Tony Rominger

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Tony Rominger
Tony Rominger bei Paris-Nizza 1993

Tony Rominger (* 27. März 1961 in Vejle, Dänemark) ist ein ehemaliger Schweizer Radrennfahrer.

Inhaltsverzeichnis

Radsportkarriere [Bearbeiten]

Tony Rominger, von Beruf zunächst Buchhalter, wurde mit 25 Jahren relativ spät Radprofi. Nach einigen guten Platzierungen zu Beginn seiner Karriere gewann er 1989 seinen ersten Eintages-Klassiker, die Lombardei-Rundfahrt. In den darauffolgenden Jahren entwickelte er sich zu einem Allrounder und gewann 1992 erstmals die Vuelta a España, wo er bis 1994 als erster Radprofi überhaupt dreimal in Folge triumphieren sollte. 1995 gewann er auch den Giro d’Italia.

Bei der Tour de France unterlag Rominger hingegen immer wieder Miguel Induráin, konnte den Spanier bei der Tour 1993 allerdings immerhin in dessen Spezialdisziplin, dem Zeitfahren, schlagen und holte sich ausserdem das Bergtrikot. Im Jahr 1996 belegte Rominger bei der Heim-WM im Zeitfahren den dritten Rang, und schrieb so mit Alex Zülle, der Weltmeister wurde, Schweizer Radsportgeschichte. Im selben Jahr belegte er bei den Olympischen Spielen in Atlanta im Straßenrennen Platz fünf.

1994 nahm Rominger seinem Rivalen Induráin den Stundenweltrekord ab und verbesserte die in einer Stunde zurückgelegte Wegstrecke mit einer Spezialmaschine auf über 55 Kilometer.

Nach einem Schlüsselbeinbruch aufgrund eines Sturzes in der 3. Etappe der Tour 1997 beendete er seine Karriere als Radprofi.

Beruf und Familie [Bearbeiten]

Nach dem Ende seiner Karriere 1997 arbeitete Rominger zeitweilig als Radsport-Kommentator für den TV-Sender Eurosport. Nach seinem Rücktritt arbeitete er bis 2004 bei der internationalen Sportleragentur IMG. Seit 2008 ist Rominger Markenpartner des spanischen Unternehmens Bikecontrol M. Mauri. Die Firma des ehemaligen Radprofis Melchor Mauri ist auf Indoor Cycling spezialisiert. Er ist bis heute Manager zahlreicher Radrennfahrer, unter anderem von Matthias Kessler, Patrik Sinkewitz, Andreas Klöden und Alexander Winokurow. Kessler, Sinkewitz und Winokurow wurden 2007 des Dopings überführt. 2004 organisierte Rominger die Tour de Suisse. Als langjähriger Freund und Manager bewog er den Strassenradweltmeister von 2009 in Mendrisio und Sieger der Tour de France 2011, Cadel Evans, zum BMC Racing Team zu wechseln.[1]

Rominger hat zwei Kinder aus einer früheren Ehe und war seit dem 18. Mai 2009 mit der Schweizer Sängerin und Moderatorin Francine Jordi verheiratet. Ende Mai 2011 wurde bekannt, dass sich die beiden getrennt haben.[2]

Im Oktober 2011 wurde öffentlich, dass Rominger gemeinsam mit anderen Schweizer Radsport-Enthusiasten zu den Initiatoren eines Radsport-Leistungszentrums in Solothurn gehört. Zu diesem Zwecke soll eine Stiftung gegründet werden, die sich auch um die Ausrichtung der UCI-Straßen-Weltmeisterschaften im Jahre 2017 bewerben will.[3]

Erfolge [Bearbeiten]

Teilnahmen bei der Tour de France [Bearbeiten]

  • 1988 68. Platz
  • 1990 57. Platz
  • 1991 nicht teilgenommen
  • 1992 nicht teilgenommen
  • 1993 2. Platz
  • 1994 ausgeschieden
  • 1995 8. Platz
  • 1996 10. Platz
  • 1997 ausgeschieden

Auszeichnungen [Bearbeiten]

1989, 1992, 1993 und 1994 wurde Tony Rominger zum Schweizer Sportler des Jahres gewählt.

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. http://books.google.ch/books?id=oSHpgp6jzOkC&pg=PA293&lpg=PA293&dq=tony+rominger+cadel+evans&source=bl&ots=ZanbUzMpN8&sig=plKEsPnuR4kJSYotiFDZegY6jvA&hl=en&sa=X&ei=e8WNT7WgL5Cl-gas153-Dw&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false Buch von Cadel Evans, Close to Flying
  2. Francine Jordi und Tony Rominger haben sich getrennt Artikel auf der Website des Schweizer Fernsehens vom 29. Mai 2011
  3. Stiftung plant Radsport-Zentrum in Solothurn und will WM 201 auf sport.sf.tv v. 13. Oktober 2011