Tom Berenger

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Tom Berenger (2013)

Tom Berenger (* 31. Mai 1949 in Chicago, Illinois; eigentlich Thomas Michael Moore) ist ein US-amerikanischer Schauspieler. Hauptsächlich wurde er bekannt durch seine Rollen in Actionfilmen.

Leben[Bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Berenger wurde in einer irischen katholischen Familie aus Chicago geboren. Sein Vater arbeitete als Verkäufer von Druckereimaschinen, die Mutter widmete sich der Familie, zu der noch eine ältere Schwester gehörte. Er besuchte die Rich East High School – Jahre später stand sein damals bester Freund namens Behringer Pate für seinen Künstlernamen.

Er studierte an der Universität von Missouri Journalismus, entschied sich aber später, nachdem er eine Hauptrolle in dem Bühnenstück Wer hat Angst vor Virginia Woolf? gespielt hatte, für eine Schauspielkarriere.

Vor seiner Schauspielkarriere war Berenger Flugbegleiter bei der inzwischen aufgelösten Fluglinie Eastern Air Lines.

Karriere als Schauspieler[Bearbeiten]

Zuerst nur in lokalen Theatergruppen zu sehen, zog er in den 1970ern nach New York, wo er dann in einigen Seifenopern Rollen erhielt und eine Schauspielschule besuchte. Allerdings war er häufig gezwungen, Gelegenheitsjobs anzunehmen, um sich über Wasser halten zu können. So arbeitete er z. B. bei einer Fluglinie als Steward, trat in Werbespots für Zahnpasta auf und war für die Agentur Wilhelma als Model tätig.

Seine erste Hauptrolle hatte er in Rush it (1976), ein Film, der zwar bald in Vergessenheit geriet, aber mit einigen später beachteten Schauspielern besetzt war. Im gleichen Jahr heiratete er seine langjährige Jugendliebe Barbara Wilson.

1977 spielte er eine vielbeachtete Nebenrolle als Mörder von Diane Keaton in Auf der Suche nach Mr. Goodbar. Es folgten noch einige andere Rollen, doch seinen Durchbruch hatte er erst in den 1980ern. Einer der ersten kommerziell erfolgreichen Filme war Der große Frust, in dem er neben Glenn Close, Jeff Goldblum, William Hurt und Kevin Kline agiert.

Vor allem die Rolle des Sgt. Barnes im Antikriegsfilm Platoon (1986) verschaffte ihm Bekanntheit und Anerkennung: Er erhielt dafür eine Oscarnominierung sowie einen Golden Globe für seine Leistungen. In den Folgejahren spielte er unter renommierten Regisseuren (Ridley Scott, Constantin Costa-Gavras, Jim Sheridan, Héctor Babenco, Wolfgang Petersen, Dennis Hopper, Robert Altman, Sönke Wortmann) und an der Seite bekannter Schauspieler: (Sidney Poitier, Debra Winger, Aidan Quinn, Kathy Bates, Bob Hoskins, Charlie Sheen, Sharon Stone, Kenneth Branagh, Daryl Hannah).

Eine eigene Produktionsfirma namens First Corps Endeavours, die in den Jahren 1995 bis 1997 drei seiner Filme produzierte, konnte ihm keinen Erfolg bescheren.

Im Jahr 2010 war er in Christopher Nolans Film Inception zu sehen.[1]

Privatleben[Bearbeiten]

Berenger hat zwei Kinder von seiner ersten Frau, Barbara Wilson (geborene Moore), mit der er von 1976 bis 1984 verheiratet war: Allison Moore (geboren 1977) und Patrick Moore (geboren 1978). Er hat drei Töchter von seiner zweiten Frau Lisa Williams (mit ihr war er von 1986 bis 1997 verheiratet): Chelsea Moore (geboren 1987), Chloe Moore (geboren 1988) und Shiloh Moore (geboren 1995). Er hat eine Tochter, Scout Moore (geboren 1998), mit Patricia Alvaran, verheiratet im Jahr 1998. Er heiratete Laura Moretti in Sedona, Arizona Anfang September 2012.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1987: Golden Globe als Bester Nebendarsteller für Platoon
  • 1987: Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller für Platoon
  • 1993: Emmy-Nominierung als Gastdarsteller in einer Comedyserie für Cheers
  • 1994: Goldene Himbeere-Nominierung als Schlechtester Nebendarsteller für Sliver
  • 2010: PFCS Award-Nomierung für das Beste Schauspielensemble für Inception (zusammen mit dem restlichen Cast)
  • 2011: COFCA Award-Nomierung für das Beste Schauspielensemble für Inception (zusammen mit dem restlichen Cast)
  • 2012: Emmy als Bester Nebendarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für Hatfields & McCoys.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tom Berenger in Inception. hollow-art.com; abgerufen 17. Juni 2013.