Trafaria

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Hafen

Trafaria ist ein Ort und eine ehemalige Gemeinde im Westen Portugals. Trafaria gehört zum Kreis Almada im Distrikt Setúbal. Die Gemeinde hatte eine Fläche von 5,73 km² und 5724 Einwohner (Stand 30. Juni 2011).

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Trafaria wurde zum urbanen Großraum Margem Sul do Tejo (dt.: Südufer des Tejo) gezählt. An der nordwestlichen Ecke der Halbinsel von Setúbal gelegen, wo nördlich der Tejo in den Atlantik übergeht, ist der Ort durch flaches Marschland, Strand und Dünen gekennzeichnet. Aufforstungen sind zum Schutz der Dünen, aber auch der Landflächen vorgenommen worden.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich vermutlich ein Fischerdorf, wurde 1565 hier ein Lazarett eröffnet. Einige Befestigungsanlagen zeugen von der strategischen Bedeutung des Ortes, am Eingang des Tejo-Deltas, dem Tor zur Hauptstadt Lissabon.[1]

Am 24. Januar 1777 wurde der Ort auf Befehl des Marquês de Pombal niedergebrannt, da sich hier zahlreiche junge Männer vor dem Militärdienst versteckten. Im Anschluss wurde der Ort neu aufgebaut. 1873 wurde hier eine Dynamitfabrik eröffnet.

Am 7. Oktober 1926 wurde die Gemeinde (Freguesia) von Trafaria geschaffen, und am 26. September 1985 wurde der Ort zur Vila erhoben.[2]

Am 29. September 2013 wurden die Gemeinden Trafaria und Caparica zur neuen Gemeinde União das Freguesias de Caparica e Trafaria zusammengefasst.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Fischerei ist, trotz gesunkener Bedeutung, noch immer ein nennenswerter Faktor, insbesondere der Muschelfang. Neben verschiedenen Betrieben des produzierenden Gewerbes, des Handels und sozialer Einrichtungen sind noch der Fremdenverkehr und die Einrichtungen der Portugiesischen Marine, die hier ihre Schiffe wartet, von Bedeutung.

Verkehr[Bearbeiten]

Trafaria ist über Fährverbindungen der Transtejo, den öffentlichen Nahverkehr (Buslinien), und den Autobahnanschluß der A38 zu erreichen.

Verwaltung[Bearbeiten]

Folgende Orte gehörten zur Gemeinde Trafaria:

  • Pêra de Baixo
  • Funchalinho
  • Murfacém
  • Cova
  • Trafaria
  • Quinta da Corvina
  • Abas da Raposeira
  • Raposeira
  • S. Pedro da Trafaria
  • S. João de Caparica

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zusammenfassung der lokalen Geschichte, auf der Grundschule-Seite, abgerufen am 6. Oktober 2012
  2. Geschichts-Seite der Gemeindeverwaltung, abgerufen am 6. Oktober 2012
  3. Veröffentlichung der administrativen Neuordnung im Gesetzesblatt Diário da República vom 28. Januar 2013, abgerufen am 1. Oktober 2014

38.669722222222-9.2388888888889Koordinaten: 38° 40′ N, 9° 14′ W