Train (Niederbayern)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern | |
| Landkreis: | Kelheim | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Siegenburg | |
| Höhe: | 422 m ü. NN | |
| Fläche: | 10,15 km² | |
| Einwohner: |
1.802 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 178 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 93358 | |
| Vorwahl: | 09444 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KEH | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 2 73 177 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Marienplatz 13 93354 Siegenburg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Gerhard Zeitler | |
| Lage der Gemeinde Train im Landkreis Kelheim | ||
Train ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Kelheim und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Siegenburg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Den Mittelpunkt der Trainer Geschichte bildete von jeher das alte Wasserschloss, das von den Resten einer Ringmauer umgeben wird, und um die Jahrtausendwende entstanden ist. Damals hieß der Ort noch "Hittinburg", ehe er im 13. Jahrhundert in Train umbenannt wurde. Unter den Besitzern des ehemaligen Hofmarkschlosses befinden sich mehrere bedeutende Adelsherren, darunter die Pfeffenhausener und Feurer, das stolze Rittergeschlecht der Eckher von Kapfing und der Freiherr von Deuring, der 1722 das Schlossbenifizium ins Leben gerufen hat. Der vielleicht berühmteste Gast, den die Schlossmauern einst beherbergt haben, war Emanuel Schikaneder. Teile seines Textbuches zur Mozart-Oper "Die Zauberflöte" soll er hier verfasst haben. Besonders ereignisreich war die Ära der Elisabeth von Train, die von 1788 bis 1807 Schlossherrin war. Während ihrer Herrschaft kam es sogar zu zwei aufsehenerregenden Volksaufständen. Zum Schloss gehört eine schöne Wallfahrtskapelle, deren Rokoko-Altar der Landshuter Meister Christian Jorhan (der Ältere) schuf. Die als wundertätig verehrte, schwarze Madonna - eine 1683 geschnitzte Nachbildung der Altöttinger Gnadenstatue - zog um 1700 viele Gläubige an. Fast täglich kamen Wallfahrten aus teils weit entfernten Pfarreien.
Mit Stolz blicken die Trainer auf den im Jahre 1649 hier geborenen Johann Franz Eckher zurück, der von 1695 bis 1727 Fürstbischof von Freising war und den dortigen Dom von den genialen Gebrüdern Asam im Barockstil großartig ausbauen ließ. Eckher legte auch den Grundstein zur Klosterkirche in Weltenburg und war einer der bedeutendsten Männer seiner Zeit. Sein Wappen, die drei Rauten sind heute Bestandteil des Trainer Gemeindewappens.
Sehenswert ist die Pfarrkirche St. Michael, die in den Jahren 1995/96 erweitert und restauriert wurde. Die unteren Turmmauern mit Altarraum und Stuckdecke stammen aus dem Jahre 1674, während das Langhaus nach seinem Einsturz 1835 neu errichtet worden war. Erst 1980 wurde das einstige Benefizium Train, das sich aus der ehemaligen Schlosskapellenstiftung heraus gebildet hatte, zur eigenen Pfarrei erhoben.
Eine weitere Kirche gab es früher am Vitalisberg. sie war dem heiligen Vitalis geweiht, musste aber Anfang des 19. Jahrhunderts "auf kurfürstlichen Befehl" abgebrochen werden. In den Dörfern Mallmersdorf und Neukirchen befinden sich schöne Filialkirchen. Die kleine Kirche St. Georg in Neukirchen ist romanisch und diente der Bevölkerung zu Kriegszeiten als Wehrkirche. Hier führte einst die alte Salzstraße vorüber. Bei St. Johann steht eine neugebaute Kapelle, die daran erinnert, dass der Ort erst im Jahre 1806 entstanden ist, nachdem man eine durch Brand beschädigte Waldkapelle in ein erstes Wohnhaus umbaute. Erholung und Stille bietet der weitläufige Dürnbucher Forst, der sich nordwestlich an das Gemeindegebiet anschließt. Ein Besuch lohnt die einsame Waldkapelle "Mariahilf", wo um 1745 ein Krämer von Räubern überfallen wurde und durch die Anrufung der Muttergottes gerettet wurde.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
Bürgermeister in Train ist Gerhard Zeitler Unabhängige Liste.
[Bearbeiten] Wappen
Die Wappenbeschreibung lautet: Im Zinnenschnitt schräg geteilt von Silber und Blau; unten ein silbernes Schildchen mit einem durchgehenden blauen Andreaskreuz.
Das Wappen enthält Elemente aus den heraldischen Abzeichen zweier als Inhaber des Schlosses und der Hofmark Train für die Geschichte der Gemeinde seit dem 16. Jahrhundert wichtiger Adelsgeschlechter. Der Sparren ist aus dem Wappen der Pfeffenhauser übernommen, die Anfang des 17. Jahrhunderts ausgestorben sind. Die Dreizahl der Rauten stammt aus dem Wappen der Ecker von Kapfing. Den Eckern ist der Wiederaufbau des im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Schlosses in Train zu verdanken. 1649 wurde hier Johann Franz Eckher geboren, der von 1695 bis 1727 Fürstbischof von Freising war, und ebenfalls die drei Rauten im Wappen führte.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
Das Wasserschloss Train wurde im 15. Jh. durch den Hofmarksherren von Train erbaut.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Über die Autobahnauffahrt im Nachbarort Elsendorf ist Train an die Autobahn A93 München-Regensburg angebunden. Durch den Ortsteil St. Johann führt die Bundesstraße B301 nach Mainburg bzw. Abensberg
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
Das größte Unternehmen am Ort ist die Hopfenveredelung St. Johann mit gut 100 Mitarbeitern. Es handelt sich dabei um das größte Hopfenpelletierwerk der Welt. Der überwiegende Teil der in der Welt verarbeiteten Hopfenpellets europäischen Ursprungs werden dort aus Hopfen aus ganz Europa erzeugt. Das Werk ist Teil des internationalen Hopfenhandelskonzerns Johann Barth & Sohn.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck (1649–1727), Fürstbischof von Freising
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
[Bearbeiten] Weblinks
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