Tom Hayden

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Thomas Emmett „Tom“ Hayden (* 11. Dezember 1939 in Detroit, Michigan) ist ein US-amerikanischer Aktivist, der sich seit den frühen 1960er-Jahren für die Friedens- und Bürgerrechtsbewegung engagiert.

1968 gehörte er zu den legendären „Chicago Seven,“[1] die im Rahmen der gewalttätigen Proteste gegen den Vietnamkrieg beim Nominierungsparteitag der Demokratischen Partei verhaftet und eineinhalb Jahre später freigelassen worden waren. Mit der Schauspielerin Jane Fonda war er von 1973 bis 1990 verheiratet; 1973 wurde ihr gemeinsamer Sohn Troy Garity geboren. Seit 1993 ist er mit der Schauspielerin Barbara Williams verheiratet.

Von 1982 bis 2000 saß er für die Demokratische Partei im Parlament von Kalifornien: von 1982 bis 1992 im Abgeordnetenhaus, danach bis 2000 im Staatssenat. Er ist Autor von 15 Büchern und zahlreichen Essays.

In seinem 2007 veröffentlichten Buch „Street Wars“ hat Hayden das Fazit seiner langjährigen Arbeit für eine Befriedung und Rehabilitation der Gangjugend niedergeschrieben. Darin vertritt er die These, dass in einer modernen Form des Rassismus der Begriff „Rasse“ durch den Begriff „Kriminelle“ abgelöst worden sei. Das Rassenproblem sei damit rhetorisch in ein Kriminalitätsproblem verwandelt worden. Die Kriminalität der ethnischen Minderheiten sei aber ihrerseits eine Folge der Politik, die durch ihre harte Vorgehensweise die Betroffenen zu Kriminellen abgestempelt habe. Aus der Sicht unseres Wirtschaftssystems seien die Gang-Mitglieder menschlicher Überschuss, den man allzu gerne wegsperren wolle. Die Gefängnisinsassen, die für nur wenig Lohn arbeiten, ließe man dann moderne Sklavenarbeit leisten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Tom Hayden: Der Prozess von Chicago („Trial“). Suhrkamp-Verlag, Frankfurt/M. 1971. In der DNB, ohne ISBN-Angabe[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview mit Tom Hayden von Jonathan Fischer. 9. August 2007
  2. http://d-nb.info/456928863

Weblinks[Bearbeiten]