Tottenham Hotspur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tottenham Hotspur
Logo
Voller Name Tottenham Hotspur
Football Club
Ort London-Tottenham
Gegründet 5. September 1882 als Hotspur Football Club
Stadion White Hart Lane
Plätze 36.230
Präsident Engländer Daniel Levy
Trainer Engländer Tim Sherwood
Homepage www.tottenhamhotspur.com
Liga Premier League
2012/13 5. Platz

Tottenham Hotspur (offiziell: Tottenham Hotspur Football Club) – auch oft unter der Kurzform The Spurs oder Tots bekannt – ist ein 1882 gegründeter englischer Fußballverein aus dem Stadtteil Tottenham des Nordlondoner Bezirks Haringey.

1960/61 war Tottenham der erste englische Verein im 20. Jahrhundert, der die Meisterschaft und den FA Cup in einer Saison gewann. 1963 gewann man außerdem als erste britische Mannschaft einen europäischen Vereinswettbewerb, den Europapokal der Pokalsieger.

Das Motto des Vereins ist Audere est Facere (lat: Es zu wagen, ist es zu tun).

Geschichte[Bearbeiten]

1882–1908 Gründerjahre und erster Triumph im Cupfinal[Bearbeiten]

Der Verein wurde 1882 von jungen Männern aus dem Cricket-Verein Hotspur und dem örtlichen Gymnasium gegründet, um sich über die Wintermonate, in denen kein Cricket gespielt wurde, fit zu halten. Ursprünglich war der Verein unter dem Namen Hotspur Football Club bekannt, der auf den im 14. Jahrhundert lebenden Sir Henry 'Hotspur' Percy zurückzuführen ist. Der Legende nach soll das Treffen für die Namensfindung unter einer Straßenlaterne an der Ecke Park Lane und Tottenham High Road, wo sich die heutige Clubzentrale befindet, stattgefunden haben. Um sich von einem anderen Verein namens London Hotspur zu distanzieren, wurde 1884 der Verein in Tottenham Hotspur Football and Athletic Club umbenannt. Das offizielle Gründungsdatum wird mit dem 5. September 1882 angegeben, dem Tag, an dem die ersten Mitglieder registriert wurden. Die Mannschaft hat aber mindestens ein Spiel schon vor diesem Datum ausgetragen, das sie am 30. August gegen eine Elf namens 'The Radicals' 2:0 verlor. 1887 traf Tottenham in einem Freundschaftsspiel zum ersten Male auf seinen späteren Stadtrivalen Arsenal. Das Spiel wurde beim Stande von 2:1 für die Spurs auf Ansinnen der Spieler von 'Woolwich Arsenal', die damals noch im Londoner Süden beheimatet waren, wegen einbrechender Dunkelheit 15 Minuten vor dem regulären Ende abgebrochen.

1888 zog der Verein von seinem ehemaligen Spielort für Heimspiele in den Sumpfgebieten des Flusses Lee nach Northumberland Park, weil man dort Eintritt verlangen konnte. Genau zu diesem Zeitpunkt wurde die Football League gegründet. Die Spurs aber spielten erst vier Jahre später Ligafußball und auch da nur auf Amateurbasis. 1895 lieh der Club seinem Spieler Ernie Payne Geld, um sich seine verlorenen Fußballstiefel wiederzubeschaffen. Diese Nachricht veranlasste den Fußball-Verband FA dazu, Tottenham wegen Profimachenschaften für zwei Wochen zu sperren. Wütend entschied man sich deshalb, ab Weihnachten 1895 als nunmehr offizieller Proficlub in der Southern Football League zu spielen, wo man regelmäßig bis zu 15.000 Zuschauer hatte. 1898 wurde Charles Roberts zum Präsidenten gewählt, was er bis 1943 bleiben sollte.

1899 zog der Verein erneut um, diesmal in seine heutige Heimspielstätte in der Nähe einer ehemaligen Gärtnerei an der High Road. Eine der Tribünen vom Northumberland Park nahm man gleich mit. Das Eröffnungsspiel war ein 4:1-Sieg in einem Freundschaftsspiel gegen Notts County, mehr als doppelt so viele sahen das erste Pflichtspiel der Southern League Saison gegen die Queens Park Rangers. Im Laufe der Jahre wurde das Stadion nach einer angrenzenden Durchgangsstraße als White Hart Lane bekannt. Zur Saison 1899/1900 spielte man außerdem zum ersten Mal in Anlehnung an den damals sehr erfolgreichen Verein Preston North End in weißen Trikots und marineblauen Hosen.

Tottenham war einer der wesentlichen Profiteure langanhaltender Auseinandersetzungen innerhalb der Association Footballers' Union, einem Vorgänger der heutigen Professional Footballers' Association, indem man die beiden Everton-Spieler John Cameron und John Bell verpflichten konnte. Nicht zuletzt dank der neuen Stars sicherte man sich 1900 den Meistertitel in der Southern Football League und krönte 1901 die Entwicklung mit dem Gewinn des FA Cups als erstes Nichtmitglied der Football League seit deren Gründung im Jahr 1888. Vor dem FA Cup-Finale 1901 wurden die Spurs als Vertreter aus dem Süden milde belächelt und gingen als krasser Außenseiter in die Partie gegen Sheffield United, den Meister von 1898 und FA Cup-Sieger von 1899. Tottenham erspielte sich vor der Rekordkulisse von 110.000 Zuschauern im Crystal Palace ein 2:2-Unentschieden, wobei Sheffields zweites Tor sehr umstritten war, und gewann im zweiten Aufeinandertreffen 3:1 im Burnden Park zu Bolton. Dieser Sieg erschütterte den britischen Fußball bis ins Mark: Nicht nur, dass der erste Verein, der nicht zur Football League gehörte, gewann, nein, es war das erste Mal seit den Gründertagen der Football League, dass kein Club aus dem Norden oder den Midlands siegte, sondern einer aus dem belächelten Süden. Während der Feierlichkeiten band man weiße und blaue Schleifen an den Pokal – eine Tradition, die bis heute nicht nur in England überlebt hat.

1908–1915 Beitritt zur Football League und der harte Ligaalltag[Bearbeiten]

Nachdem viele Londoner Rivalen wie Woolwich Arsenal, Chelsea, Fulham und Clapton Orient der Football League beigetreten waren und dadurch größere Zuschauerzahlen generieren konnten, war man an der White Hart Lane letztendlich auch zu der Entscheidung gekommen, sich um die Aufnahme in den elitären Kreis zu bewerben. Der Antrag wurde zunächst abgelehnt. Weil Stoke aber verzichtete, nahm man die Spurs dann doch zur Saison 1908/09 in die Football League auf.

Die Spurs wurden in die Second Division eingeteilt und schafften in ihrer ersten Football-League Saison Platz 2 in der Second Division, was den direkten Aufstieg in die First Division bedeutete. Im gleichen Jahr baute man an der White Hart Lane eine neue Westtribüne, die 1910 mit dem Vereinssymbol, der Figur eines Hahns, der auf einem Fußball steht, gekrönt wurde. Bald musste man aber an der White Hart Lane erfahren, dass das Niveau in der höchsten Spielklasse sehr hoch war. Bis zur Unterbrechung des Spielbetriebs zum Ende der Saison 1914/15 aufgrund des Ersten Weltkriegs kämpften sie ständig gegen den Abstieg. Die Saison 1914/15 schlossen sie auf dem letzten Tabellenplatz ab. Zu allem Überfluss siedelte auch noch der F.C. Arsenal, damals als The Arsenal bekannt, vor der Saison 1913/14 von Plumstead im Süden Londons in den Londoner Norden nach Islington um. Somit war den Spurs über Nacht ein ernstzunehmender Konkurrent um die Gunst der Nord-Londoner Zuschauer in der direkten Nachbarschaft entstanden.

1919–1939[Bearbeiten]

Zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs zur Saison 1919/20 stockte die Football League die First Division um zwei Vereine von 20 auf 22 auf. Die beiden zusätzlichen Startplätze wurden an den FC Chelsea, welcher in der Saison 1914/15 19. wurde und eigentlich mit Tottenham abgestiegen wäre, und an den FC Arsenal vergeben. Arsenal wurde vor dem Krieg eigentlich nur 5. in der Second Division, weswegen die Entscheidung der Football League kontroverse Diskussionen hervorrief und die bis heute anhaltende Rivalität zwischen den Spurs und den Gunners zementierte. Diese speist sich hauptsächlich aus dem Umstand, dass der Umzug von Arsenal aus dem ärmeren Woolwich im Süden Londons in den wohlhabenderen Norden im Jahre 1913 von den Spurs als Wilderei betrachtet wurde. Zu dieser Zeit stellten die Ticketeinnahmen die Haupteinnahmequelle der Profiteams dar. Ein weiteres Team im Einzugsgebiet war daher Gift für die Einnahmen und zuweilen eine veritable Existenzbedrohung.

In der Saison 1920/21 wurde Tottenham Meister der Second Division und gewann am 23. April 1921 durch einen 1:0-Sieg gegen die Wolverhampton Wanderers zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den FA Cup. Belegte man in der Saison 1921/22 noch hinter Liverpool den 2. Platz der First Division, folgten bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs harte Jahre. So stieg man 1928 auch wieder in die Second Division ab.

1945–1976[Bearbeiten]

Nach dem Krieg erreichte der Fußball in England einen enormen Beliebtheitsgrad. Unter ihrem neuen Manager Arthur Rowe pflegten die Spurs ab 1949 als erste Mannschaft überhaupt den Doppelpass als spielerische Variante. Dank der neuen taktischen Mittel und Spielern wie Alf Ramsey, Ted Ditchburn, Bill Nicholson, Eddie Baily, Ronnie Burgess, Len Duquemin und Sonny Walters schaffte man zunächst den Aufstieg in die First Division und konnte sich in der Saison 1950/51 zum ersten Mal den Meistertitel der Football League holen.

Bill Nicholson fing 1936 als Lehrling im Verein an und führte in den kommenden 68 Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 2004 alle nur erdenklichen Ämter bis hin zum Vereinspräsidenten aus. Bei seinem ersten Spiel als Tottenham-Manager am 10. Oktober 1958 gewannen die Spurs 10:4 gegen Everton, was damals Vereinsrekord war. In den Folgejahren führte er sein Team mit Spielern wie Danny Blanchflower, John White, Dave Mackay, Cliff Jones und Jimmy Greaves zu mehreren Titeln. In der Saison 1960/61 schaffte es die Mannschaft als erste im 20. Jahrhundert, das so genannte Double - bestehend aus Meisterschaft und Gewinn des FA Cups - zu erreichen. 1962 drang man bis ins Halbfinale des Europapokals der Landesmeister vor. 1963 holten die Spurs den Europapokal der Pokalsieger. Das 5:1 im Finale gegen Atlético Madrid war dabei der höchste Endspiel-Sieg in der Geschichte dieses Wettbewerbs.

Nach 1964 löste sich die erfolgreiche Formation um die bekannten Stars jedoch auf, und Nicholson baute ein neues Team um Spieler wie Alan Gilzean, Mike England, Alan Mullery, Terry Venables, Joe Kinnear und Cyril Knowles auf, welches 1967 Chelsea im FA-Cup-Finale schlug und Dritter der Liga wurde.

Nicholson konnte zwei weitere Ligapokaltitel (1971 und 1973) sowie 1972 einen UEFA-Pokal erringen, bevor er zu Beginn der Saison 1974/75 aufgrund eines schlechten Ligastarts als Manager zurücktrat. Als weiteren Grund führte er Ausschreitungen von Anhängern der Spurs bei der UEFA-Pokal-Finalniederlage im Jahr 1974 gegen Feyenoord Rotterdam an.

Er hatte mit acht Titeln in 16 Jahren Tottenham die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte beschert und wünschte sich als Nachfolger ein Trainerduo bestehend aus Johnny Gils und Danny Blanchflower. Der Aufsichtsrat entschied sich jedoch gegen diesen Vorschlag und machte den ehemaligen Arsenal-Spieler Terry Neill zum neuen Manager. Dieser konnte am Ende der Saison den Abstieg nur knapp verhindern. Neill wurde von den Fans nie wirklich akzeptiert und verließ deshalb den Club schon wieder im Jahr 1976. Als Nachfolger wurde sein bisheriger Assistent Keith Burkinshaw gewählt.

1977–1991[Bearbeiten]

Nach 27 Jahren Erstligafußball stiegen die Spurs am Ende der Saison 1976/77 wieder in die Second Division ab. Wenig später verkaufte man den Stammtorwart und nordirischen Nationalspieler Pat Jennings an den FC Arsenal, was bei den Fans für große Proteste sorgte und sich noch als katastrophaler Transfer herausstellen sollte, da es bis 1981 dauerte, ehe man mit Ray Clemence einen ebenbürtigen Nachfolger fand.

Trotz des Abstiegs und der schlechten Transferpolitik hielt man an Burkinshaw fest und konnte bereits in der Folgesaison wieder aufsteigen. Im Sommer 1978 schockte Burkinshaw die Fußballwelt mit der Verpflichtung der argentinischen WM-Stars Osvaldo Ardiles und Ricardo Villa, deren Transfers ein Novum im englischen Fußball waren. Dennoch sollte es einige Zeit dauern, bis man aus guten Einzelspielern ein starkes Team formen konnte.

Erst 1981 holte Burkinshaw mit seinem Team den ersten Titel. Mit einem 3:2-Sieg im Wiederholungsspiel gegen Manchester City sicherte man sich nach 14 Jahren erneut den FA Cup. Diesen Triumph wiederholte man ein Jahr später im Finale gegen die Queens Park Rangers. In dieser Saison waren für Tottenham vier Titel in greifbarer Nähe. An Ostern hatte man die Möglichkeit, in der Liga an Liverpool vorbeizuziehen, spielte jedoch schlecht und wurde am Ende der Saison nur Vierter. Im Finale des Ligapokals war man nur drei Minuten vom Triumph entfernt, ehe Liverpool den Ausgleich und in der Verlängerung schließlich den Sieg schaffte. Im Europapokal der Pokalsieger kam man im Halbfinale gegen den FC Barcelona nach einer 0:1-Hinspielniederlage zu Hause nicht mehr über ein 1:1 hinaus. So konnte man eine grundlegend erfolgreiche Saison nur mit dem Gewinn des FA Cups abschließen. Der Erfolg dieser Zeit basierte auf Spielern wie Steve Archibald, Garth Crooks, Glenn Hoddle, Osvaldo Ardiles und Steve Perryman, welcher in 17 Spielzeiten insgesamt 655 Spiele für die Spurs machte.

In der Saison 1983/84 errang man erneut den Sieg im UEFA-Pokal. Dieser Erfolg wurde jedoch von einer Ankündigung Burkinshaws einige Wochen zuvor überschattet, welcher bekanntgab, am Ende der Saison zurückzutreten. Dass man den zweiten Erfolgsmanager nach Nicholson ziehen ließ, wird bis heute als Wendepunkt in der Vereinshistorie angesehen. Aufgrund dieser erfolgreichen Zeit wird Tottenham heute immer noch zu den Topvereinen Englands gezählt und von den eigenen Fans als zum Erfolg verpflichtet gehandelt.

Zunächst wollte man den damals mit Aberdeen erfolgreichen Alex Ferguson verpflichten, entschied sich dann jedoch für Burkinshaws Assistenten Peter Shreeves.

1982 wurde der Verein vom in Monte Carlo lebenden Immobilienmagnat Irving Scholar gekauft, welcher Tottenham zunächst finanziell stabilisieren musste, nachdem man durch den Bau der neuen West Stand beinahe bankrott war. Peter Shreeves blieb nur zwei Spielzeiten und konnte 1984/85 das Team auf Platz 3 der Liga führen, nachdem man mit einer Heimniederlagenserie um Ostern herum jegliche Titelchance verspielt hatte.

Als Nachfolger für Shreeves verpflichtete man den damaligen Manager von Luton Town, David Pleat. In der Saison 1986/87 hatte man mit einem 5-Man-Mittelfeld (Hoddle, Ardiles, Hodge, Allen, Waddle) und Stoßstürmer Clive Allen ähnlich wie 1982/83 gute Aussichten auf mehrere Titel. Nachdem man jedoch seine Chance auf die Meisterschaft vergab, im Halbfinale des League Cups dem FC Arsenal unterlag und das Finale des FA Cups mit 2:3 gegen Coventry City verlor, stand man am Ende einer erfolgreichen Saison erneut vor einem ernüchternden Resultat.

Im Oktober 1987 trat Pleat aufgrund von Diskussionen über sein Privatleben zurück. Sein Nachfolger im Manager-Amt wurde der ehemalige Spurs-Spieler Terry Venables, welcher den Verein nach zwei erfolgreichen Saisons in der Football League First Division 1989/90 auf den 3. Platz der Liga führte und den FA Cup 1990/91 holen konnte. Dieser erneute Erfolg war vor allem den beiden englischen Nationalspielern Paul Gascoigne und Gary Lineker zu verdanken.

1992 bis heute[Bearbeiten]

1990 ging Scholar aufgrund einer Krise im Immobilienmarkt pleite. Manager Venables entschied sich, zusammen mit dem Geschäftsmann Alan Sugar die Aktiengesellschaft Tottenham Hotspur zu übernehmen und die ausstehenden Schulden in Höhe von 20 Millionen £, welche zum Großteil durch den Verkauf von Gascoigne bezahlt werden konnten, zu tilgen. Venables wurde Vorstandsvorsitzender und Ex-Manager Shreeves übernahm wieder das Trainer-Amt. Shreeves zweite Amtszeit dauerte jedoch nur eine Saison, bevor er vom Duo Ray Clemence und Doug Livermore abgelöst wurde. Tottenham schloss die erste Saison in der neu gegründeten Premier League mit einem Mittelfeldplatz ab. Terry Venables wurde nach einem Disput mit Sugar aus der Chefetage entfernt.

1993 wurde Osvaldo Ardiles neuer Manager der Spurs. Ardiles Amtszeit war durch die Famous Five geprägt: Teddy Sheringham und Jürgen Klinsmann als Stürmerduo, Nick Barmby hinter den Spitzen, Darren Anderton auf Rechts und Ilie Dumitrescu auf Links. Vor allem Klinsmann wurde aufgrund seiner vielen Tore schnell zum Publikumsliebling. Trotz der teuren Neueinkäufe stellte sich der Erfolg nicht ein, sodass Ardiles bereits im September 1994 wieder entlassen wurde.

1994 wurden die Spurs außerdem wegen illegaler Zahlungen an Spieler zu einer der härtesten Strafen in der Geschichte des englischen Fußballs verurteilt: Zwölf Punkte Abzug in der Liga, ein Jahr FA Cup-Sperre und 600.000 £ Geldstrafe. Nach einem Protest von Alan Sugar wurden der Punktabzug und das Startverbot im Pokal jedoch zurückgezogen.

Nach Ardiles’ Entlassung wurde Gerry Francis als Nachfolger bestimmt. Auch Francis konnte die Spurs nicht zu alten Erfolgen führen. Schaffte man in der Saison 1994/95 noch Platz 7 in der Liga und erreichte das FA-Cup-Halbfinale, wurde man 1996/97 nur noch Zehnter. Nach dem Scheitern von Vertragsgesprächen mit Teddy Sheringham und dessen Wechsel zu Manchester United stand man im November 1997 auf dem vorletzten Platz der Liga und in akuter Abstiegsnot, weswegen Francis entlassen wurde.

Man verpflichtete den Schweizer Christian Gross, welcher mit den Grasshoppers Zürich Schweizer Meister geworden war. Seine Entscheidung, Jürgen Klinsmann zurückzuholen, gilt als entscheidender Faktor für den Erhalt der Klasse.

Zur Saison 1998/99 verpflichtete man George Graham als neuen Manager, was bei den Fans aufgrund seiner engen Verbindung mit Arsenal auf harte Kritik stieß. Dennoch bescherte er den Spurs in seiner ersten Saison als Manager einen gesicherten Mittelfeldplatz in der Liga sowie den League Cup. Nachdem die Saison 1999/2000 jedoch erneut erfolglos blieb, verlor Alan Sugar die Lust am Verein und verkaufte 2001 an die von Daniel Levy geleitete Aktiengesellschaft ENIC Sports.

Im April 2001 stellte man Glenn Hoddle als neuen Manager vor. Im Sommer verlor man Abwehrchef und Kapitän Sol Campbell an Arsenal. Da Hoddle nur wenig finanzielle Möglichkeiten hatte, setzte er vor allem auf erfahrene Spieler wie Teddy Sheringham, Gustavo Poyet und Christian Ziege. Die Saison 2001/02 konnte man als Neunter beenden. Trotzdem blieb Hoddle nach einer League Cup-Finalniederlage gegen die Blackburn Rovers unter Druck und verpflichtete trotz der schwierigen finanziellen Situation für 7 Millionen £ Robbie Keane von Leeds United. In die Saison 2002/03 startete man gut und lag auf UEFA-Pokal-Kurs, holte jedoch nur 7 Punkte aus den letzten 10 Spielen und wurde somit nur Neunter. Nachdem verschiedene Spieler öffentlich Hoddles Teamführung kritisiert hatten, wurde er nach sechs Spielen der Saison 2003/04 entlassen. Als Interimstrainer fungierte Ex-Spurs-Manager David Pleat.

Robbie Keane in Vorbereitung eines Strafstoßes an der White Hart Lane

Im Mai 2004 verpflichtete man den französischen Nationaltrainer Jacques Santini als Manager, Martin Jol als seinen Assistenten und Frank Arnesen als sportlichen Leiter. Santini verließ den Verein aber unter ominösen Umständen nach 13 Spielen; Jol wurde sein Nachfolger. Unter dem Niederländer machte das Team schnell Fortschritte, weswegen Jol zum Publikumsliebling wurde. Nach dem Weggang von Frank Arnesen zum FC Chelsea verpflichtete man Damien Comolli als neuen sportlichen Leiter.

In der Saison 2005/06 lagen die Spurs insgesamt sechs Monate auf einem Champions League-Platz, ehe man am Ende doch Fünfter wurde und im UEFA-Pokal spielen musste.

In der UEFA-Pokal-Saison 2006/07 sollten die Spurs in der 3. Runde auf den niederländischen Vertreter Feyenoord Rotterdam treffen. Da dieser jedoch von der Europäische Fußball-Union wegen Ausschreitungen im Stadion beim französischen Erstligisten AS Nancy disqualifiziert wurde, erreichte Tottenham die Runde der letzten 16 kampflos. Im Viertelfinale schied man jedoch durch den späteren Sieger FC Sevilla aus.

Nach einem schlechten Saisonstart 2007/08 mit nur einem Sieg aus zehn Ligaspielen und Tabellenplatz 18 trat Jol am 25. Oktober 2007 zurück. Sein Nachfolger wurde der Spanier Juande Ramos, unter dem man im Februar 2008 den Ligapokal durch einen 2:1-Finalsieg gegen den FC Chelsea holte.

Juande Ramos wurde jedoch am 26. Oktober 2008 entlassen, nachdem er aus acht Spielen nur zwei Punkte errungen hatte. Sein Nachfolger wurde Harry Redknapp, der für eine Ablösesumme von 6,3 Millionen Euro vom Portsmouth FC verpflichtet wurde. Unter Redknapps Ägide bestritt der im Juni 2011 von Aston Villa zu den Spurs gewechselte Torhüter Brad Friedel am 21. April 2012 sein 300. Premier-League-Spiel in ununterbrochener Reihenfolge,[1] 133 Begegnungen mehr als der vorherige Rekordhalter David James.[2] Nach vier Jahren wurde Redknapp im Juni 2012 von seinen Aufgaben entbunden, da eine Vertragsverlängerung nicht zustande kam.[3] Im Juli 2012 verpflichteten die Spurs den ehemaligen Trainer des Stadtrivalen FC Chelsea, André Villas-Boas. Da der FC Chelsea als Titelverteidiger automatisch für die Gruppenphase der Champions League Saison 2012/13 gesetzt war, genügte der in der Saison 2011/12 erspielte 4. Tabellenplatz in der Premier League am Ende nicht, um die Qualifikation zur Königsklasse zu erreichen. Stattdessen konnte man sich in der Europa League als Tabellenzweiter hinter Lazio Rom und vor Panathinaikos Athen und NK Maribor für das Sechzehntelfinale qualifizieren. Dort traf das Team von André Villas-Boas auf Olympique Lyon. Ein 2:1-Heimerfolg und ein 1:1 in Lyon bedeuteten den Achtelfinaleinzug, in dem dramatisch nach einem 3:0-Heimerfolg gegen Inter Mailand im Rückspiel erst die Verlängerung die Entscheidung zu Gunsten der Spurs brachte. Im Viertelfinale trafen die Spurs auf den FC Basel gegen den man im Hinspiel 2:2 und im Rückspiel ebenfalls 2:2 spielte und dann im Elfmeterschießen 1:4 verlor und somit aus der Europa League ausschied. [4]

Emblem[Bearbeiten]

Seit dem FA-Cup-Finale 1901 ziert ein junger Hahn das Emblem von Tottenham. Der Namenspatron Henry Percy war für seine Spurs (engl: Sporen) sowie für seine Kampfhähne, welche mit den Sporen bestückt waren, bekannt.[5] 1909 machte der ehemalige Spurs-Spieler William James Scott einen Bronzeabdruck eines auf einem Fußball stehenden jungen Hahns, welcher auf der West Stand der White Hart Lane platziert wurde. Seither spielen sowohl der junge Hahn als auch der Fußball eine wichtige Rolle in der Identität der Spurs.[6]

Zwischen 1956 und 2006 prägte man ein Wappen, welches Charakteristika und Assoziationen der Gegend zeigte. Die zwei Löwen an der Flanke entsprangen dem Wappen der Familie Northumberland, welcher große Teile Tottenhams gehörten und zu der auch Henry Percy zählte. Das Schloss spielt auf Bruce Castle an, welches nur wenige Hundert Meter entfernt vom Stadion liegt und heute ein Museum beherbergt. Die dargestellten Bäume zeigen Bäume aus Seven Sisters, nach welchen auch eine U-Bahn-Station sowie eine Hauptverkehrsstraße benannt sind. Außerdem ist das Vereinsmotto Audere est Facere enthalten.

Als Schutz vor Nachahmern und illegalen Kopien ergänzte man 1983 das Emblem durch zwei rote Löwen als Wappentiere sowie eine Schleife hinter dem Vereinsmotto.

Um die Vereinsidentität zu modernisieren, ließ man 2006 ein neues, professionell designtes Emblem entwickeln.[7] Dieses zeigt den Vereinsnamen sowie einen deutlich schlankeren jungen Hahn, der auf einem altmodischen Fußball steht.

Spielbekleidung[Bearbeiten]

Tottenhams erste Spielbekleidung bestand aus einheitlich marineblauen Trikots und Shorts, doch bereits nach der ersten Saison gab es in den Folgejahren vielfache Wechsel an Farben und Musterung. 1884 spielten die Spurs in Anlehnung an die Blackburn Rovers in hellblauen Trikots und weißen Shorts.[8] Nach dem Umzug nach Northumberland Park lief man ab 1890 in roten Trikots und blauen Shorts auf. Zwischen 1896 und 1898 trug man braun-golden gestreifte Trikots und schwarze Hosen.

1883-84
 
1884-86
 
1890-96
 
1896-98

Zur Saison 1899/1900 spielte man erstmals in Anlehnung an den damaligen Double-Gewinner Preston North End in weißen Trikots und marineblauen Shorts. Durch diese Farbkombination werden die Spurs auch mit dem Spitznamen The Lilywhites bezeichnet.

Seit 1939 tragen die Akteure Spielernummern auf dem Rücken und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der junge Hahn zum ersten Mal auf die Brust gestickt. 1983 wurde Holsten der erste kommerzielle Trikotsponsor der Spurs. Als man 2002 einen Vertrag mit Thomson Holidays unterschrieb, gab es wegen des roten Sponsorenlogos einen Aufschrei der Spurs-Fans, da dieses die Farben des Erzrivalen FC Arsenal symbolisierte.[9] 2006 unterzeichnete man einen Vertrag über 44 Millionen € mit dem Internet-Casino-Anbieter Mansion.[10]

Ausrüster[Bearbeiten]

Trikotsponsoren[Bearbeiten]

1 - Nur in Spielen der Champions League, des FA-Cups und des Carling Cups

Eigentümerschaft[Bearbeiten]

Seit 2001 ist die vom englischen Milliardär Joe Lewis gegründete Investmentgesellschaft ENIC International Ltd Hauptanteilseigner. Daniel Levy, Lewis Partner bei ENIC, ist Vorstandsvorsitzender des Vereins.

Im Juni 2007 erwarb ENIC Anteile in Höhe von 14,7 % vom ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Alan Surgar und erhöhte damit den eigenen Anteil der Aktien auf 68 %. Bis 2006 war außerdem Stelios Haji-Ioannou durch Hodram Inc im Besitz von 9,9 % der Aktien, verkaufte den Großteil seiner Anteile jedoch an ENIC, sodass diese der einzige Anteilseigner mit mehr als 3 % sind. Nach dem Jahresbericht des Vereins beträgt der Gesamtanteil von ENIC 82 %.

Finanzen und Geschäftsdaten[Bearbeiten]

Im Geschäftsjahr 2009/2010 konnte der Verein einen neuen Rekordumsatz von knapp 120 Millionen Pfund (141 Millionen Euro) erzielen, fuhr jedoch im gleichen Zeitraum aufgrund von hohen Transferaktivitäten einen Verlust von 6,6 Millionen Pfund (7,6 Millionen Euro) ein.[12] 2010/2011 wurde eine neuer Rekordumsatz von 163 Millionen Pfund aufgestellt, womit sich Tottenham auf Rang 11 der Fußballvereine Weltweit den Umsatz angehend befand. 2011/2012 schrumpfte der Umsatz auf 144 Millionen Pfund, der sechshöchste Wert in England. Während im Vorjahr ein Gewinn von 400 Tausend Pfund erwirtschaftet werden konnte, wurde 2012 ein operativer Verlust von 7 Millionen Pfund verbucht. Die Gehaltszahlungen lagen 2012 bei 90 Millionen Pfund (63% des Gesamtumsatzes), ebenfalls die 6 höchsten in England. Der Netto Schuldenstand betrug 70 Millionen Pfund.[13]

Erfolge[Bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten]

Zeitraum Trainer
1889–1899 EnglandEngland Frank Brettell
1899–1907 SchottlandSchottland John Cameron
1907–1912 EnglandEngland Fred Kirkham
1912–1927 EnglandEngland Peter McWilliams
1927–1930 EnglandEngland Billy Minter
1930–1935 EnglandEngland Percy Smith
1935 EnglandEngland Wally Hardinge
1935–1938 EnglandEngland Jack Tresadern
1938–1942 EnglandEngland Peter McWilliams
1942–1946 EnglandEngland Arthur Turner
1946–1949 EnglandEngland Joe Hulme
1949–1955 EnglandEngland Arthur Rowe
1955–1958 EnglandEngland Jimmy Anderson
1958–1974 EnglandEngland Bill Nicholson
1974–1976 NordirlandNordirland Terry Neill
1976–1984 EnglandEngland Keith Burkinshaw
1984–1986 EnglandEngland Peter Shreeves
1986–1987 EnglandEngland David Pleat
1987 EnglandEngland Doug Livermore & Trevor Hartley
1987–1991 EnglandEngland Terry Venables
1991–1992 EnglandEngland Peter Shreeves
1992–1993 EnglandEngland Doug Livermore & Ray Clemence
1993–1994 ArgentinienArgentinien Osvaldo Ardiles
1994 EnglandEngland Steve Perryman
1994–1997 EnglandEngland Gerry Francis
1997–1998 SchweizSchweiz Christian Gross
1998 EnglandEngland David Pleat
1998–2001 SchottlandSchottland George Graham
2001 EnglandEngland David Pleat
2001–2003 EnglandEngland Glenn Hoddle
2003–2004 EnglandEngland David Pleat
2004 FrankreichFrankreich Jacques Santini
2004–2007 NiederlandeNiederlande Martin Jol
2007 EnglandEngland Clive Allen
2007–2008 SpanienSpanien Juande Ramos
2008–2012 EnglandEngland Harry Redknapp
2012–2013 PortugalPortugal André Villas-Boas
2013- EnglandEngland Tim Sherwood

Spieler[Bearbeiten]

Erste Mannschaft 2013/14[Bearbeiten]

Stand: 31. Januar 2014[14]
Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Heurelho Gomes Brasilianer 15.02.1981
24 Brad Friedel US-Amerikaner 18.05.1971
25 Hugo Lloris Franzose 26.12.1986
56 Jordan Archer Engländer 12.04.1993
02 Kyle Walker Engländer 28.05.1990
03 Danny Rose Engländer 02.07.1990
04 Younès Kaboul Franzose 04.01.1986
05 Jan Vertonghen BelgierBelgier 24.04.1987
06 Vlad Chiricheș Rumäne 14.11.1989
16 Kyle Naughton Engländer 11.11.1988
20 Michael Dawson (C)Kapitän der Mannschaft Engländer 18.11.1983
35 Ezekiel Fryers Engländer 09.09.1992
07 Aaron Lennon Engländer 16.04.1987
08 Paulinho Brasilianer 25.06.1988
11 Erik Lamela Argentinier 04.03.1992
15 Étienne Capoue Franzose 11.07.1988
17 Andros Townsend Engländer 16.07.1991
19 Mousa Dembélé Belgier 16.07.1987
21 Nacer Chadli Belgier 02.08.1989
22 Gylfi Sigurðsson Isländer 08.09.1989
23 Christian Eriksen Däne 14.02.1992
30 Sandro Brasilianer 15.03.1989
42 Nabil Bentaleb Franzose 24.11.1994
09 Roberto Soldado Spanier 27.05.1985
10 Emmanuel Adebayor Togoer 26.02.1984
37 Harry Kane Engländer 28.07.1993

Transfers zur Saison 2013/14[Bearbeiten]

Zugänge

Sommer 2013

Abgänge

Sommer 2013

Winter 2014

Jugendarbeit[Bearbeiten]

In der Tottenham Hotspur Academy spielen ungefähr 150 Jugendspieler zwischen 8 und 18 Jahren. Sie erhalten Stipendien und werden rund um die Uhr im Vereinseigenen Internat betreut. Bekannte Spieler aus dem Jugendprogramm sind Glenn Hoddle, Ledley King, Peter Crouch, Stephen Carr, Nick Barmby, Ian Walker, Sol Campbell und Luke Young, die alle im Laufe ihre Karriere zu Nationalspielern ihres jeweiligen Landes wurden. In den Jahren 1970, 1974 und 1990 gewann man den FA Youth Cup.

Die U-21 ist für Jugendspieler gedacht, die bereits weiter in ihrer Entwicklung sind und ermöglicht ihnen in der U-21 Premier League (bis 2012 Premier Reserve League) einen geregelten, an die spätere Profiliga erinnernden Spielbetrieb gegen andere U-21-Mannschaften englischer Erst- und Zweitligavereine. Aktueller Trainer ist John McDermott, der auch die Geschicke des U-18-Kaders leitet. Es finden sich in der U-21 zudem vermehrt Spieler, die nicht mehr dem Jugendprogramm entstammen, sondern extern verpflichtet wurden. Auch können Spieler aus dem Profikader in der U-21 Spielpraxis sammeln, wenn sie von Verletzungen zurückkehren.

In der ersten Mannschaft der Spurs spielen in der Saison 2013/14 mit Thomas Carroll, Jake Livermore und Andros Townsend drei Spieler, die der Jugendarbeit des Vereins entstammen. Da die Jugendmannschaft aktuell eine der stärksten in England ist, kann man hoffen, dass diese Zahl in Zukunft weiter steigt. So gaben auch Harry Kane, Adam Smith und Iago Falqué bereits ihre Premier-League-Debüts im Trikot der Spurs. Mehrere Spieler der U-21 spielen für die U-Nationalmannschaften ihrer jeweiligen Länder.

Anhängerschaft[Bearbeiten]

Die Anhänger der Spurs bezeichnen sich selbst mit dem Begriff Yid Army. Dieser Begriff war ursprünglich von Fans gegnerischer Klubs als antisemitische Beleidigung benutzt worden, da der Verein traditionell mit der jüdischen Bevölkerung in der Hauptstadt assoziiert wird, auch wenn die historische jüdische Unterstützung des Vereins nicht aus Tottenham, sondern aus dem Osten der Stadt kam. Kritiker sind der Ansicht, dass die Bezeichnung „Yid“ überhaupt nicht in Stadien verwendet werden soll. Diese Selbstbezeichnung von (nicht-jüdischen) Fans könne dazu führen, dass gegnerische Anhänger sich legitimiert sehen, diesen Begriff verstärkt als Schimpfwort zu benutzen. Oktober 2013 wurde ein Spurs-Anhänger verhaftet, nachdem der englische Fußballverband darauf hingewiesen hatte, dass die Verwendung des Begriffs rechtliche Folgen haben würde.[15]

Hall of Fame[Bearbeiten]

Die folgenden Spieler wurden aufgrund ihrer Leistungen für den Verein in die Tottenham Hotspur Hall of Fame aufgenommen. [16]

Spurs Player of the Year (1987–2013)[Bearbeiten]

Der Spieler des Jahres wird von den Vereinsmitgliedern und Dauerkartenbesitzern gewählt. Bis 2004 wählte man den besten Spieler des Kalenderjahres. Seit der Saison 2005/06 erfolgt die Wahl für den Spieler der Saison.

Jahr Gewinner
1987 EnglandEngland Gary Mabbutt
1988 EnglandEngland Chris Waddle
1989 NorwegenNorwegen Erik Thorstvedt
1990 EnglandEngland Paul Gascoigne
1991 EnglandEngland Paul Allen
1992 EnglandEngland Gary Lineker
 
Jahr Gewinner
1993 EnglandEngland Darren Anderton
1994 DeutschlandDeutschland Jürgen Klinsmann
1995 EnglandEngland Teddy Sheringham
1996 EnglandEngland Sol Campbell
1997 EnglandEngland Sol Campbell
1998 FrankreichFrankreich David Ginola
 
Jahr Gewinner
1999 IrlandIrland Stephen Carr
2000 IrlandIrland Stephen Carr
2001 SchottlandSchottland Neil Sullivan
2002 WalesWales Simon Davies
2003 IrlandIrland Robbie Keane
2004 EnglandEngland Jermain Defoe
 
Saison Gewinner
2005/06 IrlandIrland Robbie Keane
2006/07 BulgarienBulgarien Dimitar Berbatow
2007/08 IrlandIrland Robbie Keane
2008/09 EnglandEngland Aaron Lennon
2009/10 EnglandEngland Michael Dawson
2010/11 KroatienKroatien Luka Modrić
 
Jahr Gewinner
2011/12 EnglandEngland Kyle Walker
2012/13 WalesWales Gareth Bale

Statistiken und Rekorde[Bearbeiten]

Vereinsstatistiken[Bearbeiten]

Spielerstatistiken[Bearbeiten]

  • Spieler mit den meisten Toren in einer Saison - 49, Clive Allen, Saison 1986/87
  • Spieler mit den meisten Toren für Tottenham - 220, Jimmy Greaves, 1961-1970
  • Spieler mit den meisten Ligaspielen für Tottenham - 655, Steve Perryman, 1969-1986

Erstklassigkeit[Bearbeiten]

  • 1909/10 - 1914/15
  • 1920/21 - 1927/28
  • 1933/34 - 1934/35
  • 1950/51 - 1976/77
  • 1978/79 - heute

Premier League[Bearbeiten]

Tottenham ist Premier League-Mitglied seit deren Gründung zur Saison 1992/93. Die besten Resultate erzielte die Mannschaft jeweils in der Saison 2009/10 und 2011/12, als sie Vierter wurde.

Saison Platz Spiele Siege Unentschieden Niederlagen Tore Gegentore Punkte
2012/13 5 38 21 9 8 66 46 72
2011/12 4 38 20 9 9 66 41 69
2010/11 5 38 16 14 8 55 46 62
2009/10 4 38 21 7 10 67 41 70
2008/09 8 38 14 9 15 45 45 51
2007/08 11 38 11 13 14 66 61 46
2006/07 5 38 17 9 12 57 54 60
2005/06 5 38 18 11 9 53 38 65
2004/05 9 38 14 10 14 47 41 52
2003/04 14 38 13 6 19 47 57 45
2002/03 10 38 14 8 16 51 62 50
2001/02 9 38 14 8 16 49 53 50
2000/01 12 38 13 10 15 47 54 49
1999/00 10 38 15 8 15 57 49 53
1998/99 11 38 11 14 13 47 50 47
1997/98 14 38 11 11 16 44 56 44
1996/97 10 38 13 7 18 44 51 46
1995/96 8 38 16 13 9 50 38 61
1994/95 7 42 16 14 12 66 58 62
1993/94 15 42 11 12 19 54 59 45
1992/93 8 42 16 11 15 60 66 59

Toptorschützen nach Saison[Bearbeiten]

Saison Spieler Tore gesamt Liga Pokal Europapokal
2012/13 Gareth Bale 26 21 2 3
2011/12 Emmanuel Adebayor 18 17 1 0
2010/11 Rafael van der Vaart 15 13 0 2
2009/10 Jermain Defoe 24 18 6 0
2008/09 Darren Bent 17 12 1 4
2007/08 Dimitar Berbatow
Robbie Keane
23
23
15
15
4
3
4
5
2006/07 Dimitar Berbatow 23 12 4 7
2005/06 Robbie Keane 16 16 0 0
2004/05 Jermain Defoe 22 13 9 0
2003/04 Robbie Keane 16 14 2 0
2002/03 Teddy Sheringham
Robbie Keane
13
13
12
13
1
0
0
0
2001/02 Gustavo Poyet 14 10 4 0
2000/01 Serhij Rebrow 12 9 3 1
1999/00 Steffen Iversen 17 14 2 1
1998/99 Steffen Iversen 13 9 4 0
1997/98 Jürgen Klinsmann
David Ginola
9
9
9
6
0
3
0
0
1996/97 Teddy Sheringham 8 7 1 0
1995/96 Teddy Sheringham 24 16 8 0
1994/95 Jürgen Klinsmann 29 20 9 0
1993/94 Teddy Sheringham 16 14 2 0
1992/93 Teddy Sheringham 28 21 7 0
1991/92 Gary Lineker 35 28 5 2
1990/91 Gary Lineker
Paul Gascoigne
19
19
15
7
4
12
0
0
1989/90 Gary Lineker 26 24 2 0
1988/89 Chris Waddle 14 14 0 0
1987/88 Clive Allen 13 11 2 0
1986/87 Clive Allen 49 33 16 0
1985/86 Mark Falco 21 19 2 0
1984/85 Mark Falco 29 22 3 4
1983/84 Steve Archibald 28 21 2 5
1982/83 Steve Archibald
Garth Crooks
15 11
8
2
4
2
3
1981/82 Garth Crooks 18 13 3 2
1980/81 Steve Archibald 25 20 5 0
1979/80 Glenn Hoddle 22 19 3 0
1978/79 Peter Taylor 12 11 1 0
1977/78 John Duncan 20 16 4 0
1976/77 Chris Jones 9 9 0 0
1975/76 John Duncan 25 20 5 0
1974/75 John Duncan 12 12 0 0
1973/74 Martin Chivers 23 17 0 6
1972/73 Martin Chivers 33 17 8 8
1971/72 Martin Chivers 42 25 9 8
1970/71 Martin Chivers 29 22 7 0

Top 10 Torschützen aller Zeiten[Bearbeiten]

Spieler Spiele für Tottenham Tore gesamt Liga Pokal Europapokal
Jimmy Greaves 379 266 220 37 9
Bobby Smith 317 208 176 22 10
Martin Chivers 367 174 118 34 22
Cliff Jones 378 159 135 17 7
GS Hunt 198 137 124 13 0
Len Duquemin 307 134 114 20 0
Alan Gilzean 439 133 93 27 13
Teddy Sheringham 277 124 97 27 0
Les Bennett 294 116 102 14 0
Jimmy Dimmock 438 112 100 12 0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tottenham Hotspur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brad Friedel makes 300th consecutive Premier League appearance, sportsmole.co.uk vom 24. April 2012 (englisch, abgerufen am 15. August 2012).
  2. Friedel not focused on personal glory, givemefootball.com vom 26. April 2012 (englisch, abgerufen am 17. August 2012).
  3. Tottenham Hotspur confirm that Harry Redknapp will leave the club, Artikel des Guardian vom 14. Juni 2012
  4. [1] - abgerufen am 15. Februar 2013
  5. frequently asked questions on Spurs. mehstg.com. 22. November 2006. Abgerufen am 28. Februar 2011.
  6. The most unlikely football bet to come off. football.guardian.co.uk. 31. August 2005. Abgerufen am 28. Februar 2011.
  7. Tottenham unveil new club badge. bbc.co.uk. 19. Januar 2006. Abgerufen am 28. Februar 2011.
  8. Tottenham Hotspur Kit History. historicalkits.co.uk. Abgerufen am 28. Februar 2011.
  9. Spurs fans see red over logo. bbc.co.uk. 12. April 2002. Abgerufen am 28. Februar 2011.
  10. Jol to benefit from £34m shirt deal. independent.co.uk. 16. Mai 2006. Abgerufen am 28. Februar 2011.
  11. Club announces HP as principal partner, Pressemitteilung auf der Website von Tottenham Hotspur vom 8. Juli 2013
  12. sport.ch:Tottenham steigert den Umsatz
  13. theguardian.co.uk:Premier League finances: the full club-by-club breakdown and verdict
  14. Kader 1. Mannschaft. www.tottenhamhotspur.com. Abgerufen am 28. Februar 2011.
  15. Kit Holden: Verhaftung von Tottenham-Fan: Dürfen sich Fans selbst antisemitisch beleidigen? www.zeit.de, 9. Oktober 2013
  16. Hall of Fame. www.tottenhamhotspur.com. Abgerufen am 28. Februar 2011.