Tobias Kempe

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Tobias Kempe

Tobias Kempe im Trikot von Dynamo Dresden

Spielerinformationen
Geburtstag 27. Juni 1989
Geburtsort WeselDeutschland
Größe 184 cm
Position Mittelfeld / Sturm
Vereine in der Jugend
1995–2000
2000–2003
2003–2005
2005–2008
TV Voerde
SuS 09 Dinslaken
Borussia Mönchengladbach
Werder Bremen
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2008–2010
2010–2012
2012–2013
2013–2014
2014–
Werder Bremen II
FC Erzgebirge Aue
SC Paderborn 07
Dynamo Dresden
SV Darmstadt 98
49 (4)
59 (4)
15 (3)
33 (4)
10 (1)
Nationalmannschaft
2007
2008–2009
Deutschland U-18
Deutschland U-20
2 (0)
5 (1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 20. Oktober 2014

Tobias Kempe (* 27. Juni 1989 in Wesel) ist ein deutscher Fußballspieler. Er kann im Mittelfeld oder im Sturm eingesetzt werden.

Laufbahn[Bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten]

Kempe begann das Fußballspielen beim TV Voerde. Von dort aus wechselte er zunächst zum SuS 09 Dinslaken, dann zu Borussia Mönchengladbach und schließlich zu Werder Bremen. Hier wurde er 2007 Norddeutscher U-19-Meister.

Zur Saison 2008/09 wurde er in den Kader der zweiten Seniorenmannschaft aufgenommen und bestritt daraufhin am 5. Spieltag bei der 1:3-Auswärtsniederlage beim FC Rot-Weiß Erfurt sein Profiligadebüt in der dritthöchsten deutschen Spielklasse, als er in der 80. Minute für Philipp Bargfrede eingewechselt wurde. Im weiteren Verlauf der Serie blieb er zunächst Ergänzungsspieler und wurde bis zum 35. Spieltag insgesamt zehnmal eingewechselt. Dann gab er jedoch im Auswärtsspiel bei Wacker Burghausen, das 2:2 endete, seine Startelfpremiere und wurde daraufhin in den letzten Saisonpartien stets von Beginn an eingesetzt. Sein erstes Tor im Seniorenfußball schoss er am vorletzten Spieltag in Bremen gegen die Stuttgarter Kickers zum 2:0-Endstand, nachdem er bereits den Führungstreffer von Max Kruse vorbereitet hatte. Dieser Sieg reichte den Werderanern am Ende zum knappen Klassenerhalt, trotz einer 0:1-Niederlage bei den dadurch aufgestiegenen Fortunen aus Düsseldorf in der letzten Partie der Spielzeit.

2009/10 startete Kempe wieder als Einwechselspieler, bekam jedoch deutlich mehr Spielzeit als in seiner ersten Saison. So kam er in fast allen Partien zum Einsatz und stand auch mehrmals in der Startformation. Nachdem er von der Junioren-Weltmeisterschaft 2009 (siehe unten), wegen der er zwischenzeitlich für zwei Spiele nicht zur Verfügung stand, zurückkehrte, sicherte er sich ab dem 14. Spieltag einen Stammplatz und wurde ab diesem Zeitpunkt in allen Partien eingesetzt. In seinen 34 Spielen steigerte er seine Torausbeute auf drei Treffer. Mit seinem Team bewegte er sich zwar weiterhin nahezu ausschließlich in der unteren Tabellenhälfte, konnte diesmal den Nicht-Abstieg allerdings vorzeitig sichern.

Zur Saison 2010/11 entschied sich Kempe gegen eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrages, die ihm angeboten wurde und er wechselte ablösefrei in die 2. Bundesliga zum Aufsteiger FC Erzgebirge Aue.[1] Bei den „Veilchen“, gegen die er am letzten Spieltag der Vorsaison noch zum 2:1-Siegtor für Bremen getroffen und somit dazu beigetragen hatte, dass die Auer im Kampf um die Drittliga-Meisterschaft dem VfL Osnabrück den Vortritt lassen mussten, erhielt er einen Vertrag bis 2012. Zur Saison 2012/13 schloss sich Kempe dem SC Paderborn 07 an.[2] Bereits in der Winterpause der gleichen Spielzeit wechselte er zum Ligakonkurrenten Dynamo Dresden.

In der Zweitligasaison Saison 2014/15 wurde Kempe vom SV Darmstadt 98 unter Vertrag genommen.

In der Nationalmannschaft[Bearbeiten]

2007 wurde Kempe zum ersten Mal in eine Nachwuchsauswahlmannschaft des DFB berufen. Nach zwei Spielen für die U-18 spielte er ab 2008 für die U-20 und nahm mit ihr an der Junioren-Weltmeisterschaft 2009 teil. Dort bestritt er insgesamt drei Spiele, wobei er einmal aus-, sowie einmal ausgewechselt wurde. Im Achtelfinale gegen Nigeria wurde er in der 64. Minute wegen „rohem Spiel“ vom Platz gestellt. Die Entscheidung wurde auf der Internetpräsenz der Sportschau zwar als „unberechtigt“ bezeichnet[3], verhinderte jedoch trotzdem Kempes Einsatz im Viertelfinale, bei der 1:2-Niederlage nach Verlängerung gegen die Junioren Brasiliens.

Erfolge[Bearbeiten]

  • 2007: Norddeutscher U-19-Meister mit Werder Bremen

Familie[Bearbeiten]

Sein Vater Thomas absolvierte 391 Bundesligaspiele für den MSV Duisburg, den VfB Stuttgart und den VfL Bochum. Sein älterer Bruder Dennis ist für den Karlsruher SC aktiv.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. werder.de: Sommerfahrplan, Kempe-Wechsel und Hessel-Verlängerung
  2. Paderborn: Poljanec sechster Neuzugang, focus.de vom 20. Mai 2012 (abgerufen am 12. Juni 2012).
  3. sportschau.de: Kopplin lässt Deutschland weiter träumen