Tour de San Luis 2011

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tour de San Luis 2011
Logo tour de sanluis.jpg
Austragungsland ArgentinienArgentinien Argentinien
Austragungszeitraum 17.–23. Januar
Etappen 7 Etappen
Gesamtlänge 1026,8 km
Starterfeld 142 in 21 Teams
(davon 110 im Ziel angekommen)
Sieger
Einzelwertung 1. ChileChile Marco Arriagada 25:51:54 h
2. KolumbienKolumbien José Serpa + 00:38 min
3. ArgentinienArgentinien Enzo Moyano + 01:49 min
Teamwertung 00ArgentinienArgentinien Argentinische Nationalmannschaft 77:43:35 h
Wertungstrikots
Gesamt Gesamt ChileChile Marco Arriagada
Berg Berg SpanienSpanien Antonio Piedra
Sprint Sprint ChileChile Luis Mansilla
Nachwuchs Nachwuchs ArgentinienArgentinien Enzo Moyano
Tour de San Luis 2010 Tour de San Luis 2012

Die 5. Tour de San Luis war ein argentinisches Rad-Etappenrennen, das vom 17. bis zum 23. Januar 2011 stattfand. Es wurde in sieben Etappen über eine Gesamtdistanz von 1026,8 Kilometern ausgetragen. Das Rennen war Teil der UCI America Tour 2011 und dort in die Kategorie 2.1 eingestuft.

Gesamtsieger wurde der Chilene Marco Arriagada, der allerdings während des Rennens positiv auf anabole Steroide getestet wurde und gegen den seitdem ein Dopingverfahren läuft [1]. Er verwies den kolumbianischen Profi José Serpa vom italienischen Team Androni Giocattoli und den Argentinier Enzo Moyano auf die Plätze.

Teilnehmer[Bearbeiten]

Einladungen erhielten drei ProTeams, vier Professional Continental Teams, fünf Continental Teams, darunter das deutsche Team Nutrixxion Sparkasse, und neun Nationalmannschaften diverser südamerikanischer Länder inklusive Kuba [2]. In den Abordnungen der ProTeams starteten auch prominente europäische Profis wie Ivan Basso oder Xavier Tondo.

UCI ProTeams
ItalienItalien Liquigas-Cannondale

 

SpanienSpanien Movistar Team

 

FrankreichFrankreich Ag2r La Mondiale
UCI Professional Continental Teams
ItalienItalien Androni Giocattoli
SpanienSpanien Andalucía Caja Granada

 

IrlandIrland De Rosa-Ceramica Flaminia
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten UnitedHealthcare Pro Cycling
UCI Continental Teams
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Endura Racing
PortugalPortugal Onda

 

DeutschlandDeutschland Nutrixxion Sparkasse
ItalienItalien D'Angelo & Antenucci-Nippo

 

BrasilienBrasilien Funvic-Pindamonhangaba
Nationalmannschaften
ArgentinienArgentinien Argentinien
KubaKuba Kuba
KolumbienKolumbien Kolumbien

 

ChileChile Chile
Paraguay 1990Paraguay Paraguay
BrasilienBrasilien Brasilien

 

EcuadorEcuador Ecuador
BolivienBolivien Bolivien
UruguayUruguay Uruguay

Etappen und Rennverlauf [3][Bearbeiten]

Nach dem Start der Rundfahrt in der Provinzhauptstadt San Luis und dem erwarteten Massensprint, den der Italiener Roberto Ferrari (Androni Giocattoli) für sich entschied, folgte am zweiten Tag eine Bergankunft in Mirador del Portero, die für eine erste Selektion im Gesamtklassement sorgte. Aus der vierköpfigen Spitzengruppe heraus sicherte sich Ferraris Teamkollege José Serpa den Tagessieg. Auch auf dem weitgehend flachen folgenden Abschnitt hielt die Androni-Siegesserie weiter an: erneut war Ferrari im Massensprint nicht zu schlagen.

Am vierten Tag wurde ein nicht allzu langes Einzelzeitfahren in San Luis ausgetragen. Der Movistar-Profi Xavier Tondo sicherte sich den Tagessieg und auch das orange Trikot des Führenden. Auch auf der folgenden schweren Bergankunft konnte Tondo als Tagessiebter hinter den erfolgreichen Ausreißern um den argentinischen Etappensieger Leandro Messineo das Leaderjersey bewahren. Die sechste Etappe bildete mit zwei schweren Steigungen die Königsetappe des Rennens und war mit über 190 Kilometern auch die längste der Rundfahrt. Aufgrund eines Sturzes 15 Kilometer vor dem Ziel musste Tondo seine Gesamtführung hier an den Chilenen Marco Arriagada abgeben und verlor alle Chancen auf einen Sieg. Arriagada erreichte 1:29 Minuten hinter dem kolumbianischen Solosieger Miguel Angel Rubiano von der kleinen italienischen Mannschaft D'Angelo & Antenucci-Nippo das Ziel. Die Tour de San Luis 2011 endete in der gleichnamigen Hauptstadt in einem Massensprint. Der Uruguayer Héctor Aguilar konnte in diesem den Sieg davontragen.

Etappe Tag Start – Ziel Typ km Etappensieger Gesamtwertung
1. 17. Januar San Luis > Justo Daract Flachetappe 166,0 ItalienItalien Roberto Ferrari ItalienItalien Roberto Ferrari
2. 18. Januar Juana Kosley > Mirador del Portero Bergetappe 156,6 KolumbienKolumbien José Serpa KolumbienKolumbien José Serpa
3. 19. Januar Buena Esperanza > Villa Mercedes Flachetappe 163,9 ItalienItalien Roberto Ferrari
4. 20. Januar San Luis > San Luis Zeitfahren 19,5 SpanienSpanien Xavier Tondo SpanienSpanien Xavier Tondo
5. 21. Januar La Toma > Merlo (Mirador del Sol) Bergetappe 160,6 ArgentinienArgentinien Leandro Messineo
6. 22. Januar Estancia Grande > La Carolina Bergetappe 131,1 KolumbienKolumbien Miguel Angel Rubiano ChileChile Marco Arriagada
7. 23. Januar San Luis > San Luis Flachetappe 167,1 UruguayUruguay Héctor Aguilar

Wertungen[Bearbeiten]

An den Zwischenwertungen während jeder Etappe und im Ziel eines jeden Tagesabschnitts wurden Zeitgutschriften für die Gesamtwertung und Punkte für die Sonderwertungen wie folgt vergeben.

Punkte für Sprintwertung:

Zwischensprints
1: 3 Punkte, 3 Sekunden
2: 2 Punkte, 2 Sekunden
3: 1 Punkt, 1 Sekunde

Zeitbonfikationen im Ziel:

Etappenziel
1: 10 Sekunden
2: 6 Sekunden
3: 4 Sekunden

Punkte für Bergwertung:

Berg der 3. Kategorie
1: 3 Punkte
2: 2 Punkte
3: 1 Punkt

Bergwertung (Fortsetzung):

Berg der 1. Kategorie
1: 10 Punkte
2: 8 Punkte
3: 6 Punkte
4: 4 Punkte
5: 2 Punkte
6: 1 Punkt

Wertungen im Rennverlauf[Bearbeiten]

Die Tabelle zeigt den Führenden in der jeweiligen Wertung nach der jeweiligen Etappe an.

Gesamtwertung
Bergwertung
Sprintwertung
Nachwuchswertung
Teamwertung
1 Roberto Ferrari Jesús Rosendo Juan Lucero Enzo Moyano Androni Giocattoli
2 José Serpa José Serpa Argentinien
3 Luis Mansilla
4 Xavier Tondo
5
6 Marco Arriagada Antonio Piedra
7

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tour de San Luis-Gewinner Arriagada positiv auf anabole Steroide auf radsportnews.com
  2. LIVE Radsport CH - Startliste
  3. LIVE Radsport CH Ergebnisse