Tommy Engel

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Tommy Engel (2012)
Tommy Engel (2012)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Du bes Kölle
  DE 94 05.02.2007 (2 Wo.) [1]

Thomas Richard „Tommy“ Engel (* 28. November 1949 in Köln) ist ein deutscher Musiker und Fernsehdarsteller. Er wurde als Frontmann der Kölner Band Bläck Fööss bekannt.

Leben[Bearbeiten]

Tommy Engel ist der Sohn von Richard Engel; „D’r Rickes“ war Mitglied der bekannten Kölner Mundart-Gruppe De Vier Botze. Erste Bühnenerfahrung sammelte er im Juli 1959, als er mit Hildegard Krekel im großen Sendesaal des WDR als Doof und Dooflinchen auftrat.[2] Eine 1963 begonnene Lehre als Schornsteinfeger brach er gesundheitsbedingt ab, um stattdessen an der Rheinischen Musikschule Schlagzeug zu lernen. Engel spielte bis 1970 in verschiedenen regional auftretenden Kölner Beatbands. Er begann als Schlagzeuger bei The Luckies (1962) und spielte danach bei den Black Birds (1963), bevor er mit Erry Stoklosa und Peter Schütten der Gruppe The Beat Stones (1964-1966) angehörte. Danach spielte er als Schlagzeuger bei den Tony Hendrik Five. Mit ihnen stand er erstmals im April 1968 für die Single There’s a Tavern in Town im Tonstudio. Deren B-Seite I’ve Said My Say bekam intensives Airplay beim in Köln stationierten Soldatensender BFBS.[3] Vorletzte Station war die Studioband The Hush, die neben ihm aus Frieder Viehmann und dem späteren Tonstudiobetreiber Dieter Dierks bestand und die Single Oh Darling / Schau mir in die Augen (Bellaphon #1112; 1969) herausbrachte. Letzte Zwischenstation waren schließlich die Stowaways, die im Juni 1970 ebenfalls eine Single aufnahmen (Die Liebe heißt Love / Lucy Lane). Mitte 1970 gründeten sich die Bläck Fööss, die mit ihrer stilistischen Vielseitigkeit überregional bekannt wurden. Bis November 1994 war Engel ihr Frontmann[4], danach konzentrierte er sich auf das Projekt L.S.E. und seine Solokarriere.

Seit März 1998 ist Engel als Jaco Kließ in der WDR-Serie Die Anrheiner zu sehen. Seit Januar 1999 tritt er im Kölner Schauspielhaus mit einem Soloprogramm auf, in dem er drei Stunden als Sänger, Musiker und Unterhaltungskünstler mit seiner Band Lieder und Texte präsentiert. Seit November 2005 tritt er unter der musikalischen Leitung von Jürgen Fritz mit der Dinner-Show Weihnachts-Engel auf. Sein letztes Album brachte er im Februar 2007 heraus, unter anderem mit der Single Du bes Kölle und einer eigenen Version von Verdamp lang her, gemeinsam mit dem ehemaligen BAP-Gitarristen Klaus „Major“ Heuser gesungen. Am 15. August 2009 feierte er im Kölner Tanzbrunnen sein 50-jähriges Bühnenjubiläum[5] und im November des gleichen Jahres seinen 60. Geburtstag. Engel hat drei Söhne; Kai Engel ist Mitglied der Kölner Band Brings.

Engagement[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1997: Viel Verkehr auf'm Meer (Single)
  • 1998: Kein Problem (Single, mit Grooveminister)
  • 1999: Live in der Philharmonie
  • 1999: Hadder Nit Jesin (Single)
  • 1999: „ENGEL“ – 100% Tommy Engel
  • 2006: Weihnachtsengel - Live aus dem Himmelszelt
  • 2006: Du bes Kölle! (Single)
  • 2007: Du bes Kölle
  • 2009: Zum Luure (DVD)
  • 2009: Das Beste solo und mit L.S.E. (1992–2002) (Kompilation)
  • 2010: Dummer nit esu
  • 2011: Favoriten (Kompilation)

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. musicline.de: Tommy Engel in den deutschen Singlecharts
  2. Rheinische Post vom 28. November 2009: Tommy Engel wird 60
  3. Tommy Engel/Bernd Imgrund, Du bes Kölle, 2012, o. S.
  4. Bläck Fööss-Gründungsmitglied Erry Stoklosa. Radio Köln. Abgerufen am 27. Dezember 2011.
  5. Jubiläums-Tränchen für Tommy im Tanzbrunnen. Express.de. 16. August 2009. Abgerufen am 27. Dezember 2011.
  6. Joachim Frank: Alternative Ehrenbürger: Persönlicher Einsatz für die Schwachen. Kölner Stadt-Anzeiger. 16. Dezember 2011. Abgerufen am 27. Dezember 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tommy Engel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien