Tormac

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Tormac
Rittberg
Végvár
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Tormac (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Timiș
Koordinaten: 45° 31′ N, 21° 30′ O45.52083333333321.493333333333Koordinaten: 45° 31′ 15″ N, 21° 29′ 36″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 12,103 km²
Einwohner: 2.714 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 224 Einwohner je km²
Postleitzahl: 307430
Telefonvorwahl: (+40) 02 56
Kfz-Kennzeichen: TM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Tormac, Cadăr, Șipet
Bürgermeister: Csáki-Gál Károly Ion Lucian (UDMR)
Postanschrift: Strada Principală, Nr. 467
loc. Tormac, jud. Timiș, RO-307430
Webpräsenz:
Lage von Tormac im Kreis Timiș

Tormac (1922 Voicu; deutsch Rittberg, ungarisch Végvár) ist eine Gemeinde im Kreis Timiș, Banat, Rumänien. Zur Gemeinde Tormac gehören die Dörfer Cadăr und Șipet.

Lage[Bearbeiten]

Tormac liegt im Südosten des Kreises Timiș, an der Kreisstraße DJ 592, die Buziaș mit Gătaia verbindet. Die Entfernung zur Kreishauptstadt Timișoara (Temeswar) beträgt 38 Kilometer.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Cerna Chevereșu Mare Nițchidorf
Cadăr Nachbargemeinden Șipet
Gătaia Șoșdea Berzovia

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ortschaft wurde zwischen 1784 und 1786 während der Josefinischen Ansiedlung von deutschen Kolonisten unter dem Namen Rittberg, nach einem österreichischen General, gegründet. Wegen Unruhen in der Bevölkerung wurden 1791 die deutschen Kolonisten nach Darova umgesiedelt. Lediglich acht deutsche Familien verblieben in Rittberg. In die von den Deutschen verlassenen Häuser kamen 78 reformierte ungarische Familien aus Csanád, Csongrad und Békés. Der Grundstein der reformierten Kirche aus Rittberg wurde 1794 gelegt und 1888 fertiggestellt. Die Orgel stammt von Carl Leopold Wegenstein.[2] Nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich von 1876 wurde Rittberg anlässlich der 100-Jahr-Feier der Ortsgründung in Végvár umbenannt. Nach dem Vertrag von Trianon, als das Banat dreigeteilt wurde und zwei Drittel an Rumänien fielen, erhielt die Ortschaft zuerst den Namen Voicu, dann Tormac nach einer antiken Ortschaft namens „Tormas” auf dem Territorium des heutigen Dorfes.[3]

Demografie[Bearbeiten]

Volkszählung[4] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 2111 14 2066 24 7
1910 2884 72 2659 131 22
1930 2509 57 2345 87 20
1977 1862 215 1591 22 34
2002 1593 427 1149 4 13
2011[1] 2714 1547 973 7 187 (32 Slowaken)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Volkszählung 2011 in Rumänien betrifft die gesamte Gemeinde Tormac (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Anton Zollner: Durch gewesene deutsche Dörfer des Banats - Rittberg
  3. Geschichte Tormacs auf der Website der Gemeinde (rumänisch)
  4. E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Timiș laut Volkszählungen von 1880–2002, nur für den Ort Tormac (PDF; 982 kB)