Tom Selleck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tom Selleck (2010)

Tom Selleck (* 29. Januar 1945 in Detroit, Michigan als Thomas William Selleck) ist ein US-amerikanischer Schauspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Nach der High School studierte der 1,93 m große Selleck an der University of Southern California mit einem Basketball-Stipendium.[1] Danach nahm Selleck Unterricht an der Schauspielschule Beverly Hills Playhouse. 1970 gab er in der Fernsehproduktion Jagd auf den Kinomörder sein Debüt.

Es folgten zahlreiche Auftritte in B-Movies, bevor ihm 1980 mit dem Fernsehkrimi Magnum und der darauf basierenden gleichnamigen Fernsehserie der Durchbruch gelang. Er avancierte zu einem der bekanntesten und beliebtesten Schauspieler der 1980er-Jahre. Selleck spielte acht Jahre lang den hawaiianischen Privatdetektiv und Ferrari-Liebhaber Thomas Magnum. Für diese Rolle wurde Selleck mit einem Emmy und einem Golden Globe ausgezeichnet und erhielt als „Frauenschwarm“ die Auszeichnungen „God’s Gift To Women“ sowie „Sexiest Man Of America“. Während dieser Zeit war er gezwungen, aus vertraglichen Gründen mehrere so attraktive wie lukrative Rollenangebote auszuschlagen. So war er beispielsweise ursprünglich Steven Spielbergs Wunschbesetzung für die Rolle des Indiana Jones, die dann an Harrison Ford ging.[2]

Trotz diverser Kinoerfolge wie Quigley der Australier, Noch drei Männer, noch ein Baby und In & Out erlangte Selleck in erster Linie als Fernsehstar Bekanntheit. Gut die Hälfte seiner Filme sind Fernsehproduktionen. In der Erfolgs-Sitcom Friends verkörperte er ab 1996 zehn Folgen lang als Dr. Richard Burke den Freund von Monica Geller (Courteney Cox) und hatte auch in der Fernsehserie Boston Legal für vier Folgen eine wiederkehrende Rolle. 2004 spielte er in dem Fernsehfilm Countdown to D-Day den späteren US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower. In der letzten Staffel der Serie Las Vegas war er für 19 Folgen in einer Hauptrolle zu sehen.

Seit 2005 zeichnet Selleck als Produzent verantwortlich für die Fernsehverfilmungen mehrerer Kriminalromane von Robert B. Parker, der schon die Vorlagen für die Fernsehserie Spenser lieferte. Die Fernsehserie Jesse Stone handelt vom gleichnamigen, alkoholkranken und unter seiner Scheidung leidenden Polizeichef in der fiktiven Stadt Paradise, Massachusetts. Tom Selleck übernahm mittlerweile in der achten der Romanverfilmungen die Verkörperung der Titelrolle.

2010 war Selleck in der Action-Filmkomödie Kiss & Kill u.a. mit Ashton Kutcher zu sehen. Seit Herbst 2010 ist Selleck auch einer der Hauptdarsteller in der US-amerikanischen Polizeiserie Blue Bloods – Crime Scene New York.

Tom Selleck war von 1970 bis 1982 mit dem früheren Fotomodell Jacqueline Ray verheiratet, deren Sohn (* 1966) aus erster Ehe er adoptiert hat. Er ist seit 1987 mit seiner Kollegin Jillie Mack (* 1957) verheiratet, ihre gemeinsame Tochter wurde 1988 geboren.

Trivia[Bearbeiten]

  • Für Aufsehen sorgte 1999 Rosie O’Donnell, die Selleck in ihrer Talkshow wegen seiner Mitgliedschaft im Verband der Schusswaffenbesitzer National Rifle Association (NRA) verbal angriff.[2] Selleck ist Mitglied im Vorstand der NRA.[3]
  • Durch die Fernsehserie Magnum wurde der Schnurrbart zu seinem Markenzeichen, ohne den er fast nie zu sehen war. Inzwischen modifiziert er aber sein Aussehen, indem er häufig auch Kinnbart trägt.
  • Sein deutscher Synchronsprecher ist zumeist Norbert Langer.[4]
  • Selleck spielte in den 1980ern eine Reihe von Volleyballturnieren und war Ehrenspielführer, als die US-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles die Goldmedaille gewann.[5]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1970: Jagd auf den Kinomörder (The Movie Murderer)
  • 1970: Männer wie Tiger
  • 1971: The Seven Minutes
  • 1972: Die Töchter Satans (Daughters of Satan)
  • 1973: Terminal Island
  • 1974: Schatten der Leidenschaft (The Young and the Restless)
  • 1975: Returning Home
  • 1975: Die Straßen von San Francisco (The Streets of San Francisco, Fernsehserie, Episode 4x13)
  • 1976: Schlacht um Midway (Midway)
  • 1976: Drei Engel für Charlie (Fernsehserie, Episode 1x06)
  • 1976: Most Wanted (Fernsehserie)
  • 1977: Bunco
  • 1977: Mit Agenten spielt man nicht (The Washington Affair)
  • 1978: Coma
  • 1978: Die Supertypen (The Concrete Cowboys)
  • 1978: Superdome
  • 1978: Operation Valhalla (The Gypsy Warriors)
  • 1978: Taxi (Fernsehserie, 1 Episode)
  • 1978–1979: Detektiv Rockford – Anruf genügt (Fernsehserie, 2 Episoden)
  • 1979: Die Sacketts (The Sacketts)
  • 1979: Der Costa Rica-Auftrag (The Chinese Typewriter)
  • 1980–1988: Magnum (Fernsehserie, 158 Folgen)
  • 1981: Ein Colt für alle Fälle (Fernsehserie, Episode 1x10)
  • 1982: Die Schattenreiter (The Shadow Riders)
  • 1982: Scheidungskriege (Divorce Wars: A Love Story)
  • 1983: Höllenjagd bis ans Ende der Welt (High Road to China)
  • 1983: Lassiter
  • 1984: Runaway – Spinnen des Todes (Runaway)
  • 1987: Noch drei Männer, noch ein Baby (Three Men and a Baby)
  • 1989: Ninas Alibi (Her Alibi)
  • 1989: Von Bullen aufs Kreuz gelegt (An Innocent Man)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tom Selleck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dick Vitale: Jason Williams' injury a big topic at U.S. Open. ESPN. 17. April 2003. Abgerufen am 10. August 2010.
  2. a b Biografie auf imdb.com
  3. http://www.motherjones.com/politics/2013/01/nra-board-members-selleck-nugent?page=2
  4. synchronkartei.de
  5. Douglas Fairbanks and the Birth of Hollywood's Love Affair with the Olympics