Tour de France 1953

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40. Tour de France 1953 – Endstand
Streckenlänge 22 Etappen, 4479 km
Toursieger Louison Bobet 129:23:25 h
(34,616 km/h)
Zweiter Jean Malléjac + 14:18 min
Dritter Giancarlo Astrua + 15:02 min
Vierter Alex Close + 17:35 min
Fünfter Wout Wagtmans + 18:05 min
Sechster Fritz Schär + 18:44 min
Siebenter Antonin Rolland + 23:03 min
Achter Nello Lauredi + 26:03 min
Neunter Raphaël Géminiani + 27:18 min
Zehnter François Mahé + 28:26 min
Grünes Trikot Fritz Schär 271 P.
Zweiter Fiorenzo Magni 307 P.
Dritter Raphaël Géminiani 406 P.
Bergwertung Jesús Loroño 54 P.
Zweiter Louison Bobet 36 P.
Dritter Joseph Mirando 30 P.
Teamwertung Niederlande

Die 40. Tour de France führte vom 3. bis 26. Juli 1953 auf 22 Etappen über 4.479 km. Vorjahressieger Fausto Coppi konnte wegen einer Verletzung nicht teilnehmen. Der Schweizer Hugo Koblet, Sieger von 1951, schied während der Tour nach einem Sturz aus. Es nahmen 119 Rennfahrer an der Rundfahrt teil, von denen 76 klassifiziert wurden.

Rennverlauf[Bearbeiten]

Der Schweizer Fritz Schär konnte die ersten beiden Etappen gewinnen und trug für einige Tage das Gelbe Trikot. Auf der fünften Etappe übernahm der in einer Ausreißergruppe vertretene Roger Hassenforder die Führung, ehe erneut Schär das Trikot für zwei weitere Tage tragen durfte. Am Ende der Rundfahrt konnte sich Schär über das grüne Trikot freuen, das zum ersten Mal vergeben wurde.

Auf der elften Etappe gewann der Toursieger von 1947, Jean Robic, nachdem er auch alle Berge des Tages als erster überquert hatte und übernahm die Führung in der Gesamtwertung. Zum ersten Mal durfte er am folgenden Tag auch das Gelbe Trikot tragen, bei seinem Sieg 1947 hatte er erst am letzten Tag die Führung übernommen. Doch auf der nächsten Etappe stürzte Robic und musste ansehen, wie das französische Nationalteam angriff. Sein Team "Frankreich-West" konnte ihn nicht genügend unterstützen und Robic handelte sich über 20 Minuten Rückstand ein.

Auf der 18. Etappe nach Briançon attackierte Louison Bobet am Col d'Izoard und kam nach einer Soloflucht mit über fünf Minuten ins Ziel. Auf der Abfahrt vom Izoard nahm Robic noch eine 10 kg schwere Wasserflasche auf, konnte seinen Landsmann Bobet aber nicht mehr einholen. Bobet übernahm damit die Gesamtführung, die er zwei Tage später mit einem Sieg beim Einzelzeitfahren festigte. Bei seiner sechsten Teilnahme konnte Bobet den ersten Toursieg feiern. Zweiter wurde der Franzose Jean Malléjac, er hatte das Gelbe Trikot für fünf Tage getragen, ehe Bobet angriff.

Die Etappen[Bearbeiten]

Etappen Start – Ziel km Etappensieger Gelbes Trikot
1. Etappe StraßburgMetz 195 Fritz Schär Fritz Schär
2. Etappe Metz – Lüttich (BEL) 227 Fritz Schär Fritz Schär
3. Etappe Lüttich (BEL) – Lille 221 Stanislas Bober Fritz Schär
4. Etappe Lille – Dieppe 188 Gerrit Voorting Fritz Schär
5. Etappe Dieppe – Caen 200 Jean Malléjac Roger Hassenforder
6. Etappe Caen – Le Mans 206 Martin Van Geneughden Roger Hassenforder
7. Etappe Le Mans – Nantes 181 Livio Isotti Roger Hassenforder
8. Etappe Nantes – Bordeaux 345 Jan Nolten Roger Hassenforder
9. Etappe Bordeaux – Pau 197 Fiorenzo Magni Fritz Schär
10. Etappe Pau – Cauterets 103 Jesus Loroño Fritz Schär
11. Etappe Cauterets – Luchon 115 Jean Robic Jean Robic
12. Etappe Luchon – Albi 228 André Darrigade François Mahé
13. Etappe Albi – Béziers 189 Nello Lauredi Jean Malléjac
14. Etappe Béziers – Nîmes 214 Bernard Quennehen Jean Malléjac
15. Etappe Nîmes – Marseille 173 Maurice Quentin Jean Malléjac
16. Etappe Marseille – Monaco 236 Wim van Est Jean Malléjac
17. Etappe Monaco – Gap 261 Wout Wagtmans Jean Malléjac
18. Etappe Gap – Briançon 165 Louison Bobet Louison Bobet
19. Etappe Briançon – Lyon 227 Georges Meurnier Louison Bobet
20. Etappe Lyon – Saint-Étienne 70 (EZF) Louison Bobet Louison Bobet
21. Etappe Saint-Étienne – Montluçon 210 Wout Wagtmans Louison Bobet
22. Etappe Montluçon – Paris 328 Fiorenzo Magni Louison Bobet

Weblinks[Bearbeiten]