Titz
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Düren | |
| Höhe: | 95 m ü. NN | |
| Fläche: | 68,51 km² | |
| Einwohner: |
8260 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 121 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 52445 | |
| Vorwahlen: | 02463, 02164 (Jackerath) | |
| Kfz-Kennzeichen: | DN, JÜL | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 58 056 | |
| NUTS: | DEA26 | |
| Gemeindegliederung: | 16 Stadtteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Landstraße 4 52445 Titz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jürgen Frantzen (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Titz im Kreis Düren | ||
Titz ist eine ländlich geprägte Gemeinde im Norden des Kreises Düren (Nordrhein-Westfalen).
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Die Gemeinde Titz liegt in der Jülicher Börde. Im Süden befindet sich die Sophienhöhe. Östlich und nordöstlich der Gemeinde liegt der Braunkohletagebau Garzweiler.
Gewässer[Bearbeiten]
Der Malefinkbach entspringt bei Titz und fließt zur Rur.
| Erkelenz | ||||||
| Jüchen | ||||||
| Linnich | Bedburg | |||||
| Jülich | Elsdorf | |||||
| Niederzier |
Nachbargemeinden[Bearbeiten]
- Kreis Düren: Stadt Jülich, Stadt Linnich, Gemeinde Niederzier
- Kreis Heinsberg: Stadt Erkelenz
- Rhein-Kreis Neuss: Gemeinde Jüchen
- Rhein-Erft-Kreis: Stadt Bedburg, Stadt Elsdorf
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Die Gemeinde Titz setzt sich seit der Gebietsreform des Jahres 1975 aus 16 Ortsteilen zusammen:
- Ameln
- Bettenhoven
- Gevelsdorf
- Hasselsweiler
- Höllen
- Hompesch
- Jackerath
- Kalrath
- Müntz
- Mündt
- Opherten
- Ralshoven
- Rödingen
- Sevenich
- Spiel
- Titz (namensgebender Hauptort der Gemeinde; Ortsvorsteher: Norbert Schiffer)
Die Ortschaft Titz selbst hat 2.409 Einwohner. (Stand: 31. Oktober 2009)
Geschichte[Bearbeiten]
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Am 1. Juli 1969 wurden die ehemaligen Gemeinden Gevelsdorf, Hasselsweiler und Müntz eingegliedert.[2] Am 1. Januar 1972 kam Rödingen hinzu. Aus der aufgelösten Gemeinde Garzweiler wurden Titz 4,80 km² mit damals 763 Einwohnern zugewiesen.[3]
Wappen und Banner[Bearbeiten]
Der Gemeinde Titz ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Köln, Az. -31.21.04- vom 11. Dezember 1972 das Recht zur Führung eines Wappens verliehen worden.
Blasonierung:„In gold (gelb) ein rotbewehrter und -bezungter schwarzer Löwe, begleitet (heraldisch) rechts von drei, links von zwei sechsstrahligen blauen Sternen; links oben befindet sich ein abnehmender blauer Mond.“
Das Wappen wurde 1972 vom Amt Titz übernommen und entstammt einem Schöffensiegel von 1343. Es zeigt den schwarzen Löwen des Herzogtums Jülich, zu dem Titz früher gehörte. Die Sterne stehen für die Anzahl der ehemaligen Gemeinden, die Bedeutung des Mondes ist ungeklärt.
Der Gemeinde ist ferner mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Köln, Az. -31.21.04- vom 11. Dezember 1972 das Recht zur Führung einer Flagge (Banner) verliehen worden.
Beschreibung des Banners:„Blau-gelb im Verhältnis 1:1 längs-gestreift mit dem Gemeindewappen in der oberen Hälfte.“[4]
Politik[Bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten]
Der Gemeinderat besteht aus 26 Sitzen. Er ist seit der letzten Kommunalwahl am 30. August 2009 wie folgt besetzt:
Durch Aus- und Übertritte von Ratsmitgliedern während der laufenden Wahlperiode stellt sich die Zusammensetzung des Gemeinderats derzeit wie folgt dar:
- CDU - 10 Sitze
- SPD - 5 Sitze
- Grüne - 2 Sitze
- FDP - 2 Sitze
- W.I.R. - 6 Sitze
- fraktionsloses Gemeinderatsmitglied - 1 Sitz
Bürgermeister[Bearbeiten]
Bürgermeister der Gemeinde ist seit dem 21. Oktober 2009 Jürgen Frantzen (CDU), der sich bei der Kommunalwahl am 30. August 2009 mit 46,1 Prozent der Stimmen gegenüber zwei Gegenkandidaten durchsetzte.
Bisherige Bürgermeister (seit der kommunalen Neugliederung):
- 1969 bis 1994: Wilhelm Lieven, CDU
- 1994 bis 1999: Hans-Jürgen Herrmann, SPD
- 1999 bis 2009: Josef Nüßer, CDU
- seit Okt. 2009: Jürgen Frantzen, CDU
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Bauwerke[Bearbeiten]
- Die Katharina-Kapelle in Höllen weist Reste mittelalterlicher Wandmalerei auf.
- Die Düppelsmühle in Titz, eine Bockwindmühle aus dem 16. Jhd. Ehemals als Windmühle in Efferen, in Titz im Jahr 1830 aufgestellt.[5]
- Die Bockwindmühle aus Spiel befindet sich seit 1959 im Rheinischen Freilichtmuseum Kommern.
Synagoge[Bearbeiten]
Der Landschaftsverband Rheinland beabsichtigt in Rödingen in einer ehemaligen Synagoge und dem dazugehörigen Wohnhaus des Vorstehers ein Informations- und Kulturzentrum zu errichten.[6] In Rödingen und in Müntz liegt jeweils ein jüdischer Friedhof.
Evangelisches Gemeindezentrum[Bearbeiten]
Die evangelische Kirchengemeinde Kirchherten unterhält in Titz ein Gemeindezentrum, das für Gottesdienste, Frauenkreise. kirchlichen Unterricht und einen Bibelkreis genutzt wird. Das multifunktionale Gebäude beisitzt zwei farbige Glasfenster des Alsdorfer Glaskünstlers Ludwig Schaffrath.[7]
Matronensteine[Bearbeiten]
Im Jahre 1785 wurden zwischen Rödingen und Höllen neun Matronensteine aus der römischen Siedlungsphase gefunden. Ein Stein ist noch erhalten. Das Original steht im Reiss-Museum Mannheim, je ein Duplikat im Foyer des Rathauses Titz und in der Ortschaft Rödingen Ecke Hohe Straße/Platz.
Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]
- Karnevalsumzug in Titz am Tulpensonntag. Veranstalter ist die Interessengemeinschaft Titzer Karneval e.V.
- Radrennen sowie Vatertagsfest. Veranstalter ist der SV 1919 Rödingen-Höllen e.V.
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Landwirtschaft[Bearbeiten]
2005 wurden 87 % der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt. Damit ist die Gemeinde Titz die Kommune mit dem größten Anteil landwirtschaftlich genutzter Fläche in Nordrhein-Westfalen. Als Folge davon ist Titz mit einem Waldanteil von unter 4 % gleichzeitig die Kommune mit dem geringsten Waldanteil in Nordrhein-Westfalen.
Verkehr[Bearbeiten]
Die Autobahn A 44 verläuft durch die Gemeinde und bildet mit der Autobahn A 61 bei Jackerath das gleichnamige Autobahndreieck.
Titz hatte früher einen Haltepunkt. Da die Bahntrasse östlich der Ortschaft Titz in deutlichem Abstand vorbeiführte, befand sich der Titzer Haltepunkt am äußersten Nordostende an der Landstraße Richtung Jackerath. Obwohl Titz deutlich größer als Ameln ist, hatte Titz nur einen unbedeutenden Haltepunkt. Dieser bestand jedoch aus zwei Bahnsteigen, die sich bis heute – mittlerweile überwachsen – nördlich und südlich der Landstraße befinden.
Landesbetrieb Straßenbau[Bearbeiten]
Der Landesbetrieb Straßenbau, Niederlassung Krefeld unterhält in der Nähe des Autobahndreiecks die Autobahnmeisterei Titz.
Landschaftsverband[Bearbeiten]
Das Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege, eine Dienststelle des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), unterhält in Titz-Höllen eine Außenstelle. Diese ist für die archäologischen Grabungen in den Braunkohlentagebauen Garzweiler, Hambach und Inden zuständig.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Josef Neumann, Gründer des Abstinenzverbands Kreuzbund, 1901-1909 Pfarrer in Opherten
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Petra Hammesfahr (* 1951 in Titz), Schriftstellerin und Drehbuch-Autorin
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 14. Juni 2013. (Hilfe dazu)
- ↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
- ↑ Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
- ↑ Hauptsatzung der Gemeinde Titz, § 2 Absatz 1 und 2. Abgerufen am 20. Dezember 2012.
- ↑ Rainer Draaf: Die historische Efferener Windmühle. Hürther Beiträge zur Geschichte, Kultur und Regionalkunde 78, 2008; S.39-48.
- ↑ Website des Landschaftsverbands Rheinland zum Projekt Ehemalige Synagoge Titz-Rödingen
- ↑ Schaffrath-Glasfenster im Ev. Gemeindezentrum Titz
Literatur[Bearbeiten]
- Hermann-Josef Paulißen: Die Bevölkerung von Titz im Jahre 1812. Zur Personen-Struktur einer rheinischen Landgemeinde (Forum Jülicher Geschichte Band 23). Jülich 1997. ISBN 3-932903-03-X
- Monika Grübel: Synagoge und Vorsteherhaus in Titz-Rödingen. Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft. Rheinland-Verlage, Köln 2001, ISBN 3-7927-1838-3
Weblinks[Bearbeiten]
- Homepage der Gemeinde Titz
- Informationen zur Ortsgeschichte des Geschichtsvereins Titz
- Denkmale in der Gemeinde Titz
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