Toni Hiebeler
Toni Hiebeler (* 5. März 1930 Schwarzach, Vorarlberg; † 2. November 1984 bei Jesenice, Slowenien) war ein Bergsteiger, Publizist mehrerer Alpin-Bücher, Zeitschriftenherausgeber und Alpin-Fotograf.
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Leben [Bearbeiten]
Am 28. und 29.Juli 1949 gelang Toni Hiebeler gemeinsam mit Franz Bachmann die Erstbegehung im Schwierigkeitsgrad VI der "Direkten Südwand" an der Sulzfluh im Rätikon[1]. Im Jahr 1951 gelangen ihm gemeinsam mit U. Wyß oder F. Filgertshofer fünf Erstbegehungen im Schwierigkeitsgrad IV. und V. an der Pflunspitze (Verwallgruppe). Er durchstieg angeblich 1961 erstmals im Winter die Eiger-Nordwand und war 1963 Wintererstbegeher der Civettanordwestwand. Insgesamt tätigte er mehr als 50 Erstbegehungen.
Hinsichtlich seiner Winter-Erstbegehung der Eigernordwand stellte sich allerdings später heraus, dass er mit seiner Seilschaft zunächst nur bis zum Stollenloch gekommen war und die 'Besteigung' eine Woche später von dort aus fortsetzte, so dass keine Winter-Erstbegehung vorlag[2] .
1979 erhielt er das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich.
Toni Hiebeler starb bei einem Hubschrauberabsturz und wurde auf dem Westfriedhof in München beigesetzt.
Alpinistische Leistungen (Auszug) [Bearbeiten]
- Lyskamm Westgipfel, Erstbegehung der direkten Nordwand 1961
- Civettanordwestwand, 1963 erste Winterbegehung
- Eiger Nordpfeiler Erstbegehung 1968
- Pik Lenin (Pamir), 1969 Erstbegehung der 2000 m hohen Ostwand in neun Tagen
- Mount Everest, 1971 Teilnehmer einer internationalen Expedition unter Leitung von Norman Dyhrenfurth[3]
Werke [Bearbeiten]
- Alpen - Lexikon. ISBN 3-570-06943-5
- Die Alpen im Luftbild. ISBN 3-475-52649-2
- Eigerwand. Von der Erstbesteigung bis heute. ISBN 3-442-11163-3
- SOS in Fels und Eis. Abenteuer und Abenteurer am Berg, Triumphe und Tragödien; Loewes Verlag Ferdinand Carl, Bayreuth 1973, ISBN 3-7855-1663-0.
- Zugspitze. Von der Erstbesteigung bis heute; Mosaik Verlag, München; 1979; ISBN 3-570-00651-4
- Wo ich die Alpen am schönsten fand; Lizenzausgabe des Deutschen Bücherbundes GmbH & Co.; 1984; ISBN 3-475-52442-2
- Matterhorn. Von der Erstbesteigung bis heute; Bertelsmann Lexikon-Verlag; ISBN 3-570-01677-3
Weblinks/Einzelnachweise [Bearbeiten]
- Literatur von und über Toni Hiebeler im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- ↑ Pause, Walter und Winkler, Jürgen, Im extremen Fels, München 1970, S. 74
- ↑ http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=43160986&aref=image035/0545/cqsp196118080-P2P-080.pdf&thumb=false
- ↑ www.historisches-alpenarchiv.org Toni Hiebeler (PDF; 7,0 MB)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hiebeler, Toni |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Fotograf, Bergsteiger, Publizist |
| GEBURTSDATUM | 5. März 1930 |
| GEBURTSORT | Schwarzach, Österreich |
| STERBEDATUM | 2. November 1984 |
| STERBEORT | Jesenice, Slowenien |