Tom Trybull

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Tom Trybull

Trybull im Training mit Werder Bremen,
6. April 2012

Spielerinformationen
Geburtstag 9. März 1993
Geburtsort BerlinDeutschland
Größe 181 cm
Position Mittelfeldspieler, Abwehrspieler
Vereine in der Jugend
1998–1999
1999–2002
2002–2008
2008–2011
FC Berlin
SV Lichtenberg 47
1. FC Union Berlin
F.C. Hansa Rostock
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2010–2011
2011–2013
2011–2013
2014–
F.C. Hansa Rostock
SV Werder Bremen II
SV Werder Bremen
FC St. Pauli
18 (0)
30 (0)
21 (1)
12 (0)
Nationalmannschaft2
2009
2011
2011
2012–2013
Deutschland U-17 [1]
Deutschland U-18 [1]
Deutschland U-19 [1]
Deutschland U-20 [1]
2 (0)
1 (0)
2 (0)
4 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2013/14
2 Stand: 3. Januar 2014

Tom Trybull ([tɔm ˈtribʊl]; * 9. März 1993 in Berlin) ist ein deutscher Fußballspieler, der sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann. Der neunfache Jugendnationalspieler des DFB absolvierte seine ersten Spiele im Profifußball für den F.C. Hansa Rostock in der 3. Liga, bevor er ab 2011 für den SV Werder Bremen in der Bundesliga und ab 2014 für den FC St. Pauli in der 2. Bundesliga spielte.

Karriere[Bearbeiten]

Jugend in Berlin und Rostock[Bearbeiten]

Als gebürtiger Berliner durchlief Trybull die Jugendabteilungen der Vereine FC Berlin, SV Lichtenberg 47 und 1. FC Union Berlin in seiner Heimatstadt. Anfang 2008 spielte Trybull, obwohl er als 15-Jähriger noch für die U-15 spielberechtigt war, bereits für Union in der U-17-Regionalliga, bevor er zum Sommer 2008 zum F.C. Hansa Rostock wechselte.[2]

Für Rostock spielte Trybull zunächst auch altersgemäß in der U-17-Bundesliga, in deren Spielzeit 2008/09 er mit 25 Einsätzen zu Hansas Stammkräften zählte. In der Folgespielzeit 2009/10 absolvierte Trybull daraufhin noch weitere 16 Einsätze in der U-17-Bundesliga, womit er sich auch für die U-17-Nationalmannschaft des DFB empfahl und für diese im November 2009 zwei Einsätze bestritt. Bereits zur Winterpause trainierte Trybull aber schon unter Michael Hartmann mit Rostocks U-19,[3] für die er ab Frühjahr 2010 auch in der U-19-Bundesliga auflief. So kam Trybull während der Spielzeit 2009/10 zu zwölf Einsätzen für Rostocks A-Jugend, die zum Ende der Saison den ersten Platz ihrer Bundesliga-Staffel belegte und sich somit für die Endrunde um die Deutsche Jugendmeisterschaft qualifizierte. In dieser bestritt Trybull daraufhin sowohl die Halbfinals gegen Mainz als auch das Finale gegen Leverkusen, welches Hansa durch einen 1:0-Sieg den ersten nationalen Jugendtitel seit der Wiedervereinigung einbrachte.

Anfänge bei Hansa Rostock[Bearbeiten]

Im Sommer 2010 rückte Trybull auch altergemäß in die nun von Roland Kroos trainierte U-19 Rostocks auf. Als in der Profimannschaft des Vereins, die 2010/11 als Zweitliga-Absteiger in der 3. Liga spielte, mit Matthias Holst und Stephan Gusche die etatmäßige Innenverteidigung verletzungsbedingt ausfiel, wurde Trybull jedoch zusammen mit dem 18-Jährigen Pelle Jensen von Trainer Peter Vollmann in den Kader der Profis berufen.[4] Am 23. Oktober 2010 bestritt der zu diesem Zeitpunkt 17-Jährige Trybull daraufhin sein Debüt im Profifußball, als er in der Schlußphase des Spiels gegen Dresden eingewechselt wurde. Im folgenden Dezember 2010 brach Trybull seine schulische Laufbahn am Fachgymnasium in Rostock-Evershagen in der elften Jahrgangsstufe ab, um sich künftig auf den Fußball zu konzentrieren.[5]

Zu Jahresbeginn 2011 spielte sich Trybull mit weiteren Einsätzen für Hansa in der 3. Liga erneut in den Fokus des DFB, so dass er am 24. März 2011 erstmals für die U-18-Nationalmannschaft auflief. Im Verein wurde er vereinzelt aber weiterhin auch in der U-19 des Vereins eingesetzt, die in der U-19-Bundesliga 2010/11 unter Trainer Roland Kroos nicht an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen konnte, dafür aber das Finale des DFB-Junioren-Vereinspokal 2010/11 gegen Freiburg erreichte. Dieses verlor Rostock allerdings ohne Mitwirkung des Rot-gesperrten Trybull. Mit Rostocks Profiteam hingegen konnte Trybull in dieser Spielzeit einen Pokaltitel gewinnen: Obwohl er im Finale des Mecklenburg-Vorpommern-Pokals gegen Wismar ebenfalls nicht eingesetzt wurde, hatte er durch seine Mitwirkung im Halbfinalspiel gegen die TSG Neustrelitz auch Anteil am Pokalsieg der Hanseaten gehabt. Im Ligabetrieb hatte Trybull zum Saisonende zudem insgesamt 18 Einsätze bestritten, mit denen er zum sofortigen Wiederaufstieg Rostocks in die 2. Bundesliga beitrug.

Bundesliga mit Werder Bremen[Bearbeiten]

Obwohl Trybull zunächst noch bis 2012 mit anschließender Option zur Verlängerung an den F.C. Hansa gebunden war,[5] wechselte er in der Sommerpause 2011 zum Erstligisten SV Werder Bremen, bei dem er einen Vertrag bis Sommer 2014 unterschrieb.[6] Dabei vereinbarten die Vereine zwar Stillschweigen über die Modalitäten dieses Wechsels, doch wechselte gleichzeitig der Bremer Spieler Timo Perthel nach Rostock.[7] Nach Felix Kroos war Trybull damit der zweite Jugendnationalspieler binnen eines Jahres, der von Hansa zu Werder wechselte.

In Bremen spielte Trybull zunächst für die von Thomas Wolter trainierte Reservemannschaft in der 3. Liga, für die er im Laufe der Hinrunde 2011/12 insgesamt 18 Partien absolvierte. Zudem war er im Sommer in die deutsche U-19-Nationalmannschaft aufgerückt, für die er im November 2011 zwei Spiele gegen die ägyptische U-19-Auswahl bestritt. Gleichzeitig gehörte Trybull aber auch zum Bundesligakader Bremens unter Thomas Schaaf, so dass er sich auch für Einsätze in der Erstliga-Saison 2011/12 empfehlen konnte. Am 21. Januar 2012 debütierte der Defensivspieler schließlich im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern in der Startelf und konnte während seines vierten Bundesligaeinsatzes am 18. Februar 2012 gegen den Hamburger SV auch sein erstes Tor im Herrenbereich erzielen. Für die Reservemannschaft, die im weiteren Saisonverlauf gegen den letztlich nicht mehr abzuwendenden Abstieg in die Regionalliga spielte, lief Trybull daraufhin nicht mehr auf, sondern etablierte sich stattdessen als Stammkraft in Bremens Profimannschaft. So kam er bis zum Sommer zu insgesamt 15 Bundesliga-Einsätzen, doch konnte sich Bremen anders als in den Vorjahren nur noch im Mittelfeld der Abschlusstabelle positionieren.

Zur Folgesaison 2012/13 verlor Trybull auch durch Verletzungen bedingt[8] seinen Platz im Bremer Profiteam, so dass er zu lediglich vier Einsätzen für die Mannschaft kam, die sich zum Saisonende im unteren Drittel der Tabelle wiederfand. Hinzu kamen sechs Einsätze für Bremens Reservemannschaft in der Regionalliga-Saison 2011/12, während derer die Mannschaft den angestrebten Wiederaufstieg in die 3. Liga verfehlte. Für die U-20-Nationalmannschaft lief Trybull in diesem Zeitraum jedoch noch 4-fach auf.

2013/14 kam Trybull während der Hinrunde zu lediglich zwei Kurzeinsätzen für die mittlerweile durch Robin Dutt betreute Bundesligamannschaft, weshalb er zur Winterpause einen Vereinswechsel anstrebte. Eine ihm angebotene Verlängerung seines zum Saisonende auslaufenden Vertrags bei Werder mit anschließender Leihe zu einem anderen Verein lehnte Trybull allerdings ab.[8]

Trybull beim FC St. Pauli[Bearbeiten]

Zu Jahresbeginn 2014 wechselte Trybull daraufhin in die 2. Bundesliga zum FC St. Pauli, bei dem er einen zunächst bis 2017 befristeten Vertrag unterzeichnete.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d DFB.de: U-17-, U-18-, U-19-, U-20-Nationalspieler Trybull
  2. Bild.de, 16. April 2008: Hansa holt sich Unions Super-Talent, abgerufen am 23. Oktober 2010
  3. FC-Hansa.de, 17. Dezember 2009: Michael Hartmann: „Ich habe eine tolle Truppe“, abgerufen am 23. Oktober 2010
  4. FC-Hansa.de, 22. Oktober 2010: Jensen und Trybull im Kader für Dresden-Spiel, abgerufen am 23. Oktober 2010
  5. a b Ostsee-Zeitung.de, 1. Februar 2011: Gestern Gymnasiast, heute Profi: Talent Trybull startet durch, abgerufen am 1. Februar 2011
  6. Werder.de, 6. Juni 2011: Trybull kommt vom FC Hansa, Perthel geht, abgerufen am 6. Juni 2011
  7. FC-Hansa.de, 6. Juni 2011: Verpflichtung & Verkauf – Perthel kommt, Trybull geht, abgerufen am 6. Juni 2011
  8. a b Kreiszeitung.de, 3. Januar 2014: Trybull zieht die Notbremse, abgerufen am 3. Januar 2013
  9. FC St. Pauli: FC St. Pauli verpflichtet Trybull, abgerufen am 3. Januar 2014