Tomasz Łubieński

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Tomasz Łubieński
Herb Baronowski, Wappen von Tomasz Łubieński

Tomasz Andrzej Adam Łubieński Herb Pomian (* 24. Dezember 1784 in Szczytniki Kreis Kalisz; † 27. August 1870 in Warschau) war 1. Chevauleger, preußischer Graf, Baron des Ersten Kaiserreichs, General, Senatoren-Kastellan Kongresspolens im Jahr 1829, Gutsbesitzer in Kalisz und Unternehmer.

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Im Alter von sechs Jahren wurde Tomasz Łubieński als Begleiter der nationalen Kavallerie eingetragen und zwei Jahre später zum Fähnrich befördert. Im Jahr 1801 nahm er ein paar Monate lang Unterricht bei der polnischen Gesellschaft in Wien. Dort studierte er Musik, Tanz, Kunst, Fechten und Reiten. Anschließend arbeitete er im Warschauer Familienunternehmen, u.a. im Handelsbüro, das sein Onkel väterlicherseits, Antoni Protazy Potocki, aus der Familie Potocki stammend, einst gründete.

Napoleons Chevauleger[Bearbeiten]

Tomasz Łubieński in der Schlacht bei Wagram

Im Jahre 1806 – nach Einmarsch der Franzosen in Warschau – trat Tomasz Łubieński der polnischen Ehrengarde bei Napoleon, bestehend aus der aristokratischen polnischen Jugend. Am 14. Oktober 1806 wurde er zum stellvertretenden Kommandeur ernannt. Er kämpfte in der Schlacht bei Pułtusk und war Kurier des Kaisers.

Im Königreich Polen und beim Aufstand[Bearbeiten]

Zum Dienst bei den Polnischen Militärtruppen kam er als Generalmajor. Er bekam den Auftrag, die Lohnsituation der Polen bei Napoleon zu regulieren.

Im zivilen Leben nahm er viele wirtschaftliche und politische Aktivitäten an.

Der Unternehmer[Bearbeiten]

Tomasz Łubieński ging 1839 nach London in Verbindung mit neuen Wirtschaftsunterfängen, an denen er teilnahm. Er bemühte sich dort um die Finanzierung der Eisenbahnstrecke Warschau-Wien und war in den Jahren 1840 bis 1841 Baudirektor dieser Eisenbahnstrecke.

1815 und 1829 erhielt er den Order Świętego Stanisława II (Orden des Hl. Stanisław II.).

Literatur[Bearbeiten]

  • Stefan Kieniewicz, Łubieński Tomasz Andrzej Adam w: "Polski Słownik Biograficzny" T. XVII, 1973, ss. 502–505
  • Marian Brandys, Koniec świata szwoleżerów, t. 1–5, Warszawa 1974–1977
  • Marian Brandys, Kozietulski i inni, Warszawa 1982, ISBN 83-207-0463-4
  • Maryan Kukiel, Dzieje oręża polskiego w epopei napoleońskiej, Poznań 1912

Weblinks[Bearbeiten]