Tornow (Oberhavel)

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53.06333333333313.28805555555645Koordinaten: 53° 3′ 48″ N, 13° 17′ 17″ O

Tornow
Höhe: 45 m
Einwohner: 200 (2005)
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 16798

Tornow ist ein Ortsteil der Stadt Fürstenberg/Havel im Norden des Landes Brandenburg (Landkreis Oberhavel).

Bis 1950 gehörte Tornow zum Gebiet von Mecklenburg.

Herrenhaus Tornow

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahre 1318 erstmals erwähnt. Ursprünglich war Tornow als Angerdorf angelegt. Mittlerweile ist es ein Straßendorf geworden. Zum 1. Juli 1950 wurde die Gemeinde Tornow zusammen mit den anderen Orten des Fürstenberger Werders aus dem mecklenburgischen Landkreis Neustrelitz in den brandenburgischen Landkreis Templin umgegliedert.[1] Ab 1952 gehörte sie zum Kreis Gransee des Bezirks Potsdam. Im Jahre 2005 lebten hier etwa 200 Einwohner.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875
Jahr Einwohner
1875 164
1890 98
1925 226
1933 235
1939 229
Jahr Einwohner
1946 526
1950 524
1964 345
1971 345
1981 270
Jahr Einwohner
1985 258
1989 240
1990 231
1991 219
1992 218
Jahr Einwohner
1993 223
1994 217
1995 218
1996 230
1997 223
Jahr Einwohner
1998 223
1999 223
2000 232
2001 221
2002 210

Quellen: Die detaillierten Quellen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg finden sich unter Population Projection Brandenburg in den Wikimedia Commons

Eingemeindung[Bearbeiten]

Tornow wurde am 26. Oktober 2003 nach Fürstenberg/Havel eingemeindet.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Tornowfließ

Nachdem die aus dem 13. Jahrhundert stammende mittelalterliche Feldsteinkirche mehrmals abgebrannt war, wurde sie in den Jahren 1837/1838 im neugotischen Stil rekonstruiert. Der Plan für den Kirchturm stammt vom Baumeister Schinkel. Der Kirchhof ist mittlerweile eine als Weidefläche genutzte Wiese.

Feldsteinkirche in Tornow

Tornow war bis 1945 ein Gutsdorf, über Jahrhunderte befand es sich im Besitz der Familie von Buch. Das erste nachweisbare Herrenhaus brannte 1726 ab, es wurde nach 1883 abgerissen. Zuvor war das neue, bis heute erhaltene Herrenhaus errichtet worden. Die Pläne für den stattlichen neugotischen Bau gehen auf den damaligen Strelitzer Hofbaumeister Georg Daniel zurück.[3] Das Herrenhaus dient seit 1993 als nichtstaatliche Bildungsstätte mit Übernachtungsmöglichkeiten. In der Nachbarschaft (Scheunengebäude) hat die Templerkomturei Tornow ihren Sitz. Noch während der Instandsetzung wurde es zu einem Schauplatz des Raodmovies Wir können auch anders … von Detlev Buck.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tornow (Oberhavel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Ortsbeschreibung auf der Homepage der Stadt Fürstenberg

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. II lit. b Nr. 1 Verordnung zur Durchführung des Gesetzes vom 28. Juni 1950 über die Änderung der Grenzen der Länder. Vom 13. Juli 1950. Provisorische Regierung der Deutschen Demokratischen Republik.
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  3. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3), Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, Band 2, S. 899–905.