosa Ponselle zu den zehn größten „Gesangswundern“ aller Zeiten gerechnet.[2]

Leben[Bearbeiten]

Ruffo arbeitete zunächst in der väterlichen Schmiede. Als man ihm im Alter von achtzehn Jahren bescheinigte, er habe eine schöne Stimme, fuhr er nach Rom und sang dem bekannten Gesangslehrer Venceslao Persichini vor. Dieser nahm ihn als Schüler an der renommierten italienischen Musikhochschule Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom an.

Sein Debüt erlebte Ruffo 1898 am Teatro Constanzi in Rom in der Oper Lohengrin. Er gab zahlreiche Gastspiele sowohl an italienischen Bühnen, als auch in Südamerika und Russland. 1903 sang er im Covent Garden in London für die Dauer einer gesamten Spielzeit. 1922 sang er in der Metropolitan Opera in New York. Ruffo sang alle klassischen Rollen wie etwa den Figaro im Barbier von Sevilla, den Don Carlo in Ernani oder den Tonio im Bajazzo. Nachdem er 37 Jahre auf der Opernbühne gestanden hatte, beendete er 1935 seine Karriere. Als Gegner des Mussolini-Regimes wurde er in jener Zeit geächtet, sein sozialistischer Schwager wurde von den Faschisten ermordet. Von Ruffo existieren noch alte Plattenaufnahmen, die zum Teil neu als CD verlegt werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Andrew Farkas : Titta Ruffo: An Anthology, Verlag: Greenwood Press; Reprint 23. Februar 1984, ISBN 0-313-23783-2

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Führer für "Reisen, Länder, Kultur sowie Bildung, Wissenschaft und Lehre" im Netz
  2. http://www.goruma.de/Staedte/P/Pisa/bekannte_personen.html