Toller Cranston

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Toller Cranston Eiskunstlauf
Toller Cranston im März 1974
Voller Name Toller Shalitoe Montague Cranston
Nation KanadaKanada Kanada
Geburtstag 20. April 1949
Geburtsort Hamilton, Ontario
Karriere
Disziplin Einzellauf
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
WM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Bronze Innsbruck 1976 Herren
ISU Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften
Bronze München 1974 Herren
 

Toller Shalitoe Montague Cranston, OC (* 20. April 1949 in Hamilton, Ontario) ist ein ehemaliger kanadischer Eiskunstläufer, der im Einzellauf startete.

Cranston wurde in Hamilton geboren und wuchs in Kirkland Lake auf. Im Alter von sechs Jahren begann er mit dem Eiskunstlaufen. Sein Aufstieg kam langsam. Bei seinen ersten nationalen Meisterschaften 1968 zeigte er keine gute Leistung und verfehlte die Nominierung für die Olympischen Spiele. Seine Trainerin Ellen Burka schaffte es aber, ihn zu motivieren.

Er war von 1971 bis 1976 kanadischer Meister im Eiskunstlauf. 1975 war er Kanadas Sportler des Jahres, 1977 erhielt er den Order of Canada. Obwohl er wegen seiner Schwächen im Pflichtprogramm nie Weltmeister oder Olympiasieger wurde, erhielt er regelmäßig Bestnoten im Kürprogramm, bei dem er durch seinen ausdrucksstarken Vortrag überzeugte. Zusammen mit John Curry hob er das Eiskunstlaufen auf ein neues künstlerisches Niveau.

Cranstons einzige Medaillen bei großen internationalen Turnieren waren zwei Bronzemedaillen. Diese errang er bei der Weltmeisterschaft 1974 in München sowie bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck. In München wurde er wie ein Weltmeister gefeiert. Im Alter von 27 Jahren wurde er Profi und trat auch als Choreograph von Eisrevuen in Erscheinung. 1980 und 1982 erhielt er dafür die Goldene Rose von Montreux. Außerdem arbeitete er als Fernsehkommentator.

Er trat in zahlreichen Eiskunstlauffilmen und TV-Specials auf, wie Stars on Ice (1980/81), „Strawberries on Ice“ und Die Eisprinzessin (1985) mit Katarina Witt.

Cranston lebt in San Miguel de Allende in Mexiko. Er betätigt sich heute als Maler und Illustrator. Seine Bilder drehen sich thematisch oft um das Eiskunstlaufen. Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt. Cranston hat auch drei Bücher veröffentlicht, davon zwei autobiografische, die er zusammen mit Martha Lowder Kimball verfasste. In seiner zweiten Autobiografie When Hell Freezes Over: Should I Bring My Skates? behauptet Cranston, während der Weltmeisterschaft 1973 eine Affäre mit Ondrej Nepela gehabt zu haben, die seine sportliche Leistung dort stark beeinflusste.

Ergebnisse[Bearbeiten]

Wettbewerb / Jahr 1969 1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976
Olympische Winterspiele 9. 3.
Weltmeisterschaften 13. 11. 5. 5. 3. 4. 4.
Kanadische Meisterschaften 3. 2. 1. 1. 1. 1. 1. 1.

Bücher[Bearbeiten]

Zusammen mit Martha Lowder Kimball schrieb Toller Cranston mehrere Bücher über Eiskunstlauf:

  • Zero tollerance: an intimate memoir by the man who revolutionized figure skating. Toronto 1997, ISBN 0-7710-2334-0
  • When hell freezes over, should I bring my skates? Toronto 2000, ISBN 0-7710-2336-7
  • Ice cream: thirty of the most interesting skaters in history. Toronto 2002, ISBN 0-7710-2332-4

Weblinks[Bearbeiten]