Tommi Stumpff

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Tommi Stumpff (* 1. Februar 1958 in Düsseldorf als Thomas Peters[1]) ist ein deutscher Musiker. Er entwickelte sich über die 1980er Jahre hinweg zu einem bedeutsamen Künstler im Elektronik-Umfeld.

Biografie[Bearbeiten]

Bereits im Kindesalter mit seiner Familie nach Paris und Brüssel verzogen, kam Stumpff in seiner Jugendzeit zurück an seinen Geburtsort Düsseldorf und wurde in den späten 1970er Jahren Kopf der Düsseldorfer Punkband Der KFC. Ab 1982 fuhr er als Solist fort und veröffentlichte sein Debüt-Album „Zu spät, ihr Scheisser“, das – infolge der in Insolvenz gegangenen Plattenfirma Schallmauer – nur in einer Stückzahl von etwa 3000 Einheiten gepresst wurde.

1983 erschien die Single „Contergan Punk“ auf dem eigens dafür gegründeten Label „Giftplatten“. Die mit Conny Plank produzierte Single führte den Electropunk-Sound des Debüts konsequent weiter, fiel allerdings bedeutend härter aus und wies aufgrund ihrer Aggressivität typische EBM-Strukturen auf. Die Härte von „Contergan Punk“ konnte allerdings erst Ende der 1980er Jahre erneut erreicht werden. Vor allem das 1989 veröffentlichte Album „Ultra“ gilt auch heute noch als ein herausragendes Werk.

1993 beendete er seine Musiker-Karriere, er arbeitet heute in der IT-Branche.

2007 begann Tommi Stumpff wieder zu proben. Am 1. Februar 2008 fand in Düsseldorf ein KFC-Konzert im Rahmen einer Geburtstagsparty von Tommi Stumpff statt.

Künstlerische Rezeption[Bearbeiten]

Die Schriftstellerin Silvia Szymanski lässt Stumpff unter dem Namen „Tim“ in ihrem ersten Roman Chemische Reinigung (1998) auftreten.[2]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

  • Zu Spät Ihr Scheißer. Hier ist: Tommi Stumpff (Schallmauer-Records, September 1982)
  • Terror II (No Dance, August 1988)
  • Ultra (No Dance, 10. November 1989)
  • Mich Kriegt Ihr Nicht (Backup 1982–1985) (Compilation) (Mental Decay Records, 3. Mai 1991)
  • Trivial Schock (EMI Electrola, Februar 1992)
  • Paradies (Electrola|EMI Electrola, 1992)
  • Alle Sind Tot! (Electrola|EMI Electrola, August 1993)

Livealben[Bearbeiten]

  • Festival Of Darkness (live in Hannover 1991) (Download-Album, Grenzwellen-Onlineshop, Juni 2002)

Quellen[Bearbeiten]

  1. Tommi Stumpff bei Discogs (englisch)
  2. Silvia Szymanski: Chemische Reinigung. Reclam, Leipzig 1998, ISBN 3-379-01629-2, Seite 73-74.

Weblinks[Bearbeiten]