Tour de France 1982

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69. Tour de France 1982 – Endstand
Streckenlänge 21 Etappen, 3512 km
Toursieger Bernard Hinault 92:08:46 h
(38,113 km/h)
Zweiter Joop Zoetemelk + 6:21 min
Dritter Johan van der Velde + 8:59 min
Vierter Peter Winnen + 9:24 min
Fünfter Phil Anderson + 12:16 min
Sechster Beat Breu + 13:21 min
Siebenter Daniel Willems + 15:33 min
Achter Martin Raymond + 15:35 min
Neunter Hennie Kuiper + 17:01 min
Zehnter Alberto Fernández + 17:19 min
Grünes Trikot Sean Kelly 429 P.
Zweiter Bernard Hinault 152 P.
Dritter Phil Anderson 149 P.
Gepunktetes Trikot Bernard Vallet 278 P.
Zweiter Jean-René Bernaudeau 237 P.
Dritter Beat Breu 205 P.
Weißes Trikot Phil Anderson 92:21:02 h
Zweiter Kim Andersen + 19:41 min
Dritter Marc Madiot + 37:12 min
Teamwertung Coop-Mercier

Die 69. Tour de France fand vom 2. bis zum 25. Juli 1982 statt und führte in 21 Etappen über 3512 km. Wie im Vorjahr sowie in den Jahren 1978 und 1979 gewann der Franzose Bernard Hinault die Rundfahrt. Als einem von ganz wenigen Fahren gelang es Hinault im gelben Trikot auch die prestigeträchtige Schlussetappe auf der Avenue des Champs-Élysées in Paris zu gewinnen. Es nahmen 170 Rennfahrer an der Rundfahrt teil, von denen 125 klassifiziert wurden.

Rennverlauf[Bearbeiten]

Wie ein Jahr zuvor gewann Hinault den Prolog und übernahm so bereits am ersten Tag das gelbe Trikot. Grundstein für den Erfolg Hinaults war seine Stärke im Zeitfahren, mit dem Gewinn von zwei der drei Einzelzeitfahren schaffte er damit die Basis für einen vierten Tour-de-France-Sieg. Auf der zweiten Etappe übernahm Phil Anderson das Führungstrikot nach einem Etappensieg in Nancy. Anderson, der im Jahr zuvor schon als erster Australier das gelbe Trikot für einen Tag tragen durfte, konnte es diesmal etwas länger behalten: Erst beim Einzelzeitfahren auf der 13. Etappe, das der Niederländer Gerrie Knetemann gewann, verlor Anderson fast drei Minuten auf den besseren Zeitfahrer Hinault, der damit wieder die Gesamtführung übernahm. Anderson konnte sich am Ende jedoch noch über den fünften Platz in der Gesamtwertung und das weiße Trikot des besten Jungprofis freuen.

Hinault bewies wiederum seine Zeitfahrkünste, als er beim letzten Zeitfahren für die Entscheidung sorgte. Dabei legte er den letzten Kilometer in 60 Sekunden zurück und distanzierte damit die Niederländer, die am Ende den zweiten, dritten und vierten Platz belegten. Bester der Holländer war Joop Zoetemelk, der mit seiner Mannschaft Coop-Mercier auch die Teamwertung gewann.

Das grüne Trikot des Punktbesten holte sich der Ire Sean Kelly, der zwar nur bei einer Etappe als erster die Ziellinie überqueren konnte, aber sich regelmäßig unter den besten acht einer Etappe platzieren konnte. Das Gepunktete Trikot gewann der Franzose Bernard Vallet, obwohl er keine Etappe gewinnen konnte, aber einige der höchsten Berge als erster überquerte.

Wegen einer Demonstration wurde das Mannschaftszeitfahren annulliert und von der fünften auf die neunte Etappe verschoben.

Die Etappen[Bearbeiten]

Etappen Tag Start – Ziel km Etappensieger Jersey yellow.svg Gelbes Trikot
Prolog 2. Juli Leimental (CH) 7,4 (EZF) Bernard Hinault Bernard Hinault
1. Etappe 3. Juli Schupfart (CH) – Möhlin (CH) 207 Ludo Peeters Ludo Peeters
2. Etappe 4. Juli Basel (CH) – Nancy 250 Phil Anderson Phil Anderson
3. Etappe 5. Juli Nancy – Longwy 134 Daniel Willems
4. Etappe 6. Juli BeauraingMouscron (BEL) 219 Gerrie Knetemann
5. Etappe 7. Juli OrchiesFontaine-au-Pire – (MZF) annulliert und auf Etappe 9a verlegt
6. Etappe 8. Juli Lille – Lille 233 Jan Raas
Ruhetag
7. Etappe 10. Juli ConcaleConcarneau 234,5 Pol Verschuere Phil Anderson
8. Etappe 11. Juli Concarneau – Châteaulin 200,8 Frank Hoste
9. Etappe (a) 12. Juli LorientPlumelec 69 (MZF) TI-Raleigh
9. Etappe (b) 12. Juli Plumelec – Nantes 138,5 Stefan Mutter
10. Etappe 13. Juli SaintesBordeaux 147,2 Pierre-Raymond Villemiane
11. Etappe 14. Juli Bordeaux – Valence d'Agen 57,3 (EZF) Gerrie Knetemann Bernard Hinault
12. Etappe 15. Juli FleurancePau 249 Sean Kelly
13. Etappe 16. Juli Pau – Saint-Lary-Soulan 122 Beat Breu
14. Etappe 17. Juli MartiguesMartigues 32,5 (EZF) Bernard Hinault
Ruhetag
15. Etappe 19. Juli ManosqueOrcières-Merlette 208 Pascal Simon Bernard Hinault
16. Etappe 20. Juli Orcières-Merlette – L'Alpe d'Huez 123 Beat Breu
17. Etappe 21. Juli Le Bourg-d'OisansMorzine 251 Peter Winnen
18. Etappe 22. Juli Morzine – Saint-Priest 233 Adrie van Houwelingen
19. Etappe 23. Juli Saint-Priest – Saint-Priest 48 (EZF) Bernard Hinault
20. Etappe 24. Juli SensAulnay-sous-Bois 161 Daniel Willems
21. Etappe 25. Juli Fontenay-sous-BoisParis 186,8 Bernard Hinault

Weblinks[Bearbeiten]