Tourismus in Polen

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Zentrum für Kultur- und Tourismusinformation, Schloss der Pommerschen Herzöge in Stettin
Dolina Gąsienicowa in Tatra

Der Tourismus in Polen ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes.

Für Touristen sind in Polen einerseits die Städte mit deren Kulturangebot, andererseits die unberührte Natur sehr attraktiv. Aber auch demjenigen, der seinen Urlaub sportlich aktiv verbringen möchte, bietet Polen viele Möglichkeiten, vor allem im Bereich des Wasser-, Landschafts- und Wintersports.

Erholungsgebiete und Kurorte finden sich im Süden und Norden Polens, in den Woiwodschaften Ermland-Masuren, Westpommern, Pommern, Kujawien-Pommern, Kleinpolen, dem Karpatenvorland und Niederschlesien. Wassersport kann man an der Ostsee, den Seenplatten und einigen Gebirgsflüssen, v.a. Dunajec, San, Poprad, Pilitza, Glatzer Neiße, Bober und ihren Stauseen betreiben. Die Bergregionen Tatry, Beskiden, Krakau-Tschenstochauer Jura, Heiligkreuzgebirge, Sudeten mit dem Riesengebirge an erster Stelle laden zum Ski- und Wanderurlaub ein. Als Wintersporthauptstadt Polens gilt Zakopane.

Zu den bekanntesten kulturellen Ereignisse in Polen gehören Internationaler Chopin-Wettbewerb in Warschau, Warschauer Herbst und Sopot Festival. Die Kulturzentren in Polen sind unter anderem Warschau, Krakau, Gnesen, Posen, Tschenstochau, Lublin, Danzig, Thorn, Stettin, Breslau, Zakopane, Przemyśl und Wolin.

Besucher[Bearbeiten]

Im Jahr 2010 besuchten das Land vor allem Deutsche (25,86 Mio.), Tschechen (9,24 Mio.), Slowaken (6,01 Mio.), Ukrainer (5,03 Mio.) und Weißrussen (3,09 Mio.).[1]

Land[Bearbeiten]

Polen liegt in Mitteleuropa. Das Gebiet Polens besteht aus fünf geografischen Räumen. Im Nordwesten befindet sich die von der Pommerschen bis zur Danziger Bucht reichende Ostseeküste, die durch zahlreiche Nehrungen, Binnengewässer und Dünen gekennzeichnet ist. Die weitgehend gerade verlaufende Küstenlinie wird durch das Stettiner- und das Frische Haff sowie die Putziger Wiek unterbrochen. Im Norden und der Mitte schließt sich das von der Eiszeit geformte Tiefland der mitteleuropäischen Ebene an, in dem vier große Seenplatten (Masurische Seenplatte, Kaschubische Seenplatte, Pommersche Seenplatte und Großpolnische Seenplatte) liegen, deren zahlreiche Gewässer in eine hügelige Moränenlandschaft eingebettet sind (vgl. Kaschubische Schweiz). Südlich des Tieflandes liegen die durch die Urstromtäler der großen Flüsse geprägten Landschaften Schlesiens und Masowiens. Insbesondere die Lubliner Region an der mittleren Weichsel mit ihren Lößböden ist stark durch Hohlwege gekennzeichnet. Südlich davon befinden sich die polnischen Mittelgebirge, der Krakau-Tschenstochauer Jura, das Heiligkreuzgebirge, die Beskiden, die Waldkarpaten und die Sudeten. Die höchste Erhebung, die Tatra, ist ein geologisch sehr vielseitiges Hochgebirge.

Regionen[Bearbeiten]

Polen ist in 16 Woiwodschaften gegliedert.

Woiwodschaft Ermland-Masuren[Bearbeiten]

Ermland-Masuren (Warmińsko-Mazurskie) – Region im Nordosten Polens, mit zahlreichen Seen und Kreuzritterburgen aus Backstein. Gilt als Zentrum des Wassersports in Polen, insbesondere die Gegend um die Großen Masurischen Seen. Die Kajakroute entlang der Krutynia gilt als eine der schönsten in Europa. Aber auch Wandern, Radfahren, Segelfliegen und Ballonfahrten sind sehr beliebt.

Die Region hat Flughafen Szczytno-Szymany, die Bahnverbindungen nach Warschau, Danzig, Thorn und Białystok und liegt auf die Europastraße 77.

Siehe auch: Ermland und Masuren

Woiwodschaft Großpolen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Woiwodschaft Großpolen

Woiwodschaft Großpolen (Województwo Wielkopolskie) – eine geschichtsträchtige Region um Posen, gilt als polnisches Kernland, mit Siedlungen aus der Bronzezeit und der Wiege des polnischen Staates um Gnesen, Kruszwica und Ostrów Lednicki. Es gibt viele Bauten aus der Romanik um Gnesen und viele barocke Paläste um Posen. In Stary Licheń steht eine der größten Kirchen der Welt – dem Petersdom in Rom nachempfunden. Die Großpolnische Seenplatte lädt zum Wassersport ein.

Die Region ist gut verbunden mit benachbarten. Die Haupteisenbahnknotenpunkte sind Ostrów Wielkopolski, Piła, Krzyż Wielkopolski und Posen Hauptbahnhof, der hat die Haupterbindungen unter anderem nach Warschau (Bahnstrecke Warszawa–Poznań), Berlin (Bahnstrecke Frankfurt (Oder)–Poznań), Stettin (Bahnstrecke Poznań–Szczecin), Thorn (Bahnstrecke Poznań–Toruń), Breslau, Katowice und Kołobrzeg. Die Hauptstraßen sind Europastraße 30, Europastraße 261 und Europastraße 67. Flughafen Posen-Ławica liegt innerhalb der Stadtgrenzen.

Siehe auch: Großpolen

Woiwodschaft Heiligkreuz[Bearbeiten]

Burgruine aus dem 13./14. Jahrhundert in Chęciny
Hauptartikel: Woiwodschaft Heiligkreuz

Woiwodschaft Heiligkreuz (Województwo Świętokrzyskie) – Region um eines der ältesten Gebirge der Welt, das Heiligkreuzgebirge in südöstlichen Zentralpolen. In Ujazd steht eine der größten Burgruinen Europas und die Tropfsteinhöhle Raj gilt als die schönste in Polen. Sandomierz ist eine der schönsten mittelalterlichen Kleinstädte Mitteleuropas.

Die meisten Anschlüsse sind mit Warschau, Krakau, Łódź und Częstochowa.

Woiwodschaft Karpatenvorland[Bearbeiten]

Woiwodschaft Karpatenvorland (Województwo Podkarpackie) – Region im äußersten Südosten Polens mit den "wilden" Gebirgen Bieszczady und Beskid Niski. Mit den menschenleeren Hochauen hat das Bieszczady-Gebirge einen besonderen Reiz. Hier lebt noch der Braunbär, der Wolf und der Luchs. Wassersport ist am von Bergen umgebenen Solina-Stausee möglich. Zahlreiche Renaissance-Paläste, allen voran in Łańcut, Baranów Sandomierski und Krasiczyn und schöne Renaissancestädte Przemyśl, Jarosław, Leżajsk.

Die Europastraße 40 führt in die Region aus dem Westen und Osten und Europastraße 371 - aus dem Norden und Süden. Rzeszów hat Flughafen Rzeszów-Jasionka und Bahnverbindungen, einschließlich aus Krakau und Warschau.

Siehe auch: Karpatenvorland

Woiwodschaft Kleinpolen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Woiwodschaft Kleinpolen

Woiwodschaft Kleinpolen (Województwo Małopolskie) – die wahrscheinlich schönste Region Polens, im Süden mit fünf Nationalparks und fünf Weltkulturerbestätten. Hier liegen die höchsten Gebirge, Hohe Tatra, Westliche Tatra, Gorce, Pieninen, Babia Góra, Beskiden und der Krakau-Tschenstochauer Jura. Die ehemalige Hauptstadt Krakau gilt als schönste Stadt Polens und war europäische Kulturhauptstadt 2000. Der Altstadtkomplex mit der Wawelanlage ist auf der Liste der Welterbestätten der UNESCO. Daneben gibt es zahlreiche Klöster, Burgen, Renaissanceschlösser und das Nachtleben Krakaus mit seinen zahlreichen Studentenkellern ist legendär.

Zakopane gilt als Wintersporthauptstadt Polens mit Après-Ski vom besten. Szczyrk, Żywiec, Zawoja, Krynica-Zdrój und Rabka-Zdrój sind weitere wichtige Skiorte. An den Stauseen bei Czorsztyn, Żywiec und Tarnów ist Wassersport möglich. Floss- und Kajaktouren im Dunajecdurchbruch in den Pieninen sind ein besonderes Erlebnis. Ein Muss ist auch das 800 Jahre alte Salzbergwerk Wieliczka.

Transportwege Europastraße 40, Europastraße 77 und Europastraße 75 (über Oberschlesien) führen zu Kleinpolen. Krakau hat eine gute Bahnverbindungen und Flüge von vielen europäischen Städten - Flughafen Johannes Paul II. Krakau-Balice.

Woiwodschaft Kujawien-Pommern[Bearbeiten]

Die Kajaktour an der Brda

Woiwodschaft Kujawien-Pommern (Województwo Kujawsko-Pomorskie) – Region an der unteren Weichsel von der Backsteingotik geprägt. Toruń hat nach Krakau die meisten denkmalgeschützten Objekte in Polen. Beliebt ist die Kajaktour an der Brda. Włocławek und der Kurort Ciechocinek sind sehenswert. In Włocławek gibt es spezielle Trasse der Backsteingothik, breites Angebot der Museen und Stausee.

Die Region hat Ignacy-Jan-Paderewski-Flughafen Bydgoszcz und die Bahnverbindungen z. B. nach Posen, Piła, Warschau, Łódź, Olsztyn und Danzig. Die Haupteisenbahnknotenpunkte sind Bydgoszcz (Bahnhof Bydgoszcz Główna), Toruń und Inowrocław. Die Region liegt auf die Europastraße 75, Europastraße 261 und Landesstraße 10 - die Verbindungen mit Danzig, Łódź, Posen, Warschau und Stettin.

Siehe auch: Kujawien

Woiwodschaft Lebus[Bearbeiten]

Hauptartikel: Woiwodschaft Lebus

Woiwodschaft Lebus (Województwo Lubuskie) – Region an der mittleren Oder, an der Grenze zu Deutschland. Ein herausragendes Beispiel der deutsch-polnischen Versöhnung in dieser Gegend ist der Muskauer Park, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben worden ist. Um Zielona Góra befindet sich zudem das größte Weinanbaugebiet in Polen.

Die Region verfügt über eine gute Verkehrsanbindung zu Berlin, Dresden, Stettin, Breslau, Posen und Warschau (z. B. Autobahn A2 (Europastraße 30) und Schnellstraße S3 (Europastraße 65)) und Bahnhof Rzepin - Kreuzungspunkt zweier wichtiger Hauptstrecken: Bahnstrecke Frankfurt (Oder)–Poznań und Bahnstrecke Wrocław–Szczecin. In Zielona Góra ist Flughafen Zielona Góra-Babimost

Woiwodschaft Łódź[Bearbeiten]

Hauptartikel: Woiwodschaft Łódź

Woiwodschaft Łódź (Województwo Łódzkie) – Region in Zentralpolen um die Sezessionsstadt Łódź. Łowicz gilt als Zentrum der polnischen Folklore.

Diese Region hat z. B. Autobahn A2, Autobahn A1 und Schnellstraße S8 und außerdem Władysław-Reymont-Flughafen Łódź. Die Haupteisenbahnknotenpunkte sind Łódź, Kutno, Łowicz und Koluszki. Haupteisenbahnlinien führen von Warschau über Skierniewice, Koluszki und Piotrków Trybunalski nach Katowice und Wien und von Warschau über Łowicz und Kutno nach Posen und Berlin.

Woiwodschaft Lublin[Bearbeiten]

Hauptartikel: Woiwodschaft Lublin

Woiwodschaft Lublin (Województwo Lubelskie) – Region im Osten Polens an der Grenze zur Ukraine und Weißrussland. Zahlreiche Renaissancestädte künden von dem Reichtum der polnisch-litauischen Adelsrepublik in der frühen Neuzeit, z. B. Kazimierz Dolny, Zamość, Lublin. Es gibt zahlreiche Spuren der jüdischen Kultur. Burgen und Burgruinen sind in Puławy, Kozłówka, Lublin, Kazimierz und Janowiec. Die Landschaft des Nationalpark Roztocze lädt zu langen Wanderungen an der Tanew ein.

Die Region hat Flughafen Lublin-Świdnik, die Bahnverbindungen z. B. nach Warschau, Radom, Siedlce, Przemyśl und Skarżysko-Kamienna und liegt auf die Europastraße 372 und Europastraße 373.

Woiwodschaft Masowien[Bearbeiten]

Hauptartikel: Woiwodschaft Masowien
Geburtshaus von Frédéric Chopin in Żelazowa Wola

Woiwodschaft Masowien (Województwo Mazowieckie) – Region im Zentrum Polens, um Warschau – eine weite Landschaft die durch endlose Felder und Alleen mit Trauerweiden gekennzeichnet ist, die Chopins Musik prägte, mit zahlreichen typischen Herrensitzen polnischer Adeliger aus dem 18. Jahrhundert und romantischen Landschaftsparks in Arkadia und Nieborów, Wassersportmöglichkeiten am Zegrze-Stausee bei Warschau und an der Narew, mit zahlreichen Barock- und Klassizismuspalästen und Gärten in Warschau als auch mit modernen Architektur in der Hauptstadt, die als eine der höchsten Städte Europas gilt, und Nachtleben in Warschau.

Die bequeme Transportmittel sind:

Die anderen Haupteisenbahnlinien führen von Warschau nach Danzig, Białystok, Lublin, Terespol (und weiter Brest, Minsk und Moskau) und nach Krakau über Włoszczowa oder Radom und Kielce. Europastraßen30, 67, 77 und 372 schneiden sich in Warschau. Die anderen Hauptwege sind Landesstraße 12 von Łęknica über Leszno, Kalisz, Piotrków Trybunalski, Radom und Lublin nach Ukraine und Landesstraße 10 von Płońsk bei Warschau über Toruń, Bydgoszcz und Piła nach Stettin.

Woiwodschaft Niederschlesien[Bearbeiten]

Woiwodschaft Niederschlesien (Województwo Dolnośląskie) – Region im Südwesten Polens mit dem Hauptkamm der Sudeten (Riesengebirge, Isergebirge, Glatzer Schneegebirge, Heuscheuergebirge) und zahlreichen Barockbauten. Von Deutschland gut zu erreichen sind die Skiorte Karpacz und Szklarska Poręba im Riesengebirge. Breslau hat ein interessantes Nachtleben und zahlreiche Sehenswürdigkeiten in der Altstadt, viele Schlösser, Klöster, Burgen, Forts und Ruinen entlang der Oder.

Von Deutschland nach Breslau führen Autobahn A4 (Europastraße 40) und Autobahn A18 (Europastraße 36). Die anderen wichtigsten Wege sind Europastraße 65, Europastraße 67 und Europastraße 261. Der Haupteisenbahnknotenpunkt ist Bahnhof Wrocław Główny mit Verbindungen z. B. nach Zielona Góra, Rzepin, Kostrzyn nad Odrą und Stettin (Bahnstrecke Wrocław–Szczecin), Jelenia Góra, Wałbrzych (Bahnstrecke Wrocław–Wałbrzych), Kłodzko und Międzylesie (Bahnstrecke Wrocław–Międzylesie), Legnica, Węgliniec, Posen, Kalisz, Warschau, Kluczbork, Oppeln und Katowice. Die Eisenbahnknotenpunkte bei deutsch-polnische Grenze sind Bahnhof Węgliniec und Bahnhof Lubań Śląski. In Breslau ist Nikolaus-Kopernikus-Flughafen Breslau.

Woiwodschaft Oppeln[Bearbeiten]

Hauptartikel: Woiwodschaft Oppeln

Woiwodschaft Oppeln (Województwo Opolskie) – Region im Süden Polens an der Oder mit zahlreichen hölzernen Schrotkirchen und historischen Städtchen.

Die Region liegt auf die Europastraße 40. Die Haupteisenbahnknotenpunkt ist Bahnhof Opole Główne mit Verbindungen z. B. nach Breslau, Kluczbork, Posen, Lubliniec, Częstochowa, Katowice, Kędzierzyn-Koźle und Kłodzko.

Woiwodschaft Podlachien[Bearbeiten]

Hauptartikel: Woiwodschaft Podlachien

Woiwodschaft Podlachien (Województwo Podlaskie) – der "wilde Osten" Polens, mit dem letzten Urwald Mitteleuropas. Hier leben die letzten Wisente in Europa in freier Wildbahn. Elche, Wölfe und Braunbären sind auch anzutreffen. Zahlreiche Zeugnisse jüdischer Kultur und des Reichtums der polnischen Magnaten. Der Branicki-Palast in Białystok gilt als polnisches Versailles. Die Renaissance-Synagoge in Tykocin gilt als die schönste in Europa. Hier leben auch die polnischen Muslime – die Tataren zusammen mit orthodoxen und katholischen Polen. In Supraśl steht die wahrscheinlich schönste orthodoxe Kirche Polens. Die Kajakroute entlang der Czarna Hańcza zählt zu den attraktivsten in Polen. Um den Seekomplex Wigry im äußersten Nordosten Polens gibt es exzellente Wassersportmöglichkeiten. Der hierzu gehörende See Hańcza ist mit über 100 m der tiefste in Polen und dem gesamten nordeuropäischen Tiefland von Frankreich bis Estland.

Die Region hat die Bahnverbindungen nach Warschau und liegt auf die Europastraße 67 von Prag, Breslau und Warschau nach Litauen, Lettland, Estland und Finnland.

Siehe auch: Podlachien

Woiwodschaft Pommern[Bearbeiten]

Hauptartikel: Woiwodschaft Pommern

Woiwodschaft Pommern (Województwo Pomorskie) – Region im Norden Polens – nach Kleinpolen, die wohl schönste Woiwodschaft Polens um die DreistadtDanzig, Sopot und Gdingen, mit endlosen Sandstränden an der Ostseeküste, mit dem wüstenartigen Sandmeer von Dünen im Slowinzischen Nationalpark, mit Danzig als manieristisches Tor Polens, mit zahlreichen Kreuzritterburgen, mit der Ordensburg Marienburg an der Nogat als größter Burg der Welt und mit Seenplatten in der Kaschubischen Schweiz. Wassersportmöglichkeiten (Surfen, Wracktauchen, Segeln) sind an der Danziger Bucht, insbesondere auf der Halbinsel Hel vorhanden.

Danzig und Gdynia haben gute Bahnverbindungen mit Warschau, Posen, Stettin und Olsztyn. Europastraße 28 über Stettin und Europastraße 75 über Łódź führen nach Danzig. Danzig und Gdynia haben Verbindungen nach Schweden und Finnland durch die Ostsee. In Danzig ist Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig.

Woiwodschaft Schlesien[Bearbeiten]

Hauptartikel: Woiwodschaft Schlesien

Woiwodschaft Schlesien (Województwo Śląskie) – Region im Süden Polens – bevölkerungsreichster Ballungsraum um Kattowitz mit reichem Kulturangebot, Wintersportmöglichkeiten in den Schlesischen Beskiden in Ustroń und Wisła und dem Jura mit seinen zahlreichen Burgen. Die Burgruine Ogrodzieniec gilt als eine der schönsten in Europa. Wichtigster Wallfahrtsort ist der barocke Kloster auf dem Hellen Berg in Częstochowa, eines der Größten in Europa.

Die Region hat Flughafen Katowice und ist gut verbunden mit:

Siehe auch: Oberschlesien

Woiwodschaft Westpommern[Bearbeiten]

Rathaus in Myślibórz
Hauptartikel: Woiwodschaft Westpommern

Woiwodschaft Westpommern (Województwo Zachodniopomorskie) – Region im Nordwesten Polens an der Ostsee, mit zahlreichen Wassersportmöglichkeiten an der Küste, Stettiner Haff und der Pommerschen Seenplatte. Die Kajakroute entlang der Drawa ist sehr abwechslungsreich. Die schönsten Strände finden sich auf den Inseln Wolin und Usedom (Międzyzdroje, Świnoujście) und bei Kołobrzeg. Bei der Nähe der deutsch-polnischen Grenze liegt Nationalpark Wolin.

Stettin bietet ein interessantes Kulturprogramm, z. B. in Schloss der Pommerschen Herzöge. Deutsch-polnische Kulturveranstaltungen in die Grenzstädte sind organisiert - unter anderem in Stettin, Świnoujście, Police, Gryfino und Nowe Warpno. Einigen Städten in Westpommern sind auf der Europäische Route der Backsteingotik.

Das Klima ist durch milde Winter. Die größte Anzahl von Hotels ist an der Ostsee Küste, einschließlich Koszalin - Stadt und die Umgebung, und in Stettin. Der bequemste Zugang zu Stettin und Świnoujście ist möglich dank der Autobahnen - Bundesautobahn 11 von Berlin (Europastraße 28) und Bundesautobahn 20 von Lübeck. Bahnhof Szczecin Główny hat die Bahnverbindungen nach Posen (Bahnstrecke Poznań–Szczecin), Breslau (Bahnstrecke Wrocław–Szczecin), Berlin (Bahnstrecke Berlin–Szczecin), Pasewalk (Bahnstrecke Bützow–Szczecin), Police und Trzebież (Bahnstrecke Szczecin–Trzebież Szczeciński), Świnoujście (Bahnstrecke Szczecin Dąbie–Świnoujście), Kołobrzeg (Bahnstrecke Koszalin–Goleniów) und Danzig - (Bahnstrecke Stargard Szczeciński–Gdańsk). Świnoujście (Europastraße 65) und Kołobrzeg haben Verbindungen nach Schweden und Dänemark durch die Ostsee. Flughafen Stettin-Goleniów liegt bei Stettin und Goleniów.

Städte[Bearbeiten]

Das Kulturangebot in den polnischen Metropolen ist abwechslungsreich und auch für den weniger betuchten Besucher erschwinglich.

Viele Städte, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden, wurden von den polnischen Restauratoren mustergültig wieder aufgebaut. Hierzu zählen vor allem Warschau, Posen, Breslau und Danzig. Die ehemalige Königsstadt Krakau wird oft als schönste Stadt Polens angesehen, sie wurde 2005 von etwa 12 Mio. Touristen besucht.

Die Kneipenkultur und das Nachtleben ist insbesondere in den großen Studentenstädten Krakau, Warschau, Breslau und Posen sehr attraktiv für junge Gäste.

Warschau[Bearbeiten]

Warschau – Hauptstadt mit einer Altstadt, welche als Weltkulturerbe der UNESCO ausgezeichnet wurde, mit zahlreichen barocken und klassizistischen Schlössern, Palästen, Gärten und Parkanlagen. Eine moderne Skyline erstreckt sich im Zentrum der Stadt.

Krakau[Bearbeiten]

Krakau – ehemalige Hauptstadt, mit zahlreichen Baudenkmälern aus Romanik, Gotik, Renaissance und Barock. Besondere Beachtung verdient der Wawel, das ehemalige Königsburg mit Kathedrale, das über der Stadt thront. Die Altstadt ist um den größten mittelalterlichen Marktplatz der Welt entstanden und zählt zu den Welterbestätten der UNESCO.

Breslau[Bearbeiten]

Breslau Multimedia-Brunnen

Breslau – gotisch-barocke Stadt mit einem schönen Marktplatz und einer gotischen Dominsel. Kulturhauptstadt Europas 2016.

Jedes Jahr am zweiten Wochenende im Mai findet das Festival Gut Bier.

Posen[Bearbeiten]

Posen – barockes Zentrum mit gotischer Dominsel, Rathaus aus der Renaissance und barocke Jesuitenkirche, Freizeitgebiet Malta.

Łódź[Bearbeiten]

Łódź – Sezessionsstadt mit der Prachtstraße Piotrkowska und dem größten jüdischen Friedhof der Welt.

Danzig[Bearbeiten]

Danzig – Manieristische Stadt im Weichseldelta, gut erhaltene Altstadt um den Langen Markt und größte Backsteinkirche der Welt.

Stettin[Bearbeiten]

Stettin – Hafenstadt in Westpommern mit dem Schloss der Pommerschen Herzöge.

Toruń[Bearbeiten]

Toruń – Gotische Bauwerke (Heimatstadt von Nikolaus Kopernikus) mit zahlreichen Baudenkmälern, insbesondere dem gotischen Rathaus.

Lublin[Bearbeiten]

Lublin – Renaissancestadt im Osten Polens mit vielen Gebäuden mit typischer „Polnischer Attika“, barocke Kirchen, russische Kapelle.

Bydgoszcz[Bearbeiten]

Bydgoszcz – Speicherstadt an der Drage.

Włocławek[Bearbeiten]

Der bischöfliche Palast in Włocławek

Włocławek (Leslau) ist eine Großstadt in Kujawien (Kujawy) im Zentrum Polens. Es gibt hier eine interessante Route zu Kirchen und anderen Sehenswürdigkeiten (Backsteingotik), u.a. mit dem bekannten Dom, Museen und einem Stausee.

Weitere[Bearbeiten]

In Polen gibt es auch eine große Anzahl an schönen historisch geprägten Kleinstädten mit einem malerischen Ortsbild. Viele haben den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden, viele sind nach dessen Zerstörungen originalgetreu wiederaufgebaut worden. Zu den schönsten Kleinstädten zählen:

Dörfer[Bearbeiten]

Die interessantesten touristischen Dörfer sind:

Welterbestätten der UNESCO[Bearbeiten]

Hauptartikel: Welterbe in Polen

Insgesamt gibt es in Polen 13 Welterbestätten der UNESCO:[2]

Nationalparks[Bearbeiten]

Hauptartikel: Nationalparks in Polen

In Polen leben noch Tiere, die in weiten Teilen Europas bereits ausgestorben sind, wie z. B. Wisente im Urwald von Białowieża und in Podlachien sowie Braunbäre in Białowieża, in der Tatra und in den Waldkarpaten, Wölfe und Luchse in den verschiedenen Waldgebieten, Elche in Nordpolen, Biber in Masuren, Pommern und Podlachien. In den Wäldern trifft man auch auf Nieder- und Hochwild (Rotwild, Rehwild und Schwarzwild). Große Waldgebiete gibt es auch in den Bergen der Tatra. Polen ist ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel.

Viele attraktive Naturschätze werden in 23 Nationalparks geschützt:

Biosphärenreservate[Bearbeiten]

Die UNESCO weist folgende Biosphärenreservate in Polen im Rahmen des Programms Mensch und Biosphäre (Man and Biosphere) zum Schutz typischer Kulturlandschaften aus.[3]

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist gemäßigt und wird nach Osten und Südosten immer kontinentaler. Die Sommer sind allgemein warm mit Mitteltemperaturen zwischen 16° und 19 °C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um 0 °C im Nordwesten und bis zu -5 °C im Südosten. Niederschlag fällt vor allem im Frühjahr und Herbst, wobei die Niederschlagsmengen nach Osten hin abnehmen.

Küste[Bearbeiten]

Die polnische Ostseeküste ist 491 km lang und erstreckt sich von Świnoujście auf den Inseln Usedom und Wolin im Westen bis nach Krynica Morska auf der Frischen Nehrung (auch Weichselnehrung genannt) im Osten. Die polnische Küste ist zum großen Teil eine sandige Ausgleichsküste, die durch die stetige Bewegung des Sandes aufgrund der Strömung und des Windes von West nach Ost charakterisiert wird. Dadurch bilden sich viele Kliffe, Dünen und Nehrungen, die nach dem Auftreffen auf Land viele Binnengewässer schaffen, wie z. B. das Jezioro Łebsko im Slowinzischen Nationalpark bei Łeba. Die bekanntesten Nehrungen sind die Hel und die Frische Nehrung. Die einzige polnische Ostseeinsel ist Wolin.

Die größten Hafenstädte sind Gdynia, Danzig, Stettin und Świnoujście.

Die bekanntesten Ostseebäder sind Sopot, Międzyzdroje, Kołobrzeg, Łeba, Władysławowo und Jurata.

Seen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste der Seen in Polen

Polen ist, mit der Masurischen und Pommerschen Seenplatte, ein seenreiches Land. Segeln, Tauchen, Schwimmen, Surfen und Kajak fahren kann man vor allem in Nordpolen, aber auch auf den Stauseen in den südlichen Gebirgen. Die größten Seen mit über 100 km² Fläche sind Śniardwy (Spirdingsee) und Mamry (Mauersee) in Masuren sowie das Jezioro Łebsko (Leba-See) und das Jezioro Drawsko (Dratzig-See) in Pommern. Neben den Seenplatten im Norden (Masuren, Pommern, Kaschubei, Großpolen) gibt es auch eine hohe Anzahl an Bergseen in der Tatra, von denen das Meerauge (Morskie Oko) der flächenmäßig größte ist. Der mit über 100 m tiefste See ist der Hańcza-See in der Seenplatte von Wigry, östlich von Masuren in der Woiwodschaft Podlachien. Gefolgt wird er von dem Tatra-Bergsee "Großer Polnischer See" im "Tal der fünf polnischen Seen". Zu den ersten Seen, deren Ufer besiedelt wurden, gehören die der Großpolnischen Seenplatte.

Die Pfahlbausiedlung von Biskupin, die von mehr als 1000 Menschen bewohnt wurde, gründete bereits vor dem 7. Jahrhundert v. Chr. Angehörige der Lausitzer Kultur. Die Vorfahren der heutigen Polen, die Polanen, bauten ihre ersten Burgen auf den Seeinseln (poln. Ostrów). Der legendäre Fürst Popiel soll im 8. Jahrhundert von Kruszwica am Goplosee regiert haben. Der erste historisch belegte Herrscher Polens, Herzog Mieszko I., hatte seine Burg auf einer Wartheinsel in Posen.

Flüsse[Bearbeiten]

Daneben bieten die polnischen Flüsse Kajakfahrern und Anglern viele Wassersportmöglichkeiten. Die längsten Flüsse sind die Weichsel mit 1047 km, der Grenzfluss Oder mit 854 km, die Warthe mit 808 km und der Bug mit 772 km. Die Weichsel und die Oder münden genauso wie zahlreiche kleinere Flüsse in Pommern in die Ostsee. Die Liebe und die Angrapa fließen über den Pregel und die Czarna Hańcza über die Memel in die Ostsee. Daneben entwässern einige kleinere Flüsse, wie die Iser in den Sudeten, über die Elbe in die Nordsee. Die Orava aus den Beskiden fließt über die Waag und die Donau genauso wie einige kleinere Flüsse aus den Waldkarpaten über den Dnjestr ins Schwarze Meer. Insbesondere die Bergflüsse Dunajec, San, Poprad, Bober sowie die Mäanderflüsse Drawa, Krutynia, Czarna Hańcza, Biebrza und Narew sind für mehrwöchige Kajakfahrten geeignet. Die polnischen Flüsse wurden schon sehr früh zur Schifffahrt genutzt. Bereits die Wikinger befuhren mit ihren Drachenbooten während ihrer Raubzüge durch Europa die Weichsel und die Oder.

Gebirge[Bearbeiten]

Polen hat 21 Berge über 2000 m Höhe, die sich alle in der Tatra befinden. Die Tatra, auf polnischem Gebiet bestehend aus Hoher und Westlicher Tatra, stellt die höchste Bergkette in Polen und der ganzen Karpaten dar. Der mit 2499 m höchste Berg Rysy mit seinem hochgelegenen See Morskie Oko liegt in der Hohen Tatra. Die zweithöchste Gebirgskette in Polen sind die Beskiden mit der Babia Góra (1725 m) als höchstem Gipfel. Gefolgt werden sie vom Riesengebirge, dessen Schneekoppe mit 1602 m die höchste Erhebung der Sudeten darstellt. Zu den schönsten Bergen Polens gehören die Waldkarpaten im äußersten Südosten des Landes, deren höchste in der Połonina die Tarnica mit ca. 1300 m ist. Unter Touristen sind zudem die Niederen Beskiden (ca. 1000 m), die Gorce (ca. 1300 m), und die Pieninen (ca. 1000 m) bekannt, die jeweils durch einen Nationalpark geschützt sind.

Der mit m unter dem Meeresspiegel am tiefsten gelegene Punkt befindet sich bei Raczki Elbląskie in der Nähe von Elbląg im Weichseldelta. Die geologische Struktur Polens wird geprägt durch die Plattenkollision der Kontinente Afrika und Europa während der letzten Jahrmillionen einerseits, sowie durch die Vergletscherung von Skandinavien, den Karpaten und Sudeten während der Eiszeiten andererseits. Beide Prozesse formten die Karpaten und die Sudeten. Die Moränenlandschaft Nordpolens weist zumeist Sand- und Lehmböden auf, während die südlicheren Urstromtäler oft Lößböden aufweisen. Der Jura, die Pieninen und die Westliche Tatra bestehen aus Kalkstein, während die Hohe Tatra, die Beskiden und das Riesengebirge sich zum großen Teil aus Granit und Basalten zusammensetzen. Das Heiligkreuzgebirge ist eines der ältesten Gebirge der Erde.

Architektur[Bearbeiten]

Burgen[Bearbeiten]

In Polen gibt es hunderte Burgen sowie deren Ruinen. Interessant sind insbesondere die Adlerhorst-Burgen im Jura zwischen Krakau und Tschenstochau (z. B. Ogrodzieniec, Mirów, Pieskowa Skała) sowie Burgen Kasimirs des Großen in Kleinpolen und Südostpolen (Niedzica, Czorsztyn, Nowy Wiśnicz), die Burgen in Schlesien (Bolków, Książ, Guhlau) und die Kreuzritterburgen aus Backstein in Nordpolen (Marienburg, Kwidzyn). Die Krönung ist jedoch sicherlich das Wawelburg in Krakau. Schlösser der Herzöge von Pommern sind, unter anderem, in Szczecin und Darłowo.

Paläste[Bearbeiten]

In Polen gibt es sehr viele Adelspaläste, allein Warschau hat über hundert. Der reiche polnische Adel baute in der Renaissance, dem Barock und dem Klassizismus fleißig gewaltige Residenzen. So war z. B. der Palast Krzyżtopór in Ujazd bevor Versailles erbaut wurde der größte Palast in Europa. Viele dieser Paläste befinden sich heute in der Ukraine, Weißrussland oder Litauen. Zu den wichtigsten in Polen gehören die Warschauer Paläste: Königsschloss, Präsidentenpalast, Łazienki, Wilanów, Krasiński, Sapieha, Potocki, etc., zudem die Paläste in Białystok, Rogalin, Nieborów, Kozłówka, Łańcut, Krasiczyn, Baranów.

Gärten und Parks[Bearbeiten]

Seit der Renaissance wurden in Polen Lustgärten angelegt. Diese finden sich z. B. in Brzeg, Krakau, Pieskowa Skała. Barockgärten im französischen Stil gibt es in Wilanów, Warschau, Białystok. Im 18. Jahrhundert wurden vor allem in Masowien mehrere romantische Gärten im englischen Stil errichtet, vor allem "Die Bäder" – Łazienki in Warschau, in Arkadia, in Puławy, etc.

Kirchen[Bearbeiten]

In Polen lebten im Mittelalter und in der frühen Neuzeit Gläubige verschiedener Religionen und Konfessionen friedlich nebeneinander und die polnischen Könige und Sejme garantierten ihnen die Religionsfreiheit, die 1572 in Polen zum ersten mal weltweit Verfassungsrang erlangte. Zeugen dieser kulturellen Vielfalt sind Kirchen, Synagogen und tatarische Moscheen in ganz Polen und in allen Baustilen. Die größte Kirche dürfte die Basilika der Muttergottes von Licheń sein, die schönste wohl die Wawel-Kathedrale in Krakau. Die größte Synagoge dürft die Alte Synagoge in Kazimierz (Krakau) sein, die schönste – die Synagoge in Tykocin. Die größte Moschee dürfte in Danzig stehen, die schönsten dürften die Holzmoscheen in Podlachien sein.

Museen[Bearbeiten]

Kunst[Bearbeiten]

Die polnischen Museen sind trotz der verheerenden Verluste während des Zweiten Weltkrieges immer noch reich an Kunstschätzen polnischer und ausländischer Meister. Allen voran sind hier die Museen Krakaus. Das bedeutendste Gemälde dürfte die Dame mit dem Hermelin (Czartoryski-Museum) von Leonardo da Vinci sein, die neben der Mona Lisa desselben Meisters als wertvollstes Gemälde der Welt gilt. In Krakau befindet sich auch der größte gotische Altar (Veit Stoß) neben über zwei Millionen weiteren Kunstwerken. Sehenswert sind auch die Museen Warschaus, Posens, Breslaus und Danzigs.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kultur in Polen

Musikfestivals[Bearbeiten]

Filmfestivals[Bearbeiten]

Sportveranstaltungen[Bearbeiten]

Siehe auch: Fußball in Polen

Verkehr[Bearbeiten]

Hauptartikel: Verkehr in Polen

Flugzeug[Bearbeiten]

Die größte Fluggesellschaft ist die Polskie Linie Lotnicze (LOT), welche Tochterunternehmen wie die EuroLOT, besitzt.

Der mit Abstand größte und bedeutendste Flughafen Polens ist der Chopin-Flughafen Warschau, gefolgt von denen in Krakau, Katowice und Danzig. Weitere Flughäfen mit geringerem internationalen Flugverkehr sind Posen, Breslau, Łódź, Stettin-Goleniów, Rzeszów, Bydgoszcz sowie Szczytno-Szymany.

Bahn[Bearbeiten]

Das Schienennetz ist in Polen sehr dicht und beträgt 22.560 km. Betrieben wird es von der Staatsbahn PKP. Das Schienennetz ist sternartig angelegt mit Warschau als Mittelpunkt. Weitere wichtige Verkehrsknotenpunkte sind Posen, Danzig, Stettin, Breslau, Kattowitz und Krakau. Von Warschau nach Kattowitz/Krakau sowie nach Posen, Łódź und Breslau existiert eine Neubaustrecke (Centralna Magistrala Kolejowa).

Die wichtigsten Städte werden durch InterCity-Züge miteinander verbunden, in den genannten großstädtischen Agglomerationen existieren S-Bahn-ähnliche Vorortzugsysteme. Für einige Zugklassen (Express, EC, IC) besteht Reservierungspflicht.

Bus[Bearbeiten]

Trotz dem wachsenden Individualverkehr dient ein ausgedehntes Überlandbusnetz in Polen immer noch sehr bedeutsamen öffentlichen Verkehr. Neben den öffentlichen Buslinien PKS gibt es ein zahlreiches Angebot an privaten Anbietern.

Öffentliche Verkehrsmittel in viele Städte unterstützt auch benachbarten Städten und Dörfern, z. B. in Oberschlesien (die Umgebung von Katowice) und Agglomeration Stettin (die Umgebungen von Stettin und Police).

Auto[Bearbeiten]

Das Straßennetz verfügt über eine Gesamtlänge von 364 697 km. Dabei sind nur relativ wenige Autobahnen vorhanden, die jedoch systematisch ausgebaut werden.

Vorhandene Autobahnen:

Nr. Europa-
straßen
Von
(Nord bzw. West)
Via Bis
(Süd bzw. Ost)
Gesamt-
länge
In Betrieb Im Bau In der Aus-
schreibung
In Planung mit DŚU a
A1 E75 Danzig Grudziądz – Włocławek – Toruń – Łódź – Piotrków Trybunalski – Częstochowa – Bytom – Zabrze – Gliwice – Rybnik – Żory Symbol: Grenze TschechienTschechien CZ / Gorzyczki 0565,1 km 0402,4 km 071,2 % 040,1 km 56,9 km 065,7 km
A2 E30 Symbol: Grenze DeutschlandDeutschland DE / Świecko Posen – Konin – Łódź – Skierniewice – Warschau – Siedlce – Biała Podlaska Symbol: Grenze WeissrusslandWeißrussland BY / Kukuryki 0622,6 km 0475,0 km 076,3 % 147,6 km
A4 E40
E462
Symbol: Grenze DeutschlandDeutschland DE / Jędrzychowice Legnica – Breslau – Opole – Gliwice − Ruda Śląska − Chorzów − Katowice – Mysłowice − Jaworzno – Krakau – Tarnów – Rzeszów – Przemyśl Symbol: Grenze UkraineUkraine UA / Korczowa 0672,0 km 0596,0 km 088,7 % 076,0 km
A6 E28 Symbol: Grenze DeutschlandDeutschland DE / Kołbaskowo Stettin Symbol: KN Rzęśnica 0028,7 km 0025,2 km 087,8 % 003,5 km
A8 E67
E261
Symbol: KN Wrocław-Południe Breslau Symbol: KN Wrocław-Psie Pole 0022,3 km 0022,3 km 100,0 %
A18 E36 Symbol: Grenze DeutschlandDeutschland DE / Olszyna Symbol: KN Krzyżowa 0078,5 km 0007,0 km 009,0 % 071,5 km
Summe 1989,2 km 1527,9 km 076,8 % 116,1 km 56,9 km 288,3 km

Stand: 20. Juni 2014[4]

Fahrrad[Bearbeiten]

Radwege in den Städten sind eher eine Ausnahme, häufig weichen Radfahrer auf die Bürgersteige aus. Radwanderrouten sind häufig über Nebenstraßen und über unbefestigte Wege, die bei Regen verschlammen können, ausgewiesen.

Schiff[Bearbeiten]

In Polen gibt es 3812 km befahrbare Wasserstraßen. Die wichtigsten Seehäfen Polens befinden sich in Danzig, Gdynia, Świnoujście und Stettin.

Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen:

Sprache[Bearbeiten]

Hauptartikel: Polnische Sprache

Nahe der deutschen Grenze und in den Städten wird oft Deutsch gesprochen, ansonsten kommt man in den Großstädten mit Englisch recht weit. In ländlichen Gebieten abseits der wichtigsten Touristenregionen ist es schwer, sich mit Deutsch und Englisch zu verständigen. Kenntnisse anderer slawischer Sprachen können behilflich sein, obwohl Russisch bei vielen Polen bis heute negativ konnotiert sein kann. Zwar ist die polnische Sprache relativ schwierig zu erlernen, allerdings begegnen die meisten Polen Ausländern, die sich darin versuchen, sehr wohlwollend.

Währung und Einkaufen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Złoty

Die Landeswährung ist Złoty (PLN). Ein Euro entspricht 4,1977 PLN, ein CHF – 3,47233 PLN. Es gibt viele Wechselstuben in den Großstädten, in denen der Wechselkurs in der Regel günstiger als z. B. am Flughafen oder in Banken ist. In Polen gibt es keine Beschränkung der Ladenöffnungszeiten, allerdings haben nur wenige Großmärkte in den Außenbezirken der Großstädte rund um die Uhr geöffnet, ansonsten liegt die reguläre Öffnungszeit vieler Läden montags bis sonntags zwischen 7 und 21 Uhr.

Siehe auch: Wirtschaft Polens

Küche[Bearbeiten]

Hauptartikel: Polnische Küche

Die polnische Küche hat viele Spezialitäten, wie Barszcz, Uszka, Gołąbki, Flaki etc. zu bieten. Polnische Fleischprodukte genießen weltweit hohes Ansehen. Zu den bekanntesten polnischen Brauereien zählen Żywiec, Tyskie, Lech, Warka, Leżajsk, Bosman und Piast. Der Wodka wird entweder klar, z. B. Wyborowa, oder mit Aromen, z. B. Żubrówka, Żołądkowa angeboten. Trinkhonig ist eine altpolnische Spezialität.

In der Bar mleczny, der polnischen Milchbar, eine Institution, die ihre Blüte im Sozialismus erlebte, werden traditionelle polnische Gerichte angeboten.

Ausgehen[Bearbeiten]

Gut Ausgehen können Frau und Mann vor allem in den großen Städten. Die Kneipenkultur und das Nachtleben sind insbesondere in den großen Studentenstädten Krakau, Warschau, Breslau, Łódź und Posen attraktiv für junge Gäste. Insbesondere Krakau dürfte sich als Stadt mit ca. 150.000 Studenten und hunderten von Kneipen, Kellern, Bars in der Altstadt und im jüdischen Viertel Kazimierz einen Namen als europäische Topdestination in Bezug auf das Nightlife gemacht haben. Am Marktplatz – dem größten mittelalterlichen der Welt – dürfte sich wohl nur schwer ein nicht unterkellertes Gebäude mit einer Kneipe oder Disco finden lassen. Warschau und Łódź können dagegen mit großen Diskos und Tanzpalästen aufwarten. Aber auch in der Warschauer Altstadt und um den Łazienki-Park gibt es sehr gute Ausgehmöglichkeiten. Auch andere Studentenstädte, wie Breslau, Posen, Danzig, Stettin, Lublin und Kattowitz haben ein intensives Nightlife.

Übernachtung[Bearbeiten]

Jugendherbergen und Wanderhütten werden z. B. von PTTK betrieben. Diese sind meistens relativ groß und anonym, oft mit nach Geschlechtern getrennten Zimmern. Es gibt auch Youth Hostels, die durchgehend offen haben. Campingplätze gibt es im ganzen Land. Aber auch wildes Zelten wird geduldet. Auch an luxuriösen Hotels und Schlosshotels mangelt es nicht.

Lernen[Bearbeiten]

Polnische Universitäten pflegen Austauschprogramme, z. B. Erasmus, mit Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die älteste Universität Polens und zweitälteste Mitteleuropas ist die Jagiellonen-Universität in Krakau von 1364. Polnischkurse für Ausländer werden von verschiedenen Veranstaltern (auch Universitäten) in mehreren Städten angeboten, z. B. in Krakau und Warschau.

Feiertage[Bearbeiten]

Hauptartikel: Feiertage in Polen
1. Januar Neujahr (Nowy Rok)
März, April Ostersonntag (Niedziela Wielkanocna)
März, April Ostermontag (Poniedziałek Wielkanocny)
1. Mai Maifeiertag (Święto Państwowe 1 Maja)
3. Mai Tag der Verfassung vom 3. Mai 1791 (Święto Konstytucji Trzeciego Maja)
7. Sonntag nach Ostern Pfingsten (Zielone Świątki)
9. Donnerstag nach Ostern Fronleichnam (Boże Ciało)
15. August Mariä Aufnahme in den Himmel (Wniebowzięcie Najświętszej Maryi Panny), gleichzeitig Tag der Polnischen Armee
1. November Allerheiligen (Wszystkich Świętych)
11. November Unabhängigkeitstag (Dzień Niepodległości)
25. Dezember 1. Weihnachtsfeiertag (pierwszy dzień Bożego Narodzenia)
26. Dezember 2. Weihnachtsfeiertag (drugi dzień Bożego Narodzenia)

Gesundheit[Bearbeiten]

Die ärztliche Versorgung ist, insbesondere im kleinstädtischen bzw. ländlichen Bereich, zwar gut, allerdings nicht immer mit der Qualität in Westeuropa vergleichbar. So gibt es vor allem in der Versorgungsdichte mit Fachärzten und Krankenhäusern z. T. einige Lücken und auch der Standard vieler öffentlicher Krankenhäuser ist, oft aus finanziellen Gründen, noch ausbaufähig. Die meisten Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Notfallbehandlung in Polen. In Städten haben immer einige Apotheken Nachtdienst, generell ist die Versorgungsdichte mit Apotheken gut.

Die Badegewässer sind regelmäßig vor allem im Norden von guter Qualität. Problematisch können Zeckenstiche in Masuren werden. Eine Impfung gegen FSME bzw. regelmäßiges Absuchen des Körpers ist zu empfehlen. In Masuren sollte auch ein Mittel gegen Stechmücken nicht fehlen, welches aber auch günstig vor Ort gekauft werden kann.

Telekommunikation und Post[Bearbeiten]

Polen ist mit Festnetzanschlüssen gut abgedeckt und auch das Mobilfunknetz ist gut ausgebaut und bietet auch in ländlichen Regionen meist gute Verbindungen. Telefonzellen sind zahlreich und funktionieren mit Telefonkarten, Jetons oder Münzen. In den Städten befinden sich zahlreiche Internetcafés. Der erste WLAN-Hotspot in Europa war auf dem Krakauer Marktplatz. Die polnische Post ist in fast jedem Ort vertreten. Briefe und Postkarten kommen in der Regel zügig an, Pakete brauchen in der Regel etwas länger. Pakete werden auch von privaten Anbietern befördert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Alfred Döblin: Reise in Polen. Dt. Taschenbuch-Verl., München 2000, ISBN 3-423-12819-4, S. 375.
  •  Peter-Matthias Gaede: Polen. Gruner + Jahr Geo-Mairs, Hamburg 2004, ISBN 3-570-19455-8, S. 162.
  •  Friedhelm Pelzer: Polen: eine geographische Landeskunde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1991, ISBN 3-534-09160-4, S. 438.
  •  Tomasz Torbus: Polen: Reisen zwischen Ostseeküste und Karpaten, Oder und Bug. DuMont Reiseverlag, Köln 2002, ISBN 3-7701-5287-5, S. 424.
  •  Thomas Urban: Polen: Die Deutschen und Ihre Nachbarn. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-57852-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikivoyage: Polen – Reiseführer
 Commons: Tourismus in Polen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Arrivals of foreigners to Poland in 2010 by countries. Institute of Tourism
  2. * Die Zahl am Anfang jeder Zeile bezeichnet das Aufnahmejahr der Stätte in die Welterbeliste.
    • Stätten des Weltkulturerbes sind mit einem „K“, Stätten des Weltnaturerbes mit einem „N“ markiert.
    • Denkmäler, die sowohl dem Weltkultur- als auch dem Weltnaturerbe angehören, tragen ein „K/N“.
  3. Die Liste der UNESCO-Biosphärenreservate.
  4. Übersicht über die Autobahnen und Schnellstraßen