Tonic Water

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tonic Water unter normalem und UV-Licht

Tonic Water ist ein chininhaltiges Erfrischungsgetränk mit einem leicht bitteren Geschmack.

Früher gehörte Tonic Water (englisch tonic bedeutet „kräftigend, stärkend“, siehe auch Tonikum) zur Standardausrüstung vieler europäischer Kolonialarmeen. Der damals noch höhere Chiningehalt des Getränkes war ein wirksamer Schutz gegen die Malaria. Um diese Wirkung zu erzielen, musste das Tonic Water regelmäßig getrunken werden. Wegen des bitteren Geschmacks wurde es oftmals mit Gin zu Gin Tonic gemischt. Eine Legende besagt, dass britische Seeleute den daraus abgeleiteten Longdrink erfanden.

Ein großer Produzent von Tonic Water ist die im Vereinigten Königreich beheimatete Firma Cadbury. In dem von ihr hergestellten Tonic Water sind 6,8 mg Chinin (als Alkaloid) auf 100 ml enthalten.[1] Seit Ende 2011 ist von einem anderen Hersteller ein chininfreies Tonic Water mit dem Namen „Absinthum eTonic“ erhältlich. Es wird auf der Basis von Wermut hergestellt.[2]

Tonic-Getränke sollten nicht während einer Schwangerschaft getrunken werden, da das Kind von Chinin abhängig werden kann, was sich nach der Geburt durch starke Entzugserscheinungen deutlich macht.[3] Außerdem kann das Chinin die Wehen einleiten, da es gebärmutterstimulierend wirkt.

Auch Patienten mit Tinnitus sollen nach Angaben des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung größere Mengen chininhaltiger Getränke meiden. Bei Überempfindlichkeit können bereits kleine Mengen Chinin verschiedenste Reaktionen, wie zum Beispiel gastrointestinale oder neurologische Störungen – etwa Sehstörungen und Verwirrtheit – bewirken.

Tonic Water leuchtet wegen des Chiningehaltes unter UV-Licht bläulich.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.schweppes.de/ dort: Tonic Water – Inhaltsstoffe; Mai 2008.
  2. Absinthum eTonic – die Hintergründe. Abgerufen am 7. Mai 2013.
  3. Chininhaltige Getränke sind nichts für Schwangere! BfR hält entsprechende Kennzeichnung für nötig. Bundesinstitut für Risikobewertung, 7. Juni 2005, abgerufen am 16. Oktober 2012.
Gesundheitshinweis Bitte den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!