Tom Angelripper

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Tom Angelripper beim Iron Fest 2005

Tom Angelripper (* 19. Februar 1963 in Gelsenkirchen; eigentlich Thomas Such[1]) ist ein deutscher Metal-Musiker. Er ist Sänger und Bassist der Thrash-Metal-Band Sodom.

Biografie[Bearbeiten]

Tom Angelripper arbeitete zunächst als Bergmann: „Um richtig Geld zu verdienen, gab es nur eine Möglichkeit: auf Zeche gehen […] Mein Onkel ist mit mir losgezogen, und am nächsten Montag konnte ich anfangen, Zeugnisse oder so etwas wollte niemand sehen.“ Der für damalige Verhältnisse ordentliche Lohn von 500 DM im ersten Lehrjahr „floss fast ausschließlich in das Hobby Metal und relativierte die Anstrengungen unter Tage. ‚Metal war für uns Religion. Ich hatte 30 Mann in der Berufsschulklasse, keiner außer mir kannte Motörhead, und es war mir egal.‘“[2] Angelripper wurde gelernter Grubenschlosser und arbeitete als solcher zehn Jahre unter Tage.[3] Die Demoaufnahme der Band Venom inspirierte ihn 1980, Musiker zu werden.[3] 1982 gründete er die Band Sodom. Nach dem Erfolg des dritten Sodom-Albums Agent Orange gab er seinen Job unter Tage auf und wurde Berufsmusiker; inzwischen bezeichnet er das Musikgeschäft jedoch als „hartes Brot“, das ihn mittlerweile maßlos enttäusche und das er „keinem jungen Mann empfehlen kann. Die Ellenbogengesellschaft und der Konkurrenzdruck haben sich auch hierhin übertragen.“[3] In dem Soloprojekt unter seinem Künstlernamen Tom Angelripper, später auch als Onkel Tom, widmete er sich anfangs der Aufarbeitung von Schlager- und Trinkliedern, aber zunehmend auch eigenen Kompositionen im Metal-Stil, die meist den Alkohol preisen.

Tom Angelripper wurde von Alex Kraft für das Debütalbum The Dawn of Dying der im Western- und Country-Stil spielenden Band Dezperadoz als Sänger verpflichtet, was laut Alex Kraft zum Missverständnis führte, dass es sich um ein „Onkel-Tom-Projekt“ handle. Angelripper musste die Band verlassen, da ihm wegen Sodom und Onkel Tom nicht mehr genug Zeit blieb.[4] Zuletzt sang Tom Angelripper nur noch bei dem Lied Ring of Fire, im Original von Johnny Cash, als Gast mit.

In einem Interview mit dem Pressure Magazine gab Tom Angelripper bekannt, dass er in komplett neuer Bandbesetzung, allein Alex Kraft sei geblieben, aktuell an einem neuen Onkel-Tom-Doppelalbum arbeite, welches 20 Titel beinhalten und den Titel Nunc est bibendum tragen soll.[5] Das Album soll via Drakkar Entertainment erscheinen.

2011 sowie 2014 war Tom Angelripper sowohl mit seiner Band Sodom als auch mit seinem Soloprojekt Onkel Tom auf dem Wacken Open Air zu sehen.

Angelripper hat eine Tochter[1] sowie einen Sohn.

Diskografie (Solo)[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

  • 1995: Delirium
  • 2004: Bon Scott hab’ ich noch live gesehen

Alben[Bearbeiten]

  • 1996: Ein schöner Tag...
  • 1998: Ein Tröpfchen voller Glück
  • 1999: Ein Strauß bunter Melodien
  • 1999: Das blaueste Album der Welt! - Best of...
  • 2000: Ich glaub’ nicht an den Weihnachtsmann
  • 2001: Das blaueste Album der Welt! - Best of... [Neuauflage]
  • 2011: Nunc est bibendum
  • 2014: H.E.L.D.

DVDs[Bearbeiten]

  • 2004: Lieder die das Leben schreibte

Mit Desperados[Bearbeiten]

  • 2000: The Dawn of Dying

Mit Die Knappen[Bearbeiten]

  • 2009: Glück auf! (Single)
  • 2010: Auf Kohle geboren

Gastauftritte[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Atomic Steif im Tales of the Macabre, Nr. 5.
  2. Tom Küppers: Metal im Pott. Ruhr-Thrash. In: Metal Hammer, Juni 2010, S. 42f, abgerufen am 1. Februar 2013.
  3. a b c Thomas Strater: Couch. Tom Angelripper. In: Metal Hammer, April 2013, S. 14.
  4. Matthias Mineur: Desperadoz. Western Metal. In: Metal Hammer, Juni 2006, S. 82.
  5. Interview mit Tom Angelripper bei Pressure Magazine http://www.pressuremagazine.de/interview/interview-tom-angelripper-alias-onkel-tom.html