Tomáš Baťa

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Tomáš Baťa (* 3. April 1876 in Zlín; † 12. Juli 1932 ebenda) war ein tschechischer Unternehmer und Begründer des Baťa-Konzerns, heute der weltweit größte Hersteller von Schuhen.

Am 24. August 1894 gründete er in Zlín eine Schuhfabrik. Das Unternehmen war zwar neu, doch die Familie besaß bereits eine über dreihundert Jahre alte Tradition als Schuhmacher; Tomáš Baťa gehörte bereits der achten Generation an, die diesen Beruf ausübte. Mit der Einführung der Fabrikfertigung und der erstmaligen Belieferung des Einzelhandels modernisierte Baťa die Schuhindustrie.

Baťa war vom Flugsport begeistert und unterstützte die 1923 vom tschechischen Präsidenten Tomáš Garrigue Masaryk gegründete Masaryk-Flugliga (Masarykova letecká liga). Ab 1924 wurden in vom Baťa-Konzern zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten die Konstruktion von Segelflugzeugen vorangetrieben. 1935 entstand daraus das heute noch existierende Flugzeugbauunternehmen Zlín.

Der Baťa-Konzern stieg bis 1930 zum Weltmarktführer auf. Tomáš Baťa war einige Jahre Bürgermeister von Zlín. 1932 starb er 56jährig beim Absturz seines Privatflugzeuges vom Typ F 13, das Unternehmen ging an seinen Sohn Tomáš John Baťa über.

Baťa wirkte ebenfalls als Mäzen seiner Heimatstadt. Als Geschäftsführer besaß er in der Schuhfabrik ein Büro, welches, in einem Aufzug befindlich, in verschiedenen Stockwerken des Fabrikgebäudes angeordnet werden konnte. Baťa war auch verantwortlich für große städtebauliche Veränderungen in Zlín. Unter seiner Anleitung wurde die Stadt von namhaften Architekten im Stil des Funktionalismus gestaltet, wobei besonders die für die Fabriksarbeiter angelegten Wohnsiedlungen bedeutsam sind. Zlín gilt heute als erste funktionalistische Stadt der Welt.

Nach Baťa benannt sind:

[Bearbeiten] Literatur

  • Eugen Erdély: Thomas Bata - Ein Schuster erobert die Welt. Interna Aktuell 2004, ISBN 3934662846
  • Egon Erwin Kisch, Schuhwerk, in: Prager Pitaval-Späte Reportagen (Gesammelte Werke in Einzelausgaben II/2, Hrsg. v. Bodo Uhse u. Gisela Kisch, Berlin u. Weimar/DDR 1969, S. 415-428.

[Bearbeiten] Weblinks

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