Torpedo Moskau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschäftigt mit der Moskauer Fußballmannschaft, die aktuell den Namen Torpedo Moskau führt, für den 19972004 ebenfalls Torpedo Moskau bzw. Torpedo Moskau Metallurg genannten Verein siehe FK Moskau. Für die Hamburger Punkband Torpedo Moskau aus den 80er Jahren siehe Torpedo Moskau (Band). Zu anderen Bedeutungen siehe Torpedo (Begriffsklärung).
Torpedo Moskau
Moscou torpedo.svg
Voller Name Fußballklub Torpedo Moskau
Gegründet 1924
Vereinsfarben Schwarz-Weiß
Stadion Eduard-Strelzow-Stadion
Plätze 13.450
Präsident RusslandRussland Alexander Tukmanow
Trainer RusslandRussland Alexander Borodjuk
Homepage torpedo.ru
Liga Premjer-Liga
2013/14 3. Platz in der 1. Division, Aufstieg
Heim
Auswärts

Der FK Torpedo Moskau (russisch ФК Торпедо Москва) ist ein Fußballverein aus der russischen Hauptstadt Moskau. Die Vereinsfarben sind Schwarz-Weiß.

Geschichte[Bearbeiten]

Namensentwicklung[Bearbeiten]

Der Klub wurde 1924 gegründet und trug folgende Namen:

  • Proletarskaja kusniza (Proletarische Schmiede) (1924–1931)
  • AMO (1931–1932)
  • ZIS (1933–1935)
  • Torpedo (1936–1995)
  • Torpedo-Luschniki (1996–1997)
  • Torpedo (seit 1998)

Sowjetunion[Bearbeiten]

1938 debütierte Torpedo in der höchsten sowjetischen Spielklasse. Die Schwarz-Weißen hatten ihre erfolgreichste Zeit in den 1950er- und 1960er-Jahren, als Eduard Strelzow (der „russische Pelé“) bei ihnen spielte. Der Verein gewann drei Sowjetische Meistertitel (1960, 1965, Herbst 1976) und sechs Sowjetische Pokalwettbewerbe (1949, 1952, 1960, 1968, 1972, 1986). Torpedo erreichte bisher drei Mal das Viertelfinale in Europapokal-Wettbewerben. Die Mannschaft war während der Sowjetzeit die Werksmannschaft der SIL/ЗиЛ-Automobilwerke und spielte im Torpedo-Stadion. In der ewigen Tabelle der sowjetischen Liga belegt Torpedo den fünften Platz.

Russland[Bearbeiten]

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion war Torpedo 1992 eines der Gründungsmitglieder der neu entstandenen russischen Premjer-Liga. 1993 holte der Verein den letzten nationalen Titel als im Finale um den russischen Fußballpokal der ZSKA Moskau bezwungen werden konnte. Im Jahre 1996 verkaufte SIL die Mannschaft. Nachdem SIL 1997 eine neue Mannschaft Torpedo Moskau ins Leben rief, gab es eine Zeit lang in Moskau zwei Mannschaften mit dem Namen Torpedo, wobei die neue Mannschaft (heute FK Moskau) bis 2002 den Beinamen SIL und danach Metallurg trug. SIL gründete dann 2003 erneut nach 1997 den FK Torpedo-ZIL Moskau. Galt Torpedo zu Sowjetzeiten noch als der vierte Verein in Moskau (hinter Spartak, ZSKA und Dynamo), so ist der Verein in der postkommunistischen Zeit auch noch schnell hinter Lokomotive zurückgefallen. Inzwischen galt sogar sein „eigentlicher Bruderverein“ FK Moskau (wie Torpedo von der Autofabrik SIL gegründet) als populärer, wofür es zwei Gründe gab: zum einen spielte der FK Moskau bis zu seinem freiwilligen Rückzug im Jahr 2010[1] in der höchsten Spielklasse, während Torpedo seit dem Abstieg von 2006 bis 2014 nur noch unterklassig spielte. Zum anderen spielte der FK Moskau aber auch im alten Torpedo-Stadion, das mittlerweile in Eduard-Strelzow-Stadion umbenannt wurde. Somit befand sich dessen Heimat in jenem Gebiet, in dem ursprünglich Torpedo beheimatet war. So kam es schließlich zur Aufspaltung der alten Torpedo-Fanszene.

Einige Fans blieben dem alten Namen treu und pilgerten fortan ins Luschniki-Stadion, während andere dem Stadion treu blieben und sich fortan die Spiele des FK Moskau ansahen. Wiederum andere besuchten fortan die Spiele beider Vereine.

2008 stieg Torpedo als 18. der 1. Russischen Fußballdivision ab, schaffte nicht sich rechtzeitig für die 2. Division anzumelden und musste demzufolge in der obersten Amateurklasse, die Moskauer Amateurstadtliga, spielen. Der Club schaffte durch Gewinn der Amateurstadtmeisterschaft im Jahre 2009 den sofortigen Wiederaufstieg. Anschließend konnte die Mannschaft die Staffelmeisterschaft der 2. Division gewinnen und in die 1. Division aufsteigen. In der Saison 2013/14 belegte das Team den dritten Tabellenplatz in der 1. Division, der zur Teilnahme an den Relegationsspielen gegen Krylja Sowetow Samara berechtigte. Torpedo ging als Sieger aus den beiden Partien hervor und schaffte somit nach achtjähriger Abstinenz die Rückkehr in das russische Fußballoberhaus.[2]

Stadion[Bearbeiten]

Der Verein trägt seit 2009 seine Heimspiele im Eduard-Strelzow-Stadions aus. In diesem Stadion wurde bereits bis in die Mitte der 1990er Jahre gespielt. Zwischendurch war die Heimspielstätte das UEFA-Fünfsternestadion Olympiastadion Luschniki, das wegen der inzwischen relativ geringen Popularität der Mannschaft bei den Moskauer Fußballfans stark überdimensioniert war.

Erfolge[Bearbeiten]

National[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Russland und GUS

Europa

Afrika

Erläuterungen / Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. kicker online, Moskau steigt aus, 5. Februar 2010
  2. http://www.sovsport.ru/news/text-item/713339

Weblinks[Bearbeiten]

Offizielle Webseite des Vereins (russisch)