Touba

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Dieser Artikel beschreibt eine Großstadt in Senegal. Die gleichnamige ivorische Stadt steht unter Touba (Elfenbeinküste).

14.863333333333-15.876111111111Koordinaten: 14° 52′ N, 15° 53′ W

Karte: Senegal
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Touba
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Senegal

Touba ist eine Stadt im Westen des westafrikanischen Staates Senegal. Sie liegt in der Region Diourbel etwa 150 km östlich von Dakar.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Touba ist das Zentrum der Mouriden. In der Stadt herrscht ein strenges Alkohol- und Rauchverbot. Außerdem gibt es keine Hotels. Wahlkampf ist ebenfalls verboten.

Zum Magal-Fest empfängt die Touba jährlich etwa eine Million Pilger.

Die Regierung des Senegal hat in Touba keine Macht. Es werden auch keine Steuern bezahlt. Der Kalif der Stadt ist der eigentliche Machthaber. 2012 war dies Sidi Al Mouktar Mbacké, der siebte auf diesem vererbbaren Posten.

Geschichte[Bearbeiten]

Touba wurde durch den religiösen Führer der Mouriden, Ahmadou Bamba, 1887 gegründet.[1] Nach dessen Tod wurde am Ort seines Grabes die 1963 fertiggestellte Große Moschee errichtet, die im Zentrum der heutigen Stadt liegt. Die Große Moschee von Touba ist eine der größten Moscheen südlich der Sahara und ihr Minarett das Wahrzeichen der Stadt.

Die Stadt ist seit den 1960er Jahren enorm gewachsen. Hatte sie vor 1964 unter 5.000 Einwohner, waren es 1988 um 125.000 und laut einer Schätzung von 2007 529.176 Einwohner.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Touba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eric Ross: Touba: A Spiritual Metropolis in the Modern World. Canadian Journal of African Studies, Vol. 29, No. 2, 1995, S. 222