Tone (Schiff, 1907)

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Flagge
Japanese cruiser Tone at unknown date.jpg
Übersicht
Typ Geschützter Kreuzer
Bauwerft

Sasebo kaigun kōshō
(Marinearsenal Sasebo)

Bestellung 1903
Kiellegung 27. November 1905
Stapellauf 24. Oktober 1907
Namensgeber Fluss Tone
Indienststellung 15. Mai 1910
Außerdienststellung 1. April 1931
Verbleib Im April 1933 als Zielschiff versenkt
Technische Daten
Verdrängung

3760 ts Standard
4113 t Konstruktion
4900 ts Maximal

Länge

Lpp[A 1] = 109,7 m
LKWL = 113,8 m
Lü.a. = m

Breite

14,3 m

Tiefgang

5,12 m

Besatzung

392–401 Mann

Antrieb
Geschwindigkeit

Konstruktion: 23 kn
Probefahrt: 23,37 kn

Reichweite

7400 sm bei 10 kn

Bewaffnung

Geschütze (von Elswick):

  • 2 x 6"/45 (15,2 cm)
  • 10 x 4.7"/40 (12 cm)
  • 4 x 3"/40 (7,62 cm) Flak

Torpedorohre:

  • 3 x 18" (45,7 cm)
Panzerung

Deck: 38 - 52 mm
Böschungen: 76 mm
Kommandoturm: 102 mm

Vorrat

900 ts Kohle
125 ts Öl

Die Tone (jap. 利根) von 1907 war ein Geschützter Kreuzer der Kaiserlich-Japanischen Marine. Benannt wurde sie nach dem Fluss Tone in der Kantō-Ebene.

Bau und Daten[Bearbeiten]

Das Schiff wurde als sog. "Kreuzer 2. Klasse" unter dem 3. Flottengesetz von 1903 geordert. Für ein vorgesehenes Schwesterschiff verweigerte das Parlament die Finanzierung. Baubeginn auf der Staatswerft von Sasebo (佐世保海軍工廠, Sasebo kaigun kōshō, „Marinearsenal Sasebo“) war am 27. November 1905. Obwohl bereits am 24. Oktober 1907 vom Stapel gelaufen, wurde das Schiff erst 15. Mai 1910 fertig. Äußerlich war der Kreuzer durch seinen sehr scharfen Klipperbug und den hohen Freibord auffällig und galt als in der Linienführung besonders elegant.

Die Länge zwischen den Loten betrug 109,70 m, in der Wasserlinie 113,80 m, bei einer Breite von 14,30 m und einem normalen Tiefgang von 5,12 m. Die Wasserverdrängung wird mit 3760 ts standard und 4900 ts maximal angegeben. Der Antrieb erfolgte über zwei stehende 4-Zylinder-Dreifach-Expansionsmaschinen von Mitsubishi mit 16 Miyabara-Kesseln auf zwei Schrauben, wobei mit 15000 PSi eine Höchstgeschwindigkeit von 23 kn erreicht werden sollte. Mit 15215 PSi und 23,37 kn wurden die Planwerte auf der Probefahrt (mit 4103 ts) leicht übertroffen. Die Kessel konnten im Mischbetrieb fahren, neben 900 Tonnen Kohle (maximal, normaler Vorrat: 300 Tonnen) waren auch 125 Tonnen Öl an Bord, für eine Seeausdauer von 7400 sm bei 10 kn.[A 2] [E 1] Die Besatzungsstärke betrug planmäßig 370 und später tatsächlich 392-401 Mann.

Bewaffnung und Dienstzeit[Bearbeiten]

Die Bewaffnung bestand aus zwei Geschützen 15,2 cm L/45 hinter Schilden (je eines auf Back und Schanz) und zwölf Geschützen 12 cm L/45 (beidseits der Brücke und in Reihe seitlich der Aufbauten). Allerdings wurden die vordersten der beidseitigen 12-cm-Geschütze neben den Aufbauten, die sehr beengt mit kleinem Schussfeld standen, rasch ersatzlos wieder entfernt, so dass das Schiff mit zehn dieser Geschütze armiert blieb. Drei fest eingebaute Überwasser-Torpedorohre Kaliber 45,7 cm ergänzten die Artillerie. Einige kleinere Geschütze waren ebenfalls vorhanden, nach dem Ersten Weltkrieg kamen zwei 7,6-cm-Flugabwehrgeschütze beidseits des ersten Schornsteins hinzu. Die Panzerung bestand aus Kruppstahl einer Dicke von 38-52-76 mm für das Deck und von 102 mm für den Kommandoturm. Seitenpanzerung gab es nicht.

Der Kreuzer absolvierte seine Dienstzeit ohne größere Vorkommnisse bis zum 1. April 1931 und wurde dann als Versuchsschiff "Haikan Nr. 2" (廃艦第2号, „außer Dienst gestelltes Kriegsschiff Nr. 2“) verwendet, wobei er als Übungsziel für Flugzeuge diente. Hierbei wurde das Schiff im April 1933 vor Amami-Ōshima versenkt.

Galerie[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Lpp = Länge zwischen den Perpendikeln oder Länge zwischen den Loten: Abstand zwischen der Achse des Ruderschaftes und der Hinterkante des Vorstevens in der Konstruktionswasserlinie.
  2. Die Angaben über die Brennstoffvorräte in der Literatur differieren stark, die vorgenannten Werte sind dem Standardwerk des Marinekonstrukteurs Kaigun-Shusa (Fregattenkapitän) Fukui Shizuo (siehe Einzelnachweise), S. 453, entnommen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Fukui Shizuo: Japanese Naval Vessels Illustrated 1869-1945, Vol.2: Cruisers, Corvettes and Sloops. K.K. Bestellers, Tokyo 1980.
  • Kizu Tohru: Japanese Cruisers. (Ships of the World Vol.441), Kaijinsha Co., Tokyo 1991.
  • Jentschura, Jung, Mickel: Warships of the Imperial Japanese Navy, 1869–1945. Arms and Armour Press, London 1977, ISBN 0-85368-151-1.
  • Anthony Watts, Brian Gordon: The Imperial Japanese Navy. MacDonald & Co., London 1971, ISBN 0-356-03045-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tone (Schiff, 1907) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fukui Shizuo: Japanese Naval Vessels Illustrated 1869-1945, Vol.2: Cruisers, Corvettes and Sloops, S. 453