Toni Vilander

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Toni Markus Vilander (* 25. Juli 1980 in Kankaanpää) ist ein finnischer Rennfahrer. Er startet 2012 in der FIA-GT1-Weltmeisterschaft.

Karriere[Bearbeiten]

Mit fünf Jahren begann Vilander seine Karriere im Kartsport und gewann einige Meisterschaften. 2002 wechselte er in den Formelsport und wurde Fünfter der italienischen Formel Renault. Außerdem startete er bei einem Rennen des Formel-Renault-2.0-Eurocups und wurde Zweiter der Winterserie der italienischen Formel Renault. Auch 2003 fuhr Vilander in der italienischen Formel Renault und erreichte dieses Mal den dritten Platz in der Gesamtwertung. Außerdem fuhr er im Formel Renault 2.0 Eurocup, in dem er schließlich Platz 14 im Gesamtklassement belegte. Des Weiteren startete der Vilander bei einem Rennen der italienischen Formel-3-Meisterschaft Dabei erzielte er eine Podest-Platzierung.

2004 fuhr Vilander eine komplette Saison in der italienischen Formel-3-Meisterschaft und wurde mit sechs Siegen Vizemeister dieser Serie. Zusätzlich nahm Vilander für Coloni an einigen Rennen der Formel-3-Euroserie teil. 2005 war Vilander in der italienischen Formel-3000-Meisterschaft aktiv und beendete die Saison auf dem vierten Platz in der Gesamtwertung. Ebenfalls gab Vilander sein Debüt in der GP2-Serie. Coloni hatte sich von Gianmaria Bruni getrennt und Vilander wurde als Ersatz verpflichtet. Er nahm an zwei Rennwochenenden teil und blieb ohne Punkte. Für das letzte Saisonrennen wurde Vilander durch Ferdinando Monfardini ersetzt. Darüber hinaus startete er in der italienischen GT-Meisterschaft und gewann die GT2-Wertung.

2006 wechselte Vilander in den GT-Sport. Er wurde Meister in der GT1 der italienischen GT-Meisterschaft und nahm darüber hinaus an Rennen der American Le Mans Series (ALMS), der FIA-GT-Meisterschaft sowie der spanischen GT-Meisterschaft teil. 2007 startete Vilander zusammen mit Dirk Müller für AF Corse in einem Ferrari 430 GT2 in der GT2-Klasse der FIA-GT-Meisterschaft. Die beiden gewannen sechs von zehn Rennen und entschieden die GT2-Wertung für sich. Eine Saison später wiederholte er den Titelgewinn in der GT2-Klasse der FIA-GT-Meisterschaft. Diesmal war Gianmaria Bruni sein Teamkollege. Außerdem debütierte Vilander für AF Corse beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. 2009 scheiterten Vilander und Bruni an der Titelverteidigung und wurden mit 54 zu 56 Punkten Vizemeister hinter Richard Westbrook. Darüber hinaus nahm Vilander an einem Rennen der Le Mans Series teil.

Nach dem die FIA-GT-Meisterschaft eingestellt worden war, trat Vilander 2010 in der Le Mans Series und der ALMS an. In beiden Serien erzielte er Podest-Platzierungen. In der Le Mans Series wurde er zusammen mit Jean Alesi und Giancarlo Fisichella Zweiter in der LMGT2-Wertung. In der ALMS erreichte er den elften Platz in der GT2-Wertung. Darüber hinaus startete er beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans und beim FIA-GT2-European-Cup. 2011 war Vilander erneut parallel in der ALMS und der Le Mans Series aktiv. In beiden Serien gewann er ein Rennen in seiner Klasse. Er wurde Vierter in der LMGTE-Pro-Wertung der Le Mans Series und Sechster in der GT2-Wertung der ALMS. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans erreichte er zusammen mit Bruni und Fisichella den zweiten Platz in der LMGTE-Pro-Wertung.

2012 geht Vilander für AF Corse in der FIA-GT1-Weltmeisterschaft an den Start. Sein Teamkollege ist Filip Salaquarda.[1] Darüber hinaus nahm Vilander an einem Rennen der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) teil. In dieser belegte er nach dem ersten Rennen den 35. Platz in der Fahrerwertung. Außerdem startete er bei einem Rennen der Rolex Sports Car Series.

Persönliches[Bearbeiten]

Vilander lernte den ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Kimi Räikkönen 1991 bei Kartrennen kennen. Beide sind seit ihrer gemeinsamen Kartzeit eng befreundet. Darüber hinaus ist Vilander ein Freund von Robert Kubica.[2]

Statistik[Bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten]

  • 2005: GP2-Serie (Platz 25)
  • 2005: Italienische GT-Meisterschaft, GT2 (Meister)
  • 2006: ALMS, GT2 (Platz 18)
  • 2006: FIA-GT-Meisterschaft, GT1
  • 2006: FIA-GT-Meisterschaft, GT2 (Platz 24)
  • 2006: Italienische GT-Meisterschaft, GT1 (Meister)
  • 2006: Spanische GT-Meisterschaft, GTA (Platz 17)
  • 2007: FIA-GT-Meisterschaft, GT2 (Meister)
  • 2008: FIA-GT-Meisterschaft, GT2 (Meister)
  • 2009: FIA-GT-Meisterschaft, GT2 (Platz 2)

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2008 ItalienItalien AF Corse Ferrari F430 GT ItalienItalien Thomas Biagi San MarinoSan Marino Christian Montanari Ausfall Defekt
2010 ItalienItalien AF Corse SRL Ferrari F430 GT2 ItalienItalien Giancarlo Fisichella FrankreichFrankreich Jean Alesi Rang 16
2011 ItalienItalien AF Corse Ferrari 458 Italia GTC ItalienItalien Giancarlo Fisichella ItalienItalien Gianmaria Bruni Rang 13
2012 ItalienItalien AF Corse Ferrari 458 Italia GTC ItalienItalien Giancarlo Fisichella ItalienItalien Gianmaria Bruni Rang 17 und Klassensieg
2013 ItalienItalien AF Corse Ferrari 458 Italia GT2 JapanJapan Kamui Kobayashi MonacoMonaco Olivier Beretta Rang 21
2014 ItalienItalien AF Corse Ferrari 458 Italia GT2 ItalienItalien Giancarlo Fisichella ItalienItalien Gianmaria Bruni Rang 13 und Klassensieg

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. «Vilander completa lo schieramento Ferrari» (italiaracing.net am 28. März 2012)
  2. „Le-Mans-Helden 2010: Toni Vilander“ (Motorsport-Total.com am 5. Juni 2010)

Weblinks[Bearbeiten]