Tom Egeland

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Tom Egeland (* 8. Juli 1959 in Oslo) ist ein norwegischer Autor und Journalist. Geboren und aufgewachsen in Oslo, arbeitete Egeland zunächst als Journalist für die norwegische Männerzeitschrift Vi Menn und die Zeitung Aftenposten, später als Redaktionschef (1992–2000) und Nachrichtenchef (2000–2006) in der Oslo-Redaktion des norwegischen Senders TV 2. Ab 2006 verfolgte er seine Autorenkarriere in Vollzeit. Seine Bücher wurden in 18 Sprachen übersetzt.

Egeland debütierte 1988 mit dem Horrorroman Stien mot fortiden (Der Pfad zur Vergangenheit), über ein modernes Paar, das in der norwegischen Wikingerzeit gefangen wird.

Der Durchbruch beim Publikum kam mit Sirkelens ende (dt. Frevel, Goldmann, 2006), über den Fund eines Goldschreins, der ein 2000 Jahre altes Manuskript enthält, das unser Verständnis von Jesus und dem Christentum grundlegend ändern sollte. Einige Jahre nach Erscheinen dieses Romans 2001 wurde von Rezensenten und Lesern auf die großen thematischen Ähnlichkeiten zu Dan Browns internationalem Bestseller Sakrileg hingewiesen, der zwei Jahre (2003) später erschien. Egeland selbst hat Andeutungen, Brown habe ihn plagiiert, in Interviews sowohl in norwegischen als auch in internationalen Medien, kategorisch zurückgewiesen. Da Sirkelens Ende zu diesem Zeitpunkt noch nicht ins Englische übersetzt war, geht man heute davon aus, dass die Ähnlichkeiten zwischen beiden Romanen, obschon frappierend, zufällig sind, und eher davon zeugen, dass beide Autoren dieselben Quellen bei ihren Recherchen benutzten.

Sein Roman Ulvenatten von 2005 (dt. Wolfsnacht, Goldmann, 2007), wurde 2008 von Kjell Sundvall verfilmt.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2009 Riverton-Preis für Lucifers evangelium des norwegischen Rivertonklubben für das beste kriminalliterarische Werk des Jahres

Bibliographie[Bearbeiten]

  • Bjørn Beltø-Reihe
    • 2001 Sirkelens ende (dt. Frevel, Goldmann, 2006) – Thriller
    • 2007 Paktens voktere (dt. Der Pakt der Wächter, Goldmann, 2008) – Thriller
    • 2009 Lucifers evangelium (dt. Das Luzifer Evangelium, Goldmann, 2011) – Thriller
    • 2012 Nostradamus Testamente (dt. Das Nostradamus-Testament, 2014) - Thriller
  • 1988 Stien mot fortiden (Neuausgabe 2006 unter dem Titel Ragnarok) – Horrorroman
  • 1993 Skyggelandet – Horrorroman
  • 1997 Trollspeilet (dt. Tabu, Goldmann, April 2008) – Kriminalroman
  • 2003 Åndebrettet (dt. Das Hexenbrett, Goldmann, Oktober 2007) – Kriminalroman
  • 2005 Ulvenatten (dt. Wolfsnacht, Goldmann, Januar 2007) – Thriller

Die meisten dieser Bücher sind in sich abgeschlossene Erzählungen, allerdings finden sich die in Trollspeilet eingeführten Hauptpersonen Kristin Bye (Fernsehmoderatorin) und Gunnar Borg (pensionierter Journalist) in Das Hexenbrett und Wolfsnacht wieder. Diese Romane bilden damit die Bye/Borg-Serie innerhalb Egeland's Werk. Ragnarok, Skyggelandet, Trollspeilet und Das Hexenbrett spielen alle (in Teilen) in der von Egeland entworfenen, fiktiven ur-norwegischen Telemark-Kleinstadt Juvdal, sind aber ansonsten unabhängig voneinander.

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Ulvenatten in der Internet Movie Database (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]