Toshinori Kondō

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Toshinori Kondō (jap. 近藤 等則, Kondō Toshinori; * 15. Dezember 1948 in Imabari, Präfektur Ehime, Japan) ist ein Trompeter der Jazzavantgarde und der Fusionsmusik.

Seine ersten Einflüsse im Jazz waren Charlie Parker, Dizzy Gillespie und Miles Davis. In den 1970er Jahren kam er von Japan nach New York, wo er mit den Mitglieder der Downtown-Szene zusammenarbeitete, so mit Bill Laswell und John Zorn. 1978 spielte er mit Derek Bailey. Sein erstes Soloalbum entstand 1979. Im gleichen Jahr trat er mit Eugene Chadbourne auf dem Total Music Meeting auf. 1981 war er erstmals Mitglied in einem Projekt von Peter Brötzmann. 1982 trat er mit Paul Lovens und mit dem Globe Unity Orchestra auf. In den 1980er Jahren kehrte er nach Japan zurück und gründete die Gruppe IMA, mit der er recht erfolgreich war. Seit 1992 gehörte er zum Die Like a Dog-Quartett Brötzmanns und später auch zu dessen Chicago-Tentett. Er spielte mit Tristan Honsinger und ließ sich schließlich in Amsterdam nieder, wo er heute lebt. Im Jahr 2002 organisierte er in Hiroshima ein großes Friedensfestival für den Dalai Lama.

Bekannt ist Kondō vor allem für seine Fusion von Free Jazz-, Noise- und elektronischer Musik. Hier arbeitete er mit Musikern wie DJ Krush und Tom Cora zusammen. Er wurde zu Aufnahmen der United Future Organization, aber auch der Jazzkantine herangezogen. Daneben hat er auch Musik für japanische Kriminalfilme verfasst.

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