Totentanz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ausschnitt aus den Totentanzdarstellungen in der Friedhofskapelle von Wondreb (Oberpfalz)

Der Totentanz (französisch Danse macabre) ist die im 14. Jahrhundert aufgekommene Darstellung des Einflusses und der Macht des Todes auf bzw. über das Leben der Menschen. Dies erfolgt oft in allegorischen Gruppen, in denen die bildliche Darstellung von Tanz und Tod meist gleichzeitig zu finden sind.

15. Jahrhundert[Bearbeiten]

Zwischen 1410 und 1425 entstand in La Chaise-Dieu ein Wandgemälde mit ursprünglich 30 und heute noch 24 Tanzpaaren. Bereits 1424 wurde der Totentanz an der Mauer des Pariser Friedhofs Cimetière des Innocents vollendet, der heute jedoch nur durch die Holzschnittfolge des Pariser Druckers Guyot Marchant von 1485 bekannt ist. In Basel entstanden 1439/40 der Basler Totentanz , auch Predigertotentanz genannt, an der Friedhofsmauer des dortigen Dominikanerklosters und 1460 der Kleinbasler Totentanz in Basel-Klingental (Museum Kleines Klingental). Es folgte u. a. um 1460 der Lübecker Totentanz in der Marienkirche von Lübeck.

Dieses teilweise Bernt Notke zugeschriebene Wandgemälde in der so genannten Totentanzkapelle wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört; zwei von Alfred Mahlau 1955/56 gestaltete Fenster in der Kapelle erinnern heute an dieses untergegangene Kunstwerk. Fragmente von Notkes weiterem Totentanz für Reval (Tallinn) befinden sich noch heute in der dortigen Nikolaikirche.

Notkes Totentanz-Fragment in Tallinn (Nikolaikirche)

Ursprünglich bildete der Totentanz den Stoff zu dramatischer Dichtung und szenischer Aufführung und wurde in kurzen, meist vierzeiligen Wechselreden zwischen dem Tod und anfangs 24 nach absteigender Rangfolge geordneten Personen verarbeitet. Wahrscheinlich war darin den sieben makkabäischen Brüdern mit ihrer Mutter und Eleasar (2. Makk. 6, 7) eine hervorragende Rolle zugeteilt, und die Aufführung fand an deren Gedächtnisfest zu Paris im „Kloster der unschuldigen Kindlein“ (aux Innocents) statt; daher der in Frankreich von alters her übliche lateinische Name „Chorea Machabaeorum“ (franz. danse macabre). Andere Theorien gehen davon aus, das Wort ‚makaber‘ komme vom hebräischen ,m(e)qabber‘ (,begrabend‘), vom arabischen ‚maqâbir‘, welches ‚Gräber‘ bedeutet, oder einfach von einem Künstler namens Macabré.[1]

In Paris war bereits 1424 die ganze Reihe jener dramatischen Situationen nebst den dazugehörigen Versen an die Kirchhofsmauer des genannten Klosters gemalt, und hieran schlossen sich bald weitere Malereien, Teppich- und Steinbilder in den Kirchen zu Amiens, Angers, Dijon, Rouen etc. sowie seit 1485 auch Holzschnitt- und Druckwerke, welche die Bilder und Inschriften wiedergaben.

Totentanz (Darstellung von 1493)

Noch erhalten ist der textlose, aber die Dichtung illustrierende Totentanz in der Abteikirche von La Chaise-Dieu in der Auvergne, der nach neueren ikonographischen Forschungen insbesondere zur Kleidung erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstand.

Reime und Bilder des Totentanzes wurden durch den englischen Mönch John Lydgate kreativ kopiert und gelangten so von Frankreich aus auch nach England. Eine besondere Beschäftigung mit der Thematik fand in Deutschland statt, wo der Totentanz mit wechselnden Bildern und Versen in die Wand- und Buchmalerei überging. Eine Darstellung in einer Kapelle der Lübecker Marienkirche von Bernt Notke, deren niederdeutsche Reime teilweise erhalten sind, zeigte den Totentanz noch in seiner einfachsten Form: 24 Personen, Geistliche und Laien in absteigender Rangordnung, von Papst, Kaiser, Kaiserin, Kardinal und König bis hinab zu Klausner, Bauer, Jüngling, Jungfrau, Kind, und zwischen je zwei Personen eine tanzende Todesgestalt als verschrumpfte Leiche mit umhüllendem Grabtuch; dabei halten die Tänzer einander die Hände und bilden eine Art Reigen; eine einzelne Todesgestalt springt pfeifend voran (vgl. „Ausführliche Beschreibung und Abbildung des Totentanzes in der Marienkirche zu Lübeck“, Lüb. 1831).

Das älteste Zeugnis eines Totentanzes, welches in Deutschland gefunden wurde, ist die Handschrift Cpg 314 der Universitätsbibliothek Heidelberg. Hier wurden den lateinischen Versen, die wahrscheinlich aus dem 14. Jahrhundert stammen, deutsche Übersetzungen hinzugefügt. In ihrer monumentalen Form waren die an Klostermauern gemalten Totentänze von Wengenklosters in Ulm (um 1440) und in den beiden Dominikanerkonvente in Basel die Vorreiter. Einer der größten bekannten Totentänze entstand um 1484 in der St. Marienkirche (Berlin). Es handelt sich darüber hinaus um das älteste überlieferte literarische Werk aus Berlin.

Der Totentanz in der Dreifaltigkeitskirche von Hrastovlje/Slowenien (um 1490)

Weitere Wandgemälde mit Totentanz-Motiven aus dieser Epoche befinden sich in Hrastovlje (Slowenien) und Beram (Kroatien). Auch in der Lombardei ist eine Reihe von Totentänzen erhalten z. B. in Clusone und Bienno. Der typische Bildaufbau weicht jedoch etwas von den in Deutschland und Frankreich üblichen Bildern ab: zweigeteiltes Großfresco: am oberen Teil wird der Triumph des Todes dargestellt im unteren eine Tanzszene ähnlich wie in La Chaise-Dieu.

16. Jahrhundert[Bearbeiten]

Seit Mitte des 16. Jahrhunderts wurden die Bilder des Totentanzes immer mehr vervielfältigt, während die Verse wechselten oder ganz weggelassen wurden, und zuletzt gestalteten sich beide, Bilder und Verse, völlig neu. Zunächst wurde der Totentanz von Grossbasel auch in Kleinbasel nachgeahmt (nicht vor der Mitte des 15. Jahrhunderts übertragen), wobei Zahl und Anordnung der tanzenden Paare dieselbe blieben.

Am Anfang wurden ein Pfarrer und ein Beinhaus und am Ende der Sündenfall hinzugefügt, während die das Ganze beschließende Person des Malers vielleicht erst Hans Hug Kluber anhängte, welcher 1568 das Bild restaurierte. Dieses Motiv übernahm er von Niklaus Manuels Berner Totentanz, der zwischen 1516 und 1520 entstand. Bei dem Abbruch der Kirchhofsmauer 1805 ist das Original bis auf geringe Fragmente zugrunde gegangen; doch haben sich Nachbildungen nebst den Reimen erhalten, namentlich in den Handzeichnungen Emanuel Büchels (bei Maßmann a. a. O.). Der zum Volkssprichwort gewordene „Tod von Basel“ gab neuen Anstoß zu ähnlichen Darstellungen, obschon die Dichtkunst den Stoff ganz fallen ließ. So ließ Herzog Georg von Sachsen noch 1534 längs der Mauer des dritten Stockwerks des nach ihm benannten Georgentores ein steinernes Relief von 24 lebensgroßen Menschen- und drei Todesgestalten ausführen, ohne Reigen oder tanzende Paare und nach Auffassung wie nach Anordnung durchaus neu und eigentümlich. Dieses Bildwerk wurde bei dem großen Schlossbrand von 1701 stark beschädigt, aber wiederhergestellt und auf den Kirchhof von Dresden-Neustadt übertragen. Jetzt befindet es sich in der Dresdner Dreikönigskirche (abgebildet bei Nanmann (richtig: Naumann): „Der Tod in allen seinen Beziehungen“, Dresden 1844).

Ausschnitt aus dem Holzstich „Totentanz“; König (Hans Holbein der Jüngere 1538). Holbein verdeutlichte, dass die Pest weder Stand noch Klasse kannte.

Von der Basler Darstellung abhängig ist das im 15. Jahrhundert entstandene Gemälde mit dem Totentanz in der Straßburger Predigerkirche, welches verschiedene Gruppen zeigt, aus deren jeder der Tod seine Opfer zum Tanz holt; abgebildet bei Edel: „Die Neue Kirche in Straßburg“, Straßburg 1825. Aus den Jahren 1470 bis 1490 stammt der Totentanz in der Turmhalle der Marienkirche zu Berlin (herausgegeben von W. Lübke, Berlin 1861, und von Th. Prüfer, daselbst 1876). Einen wirklichen Totentanz malte von 1514 bis 1522 Niklaus Manuel an die Kirchhofsmauer des Predigerklosters zu Bern, dessen 46 Bilder, die jetzt nur noch in Nachbildungen vorhanden sind, bei aller Selbständigkeit ebensowohl an den Basler Totentanz wie an den erwähnten „doten dantz mit figuren“ erinnern.

Eine neue und künstlerische Gestalt erhielt der Totentanz dann durch Hans Holbein den Jüngeren. Indem dieser nicht nur veranschaulichen wollte, wie der Tod kein Alter und keinen Stand verschont, sondern auch vielmehr, wie er mitten hereintritt in den Beruf und die Lust des Erdenlebens, musste er von Reigen und tanzenden Paaren absehen und dafür in sich abgeschlossene Bilder mit dem nötigen Beiwerk liefern, wahre „Imagines mortis“, wie seine für den Holzschnitt bestimmten Zeichnungen genannt wurden. Diese erschienen seit 1530 und als Buch seit 1538 in großer Menge und unter verschiedenen Titeln und Kopien unter anderem bearbeitet von Wenzel Hollar (Kurzfassung mit 30 Kupferstichen) bis (neue Ausgabe von F. Lippmann, Berlin 1879). Holbeins „Initialbuchstaben mit dem Totentanz“ wurden in Nachschnitten von Lödel neu herausgegeben von Adolf Ellissen (1849). Daraus, dass Hulderich Frölich in seinem 1588 erschienenen Buch „Zween Todtentäntz, deren der eine zu Bern, der andre zu Basel etc.“ dem Totentanz am Predigerkirchhof größtenteils Bilder aus Holbeins Holzschnitten unterschob und Christian von Mechel sie als ersten Band seiner 1780 erschienenen Reproduktionen der Werke Holbeins als „Le Triomphe de la mort“ (47 Radierungen nach den Holzschnitten Holbeins) aufnahm, entstand der doppelte Irrtum, dass man auch den älteren wirklichen Totentanz im Predigerkloster für ein Werk Holbeins hielt und des letzteren „Imagines“ ebenfalls Totentanz benannte.

Spätere Jahrhunderte[Bearbeiten]

Max Slevogt: Totentanz (1896)

Im Lauf des 16., 17. und 18. Jahrhunderts entstanden weitere Totentänze u. a. in Chur (erzbischöflicher Palast nach den Vorbildern der Holbeinschen Kompositionen), Füssen (Füssener Totentanz), Konstanz, Luzern: Totentanzgemälde im ehemaligen Jesuitenkolleg und auf der (Spreuerbrücke), Freiburg im Üechtland, Bleibach (Schwarzwald) und Erfurt, und Holzschneide- wie Kupferstecherkunst nahmen den Stoff wieder auf, dessen sich auch die Dichtkunst wieder bemächtigte, z. B. Bechstein („Der Totentanz“, Leipz. 1831).

Auch in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zeichnete man wieder Totentänze, so namentlich Alfred Rethel und Wilhelm von Kaulbach. Vermutlich ab dem 16. Jahrhundert hat auch die regional jeweils unterschiedliche Redensart „Aussehen wie der Tod im Basler/Lübecker/Dresdner Totentanz“ Eingang in die Sprache gefunden, die blasse, ungesund aussehende Menschen beschreibt.[2]

Die beiden Weltkriege veranlassten im 20. Jahrhundert zahlreiche Künstler, Motive aus dem Totentanz wieder aufzunehmen, oder eigene Werke entsprechend zu benennen. Zu den bekanntesten Beispielen gehören:

  • Albin Egger-Lienz: Totentanz, 1906 bis 1921
  • Otto Dix: Totentanz, Anno 17, aus der Mappe Der Krieg
  • Lovis Corinth: Totentanz, Mappe mit sechs Kaltnadelradierungen, 1921
  • Edmund Kesting: Totentanz Dresden (Fotomontagen)
  • Alfred Hrdlicka: Plötzenseer Totentanz
  • Harald Naegeli: Der Triumph des Todes (Kölner Totentanz), Köln, Zugemauerter Eingang zu St. Cäcilien, Teil des Museum Schnütgen, 1981.
  • HAP Grieshaber Der Totentanz von Basel, 40 Farbholzschnitte, 45 cm × 35 cm, 1965
  • Aloys Ohlmann Der Kirchzartener Totentanz zum Lübecker Totentanz von Hugo Distler" 14 Serigrafien 70 cm x 50 cm, 1982
  • Aloys Ohlmann "Macabre. Zeichnungen und Texte, 1991 – K. u. U. Schulz, Die Totentänze B 153: „einer der wohl ungewöhnlichsten Totentänze hat A. Ohlmann mit seiner Text- und Bilderfolge „Macabre“ geschaffen. Es ist die ganz persönliche Auseinandersetzung mit dem jederzeit möglichen Sterben. Also nicht die Begegnung der verschiedensten Menschen mit dem Tod, sondern nur die eines einzelnen Menschen, hier die des Künstlers A. Ohlmann wird thematisiert…“

Liste der Totentanz-Motive[Bearbeiten]

Totentanz-Motive in der bildenden Kunst[Bearbeiten]

Totentanz-Spiele[Bearbeiten]

Dass im späten Mittelalter Totentänze als geistliche Spiele, vielleicht am ehesten als Fastnachtsspiele, aufgeführt wurden, erscheint auf den ersten Blick evident.[4] Dennoch sind bisher keine eindeutigen Spieltexte bekannt geworden und es finden sich nur wenige Belege für Aufführungen.[5] Überliefert ist die Aufführung eines Totentanzdramas im Jahr 1449 in einer Hofrechnung der Herzöge von Burgund: „A Nicaise de Cambray, paintre, demourant en la ville de Bruges quant il a joué devant MdS en son hostel avec ses autres compaignons, certain jeu, histoire et moralité sur le fait de la danse macabre.“[6] Für den deutschen Sprachraum ist lediglich eine Aufführung überliefert, die Neumann als Totentanzspiel identifiziert (Basel 1519): „Idem [i. e. Martinus Vonvillere] ordinavit choream mortis“.[7] Erst mit Entdeckung eines neuen Totentanzfragmentes, das sich mit Blick auf die Sprache am Niederrhein verorten lässt, dem Klever Totentanz,[8] gibt es einen ersten Beleg für einen „Rollentext“, wie er für die Aufführung eines Totentanzspieles Verwendung finden konnte.[9]

Totentanz-Motive in der Musik[Bearbeiten]

Auch als musikalisches Sujet fand der Totentanz weite Verbreitung. Sowohl ausdrücklich als Totentanz bezeichnete Werke wie auch zahlreiche Vertonungen zum Thema „Der Tod und das Mädchen“ reihen sich thematisch ein.

Totentanz-Motive im Film[Bearbeiten]

Totentanz-Motive in der Literatur[Bearbeiten]

  • William Combe und Thomas Rowlandson: The English Dance of Death, 1814–1816. 72 Verskapitel zu Aquatinta-Blättern.
  • Walter Scott besang im Versepos The Dance of the Death 1815 die Gefallenen von Waterloo.
  • Johann Wolfgang von Goethe schrieb um 1813 die Ballade Der Totentanz, in der sich um Mitternacht die Toten aus ihren Gräbern erheben.
  • Arthur Rimbaud griff 1870 das Motiv des Totentanzes in dem Gedicht Ball der Gehängten auf.
  • Rainer Maria Rilke verfasste 1907 ein Gedicht mit dem Titel Toten-Tanz.
  • August Strindberg schrieb ein Theaterstück mit dem Titel Totentanz. In einen Dialog zwischen zwei Eheleuten anlässlich ihrer silbernen Hochzeit ist der Tod sowohl als Erlöser als auch als Vernichter ständig gegenwärtig.
  • Thomas Mann benannte ein Kapitel in seinem Roman Der Zauberberg als Totentanz, in dem Fritz Rotbein („der Herrenreiter“) durch Hans Castorp die letzte Ehre gegeben wird.
  • Hans Henny Jahnn verfasste zusammen mit Werner Helwig 1931 das Drama Neuer Lübecker Totentanz.
  • Ödön von Horváth schrieb ein Theaterstück Glaube, Liebe, Hoffnung. Ein kleiner Totentanz. (Drama)
  • Michael Siefener und Silke Urbanski schrieben 2005 Totentanz, einen Mittelalterkrimi, der historische Ereignisse um den Maler der Lübecker Totentanzes, Bernd Notke, als Ausgang nimmt.
  • Lena Falkenhagen veröffentlichte 2008 den historischen Roman Das Mädchen und der schwarze Tod, in dem die Entstehung des Totentanzes in der Lübecker Marienkirche thematisiert wird.
  • Peter Brannath schrieb 2006 den Kriminalroman Seebacher – Der Tod schreibt schwarze Zahlen, der die Totentänze in Freiburg, Bleibach und Herten zum Thema hat.
  • Jürgen Kropp schrieb 2013 den Gedichtzyklus Ganz alleen. En Dodendanz in fief Slääg. Er thematisiert darin in klangbildgewaltiger niederdeutscher Sprache Tod und Sterben in der Gegenwart und erhielt dafür den renommierten Klaus-Groth-Preis der Stadt Heide 2013.

Totentanz-Motive in anderen Medien[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerald Unterberger: Totentanz und Knochenmann: Ein Mythos hinter dem Bild als Leitfossil für Kulturkontakte zwischen Alteuropa, Altamerika und der Osterinsel im Südpazifik. Kulturgeschichtliche Betrachtung und Rekonstruktion. In: L'Art Macabre 2, Jahrbuch der Europäischen Totentanz-Vereinigung, Düsseldorf 2001.
  • Gabriel Peignot: Recherches historiques et littéraires sur les danses des morts. Lagier, Paris 1826.
  • Hans Ferdinand Maßmann: Literatur der Totentänze. Leipzig 1841. Nachdruck: Olms, Hildesheim 1963 (online).
  • Eustache H. Langlois: Essai historique, philosophique et pittoresque sur les danses des morts. Lebrument, Rouen 1851–1855.
  • Joseph Eduard Wessely: Die Gestalten des Todes und des Teufels in der darstellenden Kunst. Vogel, Leipzig 1877.
  • James A. B. Albertus Clark: Death and the visual arts. Glasgow 1950. Nachdruck: Arno, New York 1977, ISBN 0-405-09561-9.
  • Hellmut Rosenfeld: Der mittelalterliche Totentanz. Entstehung, Entwicklung, Bedeutung. Böhlau, Köln 1974 ISBN 3-412-39974-4 (Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte; Band 3).
  • Reinhold Hammerstein: Tanz und Musik des Todes. Die mittelalterlichen Totentänze und ihr Nachleben. Francke, Bern 1980, ISBN 3-7720-1460-7.
  • Gert Kaiser:Der tanzende Tod. Frankfurt am Main 1983.
  • Rheinisches Museumsamt: „Die Lebenstreppe“. Bilder der menschlichen Lebensalter. Rheinland, Köln 1983, ISBN 3-7927-0762-4. Rheinisches Museumsamt, Schriften Nr. 23 (Ausstellungskatalog mit den Sammlungen über Lebensstufen, Lebenskreis, Totentanz).
  • Franz Egger: Basler Totentanz. Basel 1990. 2. Auflage 2009.
  • Franz Link (Hrsg.): Tanz und Tod in Literatur und Kunst. Duncker & Humblot, Berlin 1993, ISBN 3-428-07512-9 (Schriften zur Literaturwischaft; Band 8).
  • André Corvisier: Les danses macabres. Presses universitaires de France, Paris 1998, ISBN 2-13-049495-1.
  • Winfried Frey (Hrsg.): Ihr müßt alle nach meiner Pfeife tanzen. Totentänze vom 15. bis zum 20. Jahrhundert aus den Beständen der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und der Bibliothek Otto Schäfer Schweinfurt. Harrassowitz, Wiesbaden 2000, ISBN 3-447-04351-2.
  • Kai Fischer (Hrsg.): Totentänze. Von Matthias Merian bis Klaus Hack. Ausstellungskatalog. Gerhard-Marcks-Haus, Bremen 2001, ISBN 3-924412-38-3.
  • Renate Hausner, Winfried Schwab: Den Tod tanzen? Tagungsband des Totentanzkongresses Stift Admont 2001, ISBN 3-85145-077-9.
  • Meinolf Schumacher: „Ein Kranz für den Tanz und ein Strich durch die Rechnung“. Zu Oswald von Wolkenstein „Ich spür ain tier“ (Kl 6). In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur. 123, 2001, S. 253–273.
  • Uli Wunderlich: Der Tanz in den Tod. Totentänze vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Eulen, Freiburg/Br. 2001, ISBN 3-89102-461-4.
  • Gion Deplazes: Saut dals morts/Totentanz. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 3, Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 1568 f.
  • Sophie Oosterwijk: “Fro Paris to Inglond?“ The danse macabre in text and image in late-medieval England. Dissertation. Universität Leiden 2009 (online).
  • Rolf Dreier: Der Totentanz – ein Motiv der kirchlichen Kunst als Projektionsfläche für profane Botschaften. Mit CD-Rom Verzeichnis der Totentänze., Leiden 2010.
  • Sophie Oosterwijk, Stefanie Knoell, Mixed Metaphors. The Danse Macabre in Medieval and Early Modern Europe. Cambridge Scholars Publishing, Newcastle upon Tyne 2011, ISBN 978-1-4438-2900-7.
  • Susanne Warda: Memento mori. Bild und Text in Totentänzen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit. Böhlau 2011, ISBN 3-412-20422-6.
  • Hans Georg Wehrens: Der Totentanz im alemannischen Sprachraum. „Muos ich doch dran – und weis nit wan“ Schnell & Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2563-0.
  • Mauro Zanchi, Theatrum mortis nel nome della vita eterna: l'Oratorio dei Disciplini a Clusone, Clusone, Ferrari Editrice, 2005

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Danse Macabre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Totentanz – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Im Respit de la mort des Jean le Fevre von 1376 erscheint der Satz: „Je fis de Macabré la danse“ (Ich schrieb den Tanz des Macabré). Demzufolge wäre Macabré der Name eines Malers. Siehe auch: Johan Huizinga: Herbst des Mittelalters. Kröner, Stuttgart 1987. S. 165 f.
  2. Lutz Röhrich: Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, Herder, Freiburg 1992, Bd. 3, S. 1628
  3. siehe z. B. bei Albrecht II. von Hohenlohe, Wolfgang Lenz
  4. Vgl. dazu: Gert Kaiser: Der tanzende Tod. Frankfurt/Main 1983. S. 68; ders.: Totentanz und verkehrte Welt. 1993.
  5. Peter Salmen: Zur Praxis von Totentänzen im Mittelalter. In: Tanz und Tod in Kunst und Literatur. Berlin 1993. (= Schriften zur Literaturwissenschaft 8) S. 119–126; liefert zwar eine interessante Quellensammlung zum volksgeschichtlichen Hintergrund, der möglicherweise eine Wurzel der spätmittelalterlichen Totentänze darstellt, kann aber in seiner Argumentation nicht schlüßig nachweisen, dass die von ihm geschilderten „Friedhofsreigen“ (S. 121 f.) tatsächlich als dramatisierte Totentänze zu verstehen sind. Seine Bemerkungen zu „Arten und besonderen Merkmalen der Aufführung von Totentänzen“ (S. 122 f.), die vorwiegend auf Quellenmaterial des 16. Jahrhunderts beruhen, führen nicht viel weiter, zumal er letztlich wieder auf die bildliche Darstellung der Totentänze zurückgreifen muss, die aber keinen eindeutigen Beleg für die Aufführungspraxis darstellt
  6. Gert Kaiser: Der tanzende Tod. Frankfurt/Main 1983. S. 54.
  7. Bernd Neumann: Geistliches Schauspiel im Zeugnis der Zeit. München 1987. (= Münchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters84) Bd. 1. S. 125, Beleg Nr. 49.
  8. Geert H. M. Claassens, Brigitte Sternberg: Ein Klever Totentanz? Neu entdeckte Fragmente. In: Zeitschrift für deutsche Philologie 115 (1996) S. 55–83.
  9. Helmut Tervooren u. a.: ’Van der Masen tot op den Rijn’. Berlin 2005. S. 203–204.