Titus Manlius Imperiosus Torquatus

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Titus Manlius enthauptet seinen Sohn (Kupferstich von 1553)

Titus Manlius Imperiosus Torquatus war ein römischer Patrizier aus der Gens Manlia und Konsul in den Jahren 347, 344 und 340 v. Chr.

Der Überlieferung nach hat er schon als junger Mann seinen Heldenmut bewiesen: Er bedrohte den Volkstribun Marcus Pomponius mit einem Dolch, so dass dieser die gegen seinen Vater Lucius Manlius Imperiosus vorgebrachten Vorwürfe der Gewalttätigkeit zurücknahm. Dies ist als ein Akt der pietas patris, Ehrerbietung dem Vater gegenüber, zu verstehen.

Als Militärtribun hat er um das Jahr 360 v. Chr. (ähnlich wie Marcus Valerius Corvus) im Zweikampf einen riesigen Gallier besiegt. Sein Beiname Torquatus wurde ihm aufgrund einer Halskette (torquis) verliehen, die er dabei erbeutet hat.

In seinem dritten Konsulat schlug er die Latiner in der Schlacht bei Trifanum. Im Anschluss an den Sieg soll er seinen gleichnamigen Sohn zum Tode verurteilt und hingerichtet haben. Dieser hatte gegen den Befehl seines Vaters auf einem Erkundungsritt eine Gruppe Römer verspottender Latiner getötet. Titus Manlius Imperiosus Torquatus versuchte, den Gehorsam seines Heeres zu erhalten und ließ seinen Sohn enthaupten. Nach diesem Ereignis sind die Manlischen Zuchtbefehle benannt worden, die in Rom verhasst waren.

Quellen[Bearbeiten]

  • Livius, Römische Geschichte, Buch VII–X.