Torrijos-Carter-Verträge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jimmy Carter und Omar Torrijos nach der Unterzeichnung der Torrijos-Carter-Verträge

Die Torrijos-Carter-Verträge sind zwei Verträge zwischen den Vereinigten Staaten und Panama, die am 7. September 1977 in Washington, D.C. von Panamas De-facto-Regierungschef, General Omar Torrijos, und US-Präsident Jimmy Carter unterzeichnet wurden.

Mit den beiden Verträgen regelten die beiden Staaten den künftigen Status des Panamakanals und der Panamakanalzone. Die Verträge lösten damit den Hay-Bunau-Varilla-Vertrag aus dem Jahr 1903 ab, nach dem das Territorium als Außengebiet der Vereinigten Staaten von den USA kontrolliert wurde.

Der erste der beiden Torrijos-Carter-Verträge ist der Neutralitätsvertrag und schreibt die ständige Neutralität und Funktionsfähigkeit des Panamakanals fest. Die USA erhielten darin das Recht, den Kanal jederzeit vor allen Gefahren zu schützen. Der zweite Vertrag ist der eigentliche Panamakanalvertrag, der die Übertragung der Kontrolle über den Kanal zum 1. Januar 2000 zusicherte.

In Panama waren die Verträge Gegenstand einer Volksabstimmung, bei der sich am 23. Oktober 1977 eine Zweidrittelmehrheit für die Verträge aussprach. In den Vereinigten Staaten ratifizierte der Senat am 16. März 1978 den ersten der Verträge sowie am 18. April 1978 den zweiten. Am 16. Juni reiste Präsident Carter dann zum Austausch der Ratifikationsurkunden nach Panama-Stadt.

Am 1. Oktober 1979 hörte die Verwaltungseinheit Panamakanalzone auf, zu existieren, und am 31. Dezember 1999 um 12 Uhr wurde die Hoheit über die Panamakanalzone offiziell an Panama übergeben. Seitdem ist die panamaische Panama Canal Authority für den Betrieb, die Verwaltung und die Modernisierung des Kanals zuständig.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]