To-do-Liste

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Der Begriff To-do-Liste (auch 2Do-Liste) (engl.: to = zu, do = tun) oder Pendenzenliste, Aufgabenliste, Liste offener Punkte (auch LOP) wird beim Aufgabenmanagement oder bei der Aufgabenplanung einzelner Personen, in Gruppen und Projekten verwendet. In einer To-do-Liste wird festgehalten, welche Aufgaben anstehen, wer dafür verantwortlich ist und bis wann sie erledigt sein müssen. Diese Listen können auch Teil einer Selbstorganisation sein. Der Liste ist nicht zu entnehmen, zu welchem Zeitpunkt der Status einer Aktion geändert wurde, sondern nur der aktuelle Zustand.

Einfache To-do-Liste[Bearbeiten]

Die To-do-Liste kann auf einem Blatt Papier, auf einem Flipchart, in einem PDA, einer Tabellenkalkulation, als Webanwendung oder normale Anwendung geschrieben werden. Die einfachste Form ist eine persönliche Liste der zu erledigenden Aufgaben, die nach und nach abgehakt wird.

Die To-do-Liste ist ein einfaches Werkzeug für Besprechungen, Sitzungen, Verhandlungen und im Projektmanagement. Darin wird als Vereinbarung festgehalten, wer was mit wem bis wann zu tun hat. Das Ergebnis von Besprechungen wird häufig in To-do-Listen festgehalten.

Beispiel:

Nr Aufgabe Prozesseigner Priorität Start Ende Status
1 Ziel bestimmen Chef und Team 1 01.01.07 05.01.07 erledigt
2 Vorprojekt Projektteam 1 01.02.07 05.02.07 30 %
3 Website erstellen Web-Team 3 01.04.07 30.05.07 geplant

Farben helfen, das Wesentliche zu sehen:

  • rot = ist noch offen
  • orange = ist in Bearbeitung
  • grün = ist erledigt

Aufgaben werden konkret beschrieben und für jede wird ein verantwortlicher Prozesseigner bestimmt. Aufgaben sind zeitlich zu terminieren (von - bis) und nach Prioritäten zu ordnen (Wichtigkeit). To-do-Listen können als Checkliste aufgebaut sein, oder als Matrix (mit einer Unterscheidung ob wichtig oder nicht, und ob dringlich oder nicht) gestaltet werden. Siehe auch Zeitmanagement oder Aufgabenmanagement.

Beispiele[Bearbeiten]

Einfache To-do-Liste
  • Der Einkaufszettel ist die einfachste Form der To-do-Liste. Sie kann gegliedert (Gemüse, Getränke, Fleisch) und nach Zielen strukturiert werden (Buchhandlung, Baumarkt).
  • Der Merkzettel hilft, sich an wichtige Dinge zu erinnern.
  • Ein Terminkalender bringt Dinge in eine zeitliche Reihenfolge, ein Stundenplan vermerkt wöchentlich wiederkehrende Termine.

Erweiterte To-do-Liste[Bearbeiten]

Eine To-do-Liste kann auch in Teilaufgaben gegliedert werden, über zeitliche und finanzielle Ressourcen informieren, über ein Dateimanagement detaillierte Beschreibungen liefern, mit grafischen Balken den zeitlichen Zusammenhang der einzelnen Teilaufgaben und den Fortschritt anzeigen, einen Netzplan oder Projektstrukturplan erzeugen und vieles mehr – und so zu einem Projektmanagementsystem erweitert werden.

Aufgaben, die man delegieren möchte, kann man auch in eine Tu-Du-Liste ausgliedern.

Entwicklung von Software[Bearbeiten]

Bei der Programmierung werden häufig Stellen, die noch überarbeitet werden müssen, im Quelltext mit einem Kommentar markiert, der mit dem Wort TODO beginnt. Beispiel:

 …
 require_once "$baseDir/lib/beispieldb/schema.inc.php";
 bubblesort();
 // TODO: Sortier-Algorithmus durch effizienteren ersetzen.
 …

Aktuelle IDEs wie Eclipse oder Visual Studio sind in der Lage, diese Markierungen zu finden und dem Entwickler zu präsentieren.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: To-do-Liste – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen