Tommaso Giordani

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Tommaso Giordani (Giordano) (* um 1730 in Neapel; † 23. Februar 1806 in Dublin) war ein italienischer Komponist.

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Leben[Bearbeiten]

Tommaso Giordani entstammte einer Musikerfamilie. Sein Vater war Giuseppe Giordani (auch Giordano; * um 1695 Neapel, † nach 1762, vermutlich in London, - und nicht Carmine Giordani). Ein jüngerer Bruder war der Opernkomponist Giuseppe Giordani, genannt „Giordanello“.

Tommaso Giordani wurde in Neapel ausgebildet und übersiedelte 1753 mit seiner Familie nach London. Nach drei Jahren brachte er am Royal Opera House seine ersten komischen Opern heraus. 1762 trat er am King’s Theatre am Londoner Haymarket als Sänger auf und wirkte anschließend in London und Dublin als Opernsänger und Musiklehrer. Im Jahre 1783 gründete er in Dublin ein Opernunternehmen, das erfolglos war. Er blieb, von einigen Aufenthalten in London unterbrochen, als Komponist, Sänger, Gesangslehrer, Dirigent und Lehrer weiterhin bis zu seinem Tod in Dublin.

Werke[Bearbeiten]

Neben mehr als 20 Opern für London und Dublin schrieb Tommaso Giordani zahlreiche Stücke für Pianoforte, Sonaten für Violine, Gitarre oder Flöte und Pianoforte, Trios für Violine, Flöte und Generalbaß, Quartette (überwiegend Streichquartette, manche auch mit Flöte oder Klavier), 3 Cembaloquintette, Pianofortekonzerte, Flötenkonzerte, Übungsstücke für Pianoforte, eine Hohe Messe, ein Te Deum, ein Oratorium und Gesänge. Sein Stil setzte den von Johann Christian Bach fort.

Literatur[Bearbeiten]

  • Alfred Baumgartner: Propyläen Welt der Musik. Die Komponisten; ein Lexikon. Propyläen-Verlag, Berlin 1989, ISBN 3-549-07830-7 (5 Bde., hier speziell Bd. 2, S. 477).
  • W. J. Lawrence: Tommaso Giordani. In: The Musical Antiquary, Bd. 2, 1910/11

Weblinks[Bearbeiten]