Toruń

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Toruń
Wappen von Toruń
Toruń (Polen)
Toruń
Toruń
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 115,75 km²
Geographische Lage: 53° 1′ N, 18° 36′ O53.01027777777818.607222222222Koordinaten: 53° 0′ 37″ N, 18° 36′ 26″ O
Höhe: 65 m n.p.m
Einwohner: 203.447
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 87-100 bis 87-120
Telefonvorwahl: (+48) 56
Kfz-Kennzeichen: CT
Wirtschaft und Verkehr
Schienenweg: Poznań–Toruń–Olsztyn
Bydgoszcz–Toruń–Warszawa
Nächster int. Flughafen: Bydgoszcz
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Fläche: 115,75 km²
Einwohner: 203.447
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1758 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0463011
Verwaltung (Stand: 2012)
Stadtpräsident: Michał Zaleski
Adresse: Wały Sikorskiego 8
87-100 Toruń
Webpräsenz: www.torun.pl

Toruń ([ˈtɔruɲ] anhören?/i) (deutsch Thorn) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern in Polen. Sie liegt an der Weichsel, rund 180 km nordwestlich der polnischen Hauptstadt Warschau. Die Stadt hat rund 203 000 Einwohner, eine Universität, Chemieindustrie und ist Eisenbahnknotenpunkt mit einem bedeutenden Rangierbahnhof. Bekannt ist Toruń vor allem für seine Altstadt mit vielen Gebäuden im Stil norddeutscher Backsteingotik sowie für den Astronomen Nikolaus Kopernikus. Die Stadt ist Sitz des Woiwodschaftsmarschalls, seiner Regierung, des Woiwodschaftsparlaments (Sejmik) und des katholischen Bistums Toruń.

Geschichte[Bearbeiten]

Rathaus in Toruń
Plan der Stadt Thorn aus dem Jahr 1641

Thorn entstand 1231 als erste Siedlung im Kulmerland unter Verwaltung des Deutschen Ordens. Ursprünglich lag diese im Bereich des späteren Dorfes Alt-Thorn (poln. Stary Toruń, heute Stadtteil Starotoruńskie Przedmieście), rund 7,5 km westlich der heutigen Stadt, wurde jedoch aufgrund der permanenten Überschwemmungsgefahr 1236 an den heutigen Standort verlegt.

Der Deutsche Orden war vom polnischen Herzog Konrad von Masowien ins Land gerufen worden, um die in der Gegend wohnenden heidnischen baltischen Pruzzen zu christianisieren. Aktiv wurde der Orden aber erst, nachdem Kaiser Friedrich II. ihm 1226 das Herrschaftsrecht über das zu erobernde Land zugesichert hatte. Den Grundstein zu der Stadt Thorn legte 1231 der Landmeister Hermann von Balk. Einwanderer aus Westfalen bevölkerten die Stadt, die am 28. Dezember 1233 mit der Kulmer Handfeste das Stadtrecht erhielt. 1260 wurde die Burg Thorn erbaut.

Ihren Namen erhielt die Stadt angeblich nach der Festung und Baronie Toron, einer Kreuzfahrerburg des Deutschen Ordens im Heiligen Land. In alten Dokumenten heißt die Stadt Thoren.

Im 14. Jahrhundert trat Thorn dem Hansebund bei und gehörte somit wie Elbing, Danzig, Königsberg und Kulm zu den Hansestädten. 1367 trat Thorn der Kölner Konföderation von Hansestädten bei. Das Bestreben des Ordens, gleichzeitig seine Landesherrschaft auszudehnen und den Handel zu kontrollieren, führte zu kriegerischen Konflikten und einer Allianz der deutschen Handelsstädte mit dem Königreich Polen. 1411 wurde der Erste Thorner Frieden zwischen dem polnischen König Władysław II. Jagiełło und dem Deutschen Orden geschlossen. Bei neuen Auseinandersetzungen wurde 1454 die Ordensburg in Thorn vom Preußischen Bund erobert und von seinen Bürgern zerstört. Am 19. Oktober 1466 wurde der Zweite Thorner Frieden mit dem Deutschen Orden geschlossen. Danach musste der Ordensstaat große Gebiete rund um die untere Weichsel an die polnische Krone abtreten (Preußen königlichen Anteils, 1569 in der polnisch-litauischen Union von Lublin aufgegangen) und sich als Herrscher des verbliebenen Ordensstaates der Lehenshoheit der polnische Krone unterwerfen. Die Städte Thorn, Danzig und Elbing wurden als „Quartierstädte“ des Hansebundes polnisch-preußische Stadtrepubliken mit politischer Vertretung im Sejm.

Als Sohn einer Kaufmannsfamilie wurde 1473 der berühmteste Sohn der Stadt, der spätere Astronom Nikolaus Kopernikus, geboren. In Thorn besuchte er später die Johannis-Schule, eine Lateinschule an der St.-Johannis-Kirche in der Altstadt.[2]

Kupferstich von Christoph Hartknoch: Thorn, in: Alt- und neues Preussen, 1684.
Thorn an der Weichsel um die Mitte des 19. Jahrhunderts (Lithographie).
Baedeker-Stadtplan von 1910.

Zeitweilige Versuche des Hochmeisters Albrecht von Brandenburg-Ansbach, die königlich-polnischen Gebiete Preußens für den Deutschen Orden zurückzuerobern, endeten erfolglos mit dem Waffenstillstand zu Thorn am 5. April 1521. Auf einer anschließenden Reise nach Süddeutschland fand Albrecht keine Unterstützung für seine bisherigen Pläne und entschloss sich, im Ordenstaat die Reformation einzuführen und ihn fortan als Herzog zu regieren. Weil er dafür die Unterstützung des polnischen Königs brauchte, schloss er mit diesem am 8. April 1525 den Vertrag von Krakau, huldigte ihm, wurde von ihm als weltlicher Herzog in Preußen anerkannt und erhielt zudem eine privilegierte Stellung im polnischen Senat.

1557 nahmen Rat und Bürgerschaft die Reformation an. Die Marienschule wurde 1558 zu einem Gymnasium erhoben. Auf Veranlassung des polnischen Königs Władysław IV. Wasa wurde 1645 unter dem Vorsitz des polnischen Kanzlers Jerzy Ossoliński das Thorner Religionsgespräch (Colloquium charitativum) zur Verständigung von Katholiken und Protestanten veranstaltet. Die Copia Des öffentlichen Ausschreiben ...zu Thoren in Preussen[3] wurde zu Weihnachten 1644 angesagt und 1645 gedruckt. Daran nahmen u. a. auch Georg Calixt und Michael Behm teil.

Im späten 17. Jahrhundert war der aus Lyck (Ełk) stammende Christoph Hartknoch Direktor des 1568 gegründeten Thorner Gymnasiums, ein bedeutender Historiker der Geschichte des Ordensstaates und Polen-Litauens.

Bei der Belagerung von Thorn durch den Schwedenkönig Karl XII. brannte das Rathaus am 14. September 1703 nieder, und ein Großteil der darin aufbewahrten Dokumente wurde ein Raub der Flammen. So verbrannten die Acta consularia, die seit 1345 geführt worden waren; ferner die Bürgerbücher, das Kürbuch und viele andere für die Geschichte der Stadt und der Biographie des Copernicus wichtige Dokumente.[4]

Bei der Fronleichnamsprozession am 16. Juli 1724 kam es zu Streitigkeiten zwischen den Jesuitenzöglingen und den Schülern des protestantischen Gymnasiums. Aus diesem Tumult heraus wurde das Jesuitenkloster gestürmt und verwüstet. Die polnische Regierung führte daraufhin ein (ungesetzliches) Verfahren gegen die Stadt, ließ den Bürgermeister Rößner und neun weitere Bürger am 7. Dezember 1724 enthaupten (Thorner Blutgericht) und bestimmte, dass der Magistrat künftig zur Hälfte aus Katholiken bestehen müsse und die Marienkirche den Katholiken zu übergeben sei. König von Polen war damals Kurfürst August der Starke von Sachsen, 1697 vom Luthertum zum Katholizismus konvertiert.

Ebenso wie Danzig fiel Thorn erst mit der Zweiten Teilung Polens 1793 an das Königreich Preußen. Durch den Frieden von Tilsit kam Thorn 1807 zum vorübergehend als Herzogtum Warschau wiederhergestellten Polen. Am 16. April 1813 kapitulierte die Besatzung Thorns unter dem französischen General Pointcoin[5] nach mehrtägiger Belagerung. 100 französische, 400 polnische und 3.500 bayerische Soldaten legten vor den russischen und preußischen Truppen die Waffen nieder; die Stadt hatte unter dem vom 10. bis zum 16. April andauerndem Bombardement der Belagerer sehr gelitten[6]. Durch die Wiener Kongressakte von 1815 kam es wiederum an Preußen, das es ab 1818 zur Festung ausbaute. Am 21. Juni 1815 hatte die preußische Regierung Thorn dem westpreußischen Regierungspräsidenten in Marienwerder unterstellt.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts verfügte Thorn über ein Gymnasium mit angeschlossener Realschule.[2]

Stadttheater in Thorn, um 1915.

Im Jahr 1864 war die Besatzung der Festung Thorn 2.111 Mann stark.[7] Im Jahr 1905 bestand die Garnison aus drei Infanterieregimentern (Nr. 21, Nr. 61 und Nr. 176), einem Ulanenregiment (Nr. 4), zwei Bataillonen Fußartillerie (Nr. 11 und Nr. 15) und einem Pionierbataillon (Nr. 17).[8]

Zum Ende des 19. Jahrhunderts erlebte Thorn nach dem Bau der Ostbahn einen wirtschaftlichen Aufschwung. Eine sehr beliebte Spezialität waren die Thorner Kathrinchen (Pfefferkuchen). Im Jahr 1885 hatte Thorn mit der Garnison 23.906 – überwiegend evangelische – Einwohner. Die Einwohnerzahl wuchs bis zur Volkszählung von 1910 auf 46.000, davon waren etwas über 66 Prozent deutschsprachig und etwa 32 Prozent polnischsprachig. Weil er von Deutschen bzw. Polen hartnäckig als Angehöriger der eigenen Ethnie beansprucht wurde, beging man den 400. bzw. 450. Geburtstag des größten Sohnes der Stadt, Nikolaus Kopernikus, in den Jahren 1873 und 1923 in Thorn jeweils separat bei den deutschen und polnischen Stadtbewohnern.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges kam Thorn mit dem größten Teil der Provinz Westpreußen durch den Versailler Vertrag 1920 zu Polen. Zwischen den Weltkriegen lag Thorn im sogenannten polnischen Korridor zwischen dem Hauptteil des deutschen Reichsgebiets und Ostpreußen. In dieser Zeit war Thorn Hauptstadt der Woiwodschaft Großpommern (Województwo Wielkopomorskie). Aufgrund der anhaltenden Polonisierung während der Zwischenkriegszeit sank der Anteil der Deutschen in der Stadt drastisch von etwa 66,6 Prozent im Jahr 1905 auf nur noch 4 Prozent im Jahre 1939. Im Jahre 1934 wurde die Piłsudski-Brücke über die Weichsel errichtet, aus Stahlfachwerkbögen der 1929 demontierten Münsterwalder Weichselbrücke. (siehe Abschnitt Verkehr: Brücken)

Józef-Piłsudski-Brücke

Im Zweiten Weltkrieg wurde Toruń 1939 mit dem deutschen Überfall auf Polen von deutschen Truppen besetzt und an das Deutsche Reich angegliedert und kam zum Reichsgau Danzig-Westpreußen. In diesem Zusammenhang wurde 1940 die Ingenieurschule für Luftfahrttechnik (IfL) nach Thorn verlegt.

1945 kam die Stadt wieder an Polen. Bei der Wiederherstellung der Woiwodschaft Großpommern ab 14. März 1945 blieb Toruń zunächst die Hauptstadt. Bei der Verkleinerung der Woiwodschaft am 7. April 1945, wobei auch das 'Groß' im Namen fortfiel, wurde dann aber die Hauptstadt nach Bydgoszcz verlegt. Von Gebäudeschäden war Toruń weitgehend verschont geblieben. Die deutsche Bevölkerungsgruppe wurde vertrieben.

Toruń unterhält seit 1978 eine Städtepartnerschaft mit Göttingen und seit 2003 mit Swindon (Großbritannien).

1997 wurde die mittelalterliche Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.[9] Seit 1999 ist Toruń Sitz des Sejmik der Woiwodschaft Kujawien-Pommern, der Woiwode hat seinen Sitz in Bydgoszcz.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Anzahl
Einwohner
Anmerkungen
1768 etwa 1.000 meistens Protestanten, im Zeitraum 1708–1710 vorausgegangene starke Bevölkerungsverminderung infolge von Pest[10]
1793 5.570[11]
1806 8.954[11]
1815 7.095 nach der Bevölkerungsverminderung durch die Napoleonischen Kriege[11]
1828 11.265[11]
1831 8.631[12]
1864 14.106 ohne das Militär (2.111 Personen)[7], davon 7.977 Protestanten und 5.134 Katholiken[13]
1875 18.631[14]
1880 20.617[14]
1885 23.906[14]
1890 27.018 davon 15.681 Protestanten, 10.014 Katholiken, 1.271 Juden und 52 Sonstige (3.500 Polen)[14]
1900 29.635 davon 16.752 Protestanten, 11.571 Katholiken und 1.312 Sonstige einschl. der Juden[14]
1906 43.435 mit der Garnison, davon 17.510 Protestanten, 13.023 Katholiken und 1.092 Juden[8]
1910 46.227 davon 22.967 Protestanten, 21.742 Katholiken und 1.518 Sonstige einschl. der Juden[14] (30.510 Deutsche)[15]
1931 54.280 davon etwa 3.000 Deutsche, im Vergleich zu 30.510 Deutschen im Jahr 1910[15]
1943 78.224[11]
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Über dieses Bild
Sicht auf die mittelalterliche Altstadt der Stadt Toruń

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Mittelalterliche Altstadt[Bearbeiten]

Die Altstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Bis auf einen Straßenzug aus dem späten 19. Jahrhundert ist fast die gesamte Bebauung mittelalterlich. Der historische Bereich besteht aus der Altstadt (Stadtrecht 1231/33) und der als eine Handwerkersiedlung entstandenen Neustadt (Stadtrecht 1246). Später wurde sie in die Altstadt eingemeindet. Zwischen beiden liegt das Schloss des Deutschen Ordens.

Bemerkenswerte Bauten der Altstadt[Bearbeiten]

Nicolaus-Copernicus-Denkmal in Thorn

Altstädtisches Rathaus[Bearbeiten]

Der große Bau auf dem Altstadtmarkt in Backsteingotik wurde im 13. Jh. errichtet und im Laufe der Jahre bis ins 18. Jh. im Barockstil umgebaut. Im 19. Jahrhundert wurde das Rathaus um eine Etage aufgestockt, so einfühlsam, dass dies nur Eingeweihten auffällt. Früher war es ein Verwaltungs- und Handelszentrum, gegenwärtig befindet sich dort das Heimatmuseum. Zum Rathaus gehört ein 40 Meter hoher Turm, der zur Stadtbesichtigung zugänglich ist. Das Gebäude ist das architektonische Vorbild für das Berliner Rathaus. Vor dem Rathaus befindet sich ein Nicolaus-Copernicus-Denkmal und die Darstellung eines der Flissaken (Weichselflößer), die bis ins frühe 20. Jahrhundert auf den Stufen des Kopernikusdenkmals Rast machten.

St. Johann[Bearbeiten]

Ausschnitt aus dem Copernicus-Epitaph in der Kirche St. Johann in Thorn (Toruń).[16] Eines der ältesten Kopernikus-Bildnisse, um 1582 gestiftet vom Thorner Stadtphysicus Dr. Melchior Pyrnesius (gest. 1589). Der Spruch soll die Religiosität und Demut von Kopernikus betonen. Er stammt von dem ehemaligen ermländischen Bischof und späteren Papst Pius II., Enea Silvio Piccolomini, und lautet: "Weder bitte ich um die gleiche Gnade, die dem Paulus gewährt wurde, noch suche ich die Vergebung, die Petrus fand, sondern ich bitte inbrünstig um diejenige, die Du am Kreuz dem Schächer gegeben hat."
Marienkirche Toruń

Die sowohl Johannes dem Täufer als auch dem Evangelisten Johannes geweihte Kirche aus dem 13. Jh. ist eines der ältesten Sakralgebäude im Kulmerland. Schon immer war diese Kirche die wichtigste in der Stadt, zunächst als Pfarrkirche der Toruner Altstadt, dann als Hauptgotteshaus der vereinigten Alt- und Neustadt und schließlich als Dom der neu eingerichteten Toruner Diözese. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde die Kirche fortlaufend ausgebaut. Die Arbeiten wurden kurzweilig unterbrochen, weil 1351 ein Brand einen Teil des Gotteshauses zerstörte. Am Nord- und Südschiff wurde eine Reihe von Kapellen angebaut. Auf diese Weise wurde die Kirche verbreitert und bis auf 56,2 Meter verlängert. Dabei wurden eine Arkade an der Westseite und ein Turm angebaut. Das Gotteshaus wurde auf die gegenwärtige Höhe von 27,3 Metern gebracht. Im Jahre 1406 stürzte der Kirchturm ein. Bald begann man den Bau des neuen Turmes mit einer Höhe von 52 Metern. Die Arbeiten an dem Bau wurden vom Meister Johann Gotland bis 1433 geführt. Im 15. Jahrhundert wurde der Baukörper der Kirche, der mit seiner Größe und Dekorationsfülle imponiert, endgültig gestaltet. Charakteristisch ist auch der Klang der Kirchenglocke, die 1500 in einer Toruner Glockengießerei gegossen wurde und Tuba Dei[17] genannt wird. Sie hat einen Durchmesser von 2,17 Meter und ein Gewicht von 7200 Kilogramm. In der Zeit von 1530 bis 1583 wurde die Pfarrkirche von den Protestanten übernommen. Während der nächsten 13 Jahre wurde sie von Katholiken und Protestanten gemeinsam benutzt. In diesen Jahren wurde das Innere der Kirche verputzt und übertüncht und die Wandgemälde des 14. und 15. Jh. zugedeckt. Gegenwärtig sind die Gemälde teilweise wieder freigelegt und sichtbar (hauptsächlich im Presbyterium und an der Ostwand). Sie zeugen vom Reichtum der mittelalterlichen Ausschmückung der Wände. Als Eingang in die Kirche dient die mit einer zierlichen Ziegel-Attika geschmückte Nordvorhalle. Im Inneren sehen wir gewaltige Kirchenschiffe, die Sterngewölbe hoch oben und den Reichtum der Innenausstattung.

Besondere Einzelheiten des Doms:

  • 1473 wurde hier Nicolaus Copernicus getauft. Das Taufbecken ist noch erhalten. Um das Jahr 1582 wurde zu seinem Gedenken ein Epitaph angebracht.
  • Kapelle des Todes der Maria mit Relief, auch Kopernikus-Kapelle genannt.
  • Kapelle des St. Stanislaus Kostka; Spätbarockaltar, 1719, mit Gemälde der Anbetung der Muttergottes mit dem Christkindchen von St. Stanislaus, das Bartholomäus Strobel 1634 anfertigte.
  • Fenster mit Glasgemälden nach mittelalterlichem Vorbild von dem Toruner Künstler Edward Kwiatkowski in den Jahren 1949–1951 gestaltet. Es wurden einige Überbleibsel der gotischen Verglasung eingesetzt. Im Oberteil des Fensters (d. h. im Maßwerk) sind einige ursprüngliche Bestandteile der mittelalterlichen Verglasung erhalten geblieben.
  • Gemälde auf der Nordwand über dem Eingang in die Sakristei, um 1380–1390, stellt das Jüngste Gericht gemeinsam mit der Kreuzigung dar: Oben Gottvater inmitten von Engeln verschiedener Würde, des den Satan besiegenden Erzengels Michael und des die erlösten Seelen im Himmel annehmenden St. Peter; unten die Auferstehung der Toten und die Hölle; in der Mitte ein Kruzifix als ein lebendes Kreuz und der aus der Brust des Patriarchen herauswachsende Jesse-Baum; seitlich Maria, St. Johannes, Frauen, ein altrömischer Centurio. Verkörperungen der Kirche und der Synagoge, Tugenden und Sünden. Mater Misericordiae, Begegnung von drei Lebenden und drei Verstorbenen. Es ist ein bedeutendes Kunstwerk mit besonders vielen bildlichen Andeutungen.
  • Die sogenannte Thorner Madonna (um 1390) ist ein bedeutendes Kunstwerk des "Weichen Stils" der Gotik. Das Original gilt seit 1944 als verschollen, heute ist nur eine Kopie der Skulptur aufgestellt. Immerhin ist die Konsole mit der Mosesdarstellung, auf der die Skulptur steht, ein Original und entstammt der Werkstatt des "Meisters der Thorner Madonna".

Marienkirche[Bearbeiten]

Kirche aus dem 14. Jh. mit historischen Wandgemälden. Dort befindet sich auch das Grabmal von 1636 der Prinzessin Anna Wasa von Schweden (* 7. Mai 1568; † 26. Februar 1625), Schwester des polnischen und schwedischen Königs Sigismund III. Wasa.

Weitere bedeutende Einzelbauten[Bearbeiten]

Ordensburg, der restaurierte Bauteil ist der Dansker (Abortturm)
Der schiefe Turm in Thorn
  • Jakobskirche, als Pfarrkirche der Neustadt 1309 errichtet
  • Heilig-Geist-Kirche, ehemals evangelische Stadtpfarrkirche (der Kirchturm wurde erst später ergänzt), heute Kirche der Jesuiten
  • Artushof
  • Ruine der Burg des Deutschen Ritterordens
  • verschiedene Kornspeicher vom 14. bis 17. Jh.
  • Stadtmauer aus dem 13. und 14. Jh. mit einigen Basteien, Türmen und Stadttoren:
    • Nonnentor
    • Seglertor
    • Brückentor
    • Schiefer Turm
    • Bastei Monstranz
    • Bastei Katzenkopf
  • Befestigungsringe um die Stadt herum von 1824 und 1910 mit 12 Forts
  • Teatr im. Wilama Horzycy, erbaut 1903–1904 als Stadttheater von dem damals im mitteleuropäischen Theaterbau führenden Wiener Architektenbüro Fellner & Helmer, 842 Plätze

Baudenkmäler außerhalb der Altstadt[Bearbeiten]

Polnische Grenzfestung Dybów
  • Burg Dybów, auf dem linken Weichselufer 250 m westlich der Piłsudskibrücke. Erbaut wurde die 40 mal 50 m große Anlage 1424–1428 unter Władysław II. Jagiełło als polnische Grenzfestung in gut einem Kilometer Abstand schräg gegenüber der 800 m flussaufwärts gelegenen Ordensburg.
  • Fort IV der Festung in Toruń

Museen[Bearbeiten]

  • Das Stadtmuseum im Altstadtrathaus Muzeum Okręgowe – Ratusz Staromiejski, Adresse: Rynek Staromiejski 1
Zum Stadtmuseum gehören auch folgende Sehenswürdigkeiten in der Stadt:
    • das zerstörte Schloss des Deutschen Ordens Ruiny Zamku Krzyżackiego in der Przedzamcze-Straße
    • Kopernikus-Haus Dom Kopernika in der Kopernika-Straße 15/17
    • Das Esken-Haus Czerwony Spichrz war Sitz der angesehenen Thorner Bürgerfamilie. Die Familie wurde von Erasm Esken, der im 15. Jahrhundert aus Friesland nach Thorn gekommen war, gegründet. Heute ist es Museum für Stadtgeschichte.
  • Völkerkunde-Museum Muzeum Etnograficzne mit einem Artillerie-Zeughaus von 1824 am Rande der Altstadt in einer Parkanlage. Es ist eine Freiluftsammlung von historischen bäuerlichen Holzgebäuden, überwiegend im 18. und 19. Jh. in Pommern entstanden und nun hier aufgestellt. Adresse: Wały, gen. Sikorskiego-Straße 19
  • Das Universitätsmuseum für Naturkunde in der Gagarina-Straße 9 präsentiert Ausstellungen zu den Themenbereichen:
    • Fauna- und Florasammlungen mit Exponaten aus aller Welt
    • Erdgeschichte
    • Zoologie mit Tierexponaten, unter anderem eine Überseefischzucht von Buntbarschen
  • Freilichtmuseum der Panzerfortifikation Festung Thorn

Regelmäßige Kulturveranstaltungen[Bearbeiten]

  • Es gibt ein regelmäßiges Musikfestival Probaltika, zu dem jedes Jahr im Mai Konzerte und Ausstellungen stattfinden.
  • Ein weiteres Musikfestival, Musik und Architektur, findet im Sommer statt. Die Konzerte werden aufgeführt, u. a. im Bürgerhaus Unter dem Stern am Altstadtmarkt, im Rathaus, im Artushof sowie in den Kirchen.
  • Gemeinsam mit der Partnerstadt Göttingen verleiht Toruń alljährlich den Samuel-Bogumil-Linde-Preis zur Erinnerung an den Sohn der Stadt Samuel Bogumil Linde.

Sport[Bearbeiten]

Die Motoarena Toruń zählt zu den modernsten Sportstätten ihrer Art. Der KS Toruń gehört zu den ältesten Eishockeyclubs Polens.

Umgebung[Bearbeiten]

In der Nähe von Toruń, in der Ortschaft Piwnice, befinden sich zwei Radioteleskope, eines mit 15 Metern Durchmesser, errichtet 1976, und eines mit 32 Metern Durchmesser, errichtet 1987. Letzteres wird auch im Rahmen von VLBI-Beobachtungen eingesetzt.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Die Thorner Katrinchen, ein Lebkuchengebäck, sollen im 16. Jahrhundert im Kloster von Thorn erfunden worden sein.

Stadtteile und Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Flagge von Toruń

Torun - czesci1.svg

polnischer Name Nr. im Plan deutscher Name
Starotoruńskie Przedmieście 1 noch als Dorf: Alt-Thorn
Barbarka 2 Barbarken (1942–1945 Barbarahof)
Bielany 3 Weißhof
Bydgoskie Przedmieście 4 Bromberger Vorstadt
Wrzosy 5 Schönwalde
Koniuchy 6
Chełmińskie Przedmieście 7 Culmer Vorstadt (1939–1945 Kulmer V.)
Rybaki (mit Port Drzewny) 8 Holzhafen
Stare Miasto 9 Altstadt
Katarzynka 10 Katharinenflur
Mokre 11 Mocker
Jakubskie Przedmieście 12 Jakobsvorstadt
Rubinkowo 13 Rubinkowo (1905–1945 Bachau)
Winnica 14 Weinberg
Grębocin nad Strugą 15 Gremboczyn (1909–1945 Gramtschen)
Bielawy 16 Austrieb
Na Skarpie 17 Treposch
Kaszczorek 18 Kaschorek (1942–1945 Hohenkloster)
Piaski (Kluczyki und Kępa Bazarowa) 19 Bazarkämpe
Podgórz 20 Podgorz (1942–1945 Amberg)
Glinki 21 Glinke
Stawki 22 Stewken
Rudak 23 Rudak (1942–1945 Rodeck)
Czerniewice 24 Czernewitz (1942–1945 Schwarzwalde)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Brücken[Bearbeiten]

Die damals noch kombinierte Eisenbahn- und Straßenbrücke Anfang des 20. Jahrhunderts
Piłsudskibrücke, Altstadt und Nordende der Eisenbahnbrücke heute

Heute gibt es in Toruń und Umgebung drei Weichselbrücken,

  • die Eisenbahnbrücke am Ostrand der Innenstadt,
  • die Józef-Piłsudski-Straßenbrücke am Westrand der Altstadt,
  • die Autobahnbrücke 11 km stromaufwärts der Eisenbahnbrücke;
  • der Bau einer vierten Brücke wurde 2010 begonnen und 2013 abgeschlossen.

Die erste Brücke über die Weichsel in der Stadt wurde 1500 gebaut und war damals die längste Holzbrücke Polens und eine der längsten in Europa. Ihr Nordende lag an der Grenze von Altstadt und Neustadt in der heutigen Ulica Mostowa (Brückenstraße).

1872/1873 wurde am Ostrand der Innenstadt die stählerne Eisenbahnbrücke als kombinierte Bahn- und Straßenbrücke errichtet, mit einem Gleis und einer schmalen Fahrbahn. Die Holzbrücke aus dem Jahr 1500 fiel 1877 einem Brand zum Opfer und wurde nicht wieder aufgebaut. Über fünf Jahrzehnte gab es wieder nur eine Weichselbrücke in der Stadt.

Pläne für den Bau einer neuen Straßenbrücke gab es schon vor 1918. Sie sollte am Nordende in die Seglerstraße (seit 1919 Źeglarska) in der Altstadt münden. Die Józef-Piłsudski-Brücke wurde aber erst 1928 bis 1934 am Westrand der Altstadt gebaut. Anschließend wurde die Eisenbahnbrücke für den Straßenverkehr gesperrt. Die Stahlkonstruktion der Straßenbrücke stammte von einer 1905 – 1909 gebauten Eisenbahnbrücke zwischen dem gerade polnisch gewordenen Opalenie (Münsterwalde) und der Stadt Marienwerder (heute Kwidzyn), die durch ihre neu entstandene Grenzlage bedeutungslos geworden war und deren Material für zwei neue Brücken reichte. Aus der anderen Hälfte wurde in Konin eine Brücke über die Warthe gebaut.

Im Zweiten Weltkrieg wurden beide Thorner Weichselbrücken zweimal gesprengt, 1939 von der abrückenden polnischen Armee 15 Stunden vor der deutschen Besetzung, 1945 von der Wehrmacht, die vor der Rote Armee zurückweichen musste. Zwischenzeitlich war die Eisenbahnbrücke wieder hergerichtet und anstelle der stählernen Straßenbrücke provisorisch eine hölzerne errichtet worden. Nach dem Krieg wurde die Eisenbahnbrücke 1948 wiederhergestellt, die Straßenbrücke 1950.

Die dritte Brücke, die Autobahnbrücke der polnischen A1 von Danzig nach Krakau liegt genau genommen südlich von Toruń knapp außerhalb der Stadtgrenzen. Sie wurde von 1992 bis 1998 zwischen den Dörfern Brzoza (Balkau) im Westen und Grabowiec (Grabowitz) im Osten bisher erst in halber Breite gebaut und nach der Polnische Heimatarmee (Armia Krajowa) benannt. Seit 2010 wurde sie auf die volle Breite ausgebaut, aber in der A1 klafft südlich der Brücke immer noch eine Lücke von Toruń bis hinter Kowal.

Im Herbst 2010 ist nun der Spatenstich für eine vierte Weichselbrücke zwischen den Stadtteilen Winnica (Weinberg) am rechten und Rudak am linken Weichselufer erfolgt. Diese Brücke wurde feierlich am Wochenende 6. bis 8. Dezember 2013 mit einem Brückenfest eingeweiht.[18]

Eisenbahn[Bearbeiten]

Die wichtigsten Bahnhöfe der Stadt sind

  • Toruń Główny (Hauptbahnhof, ursprünglich „Thorn Vorstadt“, links der Weichsel gegenüber der Altstadt)
  • Toruń Miasto (Stadtbahnhof, rechts der Weichsel am Ostrand der Altstadt)

Bis 1920 führte die kürzeste Bahnverbindung von Berlin nach Warschau über Thorn.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Heute werden Straßenbahn und Stadtbusse in Toruń von dem städtischen Verkehrsbetrieb Miejski Zakład Komunikacji w Toruniu (MZK Toruń) betrieben.

Straßenbahnhaltestelle in Thorn, 1913

Nach Vertragsschluss am 1. August 1890 eröffnete die in Berlin ansässige Gesellschaft Havestadt & Contag am 16. Mai 1891 die erste Straßenbahnlinie in Thorn als Pferdebahn. Die Linie verband den Stadtbahnhof (heute Toruń Miasto) mit der damaligen Bromberger Vorstadt. Die Spurweite betrug damals wie heute 1000 mm. Ab dem 1. Februar 1899 verkehrte auf derselben Linie die erste Elektrische. Neben den ersten 5 Triebwagen fuhren zunächst weiterhin auch von Pferden gezogene Wagen. Am 21. Dezember 1901 ging die Lizenz zum Betrieb der Thorner Straßenbahn an die Elektrizitätswerke Thorn über. Zwei weitere Linien wurden Ende 1899 und am 23. Oktober 1907 eröffnet. 1908 standen 15 Triebwagen und 3 Beiwagen zur Verfügung. Sogar während des Ersten Weltkrieges wurde der Wagenpark erweitert und eine Linie verlängert. Bald nach dem Übergang der Stadt unter polnische Hoheit wurden weitere neue Straßenbahnwagen gekauft. Seit dem 16. November 1924 gab es auch Stadtbusse. Im ersten Quartal 1939 hatte das Straßenbahnnetz in Toruń eine Gesamtlänge von 19,5 km, davon 2,5 km ohne Linienverkehr.[19]

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Straßenbahnlinie zum Hauptbahnhof durch die Zerstörung der Józef-Piłsudski-Brücke unterbrochen, nach Bau einer hölzernen Behelfsbrücke durch eine Buslinie ersetzt.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde schon am 1. Mai 1945 der Straßenbahnverkehr in der kaum zerstörten Stadt wieder aufgenommen, im Laufe des Monats auch wieder auf drei Linien. Ab dem 9. Februar 1946 wurden auch wieder Autobusse in Betrieb genommen. Die Beschaffung neuer Busse begann 1952. Ende der 1950er Jahre hatte Toruń drei Buslinien, Ende der 1960er derer acht.

In den Jahren 1969 bis 1972 wurde eine neue Straßenbahnstrecke zu dem Textilwerk Merinotex gebaut, 1970 die Strecke durch die Altstadt, Teil der allerersten Strecke, stillgelegt. Heute hat das Straßenbahnnetz eine Länge von 22 km, auf denen 4 Tagelinien und eine Nachtlinie verkehren. Das städtische Busnetz umfasst 37 Tagelinien und 3 Nachtlinien.

Die Fahrgastzahlen sind rückläufig: Im Jahr 1990 wurden 99,5 Mio. Personen befördert, im Jahre 2000 waren es 76 Millionen, 2008 nur noch 46,5 Millionen.

Netzschema der Toruńer Straßenbahn


Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Krajowa Spółka Cukrowa hat seinen Sitz in der Stadt und ist einer der größten Zuckerproduzenten Polens mit einem Produktionsanteil von 39,4% in der Saison 2004/2005.
  • Der Elektronikkonzern Sharp betreibt in Toruń eine LCD-TV-Fabrik.

Medien[Bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Julius Bergenroth (1817–1896), Altphilologe, Oberlehrer am Thorner Gymnasium, Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses

Hier geboren[Bearbeiten]

Kopernikus-Denkmal in Toruń

Mit der Stadt verbunden[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Historia Torunia, hrsg. von Marian Biskup, Bd. 1: W czasach średniowiecza (do roku 1454, TNT 1999).
  • Historia Torunia, hrsg. von Biskup, Marian Bd. 2: U schyłku średniowiecza i w początkach odrodzenia (1454 - 1548, TNT, Toruń 1992).
  • Toruń dawny i dzisiejszy. Zarys dziejów, hrsg. von Marian Biskup, Państwowe Wydawnictwo Naukowe, Warszawa u.a. 1983.
  • Reinhold Heuer: Siebenhundert Jahre Thorn 1231 - 1931, W. F. Burau, Danzig 1931.
  • Irena Janosz-Biskupowa: Rola Torunia w Związku Pruskim i Wojnie Trzynastoletniej w latach 1440–1466, Toruń 1965,
  • Edmund Cieslak: Walki ustrojowe w Gdańsku i Toruniu oraz w niektórych miastach hanzeatyckich w XV w., GTN, Gdańsk 1960.
  • Ernst Kestner: Beiträge zur Geschichte der Stadt Thorn. Verlag von Ernst Lambeck, Thorn 1882.
  • Karl Gotthelf Prätorius (nach dem Tod des Verfassers bearbeitet und herausgegeben von Julius Emil Wernicke): Topopgraphisch-historisch-statistische Beschreibung der Stadt Thorn und ihres Gebietes, die Vorzeit und Gegenwart umfassend. Band 1 (vom Verfasser kein weiterer Band erschienen, Fortsetzung der Chronik durch J. E. Wernicke 1842, siehe unten), Thorn 1932 (Online, Google)
  • Bohdan Rymaszewski, Stanisław Klimek: Thorn. Architektur und Geschichte. Via Nova, Toruń 1994, ISBN 83-901314-3-9.
  • Julius Emil Wernicke: Geschichte Thorns aus Urkunden, Dokumenten und Handschriften. Verlag Ernst Lambeck, Thorn 1842, zwei Bände:
  • Jürgen W. Schmidt: Zwei Jubiläen im Banne nationaler und politischer Leidenschaften: Der 400. bzw. 450. Geburtstag von Nikolaus Copernicus, In: Westpreußen-Jahrbuch Bd. 62, Münster 2012, S.75-85.
  • Ernst Bahr et al.: Handbuch der historischen Stätten. Ost- und Westpreußen (Erich Weise, Hrsg.), Kröner, Stuttgart 1981 (unveränderter Nachdruck der ersten Auflage von 1966), ISBN 3-520-31701-X, S. 221–225.
  • H. Maercker: Geschichte der ländlichen Ortschaften und der drei kleineren Städte des Kreises Thorn, 1899/1900.
  • Georg Gottlieb Dittmann: Beyträge zur Geschichte der Stadt Thorn, Band 1 (kein weiterer Band erschienen), Thorn 1789 (Online, Google.)
  • Thorner Nachrichten, hrsg. von Michael Sodtke, Periodika, Lüneburg seit 1967.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Toruń – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 3. Juli 2014.
  2. a b L. Wiese: Das höhere Schulwesen in Preußen. Historisch-statistische Darstellung. Berlin 1864, S. 81-82
  3. Copia Des öffentlichen Ausschreiben So Ihre Königl. Maj. in Polen wegen Anstellung eines Colloquii Charitativi zu Thoren in Preussen auffjüngstkünfftigen 28.18. August des 1645. Jahrs...
  4. Leopold Prowe: Zur Biographie von Nicolaus Copernicus, 1853
  5. http://www.napoleon-online.de/html/tb_maerz.html
  6. http://www.napoleon-online.de/html/tb_april.html
  7. a b Steinmann: Der Kreis Thorn – Statistische Beschreibung, Thorn 1866, S. 47.
  8. a b Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage, Band 19, Leipzig und Wien 1907, S. 501–502.
  9. http://whc.unesco.org/en/list/835
  10. Anton Friedrich Büsching: Neue Erdbeschreibung, Teil II, Schaffhausen 1768, S. 362–364, Nr. 4).
  11. a b c d e Ernst Bahr et al. (1981), p. 225.
  12. August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde. Königsberg 1835, S. 413–416, Nr. 30.
  13. E. Jacobson: Topographisch-statistisches Handbuch für den Regierungsbezirk Marienwerder, Danzig 1868, S. 214–215, Nr. 248.
  14. a b c d e f Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte Provinz Westpreußen, Stadt- und Landkreis Thorn (2006).
  15. a b Der Große Brockhaus, 15. Auflage, Band 18, Leipzig 1934.
  16. Karl Gotthelf Prätorius: Topopgraphisch-historisch-statistische Beschreibung der Stadt Thorn und ihres Gebietes, die Vorzeit und Gegenwart umfassend. Thorn 1932, S. 87-92
  17. Die Tuba Dei – eine berühmte Großglocke im polnischen Toruń
  18. Gazeta Pomorska (17. Dezember 2013): kritischer Bericht über die neue Weichselbrücke
  19. Geschichte des MZK Toruń, auf Polnisch