Toskanischer Archipel
| Toskanischer Archipel (Tyrrhenische Inseln) |
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| Westküste von Elba | ||
| Gewässer | Tyrrhenisches Meer | |
| Geographische Lage | 42° 47′ N, 10° 17′ O42.77510.279722222222Koordinaten: 42° 47′ N, 10° 17′ O | |
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| Anzahl der Inseln | 7 größere 7 kleinere |
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| Hauptinsel | Elba | |
| Gesamtfläche | 292,4 km² | |
| Einwohner | 33.800 (2009) | |
| Karte des Toskanischen Archipels | ||
Der Toskanische Archipel (italienisch: Arcipelago Toscano) liegt im Mittelmeer vor der toskanischen Küste Italiens.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Die Gruppe besteht aus sieben Hauptinseln:
- Elba (mit acht Gemeinden, die auch die Inseln Montecristo und Pianosa umfassen)
- Giglio (Gemeinde Isola del Giglio)
- Giannutri (zur Gemeinde Isola del Giglio)
- Montecristo (zur Gemeinde Portoferraio)
- Capraia (Gemeinde Capraia Isola)
- Pianosa (zur Gemeinde Campo nell'Elba)
- Gorgona (zur Stadt Livorno)
Des Weiteren gehören auch mehrere kleine Eilande und Felsen zur Inselgruppe: Scoglio d'Affrica (Gemeinde Portoferraio), die Formiche di Grosseto (Stadt Grosseto), Meloria (Stadt Livorno), Palmaiola und Cerboli (beide Gemeinde Rio Marina).
Die Inseln des Toskanischen Archipel werden auch Tyrrhenische Inseln (Isole Tirrene) genannt. Der Toskanische Archipel gehört laut der International Union Conservation of Nature zu den bedeutendsten Naturwundern der Welt.
[Bearbeiten] Geschichte
Ab etwa 750 v. Chr. stand der Archipel zunehmend unter dem Einfluss der Etrusker, die an den umfangreichen Eisenvorkommen interessiert waren und mit deren Abbau begannen. Um 453 v. Chr. wurde Elba vorübergehend von den Griechen besetzt. 246 v. Chr. eroberten die Römer die Inseln, die dann für rund 800 Jahren zum Römischen Reich beziehungsweise dessen Nachfolgestaaten gehörten. Die Insel Elba wurde im Zusammenhang mit den Revolutionskriegen vorübergehend von Großbritannien besetzt und wurde 1802 im Frieden von Amiens Teil Frankreichs. 1814, am Tag der Abdankung Napoleons als Kaiser der Franzosen, wurde Elba als souveränes Fürstentum Napoleon übertragen. Vom 4. Mai 1814 bis zum 26. Februar 1815 lebte er auf der Insel. Im Wiener Kongress wurde Elba dem Herzogtum Toskana zugeschlagen und gelangte mit diesem 1860 an das vereinte Königreich Italien.
Unter den kleinen Inseln erlangte Montecristo durch Alexandre Dumas' Roman Der Graf von Monte Christo literarische Berühmtheit.
Der Legende nach verlor die Tyrrhenische Venus ihren Perlenschmuck, als sie dem Meer entstieg. Dabei zerbrach er in Splitter, woraus die heutigen Inseln entstanden seien.
Nach Napoleon ist das Mineralwasser Fonte Napoleone benannt, dessen Quelle in den Bergen in der Nähe von Marciana liegt.
Im Januar 2012 lief im Archipel nahe der Insel Giglio das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia mit über 4000 Passagieren am Bord auf einen Felsen unter Wasser und bekam starke Schlagseite.[1]
[Bearbeiten] Wirtschaft
Der Fremdenverkehr hat an Bedeutung gewonnen und ist inzwischen die Haupteinnahmequelle.
Pianosa ist eine Gefängnisinsel und kann nur mit einer Sondergenehmigung betreten werden.
[Bearbeiten] Anreise
Der toskanische Archipel ist mit der Fähre von Livorno, Piombino und Porto St. Stefano aus erreichbar.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ zeit.de 14. Januar 2012: Tote bei Schiffsunglück vor Italien. - Vor der toskanischen Küste ist ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 4.000 Passagieren an Bord auf Grund gelaufen. Mehrere Menschen starben, Dutzende werden vermisst.
Die sieben Hauptinseln: Capraia | Elba | Giannutri | Giglio | Gorgona | Montecristo | Pianosa
Kleinere Inseln: Scoglio d’Affrica | Scoglio della Cappa | Scoglio del Corvo | Cerboli | Formiche di Grosseto | Meloria | Palmaiola | Le Scole