Tom Jeffords

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Thomas Jonathan Jeffords (* 1. Januar 1832; † 21. Februar 1914) war Besitzer einer kleinen Relaisstation des Pony Express, gelegen in der Nähe des sogenannten Apache Passes zu Füßen der Chiricahua Mountains.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Aufgrund der geschichtlichen Umstände, die zu Auseinandersetzungen zwischen Einwanderern und Apachen führten, nahmen Ausfälle von Postreitern in Jeffords Diensten zu. Als er kurz vor dem Ruin stand, bestieg er sein Pferd und ritt alleine in die unwegsamen Schluchten und Täler der Chiricahua Mountains, um den Häuptling Cochise zu suchen. Cochise stand zu diesem Zeitpunkt im Kampf mit den Europäern. Der Ritt Jeffords glich deshalb in den Augen der meisten Zeitgenossen, gleichgültig ob Indianer oder Weißer, einem Selbstmord und, da den Apachen extremste Gräueltaten an gefangenen Weißen nachgesagt wurden, zudem einem Ritt in einen grausamen Tod. Jeffords benötigte mehrere Tage, bis er auf Späher von Cochise stieß, die den Auftrag hatten, den einsamen „Verrückten“ zu ihrem Häuptling zu bringen. Im Lager von Cochise und seinen Leuten angekommen ging Jeffords ohne Zögern und ohne ein einziges Anzeichen der Angst ans Feuer des Häuptlings und sprach ihn direkt an. Er schilderte dem verblüfften Häuptling der Chiricahua die Not, die ihm die Ausfälle seiner Reiter und der durch sie transportierten Post bereitete. Er bat den Häuptling, seine Ponyreiter in Zukunft zu verschonen. Als Gegenleistung bot Tom Jeffords dem Häuptling seine lebenslange Freundschaft an.

Cochise, der nichts mehr bewunderte als den Mut eines tapferen Mannes, gab Jeffords das Versprechen, dass nicht nur seine Krieger die Reiter des Pony Express verschonen würden, die Chiricahua würden außerdem gegen andere Feinde der Postreiter vorgehen. Und er hielt Wort. Unter der schützenden Hand Cochise' ritten fortan Jeffords Reiter durch das Gebiet der Apachen. Auch Jeffords hielt Wort. Lebenslang hielt er Cochise treu Freundschaft. Unter anderem vermittelte er zwischen Cochise und der US-Armee zum Frieden nach langen Jahren des Apachenkrieges.

Die Geschichte von Tom Jeffords, General Howard, Cochise und den Apachenkriegen wurde 1947 in dem auf historischen Tatsachen basierenden Buch Blood brother von Elliott Arnold erzählt, welches 1950 für den Film Der gebrochene Pfeil adaptiert wurde. 1956 kam die Geschichte als Serie mit 72 Folgen ins Fernsehen.

Weblinks[Bearbeiten]