Tomb Raider (Computerspiel 1996)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tomb Raider – featuring Lara Croft
TombRaider1-logo.jpg
Studio Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Core Design
Publisher Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Eidos Interactive
Erstveröffent-
lichung
1996
2003 (N-Gage)
Plattform Sega Saturn, Windows, PlayStation, N-Gage, iOS
Genre Action-Adventure
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Maus, Tastatur
Systemvor-
aussetzungen
Pentium 90 MHz, 16 MB RAM, 4-fach CD-ROM Laufwerk, DOS 5.0
Medium CD-ROM
Sprache Englisch, Deutsch, Diverse
Aktuelle Version Grafikkarten-Patches (1997)[1]
Altersfreigabe
USK ab 16 freigegeben
PEGI ab 12 Jahren empfohlen
Information Die Director's-Cut-Version von Tomb Raider enthält vier Zusatzlevels.

Tomb Raider (auch Tomb Raider - featuring Lara Croft) ist ein Adventure-Computerspiel und der erste Teil der Tomb-Raider-Reihe. Das Spiel wurde von Core Design entwickelt und von Eidos Interactive veröffentlicht. Tomb Raider erschien im Winter 1996 für Sega Saturn, vier Wochen später dann auch für Windows und die Playstation.

Im ersten Teil der Serie muss der Spieler versuchen, ein Artefakt namens Scion zu finden, welches vor vielen Jahrtausenden in drei Teile geteilt und in verschieden Teilen der Welt versteckt wurde.

Handlung[Bearbeiten]

Die Archäologin Lara Croft wird von der Industriellen Jaqueline Natla angeheuert, um in Peru ein altes Artefakt namens "Scion" zu finden. Lara kämpft sich durch die Katakomben der antiken Stadt Vilcabamba, unter der in einem üppigen Grüntal noch Dinosaurier existieren und findet schließlich im Grab von Qualopec das kreisrunde, mysteriöse Artefakt namens Scion. Allerdings wird sie von Lars überrascht, einem Auftragsmörder, der von Natla angeheuert wurde. Lara erfährt, dass noch weitere Scions existieren und dringt in ein Bürogebäude der Natla Corporation ein. Dort findet sie Aufzeichnungen, die auf das Kloster des Heiligen Franziskus (im Spiel als "St. Francis' Folly" aufgeführt, nicht eindeutig auf Franz von Assisi zurückzuführen) in Griechenland verweisen.

Die St. Francis' Folly erstreckt sich durch ein Kolosseum und eine Zisterne bis in den Palast des legendären Königs Midas, unter dem das Grab von Tihocan ruht, wo Lara nach zahlreichen Feuergefechten mit Pierre, einem weiteren von Natlas Killern, sowie einem Zentauren, den zweiten Teil des Scions findet. Als sie es berührt, erfährt sie in einer Art Vision, dass das Scion ein altes, atlantisches Artefakt ist und dass die Herrscher des versunkenen Königreichs Genexperimente an ihrem Volk durchgeführt haben.

Den letzten Teil des Scions findet Lara in der Stadt Khamoon in Ägypten. Als sie dort den letzten Teil an sich nimmt, wird sie von Natlas Schergen überrascht und entwaffnet. Natla nimmt das Scion an sich, während Lara selbst nur knapp mit dem Leben davonkommt. Sie kann sich jedoch an Bord von Natlas Yacht schleichen und so unbemerkt auf eine namenlose Insel gelangen, auf der der Eingang zur großen Pyramide von Atlantis liegt. Nach langen Kämpfen mit Natlas Handlangern, von denen Lara nach und nach ihre entwendeten Waffen zurückerhält, erreicht Lara schließlich die Kernkammer der Pyramide, in der das Scion thront und die Stadt mit Energie und Stabilität versorgt.

Als Lara das Scion berührt, erscheint ihr erneut eine Vision, in der sie erfährt, dass es sich sowohl bei Qualopec, Tihocan, als auch Natla selbst um die drei Herrscher des versunkenen Kontinents Atlantis handelt. Die Drei - deren Herkunft nie ganz geklärt wird (während Qualopec und Tihocan roboterhaft und nur entfernt humanoid wirken, erscheint Natla als einzige vollständig menschlich) - haben genetische Experimente an den Einwohnern Atlantis' durchgeführt. Ein Ergebnis davon war beispielsweise der Zentaur, den Lara in Griechenland erlegt hat. Weiterhin in der Vision erfährt sie, dass Qualopec und Tihocan sich irgendwann gegen Natla gestellt haben, deren Experimente den beiden offenbar wohl zu weit gingen: Sie versiegelten Natla in einem radähnlichen Gegenstand und froren sie dort in einer Sphäre ein. Wie Natla aus ihrer Gefangenschaft befreit wurde, sah man zu Beginn des Spiels; der Zusammenhang wird jedoch erst jetzt ersichtlich.

Als Lara das Scion zerstören will, wird sie von Natla angegriffen. Nach einem Handgemenge stürzt Natla augenscheinlich in den Tod, während Lara auf einer arenaartigen Plattform landet, in der sie gegen ein gigantisches, beinloses Monstrum kämpfen muss. Nach dem Tod des gezüchteten Überwesens scheint das Scion instabil zu werden - Lara zerschießt es und flüchtet aus der Pyramide, die ohne die Kontrolle durch das Scion in einem Lavasee versinkt. Natla erscheint erneut und offenbart ihre wahre Erscheinung: Ein dämonisches Wesen mit Flügeln.

Ob der Spieler Natla umbringt, ist optional - letzten Endes gelingt es Lara aber, aus der Pyramide zu flüchten und mit Natlas Yacht zu flüchten, bevor die Pyramide in sich selbst zusammenbricht und die letzte Herrscherin von Atlantis und ihre Genexperimente für alle Zeiten unter sich begräbt.

Spielprinzip[Bearbeiten]

In Tomb Raider steuert der Spieler die Protagonistin Lara Croft aus einer Third-Person-Perspektive. Die virtuelle Welt, in der sich der Spieler bewegt, ist komplett in 3D-Computergrafik gehalten. Die Umgebung ist dabei in groben Blöcken modelliert, aus der sich die Möglichkeit ergibt, auf höhere Blöcke zu klettern, sofern sie nicht allzu hoch sind, zu schwimmen und tauchen oder durch Springen sein Ziel zu erreichen. In vielen Passagen ist das Ausnutzen von Laras akrobatischen Fähigkeiten vonnöten, um im Spiel weiterzukommen.

Eventuell auftretende Gegner (zumeist Tiere wie Wölfe, Bären oder sogar Dinosaurier) greifen Lara an, können allerdings durch Beschuss getötet werden. Mit gezogenen Waffen zielt Lara automatisch auf die nächsten Gegner, was Feuerkämpfe sehr vereinfacht. Es stehen Waffen wie zwei Pistolen (beidhändig), Magnums, Schrotflinte oder Uzis zur Verfügung. Die schwächsten Waffen, die beiden Pistolen, sind in sämtlichen Tomb-Raider-Spielen Laras Standardbewaffnung und verfügen über unendlichen Munitionsvorrat. Für alle anderen Waffen liegen in der Umgebung Munitionspäckchen herum, durch die man seinen Munitionsvorrat wieder auffüllen kann.

Angreifende Gegner und Sprünge aus großer Höhe sowie diverse, häufig auftretende Fallen schwächen Laras Gesundheit, die der Spieler mit Medipacks wieder verbessern kann, wobei es große und kleine Medipacks gibt, jeweils mit unterschiedlichen Gesundheitsstärken.

Allgemein ist das Ziel des Spiels, einen Level zu durchqueren, was durch Fallen, Gegner und einige Rätsel erschwert wird. Nach jedem Level wird eine Statistik gezeigt, die zum Beispiel über die Anzahl der getöteten Gegner Auskunft gibt.

Entwicklung[Bearbeiten]

Die Entwicklung von Tomb Raider begann im Jahr 1993. Das Entwicklerteam von Core Design bestand aus sechs Leuten, allen voran Toby Gard, der als Erfinder von Lara Croft gilt.[2] Die Figur Lara Croft durchlief mehrere Entwicklungsphasen, in denen grundlegende Änderungen vollzogen wurden. Zu Beginn sollte der Protagonist männlich sein. Jedoch wollten die Entwickler eine wirklich originelle Figur hervorbringen und so entschied man sich dafür, eine Frau die Hauptrolle spielen zu lassen. Die Figur wurde vorerst Laura Cruz genannt und war eine Südamerikanerin.[2] Der Name wurde jedoch geändert. Der Name Lara Croft stammt aus dem Telefonbuch. Die Entwickler von Lara durchblätterten es auf der Suche nach einem Namen. Lara wurden überdurchschnittliche große Brüste verpasst, die Entwickler wollten das Spiel so für Männer interessanter machen.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Remakes[Bearbeiten]

Der 2007 erschienene Teil Lara Croft: Tomb Raider – Anniversary ist ein Remake des ersten Teils der Tomb-Raider-Serie.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tombraider 1 Patches (Version vom 30. Juni 1998 im Internet Archive) eidosinteractive.com
  2. a b [1] (Version vom 12. Februar 2008 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt
  3. [2] (Version vom 12. Februar 2008 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt
  4. List of Winners, 1997 (englisch) Archiviert vom Original am 29. Mai 2007. Abgerufen am 3. September 2013.