Toolkit

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Toolkit oder auch Toolbox (englisch für Werkzeugsatz) ist ein Begriff aus der elektronischen Datenverarbeitung. Er bezeichnet allgemein eine Sammlung von Bibliotheken, Klassen und Schnittstellen, die das Erstellen von Computerprogrammen vereinfachen sollen. Ziel eines Toolkits ist es, einem Programmierer das Entwickeln von Anwendungen zu erleichtern, indem Standardfunktionen zur Verfügung gestellt werden.

Der Begriff Toolkit ist dabei nicht klar definiert oder abgegrenzt. Verschiedene Hersteller bezeichnen teilweise sehr unterschiedliche Hilfsmittel zur Softwareentwicklung als Toolkit.

Einsatzbereich[Bearbeiten]

Toolkits stellen einem Programmierer viele Standardfunktionen und Schnittstellen einer Umgebung, für die ein Programm entwickelt werden soll, vorgefertigt zur Verfügung. So braucht ein Entwickler typische Aufrufe der Umgebung nicht selbst zu programmieren, da diese vom Toolkit bereitgestellt werden. Darüber hinaus stellen einige Toolkits auch zusätzliche Programme und Hilfsmittel wie Entwicklungsumgebungen bereit.

Der Vorteil liegt darin, dass ein Entwickler sich so vollständig auf sein Programm konzentrieren und die eher allgemeinen Aufgaben mit dem Toolkit realisieren kann. Neben einem deutlich geringeren Arbeitsaufwand für den Entwickler bringt dies auch eine Einheitlichkeit der Programme desselben Toolkits mit sich.

Grafische Toolkits[Bearbeiten]

Der Qt-Designer

Im Rahmen grafischer Benutzerumgebungen stellen Toolkits typische Benutzerelemente wie Datei-öffnen-Dialoge, Knöpfe und Menüleisten. Einige grafische Toolkits liefern auch extra Programme mit, die das Gestalten grafischer Oberflächen und Dialoge vereinfachen. Ein bekanntes Beispiel ist der Designer des Qt-Toolkits.

Bekannte grafische Toolkits sind Apples Cocoa und die plattformunabhängigen Toolkits Qt und GTK+.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]