Toyota Land Cruiser

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Toyota Land Cruiser
Produktionszeitraum: seit 1951
Klasse: Geländewagen
Karosserieversionen: Kombi, Pickup
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines
Toyota Land Cruiser: Modell J45
Toyota Land Cruiser der Rally Dakar, 1992 in Paris

Der Toyota Land Cruiser ist ein seit 1951 gebauter Geländewagen. Schnell erreichte dieses japanische Auto primär in Afrika, Lateinamerika und der arabischen Welt einen Ruf von Verlässlichkeit und Haltbarkeit.

Das Fahrzeug wurde im Laufe der Zeit in unzähligen Varianten produziert. Der Toyota Land Cruiser ist neben dem Toyota Hilux das erste Kraftfahrzeug, das mit jeweils starken Modifikationen u.a. am Fahrwerk und den Rädern sowie am Motor den Nordpol erreicht hat.

In Deutschland werden derzeit zwei Modelle angeboten, der J15, in Deutschland einfach nur Land Cruiser (in Österreich Land Cruiser 300, im Rest der Welt Land Cruiser Prado oder Prado) genannt (seit 2009) und der J20, in Deutschland als Land Cruiser V8 bekannt (seit 2008). Im Ausland wird diese Version teilweise auch Land Cruiser 200 genannt. Außerdem wird der J7 nach einem Facelift 2007 weiterhin produziert, vornehmlich für Afrika und Australien.

Modellcode[Bearbeiten]

Der Modellcode besteht aus dem Buchstaben J (für Geländewagen) und einer Zahl für die Fahrzeuggeneration. Zusätzlich kommen vor dem J ein bis zwei Buchstaben für den Motorcode und nach der Modellziffer eine Ziffer für die Variante. Zum Beispiel steht bei der Bezeichnung KDJ120 das KD für den 1KD-FTV-Motor (4 Zylinder, 3 Liter Hubraum), J12 für das Modell und 0 für das lange Modell. KDJ125 wäre dementsprechend dasselbe Modell mit demselben Motor, nur in kurzer Variante.[1]

Modellgeschichte[Bearbeiten]

Schon von Beginn an gab es stets zwei Land-Cruiser-Modelle, die parallel gebaut wurden.

Die kleineren Modelle wurden bzw. werden unter den Namen J2, J4, J7, J9, J12 und derzeit J15 verkauft. Die größeren Modelle tragen die Bezeichnungen J3, J5, J6, J8, J10 und derzeit J20.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Bantam

1941 besetzte die kaiserliche japanische Armee die Philippinen, wo sie einen Bantam Mk II erhielten und prompt nach Japan brachten. Die japanischen Militärbehörden geboten Toyota, ein ähnliches Fahrzeug zu bauen, das aber nicht dem amerikanischen Jeep ähneln sollte. Der Prototyp AK wurde von der japanischen Armee Yon-Shiki Kogata Kamotsu-Sha ( 小型貨物 Kompakter Lieferwagen der 2604. kaiserlichen Dynastie ) genannt.

Später im Jahr 1941 forderte die japanische Regierung Toyota auf, einen leichten Lastwagen für japanische Militäraktionen zu produzieren. Daraufhin produzierte Toyota 1942 den 1/2-Tonne-Prototypen AK10. Der AK10 wurde mit Hilfe von Reverse Engineering des Bantam GP gebaut. Es gibt keine bekannten erhaltenen Fotografien des AK10. Die einzigen bekannten bildlichen Darstellungen sind einige Skizzen. Er hatte einen aufrechten Kühlergrill, flache vordere Kotflügel, die schräg nach unten und hinten gingen wie beim FJ40, Scheinwerfer, die auf den Kotflügeln auf beiden Seiten des Kühlers montiert waren und eine klappbare Windschutzscheibe.

Der AK10 besitzt einen 2259-cm³-4-Zylinder-Motor Typ C aus dem Toyota Model AE Sedan mit einem Drei-Gang-Schaltgetriebe und einem Reduktionsgetriebe. Es gibt keine mechanische Verwandtschaft zwischen dem AK10 und dem Nachkriegs-Toyota-„Jeep“ BJ. Die meisten der AK10 wurden im Gegensatz zum US-Jeep nicht aktiv genutzt und es gibt fast keine Fotos von ihm auf dem Schlachtfeld.

Anfänge nach dem Krieg (BJ und FJ)[Bearbeiten]

1950 begann Toyota anlässlich einer Rüstungsausschreibung der militärischen japanischen „Nationalen Polizeireserve“ (Vorläufer der Japanischen Streitkräfte) mit den Arbeiten am Prototyp eines Geländewagens, der 1951 als „BJ“ hergestellt wurde. Da Toyota die Ausschreibung nicht gewann, wurde der BJ nur von japanischen Behörden, Forstverwaltungen und dem in Japan stationierten amerikanischen Militär[2] eingesetzt. Angetrieben wurde der Ur-BJ von einem kräftigen Dieselmotor mit 3,4 l Hubraum und 63 kW. Ausgestattet mit Blattfedern, Starrachse und großen 16-Zoll-Rädern, kam der BJ weniger komfortabel als robust auf den Markt. 298 Einheiten wurden auf Bestellung produziert, nur vier Exemplare wurden exportiert.

J2 und J3 (1954–1967)[Bearbeiten]

1954 wurde der BJ in Land Cruiser umbenannt und feierte sein internationales Debüt. Er sollte für den Export ziviler aussehen als der BJ. Die markanten Scheinwerfer der J2-Typen waren bereits in die Karosserie integriert und nicht mehr frei stehend auf den Kotflügeln montiert. Er hatte auch eine stilvollere Karosserie und eine bessere Fahrt dank längerer Vier-Platten-Blattfedern, als die im BJ, die aus dem AK10 angepasst worden waren. Außerdem ersetzte Toyota 1956 den Dieselmotor vom Typ B mit 85 PS durch einen stärkeren 3,9-Liter-Sechszylinder-Benziner mit 109 PS vom Typ F. Der Innenraum wurde komfortabler, weil der Motor um 120 mm nach vorne verschoben wurde. Die J2-Serie hatte immer noch keine Reduktion, war aber im dritten und vierten Gang synchronisiert.

1957 verdreifachte sich die Produktion auf 2887 Einheiten, von denen nur 450 Exemplare in Japan blieben. Der Land Cruiser FJ25 erschien offiziell auf dem US-Markt.

Außerdem erschienen 1957/58 neue Karosserievarianten, wie der erste Land Cruiser Station mit einem längeren Radstand von 2650 mm als FJ25 und der viertürige Stationwagen unter der Bezeichnung FJ35V. Rund die Hälfte der 1000 Land Cruiser der dritten Generation (J3) gingen in den Export.

J4 (1960–1984)[Bearbeiten]

Toyota Land Cruiser J45

1960 wird der J4 als Nachfolger des J2 eingeführt und bis 1984 produziert. Mit diesem Modell wird der Land Cruiser ab 1977 auch in Deutschland bekannt.

Es gibt ihn mit mehreren Radständen und Karosserieversionen, den kurzen J40, den seltenen mittleren J43/J46, den langen J45/J47 als Buschtaxi oder Pickup, den J45 als Pickup Kurzpritsche und den sehr seltenen J45 Station (5-türig).

In Brasilien wurde das Fahrzeug als Lizenzbau Toyota Bandeirante bis 2001 unter der Bezeichnung OJ55 fast unverändert gebaut. Verbaut wurde ein Dieselmotor von Mercedes. Als Zusatz wurde der Bandeirante auch als Doppelkabiner produziert.

J5 (1967–1981)[Bearbeiten]

Toyota Land Cruiser J55 (1979)

Ab 1967 wurde der Landcruiser J5 gebaut. Es wurden – bis auf wenige japanische Fahrzeuge (BJ55) – die aus der J4-Serie bekannten F- (bis 1974) und 2F- (1974–1980) Motoren verbaut. Die genaue Modellbezeichnung lautet FJ55. Der J5 wurde vor allem für Nordamerika gebaut. Er entspricht technisch weitgehend dem J4, jedoch wurde das Karosseriedesign verändert. Für den deutschen Markt musste Toyota die vordere Dreiersitzbank gegen ASS Sportsitze umtauschen, um den herrschenden Sicherheitsbestimmungen genüge zu tun. Daher gab es den FJ55 in Deutschland nur als 5-Sitzer. Er wurde von 1967 bis 1980 produziert.

J6 (1981–1990)[Bearbeiten]

Toyota Land Cruiser J6

Der 1981 eingeführte J6 ersetzte den J5. Das Fahrzeug wurde bis 1990 sowohl mit Benzin- als auch mit Dieselmotor angeboten, wobei der Benziner – zumeist mit Automatikgetriebe ausgestattet – vor allem für die USA gedacht war.

J7 (seit 1984)[Bearbeiten]

Land Cruiser 70
Heckansicht

1984 wurde der J7 als Ersatz des J4 eingeführt als Soft-Top und Hardtop (Stoffverdeck, abnehmbares festes Verdeck), als Pickup, als geschlossener Drei- und Fünftüriger Geländewagen sowie als Modelle mit seitlich nach innen gerichtete angebrachte Rücksitze. Der J7 hatte eine Vierrad- Spiralfeder Achsaufhängung für bessere Fahreigenschaften. Die leichtere Version des Land Cruiser erhielt den Toyota 22R 2,4 L Benzinmotor, sowie die 2 Liter und 2 Liter Turbodiesel und 2,4 Liter Dieselmotoren aus dem Toyota Hilux. Darüber hinaus war auch ein 4,0 Liter Benzinmotor erhältlich, welcher im Laufe der Jahre auf elektronische Benzindirekteinspritzung umgestellt wurde. Ein Automatikgetriebe (A440F) wurde ebenfalls eingeführt, wodurch der J7 damit das erste japanische Allrad Fahrzeug mit einem Automatikgetriebe war. Der J7 wurde in einigen Märkten als Toyota Bundera oder Landcruiser II und später als 70 Prado/Prado 70 verkauft. Der 70 Prado war sehr populär und wurde später weiter zum Prado 90 weiter entwickelt.

1987 wurde ein 3,9 Liter Turbodiesel mit 176 kW (240 PS) bei 4200 U/min. und 470 Nm maximales Drehmoment bei 3000 U/min ins Modellprogramm aufgenommen.

1990 kam eine neue Dieselmotor Generation mit dem Fünf-Zylinder Saugmotor 1PZ und dem Sechs-Zylinder Saugmotor 1HZ ins Angebot.

1993 führte Toyota zusätzlich den 24-Ventiler, 4,5 Liter Sechszylinder Benzinmotor 1FZ in der Baureihe ein.

1999 wurde die J7 Serie umfassend überarbeitet mit Schraubenfederung anstatt Blattfedern an der Vorderachse, verlängerten hinteren Blattfedern für erhöhten Fahrkomfort und Federweg. Die Räder waren nun mit fünf statt sechs Radbolzen befestigt und mehrere kleinere Modifikationen am Antriebsstrang wurden zur Erhöhung der Haltbarkeit durchgeführt.

2002 wurde das Modell HDJ79, zuerst in Australien, mit dem 1HD FTE 4,2 Liter großen Sechszylinder-24-Ventil-Turbodieselmotor mit Direkteinspritzung eingeführt.

Ab 2007 baute Toyota mit dem 4,5 Liter 1VD-FTV den ersten V8-Turbodieselmotor in der J7-Serie für einige Länder ein. Außerdem wurde ein zusätzliches 4-türiges Modell mit mittlerem Radstand (76) eingeführt und die Front für alle Modelle war nun deutlich überarbeitet.

2008 endete die Produktion der J7 Reihe in Venezuela, während die Produktion in Südafrika, für die noch verbliebenen Märkte, weiter lief.

2012 wurde ein Doppelkabine-Pickup in Südafrika mit dem 4,2-Liter-Dieselmotor oder 4,0-l-Benzinmotor eingeführt, welches auch nach Australien exportiert wird, dorthin jedoch mit dem 4,5-l-V8-Dieselmotor. Neben Afrika und Ozeanien wird die J7/Prado 90 Generation auch noch offiziell in Südamerika, Ländern des Nahen Osten und kleinere asiatische Schwellenländer aus südafrikanischer Produktion angeboten.

Der Land Cruiser J7 ist oftmals in Nachrichtensendungen im Zusammenhang mit UNO-Missionen und kriegerischen Auseinandersetzungen zu sehen und wird in Deutschland auch noch zu Zwecken des Rettungsdienstes, insbesondere für die Bergwacht zugelassen.[3]

J8 (1990–1997)[Bearbeiten]

Toyota Land Cruiser J8

Der J8 ist der Nachfolger des J6, gebaut von 1990 bis 1997. Auf dieser Basis gab es erstmals auch die Luxusversion Lexus LX.

J9 (1996–2002)[Bearbeiten]

Toyota Land Cruiser J9

Der 1996 eingeführte J9 ersetzt zum Teil den J7. In einigen Ländern wird hierfür die neue Modellbezeichnung Toyota Land Cruiser Prado genutzt. 2002 wurde dieses Modell eingestellt.

J10 (1998–2007)[Bearbeiten]

Toyota Land Cruiser J10

Der J10 wurde von 1998 bis 2007 als Nachfolger des J8 gebaut. In Deutschland hieß er Land Cruiser 100. Als Vorderachse gibt es wahlweise eine Starrachse (J105) oder Einzelradaufhängung (J100). Auch hierzu gibt es wieder einen Lexus LX. Und er ist serienmäßig mit einer Klimaanlage ausgerüstet.

J12 (2002–2009)[Bearbeiten]

Toyota Land Cruiser J12

Der J12 ersetzte 2002 den J9. Gebaut wurde er – oft weiterhin als Toyota Land Cruiser Prado bezeichnet – bis 2009.

Ein stark umgebautes Modell dieser Reihe ist eins der ersten Autos (neben zwei umgebauten Toyota Hilux), die jemals den magnetischen Nordpol erreicht haben (Details siehe Top Gear: Polar Special).

J20 (2008 - )[Bearbeiten]

Land Cruiser V8 (J20)
Toyota Land Cruiser J20 (2008–2012)

Toyota Land Cruiser J20 (2008–2012)

Produktionszeitraum: seit 2008
Karosserieversionen: Kombi
Motoren: Ottomotor:
4,7–5,7 Liter
Dieselmotor:
4,5 Liter (210 kW)
Länge: 4950 mm
Breite: 1970 mm
Höhe: 1865 mm
Radstand: 2850 mm
Leergewicht: 2690–2795 kg

Der J20 wird seit 2008 als Nachfolger des J10 gebaut. In Deutschland trägt er die Verkaufsbezeichnung Land Cruiser V8, auf anderen Märkten Land Cruiser oder Land Cruiser 200. Auf ihm basiert die dritte Generation des Lexus LX.

Der Land Cruiser V8 besitzt an der Vorderachse eine Doppelquerlenkerachse und hinten eine Starrachse. Der Allradantrieb erfolgt über ein Sechs-Stufen-Automatikgetriebe.

Als Motor kommt in Deutschland ein langhubiger V8-Dieselmotor mit 4,5 Liter Hubraum und 210 kW (286 PS) Leistung bei 3600/min zum Einsatz. Das maximale Drehmoment von 650 Nm wird bei 1600 bis 2800/min erreicht. Der kombinierte Verbrauch beträgt 10,2 l/100 km (270 g CO2-Emission/km). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 210 km/h und die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 8,2 Sekunden.

Auf anderen Märkten werden daneben auch Benzinmotoren mit 4,7 bzw. 5,7 l Hubraum angeboten.

Der Land Cruiser V8 verfügt vorne wie hinten über innenbelüftete Scheibenbremsen. Die mögliche Zuladung beträgt bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,3 Tonnen je nach Fahrzeugausstattung 505 bis 610 Kilogramm. Ungebremste Anhänger dürfen bis 750 Kilogramm wiegen. Die Anhängelast gebremst bis zwölf Prozent Steigung beträgt 3,5 Tonnen. Der Dieseltank fasst 93 Liter.

Wasserdurchfahrten sind bis 70 Zentimeter möglich. Die Steigfähigkeit beträgt 100 Prozent (45 Grad), der Kippwinkel 44 Grad und die Mindestbodenfreiheit 225 Millimeter. Für eine 180-Grad-Wende benötigt der Land Cruiser V8 11,9 Meter.

Im Herbst 2012 wurde der Land Cruiser V8 leicht überarbeitet. Neben einer retuschierten Optik, die u. a. Tagfahr- und Heckleuchten mit LED-Technik brachte, wurde ein neuer V8-Benziner eingeführt, der jedoch nur in bestimmten Märkten zu haben ist. In Europa wird weiterhin ausschließlich ein V8-Diesel angeboten, der nun 272 PS leistet.[4]

J15 (seit 2009)[Bearbeiten]

J15
Toyota Land Cruiser J15 (2009–2013)

Toyota Land Cruiser J15 (2009–2013)

Produktionszeitraum: seit 2009
Karosserieversionen: Kombi
Motoren: Ottomotor:
4,0 Liter (202 kW)
Dieselmotor:
3,0 Liter (140 kW)
Länge: 4485–4760 mm
Breite: 1885 mm
Höhe: 1875–1890 mm
Radstand: 2450–2790 mm
Leergewicht: 2035–2415 kg

Der J15 wird seit 2009 als Nachfolger des J12 gebaut. In Deutschland trägt er die Verkaufsbezeichnung Land Cruiser, in Österreich wird die Bezeichnung Land Cruiser 300 vom Vorgänger weitergeführt. Auf anderen Märkten wird er als Prado oder Land Cruiser Prado. Der Geländewagen wird als dreitürige und fünftürige Karosserievariante angeboten.

Der Land Cruiser besitzt an der Vorderachse eine Doppelquerlenkerachse und hinten eine Starrachse. Der Allradantrieb erfolgt über ein Fünf-Stufen-Automatikgetriebe oder ein Sechsgang-Schaltgetriebe.

Als Motor kommt ein langhubiger Vierzylinder-Dieselmotor mit drei Litern Hubraum und 140 kW (190 PS) Leistung bei 3400/min zum Einsatz. Das maximale Drehmoment von 420 Nm wird bei 1600 bis 2800/min erreicht. Der kombinierte Verbrauch beträgt beim Dreitürer bei Einsatz des Schaltgetriebes 8 l/100 km (210 g/km CO2-Emission) und bei Einsatz des Automatikgetriebes 8,4 l/100 km (220 g/km). Der Fünftürer verbraucht 0,1 l/100 km mehr. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 175 km/h und die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt mit dem Schaltgetriebe in 11,7 Sekunden (Automatikgetriebe 12,4 Sekunden).

Der Land Cruiser verfügt vorn wie hinten über innenbelüftete Scheibenbremsen. Die mögliche Zuladung beträgt bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 2,6 Tonnen/2,99 Tonnen (Dreitürer/Fünftürer) je nach Fahrzeugausstattung 385 bis 835 Kilogramm. Ungebremste Anhänger dürfen bis 750 Kilogramm wiegen. Die Anhängelast gebremst bis zwölf Prozent Steigung beträgt drei Tonnen. Der Dieseltank fasst 87 Liter.

Im Sommer 2013 gab Toyota ein Facelift bekannt. Dieses betrifft die äußere Optik, den Innenraum und einige technische Merkmale. Unter anderem wurden das Fahrwerk überarbeitet, die Antischlupfregelung weiterentwickelt und die Fahrmodi geändert.[5]

Im Frühjahr 2014 wird der Land Cruiser ein weiteres Mal überarbeitet. Fortan verfügt das Modell über neue Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht sowie über einen neu gestalteten Stoßfänger. Dadurch ist das Fahrzeug in der Länge um zwei Zentimeter gewachsen.

Technical – Kriegseinsatz[Bearbeiten]

Hauptartikel: Technical (Kampfwagen)

Der Toyota Land Cruiser wird, besonders in Asymmetrischen Konflikten, häufig als sogenannter „Technical“ eingesetzt.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tabelle der Motorcodes für Landcruiser
  2. www.offroad.com
  3. Landcruiser bei der Bergwacht, www.bergwacht-bayern.org
  4. [1]
  5. www.auto-motor-und-sport.de
  6. Thomas Gutschker, Boris Schmidt und Thomas Scheen: Die Kavallerie des kleinen Mannes. Toyotas „Pick-ups“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 11. April 2011, abgerufen am 11. April 2011 (deutsch, Der Toyota in der Asymmetrischen Kriegführung).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Toyota Land Cruiser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien