Tobaku Mokushiroku Kaiji

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Tobaku Mokushiroku Kaiji
Originaltitel 賭博黙示録カイジ
Transkription Tobaku Mokushiroku Kaiji
Genre Glücksspiel, Drama
Manga
Land JapanJapan Japan
Autor Nobuyuki Fukumoto
Verlag Kodansha
Magazin Young Magazine
Erstpublikation 1996 – …
Ausgaben 42
Anime-Fernsehserie
Titel Gyakkyō Burai Kaiji
Originaltitel 逆境無頼カイジ
Produktionsland JapanJapan Japan
Originalsprache Japanisch
Jahr 2007-2008
Studio Madhouse
Länge 23 Minuten
Episoden 26
Regie Yuzo Sato
Erstausstrahlung 2. Oktober 2007 auf NipponTV
Anime-Fernsehserie
Titel Gyakkyō Burai Kaiji: Hakairoku-hen
Originaltitel 逆境無頼カイジ 破戒録篇
Produktionsland JapanJapan Japan
Originalsprache Japanisch
Jahr 2011
Studio Madhouse
Länge 23 Minuten
Episoden 26
Regie Yuzo Sato
Erstausstrahlung 5. April 2011 auf NipponTV
Synchronisation
Filme
Kaiji: Jinsei Gyakuten Game (2009)
Kaiji 2 [1] (2011)

Tobaku Mokushiroku Kaiji (jap. 賭博黙示録カイジ, dt. „Glücksspiel-Apokalypse Kaiji“) ist eine Manga-Serie des japanischen Zeichners Nobuyuki Fukumoto über die Kunst des Glücksspiels, der seit 1996 im Young Magazine von Kodansha in Japan erscheint. Der erste Teil des Mangas (13 Bände) wurde 2007 als Anime-Fernsehserie adaptiert. Am 10. Oktober 2009 wurde in Japan ein Realfilm mit Tatsuya Fujiwara in der Rolle des Kaiji veröffentlicht. Tobaku Mokushiroku Kaiji gewann 1998 auch den Kodansha Manga Award in der allgemeinen Kategorie. Am 5. April 2011 begann die Ausstrahlung einer zweiten auf dem Manga basierenden Anime-Fernsehserie unter dem Namen Gyakkyō Burai Kaiji: Hakairoku-hen, die direkt an die erste Serie anknüpft.

Inhalt[Bearbeiten]

1996 zieht Schulabgänger Kaiji Itō nach Tokio, um eine Arbeit zu finden. Doch aufgrund der ersten Deflation des Landes seit dem Zweiten Weltkrieg und seiner exzentrischen Art versagt er und schlägt fortan seine Zeit in seinem Appartement mit Alkohol, Zigaretten und dem „Sammeln“ von Autoemblemen tot. Zwei Jahre später erhält er Besuch von einem Mann namens Endō, der eine Schuld eintreiben will, für die Kaiji einst gebürgt hat. Er stellt Kaiji vor zwei Möglichkeiten: Entweder arbeitet Kaiji die ausstehende Schuld die nächsten zehn Jahre ab oder aber er versucht sein Glück an Bord der Espoir. Dort findet eine Glücksspielnacht statt, in der Kaiji genug gewinnen kann, um mit einem Schlag die Schulden zurückzahlen zu können. Kaiji willigt ein, nicht ahnend, dass dies erst der Auftakt zu seiner beispiellosen Karriere als Glücksspieler ist.

Charaktere[Bearbeiten]

Kaiji Itō (伊藤 開司)
Kaiji ist der Hauptcharakter der Geschichte, der in Armut lebt und sein Leben nicht auf die Reihe kriegt. Zu Beginn hat er durch die Bürgschaft eines ehemaligen Kollegen eine Schuld in Höhe von 3.850.000 Yen. Obwohl er immer wieder verliert lässt er sich auf die Glücksspielnacht ein und zeigt dort ein unerwartet großes Talent, die Dinge zu durchschauen und sich zunutze zu machen. Im Anime wird er vom Seiyu gesprochen, der auch schon Akagi Shigeru in Noboyuki Fukumotos zweiter Animeadaption seine Stimme geliehen hat.
Kazutaka Hyōdō (兵藤 和尊)
Der mächtige und reiche Präsident der Teiai-Gesellschaft (帝愛) ist auch der Sponsor und Veranstalter der illegalen Glücksspiele wie die an Bord der Espoir. Er soll um die 70 Jahre alt und einige Billionen Yen schwer sein. Von seinem Wohlstand verdorben ist besteht seine einzige Freude darin arme Schlucker gegen überwältigende Angst und Verzweiflung ankämpfen zu sehen. Auch sein Seiyu war bereits für die Sprechrolle von Akagi Shigerus Gegner Washizu zuständig.
Yūji Endō (遠藤 勇次)
Endō ist ein schmieriger Geldhai mit Verbindungen zur Yakuza, der den Verzweifelten Geld zu horrenden und illegalen Wucherzinsen leiht. Er ist stets dafür zuständig bei Kaiji die Schuld einzutreiben und bringt ihn damit immer wieder zu den Glücksspielen. Nachdem Kaiji jedoch Tonegawa in E-Card besiegt hat ist auch Endō von der oberen Managementebene Teiais abgeschnitten, weshalb er nur zu gern Kaiji in das Zwangsarbeitslager schickt. Dennoch hilft er Kaiji zunächst mit 500.000 Yen weiter, um den König der Pachinkos, den „Sumpf“ zu besiegen. Im Realfilm wird Endō von einer Frau dargestellt.
Yukio Tonegawa (利根川 幸雄)
Der dritthöchste und mächtige Geschäftsmann der Teiai-Gesellschaft ist nicht nur der Gastgeber bei limitiertem Stein-Schere-Papier und dem Stahlträger, sondern auch Kaijis direkter Gegner bei E-Card. Er glaubt, dass diejenigen, die ihr Leben in den von der Teiai abgehaltenen Glücksspielen riskieren, der Abschaum der Gesellschaft sind und hält sich selbst für einen Meister der menschlichen Psychologie und der Beobachtung. Dennoch nützen ihm nicht nur diese Fertigkeiten, sondern auch seine technischen Tricks bei E-Card nicht gegen Kaiji.
Ōtsuki (大槻)
Ōtsuki ist Kaijis Vorarbeiter im Zwangsarbeitslager. Er verdient nicht nur zusätzlich an den Mitgefangenen dadurch, dass er ihnen überteuerte Luxuslebensmittel, Zigaretten und Alkohol verkauft, sondern vor allem, indem er ihnen Vorschüsse gegen eine immense Risikobeteiligung für das Chinchiro-Spiel gewährt. Allerdings hat er für sein Spiel die Regeln leicht verändert, was ihm jedoch gegen Kaiji selbst zur Falle wird.

Spiele[Bearbeiten]

Serie 1

Eingeschränktes Stein-Schere-Papier (限定ジャンケン gentei janken)
Das Spiel, das Kaiji in seiner ersten Spielnacht auf der Espoir spielt, welche über vier Stunden geht. Die Wahrscheinlichkeit, dieses Spiel zu überstehen liegen bei 50 %. Die Regeln werden erst erklärt, wenn die Anleihen für die Wetteinsätze verteilt wurden. Diese Darlehen liegen zwischen 1.000.000 Yen und 10.000.000 Yen, wobei sie alle 10 Minuten mit 1,5 % verzinst werden. Geld, das am Ende die Tilgungshöhe der Schuld übersteigt, gehört dem jeweiligen Teilnehmer.
Das Spiel basiert auf Stein-Schere-Papier, allerdings werden die Handgesten auf Karten wiedergegeben. Jeder Teilnehmer erhält jeweils vier Karten einer Geste, also insgesamt 12. Außerdem bekommen sie jeweils drei Plastiksterne, die ihre Leben repräsentieren. Der Gewinner eines Matches erhält jeweils einen Plastikstern vom Verlierer. Um das Spiel zu gewinnen, muss der Teilnehmer am Ende drei Sterne und keine einzige Karte mehr übrig haben. Die Karten dürfen nicht weggeworfen werden. Ein Verstoß führt zu sofortiger Disqualifikation.
Wegen der Einfachheit des Spiels können sich einzelne Matches innerhalb von Sekunden abspielen und die Teilnehmer innerhalt von Minuten gewinnen oder verlieren. Die Gewinner dürfen die Treppe hinaufsteigen, wo jeder Extrastern gegen Geld eingetauscht werden kann. Die Verlierer jedoch werden von den Männern in schwarzen Anzügen sofort in einen Nebenraum verbracht.
Stahlträger-Überquerung (鉄骨渡り tekkotsu watari)
Dieses Spiel findet im Starside Hotel in zwei Teilen statt. Im Gegensatz zu limitiertem Stein-Schere-Papiere werden den Teilnehmern weder die Regeln, noch um welches Spiel es sich überhaupt handelt erklärt, bevor sie nicht eingewilligt haben. Die Teilnehmer werden in schmalen, nummerierten Boxen an ihre Startposition gebracht, einer Plattform mehrere Meter über einem größeren Platz, auf dem sich die reichen Schaulustigen versammelt haben, um dem Spektakel beizuwohnen und ihrerseits auf den Gewinner zu wetten. Die Teilnehmer müssen über einen sich verjüngenden Stahlträger laufen, wobei das Abstützen mit den Händen nicht erlaubt ist. Der Erste, der auf der anderen Seite ankommt erhält 20.000.000 Yen, der Zweite 10.000.000 Yen. Schubsen ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht, solange man nur das Ziel erreicht.
Die Gewinner des ersten Rennens erhalten Coupons mit einem Zeitlimit, in welchem sie ihren Preis an einem bestimmten Ort eintauschen müssen. Dieses Mal müssen die Teilnehmer wieder über einen Stahlträger laufen, allerdings diesmal zu dem noch unfertig gebauten Teil des Hotels im zwanzigsten Stockwerk. Hier herunterzufallen bedeutet den sicheren Tod, wo man beim ersten Rennen noch "nur" mit mehr oder weniger schweren Verletzungen zu rechnen hatte. Um die Teilnehmer zu einer gewissen Haltung zu zwingen, wird der Stahlträger auch unter Strom gesetzt, so dass der Einsatz der Hände sich von selbst verbietet.
E-Card (Eカード Ī kādo)
Hierbei handelt es sich um ein Kartenspiel. Wie limitiertes Stein-Schere-Papier besitzt auch dieses Spiel einen psychologisch-strategischen Aspekt und benutzt ebenfalls drei Kartentypen: der Herrscher (kōtei), die Bürger (shimin) und den Sklaven (dorei) und stellt damit vereinfacht die Gesellschaft dar, wie Kazutaka Hyōdō zu Beginn erklärt. Der Herrscher ist die mächtigste Karte, denn sie verteilt das Geld. Die Bürger können ihm nicht widersprechen, da sie das Geld wollen. Demgegenüber steht der Sklave, der nichts besitzt und damit auch nichts zu verlieren hat und damit (zumindest im Spiel) als Einziger in der Lage ist, den Herrscher zu schlagen. Jede Partei erhält vier Bürgerkarten und entweder den Herrscher oder den Sklaven. Da es sehr viel schwerer für den Sklaven ist zu gewinnen erhält er auch im Falle eines Gewinns das Fünffache. Jedes Spiel besteht aus 12 Runden. Nachdem Kaiji kein Geld hat, spielt er unter Einsatz entweder seines Ohres oder seines Auges. Er entscheidet sich für den Einsatz seines Ohres, weshalb ihm ein Gerät umgeschnallt wird, das sich je nach seiner Wetthöhe bei Verlust in sein Ohr bohren würde. Der Minimaleinsatz beträgt 1 mm, was bedeutet, dass nach 3 cm das Gehörorgan zerstört werden würde.
Taschentuchbox-Lotterie (ティッシュ箱くじ引き tisshubako kujibiki)
Anders als die anderen Spiele hat Kaiji dieses Spiel selbst ins Leben gerufen um den Präsidenten Hyoudou selbst mit einer präparierten Lotterie in einer geleerten Tücherbox herauszufordern.

Serie 2

Untergrund-Chinchirorin (地下チンチロリン chika chinchirorin)
Dabei handelt es sich um eine vom Zwangsarbeitslager-Vorarbeiter Ōtsuki abgewandelte Form des Würfelspiels Chinchirorin. Die Besonderheit besteht zum einen darin, dass die Bank stets zwei Runden würfelt, man aber ablehnen kann, die Bank zu machen, und zum anderen darin, dass immer gewürfelt wird, egal welches Ergebnis die Bank erzielt.
Pachinko „Der Sumpf“ (パチンコ「沼」 pachinko „numa“)
Bei Pachinko handelt es sich um ein hochdotiertes Automatenspiel in einem illegalen Kasino, bei dem jede Kugel das Hundertfache einer normalen Pachinkokugel wert ist. Um eine Auszuahlung zu verhindern hat das Kasino einige Maßnahmen getroffen um sicherzustellen, dass nur 1 von 100 Kugeln treffen kann. Den "Sumpf" haben zuvor nur zwei Männer besiegt: Hyōdō und Tonegawa.

Serie 3

Minenfeld-Spiel „17 Züge“ (地雷ゲーム「17歩」 jirai gēmu „17-ho“)
In dieser Variante von Mahjongg stellen nur zwei Spieler aus einer zufälligen Auswahl von 34 Ziegeln ihre Hand zusammen. Ein Sieg ist nur per Mahjongg aus der Ablage des Gegners (Ron) und nicht per Tsumo möglich. Falls nach 17 Zügen kein Mahjongg erklärt wird, handelt es sich um ein Unentschieden. Die Ziegel werden neu gemischt und der Einsatz verdoppelt.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Der Manga von Nobuyuki Fukumoto erscheint in Japan seit 1996 im Magazin Young Magazine des Verlags Kodansha. Die Einzelkapitel wurden auch in bisher drei Serien zu dreizehn Bänden herausgebracht. Die vierte Serie läuft noch und hat bisher 6 Bände veröffentlicht. Die Serien wurden zudem in jeweils 6 Bänden einer KPC-Ausgabe veröffentlicht, von Serie 4 gibt es bereits 5 KPC-Bände (Stand: 7. Juni 2011).

Anime-Fernsehserie[Bearbeiten]

Madhouse animierte eine Anime-Fernsehserie auf Grundlage des Mangas, bei der Yuzo Sato Regie führte. Haruhito Takada war für das Charakterdesign zuständig. Die erste Staffel wurde vom 2. Oktober 2007 bis 1. April 2008 bei NipponTV ausgestrahlt und deckt die Serie 1 des Mangas ab. Die zweite Staffel Gyakkyō Burai Kaiji: Hakairoku-hen läuft derzeit ebenfalls bei NipponTV und umfasst das Chinchiro- und Pachinkospiel der 2. Serie.

Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle Japanischer Sprecher (Seiyū)
Kaiji Itō Masato Hagiwara
Kazutaka Hyōdō Masane Tsukayama
Yūji Endō Naoya Uchida
Yukio Tonegawa Hakuryū
Ōtsuki Chō

Musik[Bearbeiten]

Der Vorspann der Serie, Mirai wa Bokura no Te no Naka, stammt von Kaiji with Redbourn Cherries, das Abspannlied Makeinutatsu no Requiem von Hakuuryuu.

Realverfilmung[Bearbeiten]

Nippon TV produzierte in Verbindung mit Kodansha im Jahr 2009 unter der Regie von Tōya Satō und mit den beiden Hauptdarstellern aus Death Note auch einen Realfilm unter dem Namen Kaiji: Jinsei Gyakuten Game, der von der Tōhō vertrieben wurde. Der Film umfasst ebenfalls die Serie 1, hält sich allerdings nicht chronologisch an den Manga. So kommt das Zwangsarbeitslager bereits vor den Geschehnissen des Starside Hotels.

Außerdem wurde bereits im November 2010 eine Fortsetzung unter dem Namen Kaiji 2 angekündigt, die am 5. November 2011 erscheinen soll und in welchem Nobuyuki Fukumoto selbst am Drehbuch mitgewirkt hat. Neben dem Pachinko-Spiel wird es auch ein neues Spiel namens Hime to Dorei (姫と奴隷, „Prinzessin und Sklave) geben.[2]

Merchandising[Bearbeiten]

Zu Kaiji ist nicht nur das Kartenspiel "Limitiertes Stein-Schere-Papier" erhältlich, sondern seit dem 25. September 2008 auch das Nintendo DS-Spiel "Death or Survival", in dem man als Kaiji in limitiertem Stein-Schere-Papier und Stahlträger überleben muss und gegen einen weiteren Mitspieler auch bei E-Card antritt[3]. Zudem hat Kodansha im Jahr 2000 auch ein Spiel für die Playstation herausgegeben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatKaiji's Live-Action Film Gets Sequel Green-Lit in 2011. 18. November 2009, abgerufen am 7. Juni 2011 (englisch).
  2. Offizielle Website. 24. März 2011, abgerufen am 8. Juni 2011 (japanisch).
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGoods. Abgerufen am 7. Juni 2011 (japanisch).

Weblinks[Bearbeiten]